NEOS laden zu Rundem Tisch in Sachen ORF-Gebühren und Reform

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In drei Tagen unterschrieben 62.000 Menschen die Petition
In drei Tagen unterschrieben 62.000 Menschen die Petition - © APA
Die NEOS sind freudig überrascht über den Zuspruch zu ihrer Petition gegen die ORF-Gebühren. Über 62.000 Personen hätten diese “in nicht einmal drei Tagen” unterstützt, sagte Parteichef Matthias Strolz am Donnerstag zur APA. “Hier baut sich eine Bürgerbewegung auf.” Nun will die Partei zu einem medienpolitischen “Runden Tisch” einladen – noch vor der Dezember-Sitzung des ORF-Stiftungsrats.

Am 15. Dezember soll ja der Stiftungsrat über den heuer fälligen Gebührenantrag des ORF befinden. Davor, “in der ersten Dezemberwoche”, will Strolz alle Klubobleute und Mediensprecher, Generaldirektor und Finanzdirektor des ORF sowie Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) zusammentrommeln und auf eine ORF-Reform drängen. Der Terminvorschlag werde derzeit koordiniert, “und wenn nicht alle kommen wollen, machen wir es trotzdem”.

ORF-Reform als Ziel

Eine ORF-Reform ist das mittelfristige Ziel der NEOS-Aktion: Sie fordern Änderungen bei der ORF-Finanzierung – denn das Programmentgelt in seiner derzeitigen Form sei nicht mehr zeitgemäß – sowie den Gremien, um den politischen Einfluss auf den ORF zurückzudrängen. Denn die Regierungsparteien würden eine Reform zwar stets vage in Aussicht stellen, aber “sie kommt halt nicht”. Und dass sich das in der aktuellen Legislaturperiode nicht mehr ausgehen würde, will Strolz nicht glauben: “Das sind ja noch zwei Jahre.”

Gebührenerhöhung verhindern

Kurzfristig will man verhindern, dass der Stiftungsrat heuer eine Gebührenerhöhung beschließt. Nachdem die ursprünglich erhofften 50.000 Unterschriften so rasch gesammelt waren, gibt Strolz nun 100.000 als neue Benchmark aus und ist “guter Dinge”, das bald zu schaffen. An dem “echten Sturm an Erneuerungswillen” könne “die Politik und auch der ORF nicht vorbei”, glaubt er.

Kommendes Jahr will er auch einen Petitionsantrag im Parlament einbringen und erinnert an die Petition für einen Hypo-Untersuchungsausschuss: “Da haben sie auch gemauert bis 100.000, dann waren sie sich nicht mehr sicher, und bei 250.000 sind sie eingeknickt.” Strolz verweist überdies auf den jüngsten Entschließungsantrag im Burgenland, in dem der Wunsch an die Bundesregierung herangetragen wird, “eine Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus dem Bundesbudget zu prüfen”.

(APA)

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