Salzburg24.at » Kultur http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Tue, 28 Jul 2015 10:21:45 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 Orchestraler Sommernachtstraum bei Bregenzer Festspielen http://www.salzburg24.at/orchestraler-sommernachtstraum-bei-bregenzer-festspielen/apa-1424532630 http://www.salzburg24.at/orchestraler-sommernachtstraum-bei-bregenzer-festspielen/apa-1424532630#comments Tue, 28 Jul 2015 08:31:00 +0000 http://4404801

Der französische Cellist Jerome Pernoo brillierte eingangs mit dem Grand Concerto für Violoncello, einem lange verschollenen Werk aus 1847 von Jacques Offenbach. Dessen fantastische Oper “Hoffmanns Erzählungen” ist die diesjährige Hausoper. Die weniger populäre “Saite” des Cellisten Offenbach brachten die Symphoniker und der grandiose Solist zum Klingen. Nach schwungvollem Orchesterauftakt setzte Pernoo mit stupender Spieltechnik und virtuosen Läufen ein. Der erste Satz endete so grandios, dass Beifall aufbrandete, der sich nach drei Sätzen schließlich in großen Jubel ausweitete. Eine ruhige Offenbach-Zugabe war unumgänglich, um die Begeisterung zu besänftigen.

Nach der Pause wurde in Kammerorchester-Besetzung “No Night No Land No Sky” des tschechischen Komponisten Misroslav Srnka (40) als österreichische Erstaufführung (Uraufführung 2014 in Köln) gespielt. Wie ein musikalisches Kaleidoskop oszilliert das Werk zwischen Licht und Schatten und verebbt nach rund 15 Minuten im Pianissimo: Freundlicher Applaus.

Mit viel musikantischem Schwung setzten die Symphoniker schließlich die Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 von Mendelssohn Bartholdy um. Die “Italienische” war Nachhall einer Italienreise (1830/31) auf Goethes Spuren und gilt als Mendelssohns bekanntestes und nach eigener Aussage “lustigstes” Werk. Die von Dirigent Gaffigan animierte Spielfreude des Orchesters führte zu souveräner Leichtigkeit – vom frischen Allegro bis zum finalen Saltarello. Das Publikum dankte “seinen” Symphonikern mit anhaltendem Schlussbeifall.

Weitere Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker sind am 2. August (Mikko Franck dirigiert Luciano Berio und Giacomo Puccini) und am 23. August (Chefdirigent Philippe Jordan mit Werken von Webern, Brahms und Schubert) angesetzt. Am 9. August spielt dann das Symphonieorchester Vorarlberg unter Chef Gerard Korsten Werke von Peter Eötvös, Richard Wagner und Johannes Brahms.

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Bregenzer Festspiele: Orchestraler Sommernachtstraum http://www.salzburg24.at/bregenzer-festspiele-orchestraler-sommernachtstraum/4404796 http://www.salzburg24.at/bregenzer-festspiele-orchestraler-sommernachtstraum/4404796#comments Tue, 28 Jul 2015 08:40:26 +0000 http://4404796

Der französische Cellist Jerome Pernoo brillierte eingangs mit dem Grand Concerto für Violoncello, einem lange verschollenen Werk aus 1847 von Jacques Offenbach. Dessen fantastische Oper “Hoffmanns Erzählungen” ist die diesjährige Hausoper. Die weniger populäre “Saite” des Cellisten Offenbach brachten die Symphoniker und der grandiose Solist zum Klingen. Nach schwungvollem Orchesterauftakt setzte Pernoo mit stupender Spieltechnik und virtuosen Läufen ein. Der erste Satz endete so grandios, dass Beifall aufbrandete, der sich nach drei Sätzen schließlich in großen Jubel ausweitete. Eine ruhige Offenbach-Zugabe war unumgänglich, um die Begeisterung zu besänftigen.

