Neumarkt: Neuer Verkehrsknotenpunkt für den Flachgau

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Am Dienstag erfolgte der Spatenstich für die neue P&R-ANlage in Neumarkt.
Am Dienstag erfolgte der Spatenstich für die neue P&R-ANlage in Neumarkt. - © SALZBURG24/Mauracher
Zu einem Verkehrsknotenpunkt der Superlative soll der Bahnhof Neumarkt-Köstendorf in den kommenden fünf Jahren ausgebaut werden. Wir waren am Dienstag beim Spatenstich zum ersten Baustein des Großprojekts dabei und haben erfahren, was auf die Flachgauer Gemeinde zukommt.




Dass die Landeshauptstadt Probleme damit hat, mit den Pendlern aus den umliegenden Gemeinden fertig zu werden, ist nichts neues. Jahrelang wurden in den verantwortlichen Stellen Pläne geschmiedet, wie man diesem Problem Herr werden könnte. Im Februar 2017 präsentierte Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG) schließlich ein Maßnahmenpaket für den öffentlichen Verkehr, das wesentlich zur Lösung beitragen soll. Nun beginnen die ersten Bauarbeiten zur Umsetzung dieser Maßnahmen in Neumarkt.

Neue P&R-Plätze in Neumarkt

“Allein aus Neumarkt und den umliegenden Gemeinden nutzen 3.000 Erwerbstätige den Bahnhof Neumarkt-Köstendorf als Anbindung in die Stadt Salzburg und das angrenzende Innviertel”, weiß Neumarkts Bürgermeister Adi Rieger (ÖVP) beim Spatenstich der Park & Ride-Anlage in seiner Gemeinde. Um das Potential des Standortes voll und ganz auszunutzen haben sich das Land Salzburg, die Stadtgemeinde und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zusammengetan und ziehen beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Region und die Anbindung an den Fernverkehr auf der Westbahnstrecke an einem Strang.

“Umstieg auf die Bahn bequemer machen”

Bereits Mitte August werden die Baumaschinen auf dem ehemaligen Firmengelände gegenüber des Bahnhofes Neumarkt-Köstendorf anrollen und bis Anfang Dezember – pünktlich zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember – eine P&R-Parkplätze schaffen, erzählt Werner König vom ÖBB-Immobilienmanagement im Gespräch mit SALZBURG24. „Die Errichtung des P&R in Neumarkt ist für den Flachgau sehr erfreulich – vor allem für die Pendler, da damit bei der täglichen Fahrt zur Arbeit das Umsteigen von Auto in die Bahn wesentlich bequemer gemacht wird“, freut sich Landtagsabgeordneter Josef Schöchl (ÖVP).

Das Bahnhofsgebäude in Neumarkt wird bis 2021 auf den neuesten Stand gebracht. /SALZBURG24/Mauracher Das Bahnhofsgebäude in Neumarkt wird bis 2021 auf den neuesten Stand gebracht. /SALZBURG24/Mauracher ©

Bahnhof Neumarkt-Köstendorf wird Knotenbahnhof

Jedoch nicht nur neue Parkmöglichkeiten sollen die Verkehrsanbindung attraktiver machen, auch der Bahnhof selbst wird in den kommenden fünf Jahren erweitert, modernisiert und für den Fernverkehr geöffnet. Des Weiteren ist ein neuer Busbahnhof mit sechs Busleisten geplant.

Mit dem Railjet vom Flachgau nach Wien

Erste Änderungen im Fahrplan wird es schon in diesem Jahr geben. Ab 9. Dezember wird die Mozartstadt von der Flachgauer Gemeinde aus im 20-Minuten-Takt erreichbar sein. Darüber hinaus werden auch stündlich Railjets halten und damit an das ÖBB-Fernverkehrsnetz anschließen. „Das hat den Vorteil, dass viele Flachgauer dann nicht zuerst an den Hauptbahnhof fahren müssen, um nach Wien zu kommen“, weiß Schöchl.

Anbindung an Oberösterreich

Um Neumarkt als Dreh- und Angelscheibe des Nah- und Fernverkehrs zu etablieren wird auch die Gleisanlage ausgebaut. „Der in den folgenden Jahren geplante dreigleisige Ausbau der Achs zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Neumarkt schafft auf ökonomische Weise die besten Voraussetzungen, um den öffentlichen Verkehr für viele Menschen möglichst attraktiv zu gestalten“, sind sich Mayr und Rieger, der in seiner Gemeinde auch den lückenlosen Ausbau der Radwege fördert, einig. Auch ist ein Anschluss an die Mattigtalbahn geplant, um die Anbindung an das angrenzende Oberösterreich zu verbessern.

1,4 Millionen Euro für neue P&R-Anlage

Die Kosten für den P&R-Anlage am zukünftigen Knotenbahnhof Neumarkt-Köstendorf belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro, wovon 50 Prozent die ÖBB-Infrastruktur AG und jeweils 25 Prozent das Land Salzburg und die Gemeinde Neumarkt am Wallersee übernehmen, erklärte Walter Baltram von den ÖBB beim Spatenstich. Da seit 2010 die derzeit 104 Parkplätze ständig voll sind, war für Rieger von Anfang an klar, dass sich auch Neumarkt an den Kosten eines Ausbaus beteiligen wird, dennoch ist er erleichtert, dass die Hälfte der Gemeindekosten aus dem Gemeindeausgleichsfonds finanziert werden können.

Im Dezember 2021 soll laut Baltram der Knotenbahnhof Neumarkt-Köstendorf fertiggestellt sein. „Jedoch werden wir dann schon bald über einen weiteren Ausbau nachdenken müssen, da die Anlage bald zu klein sein wird“, gibt Mayr abschließend zu bedenken.

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