Neues Modell für Müllgebühren und Müll-Checker-App für Salzburg-Stadt

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Winfrid Herbst und Harry Preuner präsentierten am Donnerstag das flexible Müllgebühren-Modell im Schloss Mirabell.
Winfrid Herbst und Harry Preuner präsentierten am Donnerstag das flexible Müllgebühren-Modell im Schloss Mirabell. - © Wildbild
Mülltrennen ist für viele ein notwendiges Übel. Die Stadt Salzburg will nun seine Bürger dazu motivieren und bietet mit neuen Serviceleistungen, Flexibilisierung der Müllgebühren und der Abholung die Möglichkeit bares Geld zu sparen. Hier erfahrt ihr, wie die Neuerungen im Detail aussehen.




„20.000 Tonnen wiederverwertbarer Müll (Glas, Plastik, Papier, etc.) landen jährlich in den Restmülltonnen der Mozartstadt und müssen um satte 2,9 Millionen Euro extra entsorgt werden“, erklärt Vizebürgermeister Harry Preuner (ÖVP) bei einem Pressegespräch am Donnerstag. Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat sich die Stadt Salzburg gemeinsam mit dem Abfallservice, basierend auf den Wünschen der Bürger, einiges einfallen lassen. “Ich hoffe auf eine Reduktion des wiederverwertbaren Abfalls im Restmüll von 50 auf 30 Prozent”, so Preuner.

“Wer trennt, der spart!”

Das derzeit lineare Modell der wöchentlichen und 14-tägigen Abholung soll erweitert und individuell angepasst werden, weiß Winfrid Herbst, Leiter des Abfallservices. Mit 1. Jänner 2018 führt die Stadt Salzburg ein neues, flexibles Müllgebühren-Modell ein, die Tonnen-Größe und das Abhol-Intervall können frei gewählt werden. Wer Müll trennt und vermeidet, wird finanziell belohnt. Die genauen Einsparungen können in der neuen kostenlosen Müll-Checker-App, die bereits als Web-App abrufbar ist und ab Mitte Mai auch in den App-Stores erhältlich sein wird, berechnet werden. „Auf besonders fleißige Müll-Trenner warten Preisverringerungen von bis zu 33 Prozent“, erzählt Herbst. „Müll-Muffel, die gar nichts ändern, müssen jedoch mit einer maximalen Erhöhung von 8,1 Prozent rechnen.“ Hier geht’s zur Berechnung.

Müll-Checker-App erinnert an Abholung

Die App bietet aber nicht nur die Berechnung der Müllgebühren, sondern auch ein Abfall-ABC. Eine detaillierte Liste zeigt auf, wie Abfälle richtig getrennt werden. Besondere Schmankerl sind auch die Möglichkeit sich den schnellsten Weg zur nächsten Sammelstelle berechnen und die Mülltonnen-Abholtermine für eine bestimmte Adresse anzeigen zu lassen.

Mit Einführung der flexiblen Müllgebühren wird es auch eine Erweiterung der App geben. Ab Oktober kann sie in personalisierter Form genutzt werden. Auf Basis der persönlichen Daten wird jedem die beste Kombination aus Behältergrößen und Abfuhr-Intervallen vorgeschlagen. Zahlreiche Dienste, etwa die Abholtermine des gelben Sackes, des Restmülls oder der Biotonne aber auch Verschiebungen der Abholtermine aufgrund von Feiertagen, werden über den Kalender abrufbar sein.

www.mülleinmaleins.at/Screenshot Praktisch: Die App zeigt den schnellsten Weg zum nächsten Altpapier-, Glas- oder Textilcontainer an./www.mülleinmaleins.at/Screenshot ©

Fakten zum Mülltrennen

Für all jene, die sich von dem finanziellen Zuckerl der Stadt Salzburg locken lassen, aber noch keine Erfahrung mit Mülltrennung haben, haben wir die wichtigsten Tipps dazu nochmals zusammengefasst.

Für den Restmüll bietet der Abfallservice vier Tonnen-Größen an: 80-, 120-, 180- und 240-Liter-Tonnen. Pro Kopf wird im Durchschnitt mit 20 Liter produziertem Müll in der Woche gerechnet. Für Wohnblöcke und Firmen bietet der Abfallservice der Stadt Sonderlösungen an.

Was gehört in welche Tonne?

  • Schwarze Restmülltonne:
    Kehrricht, Windeln, Staubsaugerbeutel, Joghurtbecher und Getränkedosen (werden automatisch aussortiert), Plastiksackerl, Kugelschreiber, Hundekot und Katzenstreu (im Sackerl)
  • Grüne Biotonne:
    Verdorbene Lebensmittel, Speisereste, Kaffeesud und Teesackerl, Papiertaschentücher, Obstschalen- und Reste, Eierschalen, Laub und Rasenschnitt
  • Rote Altpapiertonne:
    Zeitungen, Zeitschriften und Prospekte ohne Verpackungsfolie, Schreibhefte und Papierblätter, Papiersäcke, Packpapier und kleine Kartons
  • Gelbe Tonne und gelber Sack:
    PET-Flaschen, Plastikflaschen für Ketchup und Kosmetikartike, Getränkekartons
  • Altglas-Container:
    Getränkeflaschen aus Glas, leere Flaschen für Kosmetika oder Lebensmittel, Gurken- und Marmeladengläser.

Alles was nicht in die Tonnen und Container gehört, kann im Recyclinghof der Stadt Salzburg entsorgt werden. Die Mitarbeiter stehen Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr und am Samstag von 7 bis 12 Uhr mit Rat und Tat zur Seite. Für alle, die es mit dem Trennen ernst meinen, werden dort und bei der mobilen Problemstoff-Sammelstelle (an Schrannentagen vor dem Schloss Mirabell) Mülltrenn-Sackerl, Bio-Küberl und Ölis ausgegeben. „Der Abfallservice hat immer ein offenes Ohr für seine Kunden und wir versuchen zu helfen, wo es geht“, verspricht Herbst abschließend.

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