BBU Salzburg zieht “recht zufriedene” Saison-Bilanz

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Sermokas (li.) und Sanchez sind Leistungsträger bei der BBU Salzburg.
Sermokas (li.) und Sanchez sind Leistungsträger bei der BBU Salzburg. - © KRUGFOTO
Plötzlicher Trainerwechsel, wilde Schlachten und endlich wieder Playoff-Basketball in Salzburg: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Obmann Harald Bründlinger auf die vergangene Saison der Basketballunion Salzburg (BBU) zurück. Im SALZBURG24-Gespräch spricht der 32-Jährige über Pläne mit Coach Aaron Mitchell, Kadervorstellungen und organisatorische Hürden.




Mit Hängen und Würgen fixierte die BBU Salzburg im März die Playoff-Teilnahme (sieben Siege, 13 Niederlagen), welche auch gleichzeitig als Saisonziel ausgerufen wurde. “Wir hätten auf jeden Fall mehr herausholen können”, kritisiert Bründlinger, “wir sind aber selbst schuld, weil wir trotz starkem Kader keine Konstanz aufs Parkett bringen konnten.” Die Leistungsdichte in der 2. Basketball-Bundesliga ist eng, viele Spiele wurden knapp verloren – gegen Ligaprimus Mistelbach war man jedoch trotz ansehnlicher Auftritte in der ersten Playoff-Runde chancenlos. “In den letzten Spielen hat man aber gesehen, dass wir auf Augenhöhe mit den Top-Teams spielen können – insgesamt bin ich recht zufrieden mit der Saison”, so Bründlinger.

Coach Aaron Mitchell soll bleiben

Ebenso machten Verletzungen den Salzburgern einen Strich durch die Rechnung, insbesondere der Leistenbruch von Vilius Sermokas kurz vor dem Saisonfinale wog schwer. Hinzu kam der plötzliche Wechsel auf der Trainerposition, auf Saulius Vadopalas folgte am 1. März der US-Amerikaner Aaron Mitchell. “Wir sind sehr zufrieden mit ihm und daran interessiert gemeinsam weiterzuarbeiten”, sagt Bründlinger. Vorteil für die BBU im Poker gegen andere Vereine: Mitchell lebt mit seiner Familie in der Mozartstadt, mischt bei den Footballern der Salzburg Ducks mit und arbeitet als Lehrer an der St. Gilgen International School.

Die BBU Salzburg will weiter mit Coach Mitchell zusammenarbeiten. /KRUGFOTO Die BBU Salzburg will weiter mit Coach Mitchell zusammenarbeiten. /KRUGFOTO ©

BBU Salzburg: Wer bleibt, wer geht?

Guillermo Sanchez legte in der abgelaufenen Saison im Durchschnitt 19 Punkte und sieben Rebounds auf – Top-Wert für die spanische Naturgewalt! Dusan Oluic wird wegen seiner Variabilität im Team geschätzt, kann bis auf den Center alle Positionen verteidigen und punktet in der Regel ebenfalls zweistellig. Mit den Leistungsträgern wurden bereits erste Gespräche geführt, beide gaben positive Signale zur Vertragsverlängerung. Auch Center Lorenz Rattey wird wohl noch ein Jahr dranhängen, bis er sein Studium abgeschlossen hat.

Die Talente Lukas Reichle (16) und Christian Joch (20) sollen ebenfalls gehalten und weiterentwickelt werden: “In Salzburg ist ihnen sehr viel Spielzeit garantiert”, weiß Bründlinger. Fix sind hingegen die Abgänge von Kapitän Jasmin Tomas (berufsbedingt) und Point Guard Georg Lampl, der nach dem Jus-Studium in seine oberösterreichische Heimat zurückkehren wird.

Sponsor, Heimstätte und neue Mitarbeiter

Längst hat auch die organisatorische Vorbereitung auf die neue Spielzeit begonnen. Neben der Zusammenstellung eines schlagkräftigen Kaders überlegt man bei der BBU Salzburg in Zukunft auch auf hauptamtliche Mitarbeiter zu setzen. Besonders an langen Wochenende, wie über Ostern, sei es schwierig genügend Freiwillige für den Spieltag zusammenzubekommen. Obmann Bründlinger würde sich ebenso einige Auffrischungen in der deutlich in die Jahre gekommenen BBU-Heimstätte Sporthalle Alpenstraße wünschen. Er weiß aber auch, dass große wirtschaftliche Sprünge schlichtweg nicht möglich sind: “In einer semiprofessionellen Liga ist die Planung schwierig, es spielen viele Faktoren mit.”

Ändern soll ein finanzkräftiger Hauptsponsor: “Ich wünsche mir, dass die Salzburger Wirtschaft endlich auf uns aufmerksam wird und das Potenzial einer Weltsportart nutzt.”

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