Nationalratswahl: So vergaben die Salzburger die Vorzugsstimmen

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Marlene Svazek erreichte die meisten Vorzugsstimmen auf Regionalebene.
Marlene Svazek erreichte die meisten Vorzugsstimmen auf Regionalebene. - © Neumayr
Im Land Salzburg wurden bei der Nationalratswahl 17.668 Vorzugsstimmen auf Bundesebene, 11.203 auf Landesebene und 67.550 auf Regionalwahlkreisebene vergeben. Auf der Bundesparteiliste war Sebastian Kurz der Liebling der Wähler, auf Landesebene Stefan Schnöll und auf Regionalebene Marlene Svazek. Das teilte am Dienstag Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, mit.

Tatsächlich erhielt seit der Novellierung der Nationalratswahlordnung 1992 in Salzburg kein Kandidat nur aufgrund der Vorzugsstimmen ein Direktmandat. Und auch diesmal stehen alle Personen, die die Voraussetzungen für ein Direktmandat erfüllt hätten, entweder ohnehin auf einem Listenplatz, dem ein Mandat zugewiesen wurde, oder die Partei konnte kein Mandat erreichen, das zugewiesen werden könnte. Die Landesstatistik stellt das vorläufige Ergebnis der Vorzugsstimmen auf der Landes-Website bereit.

Kurz erhielt die meisten Stimmen auf Bundesparteilisten

Der Spitzenkandidat der ÖVP, Sebastian Kurz, war mit 5.504 Vorzugsstimmen auf der Bundesparteiliste der Liebling der Wähler. Damit lag er deutlich vor dem zweitplatzierten Christian Kern von der SPÖ, der 2.394 Vorzugsstimmen erreichte. Heinz-Christian Strache von der FPÖ schenkten 2.226 Salzburger ihre Vorzugsstimme. Darüber hinaus erreichte keine weitere Bewerberin und kein weiterer Bewerber mehr als 1.000 Stimmen.

Auf Landesebene Stefan Schnöll vor Marlene Svazek

Auf der Landesebene landete Stefan Schnöll (ÖVP) mit 2.214 Vorzugsstimmen sehr deutlich auf Platz 1. Marlene Svazek schrieben 954 Wähler auf den Stimmzettel. Peter Haubner und Franz Eßl erhielten 843 bzw. 651 Vorzugsstimmen. Keiner der weiteren Bewerber konnte auf Landesebene mehr als 500 Vorzugsstimmen für sich verbuchen. Von den erforderlichen zehn Prozent der jeweiligen Parteistimmen auf Landesebene, die zur Vorreihung bei der Mandatsvergabe auf Landesebene führen würden, sind auch die vier Top-Platzierten weit entfernt.

Regionalebene: Svazek erhält die meisten Vorzugsstimmen

Die meisten Vorzugsstimmen auf Regionalebene erreichte Marlene Svazek von der FPÖ. 5.305 Wähler gaben ihr auf der Regionalparteiliste des Regionalwahlkreises 5B (Flachgau/Tennengau) ihre Stimme. Damit übertraf sie die Voraussetzungen für ein Direktmandat um knapp 1.000 Stimmen. Da die FPÖ im Regionalwahlkreis 5B ein Mandat erreichte, wurde dieses Marlene Svazek zugewiesen – aufgrund des ersten Listenplatzes hätte sie es jedoch ohnehin erhalten.

Peter Hauber landet auf Platz zwei

Auf Platz zwei des Vorzugsstimmen-Rankings landete Peter Haubner von der ÖVP, der 3.596 Vorzugsstimmen ebenfalls im Regionalwahlkreis 5B erhielt. Damit hat er nur etwa halb so viele Stimmen gesammelt, wie für eine Vorreihung notwendig wären, erhält aber das Regionalmandat, das der ÖVP im Flach- und Tennengau zugesprochen wird, durch seine Positionierung auf dem ersten Listenplatz. Gleiches gilt für Franz Eßl, der für die ÖVP auf der Regionalparteiliste 5C (Lungau/Pinzgau/Pongau) kandidierte und 3.176 Vorzugsstimmen auf sich vereinte. Das Regionalmandat der ÖVP aus diesem Wahlkreis erhält er durch die Kandidatur auf dem ersten Listenplatz.

Weitere Kandidaten mit mehr als 1.000 Vorzugsstimmen

Mehr als 1.000 Vorzugsstimmen bekamen darüber hinaus Marlene Wörndl (1.590, ÖVP), Andreas Schöppl (1.455, FPÖ) und Michaela Schmidt (1.238, SPÖ) im Regionalwahlkreis Salzburg-Stadt, Cornelia Ecker (2.613, SPÖ), Johann Struber (1.054, ÖVP) im Regionalwahlkreis Flachgau/Tennengau sowie Walter Bacher (2.598, SPÖ), Christian Pewny (2.312, FPÖ), Michael Obermoser (1.598, ÖVP), Josef Schellhorn (1.258, NEOS) und Carina Reiter (1.247, ÖVP) im Regionalwahlkreis Lungau/Pinzgau/Pongau.

Neben Marlene Svazek konnten elf weitere Kandidaten in ihrem Regionalwahlkreis genug Stimmen für eine Vorreihung erreichen, allerdings waren alle ohnehin auf Listenplatz 1 positioniert. Aufgrund eines fehlenden Mandats ihrer Partei sind diese Personen aber nicht zum Einzug in den Nationalrat berechtigt.

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