Neue Busspuren sollen Öffis in der Stadt Salzburg schneller machen

Von Bernadette Mauracher
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Die Verkehrsplanung in der Stadt soll überarbeitet werden.
Die Verkehrsplanung in der Stadt soll überarbeitet werden. - © Neumayr/MMV
Neue Busspuren in der Stadt Salzburg sind am Dienstag Thema bei den ersten Gesprächen zwischen Stadtradt Johann Padutsch (Bürgerliste) und Verkehrssachverständigen des Stadtamtes. Die Salzburger Nachrichten veröffentlichten eine Liste mit den Wunschbusspuren des Planungsressorts der Stadt Salzburg. SALZBURG24 hat nachgefragt, welche davon umgesetzt werden.




Die Liste umfasst Busspuren auf den Hauptverkehrsrouten durch die Stadt Salzburg. Rund um den Stadtteil Lehen werden aus dem Planungsbüro Busspuren gewünscht. Vom Kreisverkehr Salzburg Mitte bis zur Lehenerbrücke und im Bereich Aiglhof, wie die Salzburger Nachrichten mitteilten. Aber auch im verkehrsreichen Nonntal und in Richtung Bahnhof werden eigene Busspuren gefordert.

Verbreiterung der Straßen für Busspuren

Zu der Liste gäbe es noch keine Beurteilungen, manche seien schon länger im Gespräch, andere Ideen wiederum ganz neu, erzählte ein Sprecher aus dem Büro von Stadtrat Padutsch SALZBURG24. Viele Routen seien auch abhängig von den baulichen Maßnahmen, da für eine eigene Busspur eine Verbreiterung der Fahrbahn nötig sei.

Rudolfskai: Busse gegen Einbahn

Eine der neuesten Ideen ist sicherlich die Führung der Busse am Rudolfskai gegen die Einbahn. „Wir müssen uns erst ansehen, welche Auswirkungen das hätte“, sagt das Büro Padutsch. Kritisch wäre der Rudolfsplatz und die Kreuzung an der Staatsbrücke.

Beschleunigung der Öffis in Salzburg

Die zusätzlichen Busspuren würden sich auf den Autoverkehr auswirken, aber „mehr stehen als jetzt geht schon fast nicht mehr“, ist sich der Sprecher des Stadtrates Padutsch sicher und wünscht sich eine Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs, da für ihn der Besetzungsgrad eines Busses im Gegensatz zu Autos ausschlaggebend ist.

Pläne nicht konkret

Die Pläne für die Neuanlage der Busspuren sind noch nicht konkret. Der Amtsbericht läuft heuer aus. „Es muss jetzt grob beurteilt werden. Danach werden wir einen Grundsatzbeschluss fassen und dann kann man in die Detailplanung gehen“, heißt es aus dem Büro Padutsch. Im Vorfeld muss allerdings die Machbarkeit überprüft werden. Wie der Sprecher berichtet, starten am Dienstagnachmittag erste Gespräche mit den Verkehrssachverständigen. Diese sollen daraufhin beurteilen, welche Busspuren umsetzbar sind und welche nicht.

U-Bahn noch nicht vom Tisch

Das Verkehrschaos in der Stadt Salzburg ist für alle Teilnehmer eine nervenaufreibende Angelegenheit. Für Autofahrer sollen als Entlastung Erweiterungen der Park&Ride-Plätze im Umland der Landeshauptstadt angedacht, wie etwa in Vigaun (Tennengau). Und auch für Öffi-Fahrer tauchen immer wieder neue Ideen auf. Seit Jahrzehnten werden Pläne für eine U-Bahn für die Stadt Salzburg geschmiedet. „Aus unserer Sicht wäre es schon noch zu verfolgen“, erklärt der Sprecher des Stadtrates Padutsch. Aber auch eine Straßenbahn, wie es sie früher schon in Salzburg gegeben hat, wäre eine Idee, um dem Stauchaos der öffentlichen Verkehrsmittel in Salzburg ein Ende zu setzten. Für ihn stellt sich die Frage: „ob man sich ein zweites System leisten will.”

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