Nebel, Schnee und Glätte: So kommt ihr sicher durch den Herbst

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Der Herbst ist eine gefährliche Zeit für Autofahrer.
Der Herbst ist eine gefährliche Zeit für Autofahrer. - © APA/Pfarrhofer/Archiv
Heftiger Regen, getrübte Sicht durch Nebel, erster Frost, tiefstehende Sonne – der Herbst hat es für Lenkerinnen und Lenker in sich. Moderne Technik wie Nebel- und Niederschlagssensoren sollen die Autofahrer rechtzeitig warnen. Das ist allerdings kein Ersatz für vorsichtiges Fahren. Wir haben vier Tipps für euch, wie ihr sicher durch den Herbst kommt.

„Sehen und gesehen werden! Das ist das beste Motto für eine sichere Fahrt durch den Herbst“, erklärt ASFINAG-Verkehrssicherheits-Experte Bernhard Lautner. Vorausschauendes Fahren, beste Sichtbarkeit und rechtzeitige Beseitigung möglicher technischer Mängel an Fahrzeugen vor Fahrtantritt sind wesentlich.

Herbst: Schlechte Sicht, rutschige Straßen

Die Nässe in Verbindung mit tieferen Temperaturen sorgt auf Straßen für Gefahrenmomente. Die Reifen haben kaum oder nur schlechte Haftung. Der Bremsweg verlängert sich nämlich deutlich auf nassen Fahrbahnen. Ebenfalls zu beachten: Wer wenig Erfahrung hat, sollte passiv unterwegs sein. „Beginnt das Auto aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu rutschen, heißt es Fuß weg vom Gas, auskuppeln, blitzartig in die gewünschte Fahrtrichtung lenken und bremsen“, erklärt Lautner. Stichwort schlechte Sicht: Nebel oder tiefstehende Sonne beeinflussen unsere Wahrnehmung während der Fahrt wesentlich. Hier gilt das Motto: vorausschauend fahren und immer vorbereitet sein.

Vier wertvolle Tipps sollen helfen, unfallfrei und sicher durch den Herbst zu kommen

1. Geschwindigkeit anpassen und Abstand halten

Passt die Geschwindigkeit rechtzeitig an die Fahrverhältnisse an. Eine Faustregel für den richtigen Abstand ist die Zwei-Sekunden-Regel: Wenn das vorausfahrende Fahrzeug einen markanten Punkt passiert, langsam ’21, 22′ zählen. Erst dann sollte man selbst diesen Punkt passieren, sonst ist der Abstand zu gering. Im Herbst kommt es zu rasch wechselnden Witterungsverhältnissen. Über 2.000 Detektoren der ASFINAG erfassen Verkehrsdaten – über 1.000 Sensoren übermitteln Daten wie Straßenzustand oder Niederschlagsmenge. Glättewarnanlagen sind ebenfalls im Betrieb, um vor Vereisung auf Fahrbahnen rechtzeitig zu warnen.

2. Der Schnee kommt, Winterreifen müssen rauf

Sorget rechtzeitig für die entsprechende Winterausrüstung bei Pkw und Lkw – mit Winterreifen und Schneeketten. Also: Frühzeitig einen Reifenwechsel-Termin bei der Fachwerkstätte vereinbaren. Ab 1. November müssen Pkw per Gesetz Winterreifen bei winterlichen Fahrverhältnissen montiert haben (genauso wie Lkw) – Lkw-Lenker müssen zusätzlich Schneeketten mitführen.

3. Vorsicht in Nebelzonen

Bei schlechter Sicht Nebelschlussleuchte aktivieren. Bei Nebelpunkten am rechten Rand auf der Autobahn gilt: Drei Punkte bedeuten normale Sicht – sind lediglich zwei Punkte gleichzeitig sichtbar, sollte die Geschwindigkeit auf 60 km/h, bei einem sichtbaren Nebelpunkt auf 40 km/h gedrosselt werden. Rasch aufziehender Nebel sorgt auf manchen Abschnitten auf Österreichs Autobahnen für Sichtbehinderungen. Die ASFINAG setzt auf High-Tech: Beste Information durch Nebelwarnanlagen wie etwa auf der A 1 West Autobahn oder den Verkehrsbeeinflussungsanlagen.

4. Nasse Fahrbahn heißt längerer Bremsweg

Frühzeitig vom Gas und den Vorgaben auf den Verkehrsbeeinflussungsanlagen sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Regen unbedingt Folge leisten. Bei 100 km/h verlängert sich der Anhalteweg auf nasser Fahrbahn auf 96 Meter – das sind 20 Meter mehr als auf trockener Fahrbahn.

 

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