Nationalratswahl: Junge Grüne wollen mit KPÖ antreten

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Flora Petrik gab am Montag die gemeinsame Kandidatur mit der KPÖ bekannt.
Flora Petrik gab am Montag die gemeinsame Kandidatur mit der KPÖ bekannt. - © APA/Helmut Fohringer/Archiv
Parallel zur grünen Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek haben am Montagvormittag auch die Jungen Grünen zu einer Pressekonferenz geladen. Darin verkündete deren Bundessprecherin das gemeinsame Antreten mit der KPÖ bei der kommenden Nationalratswahl.

“KPÖ Plus” solle das Bündnis heißen, sagte Vorsitzende Flora Petrik. Mit Kritik an der ehemaligen Mutterpartei hielt sie sich nicht zurück: Diese seien keine glaubwürdige soziale Alternative, die Wahl für sie ein “Schönheitswettbewerb”.

Junge Grüne: Zukunft entscheidet sich bei Bundeskongress

Was mit dem Verein Junge Grüne selbst geschehen werde, ließ Petrik noch offen. Dies werde sich beim Bundeskongress im Juli entscheiden. Die einstige Jugendorganisation der Oppositionspartei war aufgrund eines Konflikts vor den ÖH-Wahlen bei der gesamten Bundespartei unter der ehemaligen Chefin Eva Glawischnig in Ungnade gefallen. Man habe versucht, Gespräche zu führen und Kompromisse zu finden, jedoch hätten sich alle Befürchtungen bestätigt, meinte Petrik.

Einen neuen politischen Hafen haben die Jungen Grünen nun bei den Kommunisten gefunden. “Die KPÖ macht dort, wo sie wirklich politisch verankert ist, gute Arbeit”, sagte Petrik. In den vergangenen Wochen habe man sich nun zum Wahlbündnis entschlossen. Eine Stimme für die Grünen sei hingegen eine für eine “angepasste” Oppositionspartei, mit der man den Aufstieg der Freiheitlichen nicht verhindern werde.

Petrik warnt vor Abdriftens der Parteien

Aber nicht nur in der FPÖ allein sehen die Jungen Grünen eine Gefahr. Auch andere etablierte Parteien drifteten mehr und mehr nach rechts, angefangen bei der Kürzung der Mindestsicherung und der Vertretung von Investoren-Interessen. “Die SPÖ macht schon jetzt bei jeder politischen Sauerei mit”, kritisierte Petrik. Eine Stimme für die Sozialdemokraten sei “eine Stimme für Rot-Blau”. Selbst sei man hingegen kein Teil dieses “verkrusteten Systems”.

Im Internet ist die neue Wahlplattform bereits unter http://www.kpoeplus.at/ aufzufinden. Petriks Vorgänger als Bundessprecher der Jungen Grünen, Kay-Michael Dankl, bewarb gleichzeitig die neu gegründete Plattform, die man nach der Wahl Stück für Stück aufbauen wolle und die zur “Basis-Arbeit vor Ort” auch abseits der Städte dienen solle.

(APA)

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