Nach Warnstreiks der Sozialwirtschaft: Land Salzburg sichert eine Million Euro zu

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Trotz Entgegenkommen geht der Warnstreik weiter. (Themenbild)
Trotz Entgegenkommen geht der Warnstreik weiter. (Themenbild) - © Bilderbox/Archiv
Die Warnstreiks in vier Betrieben zeigte offenbar Wirkung: Das Land Salzburg sagte privaten Sozialbetrieben eine Million Euro zu, um die Lohnschere in dem Bereich zu verkleinern. Das teilte die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) in einer Aussendung mit.

„Gestern haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im Büro des Landesrates für Soziales Heinrich Schellhorn zu einem Krisengespräch bzw. zu einer Aussprache getroffen. Dabei wurde über die aktuelle Situation der Beschäftigten im Sozialbereich gesprochen und warum sich die Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft Österreich so schwierig gestalten und derzeit abgebrochen sind. Das Gespräch verlief ruhig, sachlich und wertschätzend“, erklärt Gerald Forcher, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Salzburg.

Sozialbetriebe: Eine Million Euro gegen unterschiedliche Löhne

„Mit sehr großer Freude haben wir bei diesem Gespräch zur Kenntnis genommen, dass Soziallandesrat Schellhorn die Ungleichheit bei der Bezahlung der Beschäftigten im privaten Sozialdienst gegenüber jener im öffentlichen Dienst abbauen möchte. Pflegekräfte im öffentlichen Dienst bekommen um bis zu 300 Euro brutto mehr als jene bei privaten Diensten. Soziallandesrat Schellhorn hat zugesagt, diese Lohnschere abbauen zu wollen und wird für 2018 eine Million Euro zur Verfügung stellen – der Rest sollte in darauffolgenden Jahren kommen. Somit haben wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wir hoffen dass es nun im KV-Konflikt rasch zu einer Einigung kommt“, sagt Gerald Forcher.

Die GPA-djp kämpft gemeinsam mit den Betriebsrätinnen und Betriebsräten der Sozialwirtschaft Österreich für höhere Löhne und Gehälter, für eine kürzere Arbeitszeit und vor allem für eine gleiche Bezahlung von Mitarbeitern bei privaten Einrichtungen im Vergleich zum öffentlichen Dienst. Aus diesem Grund finden am Donnerstag Warnstreiks und Betriebsversammlungen während der Arbeitszeit statt.

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