Nach einem Gläschen Sturm das Auto stehen lassen

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Nach dem einen oder anderen Gläschen Sturm fährt man am besten mit dem Taxi nachhause.
Nach dem einen oder anderen Gläschen Sturm fährt man am besten mit dem Taxi nachhause. - © Screenshot Instagram
Herbstzeit ist Sturm-Zeit. Weil diese Zeit aber begrenzt ist, nützen Sturm-Liebhaber diese besonders aus. Da kann es auch schon mal ein Gläschen mehr werden. Das Auto lässt man dann lieber stehen oder am besten gleich zuhause.

ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger warnt davor, die Wirkung des Sturms zu unterschätzen: “Der gärende Traubensaft schmeckt oft harmlos süß und ist angenehm spritzig – hat es aber in sich.” Mit einem Alkoholgehalt zwischen vier und acht Prozent enthalte der Traubensaft meistens mehr Alkohol als Bier. Außerdem beschleunigt die Kohlensäure die Aufnahme des Alkohols ins Blut, so Seidenberger.

Mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss als 2014

Im Vorjahr ereigneten sich in Österreich 2.226 Unfälle im Straßenverkehr, bei denen alkoholisierte Personen beteiligt waren. Davon 182 in Salzburg. Im Vergleich zu 2014 waren die höchsten Zuwächse von Alkoholunfällen in Vorarlberg (+17 Prozent), in der Steiermark (+8 Prozent) und in Salzburg (+3 Prozent) zu verzeichnen. Außerdem betrifft Alkohol am Steuer weiterhin hauptsächlich männliche Autofahrer, sie machen 87 Prozent der an Unfällen beteiligten alkoholisierten Personen aus. “Junge Männer zwischen 20 und 24 Jahren sind am stärksten betroffen”, sagt die ÖAMTC-Expertin und appelliert an deren Verantwortungsbewusstsein.

Verantwortungsbewusst sein und das Auto stehen lassen

“Bereits geringe Mengen Alkohol können zu einer Beeinträchtigung des Orientierungs- und Reaktionsvermögens führen. Oft geht damit eine erhöhte Risikobereitschaft einher”, warnt Seidenberger vor den Auswirkungen von Alkohol. Die Fahrtüchtigkeit wird durch den Genuss von alkoholhaltigen Getränken enorm herabgesetzt.

Das Auto sollte nicht nur im eigenen Interesse nach dem Konsum von Alkohol stehen gelassen werden. Gefährdet werden nämlich auch die anderen Teilnehmer im Straßenverkehr. Will man sich also ein Gläschen Sturm oder auch zwei gönnen, organisiert man sich die Heimreise am besten bereits vorher mit Taxi, Öffis oder einer Übernachtungsmöglichkeit. Dann steht dem Sturmgenuss nichts mehr im Wege.

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