Neue Initiative “Echt! Mensch.” räumt mit Vorurteilen auf

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Georg Fraberger, Anja Hagenauer und Via-Venty-Besitzerin Brigitte Hirschegger mi der "anderen" Schaufensterpuppe.
Georg Fraberger, Anja Hagenauer und Via-Venty-Besitzerin Brigitte Hirschegger mi der "anderen" Schaufensterpuppe. - © Stadt Salzburg/Johannes Killer
„Es ist gut so, wie ich bin!“ lautet die Botschaft einer neuen Initiative der Stadt Salzburg. Die Salzburgerinnen und Salzburger werden mit verschiedenen Aktionen eingeladen, den geltenden Schönheitswahn zu hinterfragen, mit Vorurteilen aufzuräumen und Rollenbilder zu überdenken.

Die Initiative mit dem Titel „Echt! Mensch. Leben ist 100 % Vielfalt“ dauert noch bis 31. Oktober.

„Allen Menschen Raum geben“

„Ich will mit dieser Initiative zeigen, wie wichtig es ist, allen Menschen Raum zu geben“, erklärte Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer beim Pressegespräch am Dienstag. „Ich will Menschen sichtbar machen, die nicht gleich auf den ersten Blick der sogenannten Norm entsprechen“. Jeder sei gleich viel wert, lautet die Botschaft. Ob dick oder dünn, groß oder klein, jung oder alt, beeinträchtigt oder nicht, die Religionszugehörigkeit dürfe ebenso wenig eine Rolle spielen wie die Hautfarbe oder die Sprache.

Initiative startet mit Lesung

Gestartet wird Dienstagabend mit einer Lesung von Georg Fraberger aus seinem Buch „Ohne Leib. Mit Seele“ in der Panorama-Bar in der Stadt:Bibliothek. Fraberger wurde ohne Arme und Beine geboren, studierte Psychologie und arbeitet in Wien in einem der größten Krankenhäuser Europas. 2013 erschien sein Buch „Ohne Leib. Mit Seele“. Zwei Fragen beschäftigen ihn am meisten: Was macht den Menschen aus ? Und welchen Körper braucht er dazu?

 

Echt!Mensch ist eine Eine Initiative des BeauftragtenCenters der Stadt Salzburg. Foto: Stadt Salzburg/Johannes Killer. Echt!Mensch ist eine Eine Initiative des BeauftragtenCenters der Stadt Salzburg. Foto: Stadt Salzburg/Johannes Killer. ©

Ungewöhnliche Schaufensterpuppen

Am augenscheinlichsten ist die Botschaft in der Linzer Gasse zu erkennen. Dreizehn Geschäfte beteiligen sich an der Initiative und zeigen in ihren Auslagen ungewohnte Schaufensterpuppen. Die gut gekleidete junge Frau im Modegeschäft hat eine Armprothese, eine ältere Dame mit Rolator winkt aus der Auslage der Apotheke, beim Optiker sitzt ein Kind im Rollstuhl, ein übergewichtiges Model fühlt sich sichtlich wohl.

„Ich möchte mich ganz besonders bei den beteiligten UnternehmerInnen bedanken“, betont Inga Horny vom Altstadt-Marketing, „sie beweisen viel Engagement, das nicht selbstverständlich ist“. Horny freue sich, dass eine Aktion in der Altstadt stattfinden kann, die zum Denken anregt und auf ein wichtiges Thema hinweise, das alle Menschen betrifft. Die Altstadt sei genauso vielfältig wie die Menschen, die sie besuchen. Dieser ungewöhnliche Schaufenster-Bummel sei auf jeden Fall empfehlenswert.

Initiative des BeauftragtenCenters

Veranstalter und Organisator der Initiative „Echt!Mensch“ ist das BeauftragtenCenter der Stadt Salzburg, eine Bürogemeinschaft aus Jugendbüro, Frauenbüro, Büro für Menschen mit Behinderung, Integrationsbüro und den Bewohnerservice-Einrichtungen. „Wir hoffen, dass sich die SalzburgerInnen auf unser Programm für ein spezielles und buntes Salzburg einlassen“, meint Koordinatorin Eva Spießberger.

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