Österreichische Erstaufführung

Nach der Pause wurde in Kammerorchester-Besetzung “No Night No Land No Sky” des tschechischen Komponisten Misroslav Srnka (40) als österreichische Erstaufführung (Uraufführung 2014 in Köln) gespielt. Wie ein musikalisches Kaleidoskop oszilliert das Werk zwischen Licht und Schatten und verebbt nach rund 15 Minuten im Pianissimo: Freundlicher Applaus.

Mit viel musikantischem Schwung setzten die Symphoniker schließlich die Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 von Mendelssohn Bartholdy um. Die “Italienische” war Nachhall einer Italienreise (1830/31) auf Goethes Spuren und gilt als Mendelssohns bekanntestes und nach eigener Aussage “lustigstes” Werk. Die von Dirigent Gaffigan animierte Spielfreude des Orchesters führte zu souveräner Leichtigkeit – vom frischen Allegro bis zum finalen Saltarello. Das Publikum dankte “seinen” Symphonikern mit anhaltendem Schlussbeifall.

Weitere Orchesterkonzerte

Weitere Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker sind am 2. August (Mikko Franck dirigiert Luciano Berio und Giacomo Puccini) und am 23. August (Chefdirigent Philippe Jordan mit Werken von Webern, Brahms und Schubert) angesetzt. Am 9. August spielt dann das Symphonieorchester Vorarlberg unter Chef Gerard Korsten Werke von Peter Eötvös, Richard Wagner und Johannes Brahms.

70. Bregenzer Festspiele
22. Juli bis 23. August, mit u.a. “Turandot”, “Hoffmanns Erzählungen”
Infos und Karten unter http://bregenzerfestspiele.com

Die Festspiele auf VOL.AT

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Bayreuther Festspiel-Publikum gewöhnt sich an Castorf http://www.salzburg24.at/bayreuther-festspiel-publikum-gewoehnt-sich-an-castorf/apa-1424531636 http://www.salzburg24.at/bayreuther-festspiel-publikum-gewoehnt-sich-an-castorf/apa-1424531636#comments Tue, 28 Jul 2015 07:06:00 +0000 http://4404697

Daran, dass Castorfs Gesamtkonzept nur schwer zu erkennen ist, hat sich auch im dritten Jahr der umstrittenen Inszenierung zwar nichts geändert, an sein “Rheingold” wurde aber offensichtlich Hand angelegt. Die Rheintöchter sind noch lasziver, Running-Gag-Statist Patric Seibert, der hier als Kellner und Tankstellenwart auftritt und sich zum Publikumsliebling entwickelt hat, ist noch präsenter als in den vergangenen Jahren.

Besonders erfreulich: Die Schlüsselszene des Stücks, in der Alberich den Ring verflucht, ist nun auch als solche zu erkennen. Was bislang aussah wie ein belangloses Geplänkel im Liegestuhl bekommt zumindest dadurch ein wenig Dramatik, dass Alberich diese Liegestühle durch die Gegend wirft. Immerhin.

Das Publikum scheint sich aber inzwischen damit abgefunden zu haben, dass der als Werkzertrümmerer geltende Castorf sich nicht darum schert, die große Geschichte aus Wagners Oper zu erzählen, und erfreut sich an der beeindruckenden Drehbühne von Aleksandar Denic, den für Castorf-Inszenierungen typischen Übertragungen des Bühnengeschehens auf eine Leinwand und weiteren unterhaltsamen Details, die seine Inszenierung ja durchaus zu bieten hat: Da sind eine Erda als Puffmutter, ein Alberich, der mit einer Gummiente kämpft, und ein Pfeil-Symbol, das an das Logo einer Sportfirma erinnert, die sich genau so schreibt wie die bekannteste Repräsentantin des gerade nicht auf dem Grünen Hügel regierenden Zweigs der Wagner-Familie: Nike Wagner. “Just do it.”

Die Götterburg Walhall ist bei Castorf ein ranziges Motel, das wertvolle Rheingold schwimmt in dessen Pool. Warum es die Rheintöchter relativ wenig zu kümmern scheint, dass dieses Rheingold dann bald weg ist und sie lieber Cocktails schlürfen als sich allzu große Sorgen darum zu machen, ist eins der vielen Castorf’schen Geheimnisse. Warum Nibelheim ein Wohnwagen sein muss und Alberich und Mime bereits gefangen sind, wenn Wotan und Loge dort aufschlagen, um das Gold zurückzuholen, ebenso.

