Mutter von 9/11-Attentäter glaubt nicht an Tod ihres Sohns

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Atta sei kein Drahtzieher der Anschläge, sondern Opfer einer US-Verschwörung, um dem Islam zu schaden, gab die Frau an.
Atta sei kein Drahtzieher der Anschläge, sondern Opfer einer US-Verschwörung, um dem Islam zu schaden, gab die Frau an. - © AFP/Seth Mccallister/Archiv
Die Mutter des Al-Kaida-Attentäters Mohammed Atta glaubt nicht, dass ihr Sohn bei dem Flugzeugattentat auf das New Yorker World Trade Center am 11. September 2001 ums Leben kam. Vielmehr sei er im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba inhaftiert, sagte Bosaina Mohammed Mustafa Sheraki der spanischen Zeitung “El Mundo” von Sonntag.

Er sei kein Drahtzieher der Anschläge, sondern Opfer einer US-Verschwörung, um dem Islam zu schaden. “Sohn, ich will Dich sehen, bevor ich sterbe. Ich bin 74 und ich lebe mit der Hoffnung, dass Du überlebt hast”, sagte sie der Zeitung per Telefon aus Kairo, wo sie mit ihren zwei Töchtern lebt. “Ich weiß, Du hast niemals etwas Falsches getan und Du hättest niemals tun können, was sie behaupten, dass Du getan hast.” Laut “El Mundo” war es das erste Interview, das Sheraki seit den Anschlägen vor 15 Jahren gab.

USA verheimlichen “die Wahrheit”

Die USA würden “die Wahrheit” verheimlichen, sagte sie. “Sie sind es, die diesen Angriff geplant haben, um die Idee zu verbreiten, dass der Islam gleich Terrorismus ist. Sie haben Leute mit arabischen Pässen ausgewählt, um ihnen die Schuld zu geben und zugleich uns und unsere Nationen zu spalten.” Attas Familie behauptet seit langem, er habe nichts mit den Angriffen zu tun und sei weiter am Leben.

Atta gilt als 9/11-Drahtzieher

Atta gilt als der Drahtzieher der Anschläge, bei denen er mit 18 Mitverschwörern Flugzeuge in das World Trade Center in Manhattan und das Pentagon bei Washington gesteuert hatte, während eine vierte Maschine auf offenem Feld abstürzte, bevor sie ihr eigentliches Ziel erreichte. Atta hatte vor der Tat jahrelang mit mehreren Komplizen in Hamburg gelebt, wo er eine Doktorarbeit über die Restaurierung eines Altstadtviertels der heute umkämpften syrischen Stadt Aleppo schrieb.

(APA/ag.)

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