Natur holt Rückstand durch sehr warmen April wieder auf: Salzburg knackt 30-Grad-Marke

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Marillenblüte fast zum durchschnittlichen Termin
Marillenblüte fast zum durchschnittlichen Termin - © APA (Schneider)
In Österreich wurde am Freitag die 30 Grad Marke erreicht. Wie der Wetterdienst UBIMET berichtet, hatte es diese Temperatur um 16.00 Uhr in Freisaal in Salzburg. Das sind um ganze 27 Grad mehr als 2017 an dieser Messstelle.

Der deutlich zu warme April hat die Natur fast wieder in den Normalzustand gebracht. Die Blüte des Flieders wird beispielsweise ein paar Tage früher als in einem durchschnittlichen Frühling sein, teilte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Freitag mit.

Februar und März zu kühl

“Februar und März fielen heuer zu kühl aus, dies hat die Entwicklung der Vegetation gebremst”, sagte Helfried Scheifinger von der ZAMG. Demnach verschob sich die Blüte der Forsythie um zehn Tage nach hinten. Durch die warmen Temperaturen der letzten Wochen wurde der Rückstand aber fast wieder aufgeholt. “Der Beginn der Blüte der Marille war heuer um den 5. April und somit nur ein paar Tage hinter dem durchschnittlichen Termin”, sagte Scheifinger.

Frühling bewegt sich in Richtung Norden

Der Frühling bewege sich mit 40 Kilometern am Tag von Süd- nach Nordeuropa, sagte Scheifinger mit Blick auf internationale Daten. So begann der phänologische Vollfrühling bereits Ende Februar im Südwesten von Portugal und wird erst drei Monate später Finnland erreichen. In der Phänologie wird das Jahr in zehn Jahreszeiten unterteilt, die von Vorfrühling über Hochsommer bis zum Winter reichen.

Apfelblüte früher als im Mittel

Der Vollfrühling, der aktuell in Österreich beginnt, wird durch die Blüte von Apfel und Flieder eingeleitet. Die Apfelblüte hat heuer drei bis vier Tage früher als im Mittel begonnen. Trotzdem gehören die Blühzeiten aufgrund der warmen Frühlinge voraussichtlich zu den späteren der vergangenen 20 Jahre.

Mit der neuen App “ZAMG Naturkalender” können alle Interessierten ihre Beobachtungen in der Natur festhalten und damit die Wissenschaft unterstützen. Außerdem erfahren die Nutzer selbst etwas über den Lauf der Jahreszeiten und ihre Besonderheiten. Seit Anfang März gingen 2.300 Meldungen ein, die auch in eine internationale phänologische Datenbank einfließen. Die App ist Teil der Initiative Top Citizen Science.

(APA)

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