"Nein" zu 380 kV-Trasse über Gaisberg

"Nein" zu 380 kV-Trasse über Gaisberg
Der Verbund forciert eine 380 kV-Trasse inklusive einer 70 Meter breiten Schneise am Gaisberg. Ein breites Bündnis, angeführt von Bürgermeister Schaden, protestiert.

Nachdem der Verbund nun wirklich die geplante 380 kV-Trasse über Salzburgs Hausberg bauen will, geht ein breites Bündnis auf die Barrikaden. Der Senat der Stadt Salzburg, Alpenverein, Naturfreunde, Naturschutzbund, Landes-Umweltanwaltschaft, Bürgerinitiative „Rettet Guggenthal/Heuberg“, Haus der Natur, weitere Umweltschutz- und Anrainergruppen, angeführt von Bürgermeister Heinz Schaden, rufen gegen die „Natur-Verschandelung“ auf.

Bürgermeister geht auf die Straße

Bürgermeister Schaden wird am Sonntag persönlich an der Demonstration gegen die Riesenmasten teilnehmen. Angesetzt ist die Demo für Sonntag,  3. Juli von 10 bis 12 Uhr auf der Wolfgangsee-Bundesstraße. Die Bundesstraße wird während der Demonstration immer wieder gesperrt sein. „Der Gaisberg ist der emotionale Treffpunkt der Salzburger und als Naherholungsgebiet unersetzlich“, meinte Schaden am Donnerstag bei der Protestbekanntgabe. „Wir werden alle Formen des zivilen Widerstandes und alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um dieses Monster-Projekt zu Fall zu bringen, kündigte der energisch an. Ebenso versprach er weitere Maßnahmen gegen den Verbau des Gaisbergs.

„Passt mir auf mein Salzburg auf“

Alt-Landeshauptmann Wilfried Haslauer habe auf dem Totenbett gesagt: „Passt mir auf mein Salzburg auf“. Diesen Satz sollte sich die Landesregierung in Sachen 380 kV-Leitung besonders zu Herzen nehmen, betonte Naturschutzbund-Präsident Hans Kutil. Mit dem Bau der 70 Meter breiten Trasse, würde nicht nur das Naherholungsgebiet für eine ganze Stadt zerstört, es wäre auch ein gewaltiger Angriff auf den Gaisberg. „Da müssten der Tourismus und die Stadtpolitiker als erstes aufschreien“, sagte Kutil. In weiterer Folge wäre es nicht auszudenken, welche Folgen die Schneise bei starken Unwettern und Windböen haben könnte: „ da fliegen uns die Bäume nur so um die Ohren“, schilderte er seine Befürchtungen.

Ob sich die Demo am Sonntag auf die Planungen vom Verbund auswirken wird ist unklar. Sicher ist jedoch, dass es weitere Maßnahmen gegen die 380 kV-Leitung geben wird.

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