Neue Luftangriffe auf IS-Stellungen nahe Kobane

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Der IS beschießt weiter Kobane
Der IS beschießt weiter Kobane
Nahe der umkämpften syrischen Stadt Kobane hat das US-geführte Militärbündnis erneut Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen. Die Angriffe richteten sich gegen mehrere Ziele im Süden und Osten der Stadt an der Grenze zur Türkei. Mindestens fünf Jihadisten kamen dabei ums Leben. 30 weitere Kämpfer wurden bei Luftangriffen in der Provinz Hasaka im Nordosten von Syrien getötet.


Laut der syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurde auch Kampfmaterial des IS zerstört. Die IS-Kämpfer haben die auch Ain al-Arab genannte Stadt im syrischen Kurdengebiet umstellt. Sowohl die Beobachtungsstelle als auch der Aktivist Mohammed Ebdi in Kobane zählten am Freitag mindestens 80 Geschoße, die die IS-Kämpfer auf die Stadt feuerten. Eine IS-Offensive zur Einnahme der Stadt sei am Abend aber von kurdischen Kämpfern und deren arabischen Verbündeten abgewehrt worden, sagte Ebdi. Samstag in der Früh gab es erneut Anzeichen heftiger Kämpfe in Kobane.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan warnte am Samstag die Jihadisten vor einem Angriff auf das Grabmal von Suleiman Schah. Das Mausoleum für den Großvater von Osman I., dem Begründer des Osmanischen Reichs, liegt in Syrien, gehört aber zum türkischen Territorium und wird von 40 türkischen Soldaten bewacht. “Wenn man unseren Soldaten auch nur ein Haar krümmt, wird die Türkei mit ihrer Armee das Notwendige tun und schlagartig wird sich alles ändern”, sagte Erdogan.

Das Parlament in Ankara hatte die Regierung am Donnerstag ermächtigt, mit ihrer Armee auf syrisches und irakisches Territorium einzumarschieren. Erdogan forderte erneut die Einrichtung einer Schutzzone für Flüchtlinge innerhalb Syriens. Insgesamt flohen mehr als 1,5 Millionen Menschen vor dem Bürgerkrieg in Syrien in die Türkei. Nach Angaben der türkischen Regierung flüchteten allein knapp 190.000 Menschen binnen weniger Tage vor dem IS-Vormarsch auf Kobane in die Türkei.

Die deutsche Bundesregierung will unterdessen ihr Engagement gegen die Terrormiliz IS im Nordirak deutlich ausweiten. Geprüft wird unter anderem der Aufbau eines militärischen Ausbildungszentrums der Bundeswehr in der Kurden-Hauptstadt Erbil, die Beteiligung an der Ausbildung der von Bagdad geführten irakischen Streitkräfte und die Entsendung zusätzlicher Offiziere in Führungsstäbe.

Die Bundeswehr liefert bereits jetzt Waffen an die kurdischen Peschmerga-Streitkräfte und zeigt ihnen vor Ort die Bedienung der Waffen. Dazu sind insgesamt 13 Bundeswehrsoldaten in Erbil stationiert, darunter sechs Fallschirmjäger zur Ausbildung. Nun wird ein umfassendes Training kurdischer, aber auch christlicher und jesidischer Kämpfer im Nordirak geprüft.

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