Mutmaßliche IS-Helfer in Spanien und Deutschland verhaftet

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Vier der Verdächtigen sind Spanier
Vier der Verdächtigen sind Spanier - © APA (AFP)
Bei Razzien in Spanien, Deutschland und Belgien hat die Polizei fünf mutmaßliche Unterstützer der Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” festgenommen. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, erfolgten die Festnahmen in Barcelona, in der spanischen Exklave Melilla in Marokko, in Wuppertal und Brüssel. Die fünf Verdächtigen sollen Propaganda für den IS betrieben haben.

Nach Angaben der spanischen Polizei sind vier der Verdächtigen Spanier, der fünfte ist Marokkaner. Für ihre Propaganda habe die “perfekt organisierte” Zelle verschiedene Internetkanäle genutzt, die auf eine Facebook-Seite geführt hätten, erklärte das Innenministerium. Die hauptsächlich spanischsprachige Seite, die von 32.500 Nutzern verfolgt werde, sei von den Verdächtigen aus Deutschland und Belgien verwaltet worden.

143 Personen im Jahr 2015 festgenommen

Neben religiösen Inhalten stehen nach Angaben des Innenministeriums auch “radikale Nachrichten und Kommentare” auf der Seite, die den IS “verherrlichen”. Die spanischen Justizbehörden legen den fünf Verdächtigen nun Anstiftung zu Anschlägen und Rekrutierung von Dschihadisten zur Last. Die Zelle sei eine “ernste, konkrete und andauernde Gefahr für die Sicherheit Europas” gewesen.

In Spanien wurden bereits mehrere Zellen zerschlagen, die Freiwillige für den bewaffneten Kampf im Irak und in Syrien rekrutiert haben sollen. Allein im im vergangenen Jahr nahm die Polizei 143 mutmaßliche Jihadisten fest, davon 113 in Spanien und 30 in anderen Ländern.

(APA/ag.)

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