Mythen und Sagen um den Untersberg

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Viele Sagen aus dem Mittelalter ranken sich um den mystischen Untersberg.
Viele Sagen aus dem Mittelalter ranken sich um den mystischen Untersberg. - © Neumayr
Zwerge die im Untersberg leben, das Bergmadl, eine verschwundene Hochzeitsgesellschaft: Viele Sagen aus dem Mittelalter ranken sich um den mystischen Untersberg, die sich stark in den Brauchtümern der umliegenden Gemeinden wiederfinden.




Als Grenzberg zwischen Salzburg und Bayern ist der Untersberg ein markanter Fels in dieser Gegend. Viele genießen nach einer kurzen Fahrt mit der Seilbahn die Aussicht, doch nur wenige kennen die mystischen Geschichten um diesen Berg.  

Untersberg als Eingang ins Zwergenreich

Mehrfach findet sich in den Sagen die Geschichte, dass jemand den Eingang in Zwergenreich im Untersberg findet. So etwa in der Sage um die verschwundene Hochzeitsgesellschaft. Der Geschichte nach machte sich ein reiches Bauernpaar aus St. Leonhard auf den Weg, um in Grödig die Hochzeit zu feiern. Ihnen erschien ein kleiner Mann, der sie ins Innere des Untersberges geleitete, wo sie aßen und anschließend einschliefen. Als sie den Ort wieder verließen, waren 500 Jahre vergangen. Zeitanomalien sind häufig Gegenstand der Sagen.

Das “Bergmadl”

Beim Bergmadl handelt es sich um eine weißgekleidete Frau, die den Sennerinnen oft bei ihrer schweren Arbeit half. Die junge Frau war als das hilfreiche und gütige Bergmadl bekannt, doch die Menschen im Tal bekamen sie nie zu Gesicht. Manch einer soll des Nächtens auf seinem Weg einer weißen Frau begegnet sein, die ihm einen gehörigen Schrecken einjagte. Man erzählte sich, dass sie in den Höhlen des Berges lebte und dort unermessliche Schätze bewacht, die noch nie ein Mensch erblickt hat.

„Das wilde Gjoad“

Ein anderer Mythos ist die Wilde Jagd vom Untersberg (Das Wilde Gjoad), die wohl ursprünglich auf den Untersberg als Wetterzeiger in seiner exponierten Lage am Alpenrand Bezug nimmt. Diese ist in das Perchtenbrauchtum der Rauhnächte um Weihnachten eingegangen und wurde seit den 1980er-Jahren im traditionellen Sinne wiederbelebt. Zu ihren typischen Gestalten gehören Vorpercht, der Tod, der Rabe, Moosweiberl, Baumpercht, Hahnengickerl, der Riese Abfalter, der Bär und der Bärentreiber, die Hexe, die Habergeiß und der Saurüssel.

Karl der Große im Untersberg

Eine Sage besagt, dass Kaiser Karl der Große im Untersberg auf seine Auferstehung wartet. Alle hundert Jahre wacht er auf und wenn er sieht, dass immer noch die Raben um den Berg fliegen, dann schläft er ein weiteres Jahrhundert. So lange wird der Kaiser von den „Untersberger Mandln“ umsorgt.

Diesbezüglich gibt es viele Varianten, eine weitere besagt, wenn der Kaiser erwacht und den Untersberg verlässt, findet die letzte große Schlacht der Menschheit auf dem Walserfeld statt. Eine verwandte Sage besagt, dass an einen vertrockneten Birnbaum (der Walser Birnbaum) auf dem Walserfeld der Kurfürst von Bayern zur letzten Schlacht seinen Wappenschild hängen wird.

 

Weitere Infos unter: www.untersberg.org

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