Naturkosmetik – effizienter als Laborkosmetik?

Wie gut ist Naturkosmetik?
Wie gut ist Naturkosmetik? - © AFP
Mit Natürlichkeit werden wir schön – das wusste schon unsere Großmutter. Die Früchte aus dem Garten, wie Tomaten, Gurken und Hagebutten sind wahre Beautywunder für die Haut. Der Markt für Naturkosmetik steigt jedes Jahr um rund 10 Prozent an, was den steigenden Wunsch nach natürlichen Kosmetikprodukten aufzeigt. Models wie Miranda Kerr und Giselle Bündchen machen es vor und schwören auf die Naturvarianten in Sachen Kosmetik.

Nur Gutes für den Körper

Die Haut ist das größte menschliche Organ. Sie kann auf etwa 2 Quadratmetern Fläche Gifte aus der Kosmetik aufnehmen, aber auch wieder ausscheiden. Bei der täglichen Körperpflege wird damit der Wunsch nach chemiefreien Inhaltsstoffen in den Produkten immer deutlicher. Bis jetzt ist der Begriff Naturkosmetik aber nicht geschützt und so wird viel getrickst. Der Begriff „Greenwashing“ ist geprägt worden, weil sich viele Hersteller umweltfreundlicher geben als sie sind. Das Wort Bio oder auch Natur wird oft auf den Verpackungen aufgedruckt, obwohl die Produkte in Bezug auf die Inhaltsstoffe so nicht genannt werden dürfen. Echte Bio-Produkte müssen nach ganz bestimmten Qualitätsrichtlinien hergestellt werden und dürfen nur pflanzliche Bestandteile beinhalten. Dafür bekommen sie dann ein Siegel, welches auch offiziell anerkannt ist.

Kontrolle ist besser – mit Apps

Immer mehr Kunden informieren sich und schauen genau nach, was sie kaufen. Jeder, der auf Nummer sicher gehen will, kann die Zutatenliste der Produkte durchgehen und dann entscheiden. Ob ein Produkt wirklich frei von synthetischen Inhaltsstoffen ist, kann heute ganz einfach mit einer App nachgeprüft werden. Denn was sich hinter den vielen komplizierten Begriffen auf der Verpackung verbirgt, kann man beim Einkauf nur schlecht nachprüfen. Wir haben drei Handy Apps untersucht und für gut befunden.

  • INCI – Inhaltsstoffe in der Kosmetik von haut.de, mit einer sehr übersichtlichen und grafischen Darstellung in Kosmetikgruppen
  • ToxFox – zeigt auch Hormone in der Kosmetik an
  • Codecheck – mit der man den Barcode einscannt und die Ingredienzen aufgelistet werden.

Wohlfühlen im eigenen Körper

Immer wieder werden Stoffe in der Kosmetik nachgewiesen, die problematisch und krebserregend sind. Aus diesem Grund ist der Verbraucher kritischer geworden und will es genau wissen. Der Einsatz von Aluminium in Deodorants zwang die Kosmetikindustrie nach Alternativen zu suchen und die Produkte zu verbessern. Es ging und viele aluminiumfreie Deodorants sind seitdem auf dem Markt. Für die Naturkosmetik-Hersteller ist das schon lange üblich, ätherische Öle als Ersatz für chemische Stoffe zu verwenden.

Köstliche Gesichtspflege

Hochwertige Pflanzenöle, Tonerde, Granatapfel und Hagebutte sind die top Naturkosmetikzusätze, die aktuell vermarktet werden. Sie werden meist Gesichtscremes, Körperlotionen und vielen anderen Produkten zugesetzt. Die übrigen Zutaten bestehen fast immer aus Wasser, Alkohol und Parfümstoffen, aber auch entsprechende Wirkstoffe wie z.B. Säuren, Vitamine und Extrakte aus Pflanzen sind enthalten. Da die Fett- Wassermischung ein Nährboden für Bakterien ist, werden aber auch Parabene zugesetzt. Bei der Naturkosmetik werden Parabene durch Pflanzenstoffe aus Geissblatt und ätherischen Ölen ersetzt, was sie verträglicher macht. Aber auch hier kann es zu Allergien gegen ätherische Öle kommen.

Lippenstifte – ein besonderes Thema

Bei Lippenstiften ist es wichtig, dass lebensmitteltaugliche Stoffe verwendet werden, denn sie werden leichter einmal abgeleckt. Wenn in Lippenstiften Stoffe wie Aluminium, Blei oder andere Toxine verarbeitet werden, könnte dies eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit bedeuten. Amerikanische Forscher wollten dies anhand einer Studie herausfinden, die von der FDA durchgeführt wurde. Es wurde aber nachgewiesen, dass die Mengen an Blei und anderen Stoffen sehr gering sei und dies keinen Einfluss auf den Körper habe. Andere Kosmetikprodukte wie Make-up, Foundation oder Lidschatten sind in Form von Naturkosmetik immer häufiger gefragt.

Schon bei den alten Ägyptern wurde Naturkosmetik hergestellt, indem sie bunte Steine zermahlten und mit Wachs zusammengemischt haben. Auch heute ist die Herstellung von Naturkosmetik sehr ähnlich. Stoffe mineralischen Ursprungs und Öle werden vermischt und man erhält eine dekorative Naturkosmetik. Ein Make-up mit Glanzeffekt kann man mit Mica erhalten. Mica ist ein Mineral, welches in Granit und Marmor vorkommt und herrliche Glanzeffekte zaubert.

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