Das Publikum nimmt das inzwischen gelassen (ebenso wie eine kleine Panne mit der Videoleinwand, die am Montag zwischendurch kurz repariert werden muss) und feiert die Sänger ausnahmslos – allen voran Wolfgang Jung als Wotan, Nadine Weissmann als Erda und John Daszak als Loge, der die Rolle von Norbert Ernst übernommen hat.

Auch Albert Dohmen, der dritte Alberich im dritten Jahr des Castorf-”Rings”, wird bejubelt. Der erste Alberich, Martin Winkler, war ohne Absprache mit Castorf von der Festspielleitung gegen Oleg Bryjak ausgetauscht worden. Bryjak kam im März bei der Germanwings-Katastrophe ums Leben. Unter den Opfern des Flugzeugabsturzes war auch die Sängerin Maria Radner, die als Rheintochter Floßhilde debütieren sollte. Diese Rolle übernimmt nun Anna Lapkovskaja, gemeinsam mit den eingespielten Kolleginnen Mirella Hagen und Julia Rutigliano.

Star des Abends war aber wieder einmal der künftige Chef der Berliner Philharmoniker: “Ring”-Dirigent Kirill Petrenko, der das Mammutwerk in diesem Jahr zum letzten Mal in Bayreuth dirigiert. Das Publikum scheint ihm die überraschend harschen Worte, die der sonst so schweigsame Musikstar vor Beginn der Festspiele über den angeblichen Umgang mit Eva Wagner-Pasquier und dem abgesetzten “Siegfried”-Darsteller Lance Ryan gefunden hatte, nicht übelgenommen zu haben.

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Buhs und Bravos für rätselhaften “Clavigo” in Salzburg http://www.salzburg24.at/buhs-und-bravos-fuer-raetselhaften-clavigo-in-salzburg/apa-1424528078 http://www.salzburg24.at/buhs-und-bravos-fuer-raetselhaften-clavigo-in-salzburg/apa-1424528078#comments Mon, 27 Jul 2015 21:04:00 +0000 http://4404525

Kimmig hat in dieser Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin nicht nur die Figuren mit Vertretern des jeweils anderen Geschlechts besetzt – Susanne Wolff spielt die Titelfigur Clavigo, Marcel Kohler seine von ihm sitzen gelassene Braut Marie Beaumarchais und Kathleen Morgeneyer ihren dafür Rache nehmenden Bruder -, sondern auch sonst keinen Stein auf dem anderen gelassen.

Goethes Text ist auf ein Minimum reduziert, dafür finden sich weitere Texte und auch Goethes kurz nach “Clavigo” entstandenes derbes Mini-Drama “Hanswursts Hochzeit” eingearbeitet. Im Zentrum des rätselhaften und langatmigen Abends steht jedoch der Versuch, eine radikale Kunst-Position von heute zu definieren, die Kimmig offenbar irgendwo zwischen Jeff Koons und Madonna, der Zirkuskuppel und der Saatchi Gallery zu orten scheint. Die Mehrheit des Premierenpublikums dieser ersten Schauspiel-Neuproduktion der Salzburger Festspiele 2015 reagierte jedoch ratlos.

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40 Pop-Art-Bilder von Rockstar Udo Lindenberg in Salzburg http://www.salzburg24.at/40-pop-art-bilder-von-rockstar-udo-lindenberg-in-salzburg/apa-1424527682 http://www.salzburg24.at/40-pop-art-bilder-von-rockstar-udo-lindenberg-in-salzburg/apa-1424527682#comments Mon, 27 Jul 2015 19:40:00 +0000 http://4404505

