Nach Raubüberfall auf Wettbüro in der Stadt Salzburg: Mildere Strafe für Duo

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Das Urteil gegen die beiden Männer hat sich nun verringert.
Das Urteil gegen die beiden Männer hat sich nun verringert. - © Bilderbox
Der Prozess wegen eines Raubüberfalls vom 22. Jänner 2017 auf ein Wettbüro in der Stadt Salzburg mit einer Schreckschusspistole ist am Dienstag nach einem OGH-Urteil wieder aufgerollt worden. Die ursprünglichen Strafen von fünf bzw. zwei Jahren Haft wurden abgemildert. Ein zur Tatzeit 20-jähriger Bosnier bekam heute vier Jahre und vier Monate, ein 18-jähriger Österreicher ein Jahr und zehn Monate.

Bei dem Überfall wurde ein Schuss aus einer Schreckschusspistole gegen die Decke des Wettlokals abgegeben, ein weiterer Schuss aus größerer Entfernung in Richtung einer 40-jährigen Angestellten, die eine posttraumatische Belastungsstörung erlitten hatte. Die Täter erbeuteten 8.000 Euro.

Urteli wegen schweren Raubes aufgehoben

Das Urteil des Erstgerichts wegen schweren Raubes gegen die beiden tatsachengeständigen jungen Männer wurde vom Obersten Gerichtshof (OGH) wegen eines Rechtsfehlers aufgehoben. Deshalb hieß es zurück an den Start.

“Warnschüsse” als Drohung bewertet

Der neu zusammengesetzte Schöffensenat am Landesgericht Salzburg unter dem Vorsitz von Richterin Bettina Maxones-Kurkowski folgte im Wesentlichen der Argumentation der Nichtigkeitsbeschwerde eines Angeklagten sowie dem Erkenntnis des OGH, wonach mit diesen zwei Schüssen aus der Schreckschusspistole nicht unmittelbar physische Gewalt gegen das Opfer angewandt worden sei, sondern es sich um projektillose “Warnschüsse” in die Luft und daher um eine Drohung gehandelt habe. Dadurch hat sich auch die Strafdrohung verringert. Das heute verhängte Urteil wegen schweren Raubes ist noch nicht rechtskräftig.

(APA)

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