Neue 10er-Kabinenbahn in der Wildkogel-Arena

Rudolf Göstl und Bernhard Gruber von den Bergbahnen Wildkogel.
Rudolf Göstl und Bernhard Gruber von den Bergbahnen Wildkogel. - © LM/Neumayr
Im Skigebiet Wildkogel-Arena der Gemeinden Neukirchen am Großvenediger und Bramberg am Wildkogel (beides Pinzgau) steht der Saisonstart unmittelbar bevor: Damit nimmt auch die neue 10er-Kabinenbahn Ganzer X-press Fahrt auf.

Rund 13 Millionen Euro wurden im Oberpinzgauer Skigebiet in umfassende Modernisierungen und mehr Komfort für die Wintersportler investiert.

Salzburger Seilbahner investierten insgesamt 100 Mio. Euro

“Die Salzburger Seilbahnunternehmen haben heuer wiederum rund 100 Millionen Euro in neue Anlagen, Komfortverbesserung und effiziente Beschneiung und damit in mehr Qualität investiert. Damit ist die Branche ein verlässlicher Investitionsmotor der Salzburger Wirtschaft”, so Wirtschafts- und Tourismusreferent Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung.

Wildkogel-Arena: Neue Gondel und neue Pisten

Die neue 10er-Kabinenbahn Ganzer X-press führt von der Ganzer Grundalpe aufs Pfeifferköpfl, wobei die bestehende 6er-Sesselbahn Pfeifferköpfl gequert wird. Die neue Bergstation wurde etwa 60 Meter westlich der bestehenden Bergstation der Pfeifferköpflbahn errichtet. Die neue Bahn befördert 2.870 Personen pro Stunde auf einer Länge von 1.510 Metern und einer Höhendifferenz von 403 Metern in rund vier Minuten auf den Berg. Der Antrieb erfolgt mit dem umweltschonenden und weltweit einzigartigen “DirektDrive”, einem energieeffizienten und lärmarmen Direktantrieb aus dem Haus Leitner ropeways.

Zugleich mit dem Neubau entstanden zusätzlich rund 2,5 Kilometer neue Pisten, die mit einer technischen Beschneiungsanlage ausgestattet werden. In der Wildkogel-Arena stehen nun insgesamt 64 bestens präparierte Pistenkilometer zur Verfügung. Fünf Seilbahnen, vier Sesselbahnen, zehn Schlepplifte oder Anfängerlifte und mehrere Zauberteppiche befördern die Skifahrenden zu ihrem Pistenvergnügen.

Neue Bahnen auch in Zell am See und Obertauern

Eine weitere Großinvestition der heimischen Seilbahnwirtschaft erfolgte nur rund 30 Kilometer östlich in Zell am See: Dort wurde die Areitbahn zum areitXpress umgebaut, ebenfalls eine 10er Kabinenbahn. Und im Pongau wurde in Obertauern die Seekarspitzbahn als 8er-Sesselbahn umgebaut neu errichtet.

Insgesamt haben die Salzburger Seilbahnunternehmen in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 80 und 120 Millionen Euro in neue Anlagen, Komfortverbesserung und effiziente Beschneiung und damit in mehr Qualität investiert.

In Salzburg gibt es knapp 3.000 Kilometer Pisten, 480 Seilbahn- und Liftanlagen in 52 Skigebieten. Rund 85 Prozent der 4.700 Hektar an Skipisten werden technisch beschneit. Diese Fläche macht 0,65 Prozent der Landesfläche aus. Salzburgs Seilbahnbetriebe beschäftigen ganzjährig rund 2.000 Mitarbeiter, im Winter durchschnittlich 4.500 Personen.

Klare Richtlinien zur Errichtung von Skianlagen

Das Land Salzburg besitzt seit fast drei Jahrzehnten Richtlinien bzw. ein Sachprogramm zur Errichtung von Skianlagen. Dabei gilt: Es gibt keine Neuerschließungen, erlaubt sind Qualitätsverbesserungen oder der Bau von sinnvollen Verbindungen bestehender Gebiete. “Salzburg ist das einzige Bundesland mit solchen klaren Vorgaben. Damit sind wir in den vergangenen 25 Jahren gut gefahren und die Regelungen haben sich bewährt”, so Horst Scheibl, von der in der Landesverwaltung eingerichteten Arbeitsgruppe Skianlagen.

Lifte und Seilbahnen auf Top-Niveau

Qualität ist Trumpf – diese Devise wird in den Skigebieten des Landes groß geschrieben. In den vergangenen 25 Jahren wurden die technischen Anlagen zu 95 Prozent erneuert bzw. modernisiert, schätzt Scheibl. Derzeit wird daher vermehrt in den Ausbau der Beschneiungsanlagen investiert. Größere aufstiegstechnische Projekte, die noch anstehen, betreffen den Zusammenschluss von bestehenden Skigebieten, etwa im Glemmtal (Zell am See – Viehhofen – Schönleiten/Polten), in Wagrain – Kleinarl, in Kaprun (Maiskogel – Kitzsteinhorn) oder Maria Alm (Natrun – Skigebiet Hochkönig).

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