Udo Lindenberg war bei der Vernissage am Abend im Hotel Resort “cool drauf”, wie er selbst sagte, und wusste sein Publikum für sich zu gewinnen. “Wir machen hier ein bisschen Party. In der wunderschönen Natur, im Bett von Sisi”, nahm er Bezug auf die gleichnamige Verfilmung mit Romy Schneider. Ein Drehort der Romanze war damals das Schloss Fuschl. Anschließend trällerte Lindenberg gut gelaunt den Refrain “im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein”. Hier feiere er die Freundschaft mit dem Hoteldirektor, “das ist das zentrale Ereignis des Abends”. Kernatsch habe er im Hamburger Hotel “Atlantik” kennengelernt. “Das war so wie eine WG. Wir erzählten uns über die Freuden und Schmerzen des Lebens. Ich war ein junger Student der Alkoholwissenschaft, ein Erleuchtungstrinker. Im Refugium des Hotels ging dann die Malerei los.”

Auch wenn sich der deutsche Künstler mit dem legendären schwarzen Hut und dunkler Sonnenbrille vordergründig von der lustigen Seite gibt und dabei seine Zigarre nicht aus der Hand lässt, so zeigt er immer wieder großes soziales Engagement, auch in Salzburg. Ein Teil des Verkaufserlöses der bis Anfang September in der Schlossremise ausgestellten Bilder gehen an einen guten Zweck. Für welchen genau, das dürften die Bürgermeister der Gemeinden Hof und Fuschl bestimmen, schilderte sein PR-Manager Arno Köster.

Der Rockstar selbst hat auch ein Herz für Flüchtlinge. Es sei eine humanitäre Verpflichtung, ihnen hier in Europa zu helfen, sage er zur APA. Zu seinem neuen Song “Wir sind Freunde” habe ihn Boxerin Susi Kentikian inspiriert, die mit ihrer Familie aus Armenien geflüchtet war und auf einem Hamburger Schiff aufgenommen wurde.

Den Stil seiner in Mischtechnik gemalten Kunstwerke nennt der Rocksänger “Lindiismus”. Für die Ausstellung “Udo Lindenberg hautnah – Ein Sänger malt, ein Maler singt” in der Remise habe die Galerie Walentowski eine gute Auswahl getroffen. “Das sind Gute-Laune-Bilder. Hoch die Tasse und schön verrückt, eine wunderschöne Symbiose.” Der Rockstar inszeniert sich in seine Werken selbst und versprüht Optimismus, auch wenn der Abgrund nahen könnte. “Hinterm Horizont geht’s weiter”, ist auf einem Bild in Anlehnung an eines seiner Lieder zu lesen, auf einem anderen sitzt der Sänger mit Zigarre und Likörglas auf dem Bug der untergehenden Andrea Doria – “alles klar” lautet der Titel. Die zur Vernissage geladene Salzburger Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf (ÖVP) zeigte sich allein schon von der Überschrift eines anderen Bildes, “alle Tage sind gleich lang jedoch verschieden breit”, fasziniert.

Die Stadiontour sei ein “Hammererfolg, eine gigantische Show und ein totaler Kick” gewesen, erzählte der Künstler begeistert. Nach zwei Tagen Erholung am Fuschlsee werde er nach Wien weiterreisen, um dort den Regisseur seiner neuen Show, Hannes Rossacher, zu treffen. “Ich möchte mal in Österreich auftreten, vielleicht in Wien und Salzburg.” Aber zunächst ließ er es in der Schlossremise “krachen” – mit ein bisschen Eierlikör, wie er schmunzelte. Dann versprach er, fünf oder sechs seiner Lieder in Begleitung der Kölner Band “Ten Ahead” zu singen. Zeit für einen Besuch der Salzburger Festspiele bleibt diesmal nicht.

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Ai Weiwei hat Visum für Deutschland erhalten http://www.salzburg24.at/ai-weiwei-hat-visum-fuer-deutschland-erhalten/4404312 http://www.salzburg24.at/ai-weiwei-hat-visum-fuer-deutschland-erhalten/4404312#comments Mon, 27 Jul 2015 13:53:39 +0000 http://4404312

Erst vor wenigen Tagen hatte Ai seinen Pass zurückbekommen, der ihm vier Jahre zuvor entzogen worden war. Der weltweit bekannteste chinesische Künstler war 2011 für 81 Tage im Zuge einer landesweiten Aktion gegen Dissidenten festgenommen worden. Seinen Pass behielten die Behörden danach ein. Werke von Ai Weiwei wurden seither zwar dennoch weltweit gezeigt, der Künstler selbst konnte bei den Ausstellungen jedoch nicht anwesend sein.

