Neues Kulturleitbild für die Stadt Salzburg

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Bürgermeister Schaden: Kultur "Marke der Stadt"
Bürgermeister Schaden: Kultur "Marke der Stadt"
Salzburg setzt – wie auch Linz und Graz – explizit auf Kultur. Wie Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) am Donnerstag bei einem Pressegespräch erläuterte, ist Kultur “Die Marke der Stadt”. Mehr als sechs Prozent des städtischen Haushalts (27 von 465 Mio. Euro) fließen in diesen Bereich. “Früher war Kultur ein Tellerrandthema, jetzt ist sie halbwegs in die Mitte gerückt”, sagte Schaden.


“Einspringen für das Land und den Bund wollen wir nicht, aber bremsen lassen wir uns auch nicht”, so der Bürgermeister, der im Gegensatz zu Bund und Land finanziell aus dem (relativ) Vollen schöpfen könne. “Wir haben dreijährige Fördervereinbarungen mit 20 Institutionen abgeschlossen, das bedeutet, dass die Kulturschaffenden stabil planen können. Zudem gibt es zumindest 70 bis 80 Fördernehmer, die in der Regel bereits im Herbst genau wissen, mit wie viel Subvention sie im Jahr darauf rechnen können. Wenn es fachlich begründbar ist, ist die Stadt auch bereit, die Zahl der mittelfristigen Förderzusagen zu erhöhen.”

Schaden erwartet, dass das Land seine Förderkürzungen zumindest in jenen Bereichen zurücknimmt, die von Stadt und Land gemeinsam zu tragen sind. Darunter fällt zum Beispiel das Landestheater, das üblicherweise je zur Hälfte von Stadt und Land finanziert wird. “Ich gehe davon aus, dass ursprünglich gemachte Zusagen auch halten. Wir haben jedenfalls den 50:50-Grundsatz vorläufig aufgegeben und unsere Unterstützung erhöht.”

Die Stadt hat nach 2001 jetzt ihr zweites Kulturleitbild vorgelegt, in das die Parteien, die Vertreter der Kulturinitiativen und die Verwaltung eingebunden waren, wie versichert wurde. “Das neue Kulturleitbild ist nicht revolutionär, sondern baut auf das alte auf”, sagte Ingrid Tröger-Gordon, Leiterin der Kulturabteilung.

Im neuen Leitbild stärker verankert werden sollen die Interkulturalität. Außerdem werde die Erhaltung der Tradition mit der Moderne gleich gestellt, und zwar nicht nur im Bereich bildender Kunst. Neue Medien und Film sollen besonders berücksichtigt werden, und gebaut beziehungsweise adaptiert werden solle ebenfalls: “Das Salzburg Museum braucht ein neues Depot. Wir stellen uns eine Art geöffneten Wissensspeicher vor, in dem nicht nur gelagert, sondern mit den Kunstwerken gearbeitet werden kann”, sagte Schaden und fügte hinzu, dass man auch für freie Theater- und Tanzgruppen zusätzliche Räumlichkeiten bereitstellen wolle. “Bei Werkstätten und Proberäumen gibt es ein Defizit.”

Auch der Dachverband Salzburger Kulturstätten, traditionellerweise ein scharfer Kritiker der Kulturpolitik, streute dem neuen Kulturleitbild der Stadt Rosen: “Im Gegensatz zu Bund und Land ist in der Stadt wirkliches Bemühen zu erkennen, Dinge anzusprechen und zu verbessern”, sagte Vorsitzender Tomas Friedmann zur APA.

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