Neue Krampuspass in Berndorf mit offenen Alumasken als Markenzeichen

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Offene Alumasken, das Markenzeichen der D'Unguadn Teifen aus Berndorf.
Offene Alumasken, das Markenzeichen der D'Unguadn Teifen aus Berndorf. - © d'Unguadn Teifen
Noch ist die Krampuszeit nicht vorbei und deshalb wollen wir euch diese Geschichte nicht vorenthalten: Denn in Salzburg sorgt seit November eine neue Pass mit ihren einzigartigen Masken für Aufsehen. Die Larven sind aus Aluguss und um den Mund geöffnet. Was es damit auf sich hat, verrät uns der Obmann der „Unguadn Teifen“ aus Berndorf (Flachgau).

Die sieben Freunde zwischen 17 und 24 Jahren (sechs Kramperl und ein Engerl) aus der Flachgauer Gemeinde Berndorf laufen seit November dieses Jahres bei diversen Krampusläufen mit und sorgen unter Insidern mit ihrem Auftritt für viel Diskussionsstoff. „Wir haben den Verein heuer nach Unstimmigkeiten in unserer alten Krampusgruppe spontan gegründet“, erzählt Obmann Florian Strasser (20) im Interview mit SALZBURG24. „Wir wollten etwas ganz Besonderes und uns von allen anderen Passen unterscheiden. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, offene Alumasken zu tragen“, so Strasser der gemeinsam mit seinen “Unguadn Teifen” die Krampustradition in Berndorf aufrechterhalten will.

Obmann Florian Strasser zu Besuch in der Redaktion./SALZBURG24/Schuchter Obmann Florian Strasser (20) zu Besuch in der Redaktion./SALZBURG24/Schuchter ©

Offene Alumasken als Markenzeichen

Die Larven, die nicht schwerer sind als übliche Holzmasken, gleichen beinahe einem alten Mann. Die schmalen Hörner sind auf den Hinterkopf gebogenen, die Ohren sind lang und spitz. Kombiniert werden sie mit einem Gwand aus Hirschleder, einer Wildsau zum Drüberwerfen und abgewetzten Stiefeln. Geöffnete Masken aus Alu habe es bislang in und um Salzburg noch nie gegeben, das sei einzigartig, freut sich der Flachgauer. Zwar seien vor rund zehn Jahren vereinzelt offene Krampusmasken aus Holz aufgetaucht, die seien aber gleich wieder von der Bildfläche verschwunden gewesen. „Damals hat es geheißen, die hätten nichts mit Brauchtum zu tun“, so Strasser. „Wir haben aber ganz bewusst wieder damit angefangen, weil wir der Überzeugung sind, dass sich Brauchtum weiterentwickelt und verändert.“ Blutverschmierte Larven mit großen Zähnen und leuchtenden Augen kämen aber der gesamten Pass nicht ins Haus.

Viele Detailarbeiten zieren die Alumaske./SALZBURG24/Schuchter Viele Detailarbeiten zieren die Alumaske./SALZBURG24/Schuchter ©

„Der Krampus wird lebendiger“

Eine Maske kostet rund 700 Euro und benötigt ein bis zwei Monate bis zur Fertigstellung. Die Vorteile der Maske liegen für den 20-Jährigen, der übrigens schon seit zehn (!) Jahren als Krampus läuft, auf der Hand: „Man kann den Mund bewegen und die Zunge herausstrecken. Das macht den Krampus lebendiger, uriger und gefällt den Leuten.“

Nur 2007 gab es schon einmal offene Masken. Diese waren damals aber aus Holz./D'Unguade Teifn Nur 2007 gab es schon einmal offene Masken. Diese waren damals aber aus Holz./D’Unguadne Teifen ©

Krampus soll seine Rute benutzen

Auch die Diskussion um die Sicherheit bei Krampusläufen geht an dem frischgebackenen Obmann der „Unguadn Teifen“ nicht vorbei. „Ich finde, das wird zu sehr aufgebauscht. Ein Krampus hat nun einmal eine Rute und ich finde, die soll er auch benutzen – aber natürlich so, dass niemand verletzt wird.“ Und auf Kinder, ältere oder gebrechliche Menschen müssten die Krampusse schon ganz besonders achten. Die Rolle des Krampus sei es schon, anderen Menschen ein bisschen einen Schrecken einzujagen. „Wenn man beim Krampuslauf nur einfach durchgeht, dann kann ich gleich auch beim Faschingsumzug mitmachen“, so Strasser.

Krampus- und Perchtenläufe bis Jänner 2018 in Salzburg

Wer „d’Unguadn Teifen“ in dieser Saison noch live erleben will, hat noch am 16. Dezember beim Krampuslauf in der Red Bull Arena ab 15 Uhr die Gelegenheit dazu.

Alle Krampus- und Perchtenläufe bis ins neuer Jahr findet ihr übrigens HIER.

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