Viele chinesische Dissidenten werden am Flughafen verhaftet

Ob Ai mit seinem Pass und Visum nun frei reisen kann, ist allerdings unklar. Viele chinesische Dissidenten wurden bei dem Versuch, das Land zu verlassen, am Flughafen festgenommen. Anderen wurde nach der Ausreise die Rückkehr verweigert. Die Royal Academy of Arts in London erklärte, sie rechne damit, dass Ai anlässlich einer am 19. September eröffnenden Ausstellung des Künstlers in die britische Hauptstadt reisen werde. (APA)

今天,我拿到了护照。

Ein von Ai Weiwei (@aiww) gepostetes Foto am

Ein von Ai Weiwei (@aiww) gepostetes Foto am

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Scala fiebert Galaabend mit Startenor Jose Carreras entgegen http://www.salzburg24.at/scala-fiebert-galaabend-mit-startenor-jose-carreras-entgegen/apa-1424522310 http://www.salzburg24.at/scala-fiebert-galaabend-mit-startenor-jose-carreras-entgegen/apa-1424522310#comments Mon, 27 Jul 2015 13:21:00 +0000 http://4404286

Das Programm sieht eine Auswahl an Romanzen und Liedern von Komponisten wie Puccini, Tosti, Leoncavallo, Elgar, Grieg und Mascagni vor. Carreras hatte an der Scala 1973 mit Verdis “Un Ballo in Maschera” debütiert. “Das Konzert bezeugt die enge Beziehung zwischen dem großen Tenor und der Scala”, hieß es in einer Presseaussendung des Mailänder Theaters.

Am 19. Juli hatte Carreras 25 Jahre nach seinem ersten Auftritt zusammen mit Luciano Pavarotti und Placido Domingo als die “Drei Tenöre” wieder in den Caracalla-Thermen in Rom gesungen. Carreras war mit Tenören wie Russel Watson und Alessandro Safina, der Sopranistin Cynthia Lawrence und der Mezzosopranistin Carly Paoli im Rahmen eines Galaabends auf der Bühne gestanden. Das römische Opernhaus nutzt die Thermen für sein Sommerprogramm.

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Österreich ehrte den rumänischen Autor Mircea Cartarescu http://www.salzburg24.at/oesterreich-ehrte-den-rumaenischen-autor-mircea-cartarescu/apa-1424521946 http://www.salzburg24.at/oesterreich-ehrte-den-rumaenischen-autor-mircea-cartarescu/apa-1424521946#comments Mon, 27 Jul 2015 12:34:00 +0000 http://4404226

Mircea Cartarescu gehöre zu den “bedeutendsten Schriftstellern, die wir in Europa haben”, betonte Laudator Ernest Wichner, der mehrere Werke des 1956 in Bukarest geborenen Autors ins Deutsche übersetzt hat und ihn seit langem freundschaftlich begleitet. Der Schriftsteller wurde vor allem durch seine rund 1.800 Seiten umfassende Romantrilogie “Orbitor” über die Zeit der Ceausescu-Diktatur und die nachfolgenden Transformationsprozesse in Rumänien bekannt. Wichner lobte den universellen Anspruch, den Cartarescu bei seinem Schreiben habe. Sein Blick sei immer auf die vielen Welten, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen, gerichtet. Sein Werk stehe nicht für schnelle Lesbarkeit, sondern zeige, zu welchen Tiefen Literatur fähig sei.

“Immense Sprachkraft, poetisch dichte Sprache, präzise, genial, größenwahnsinnig”, zitierte Ostermayer bei der Ehrung, was Literaturkritiker über Cartarescu geschrieben haben. Er habe mit seiner Trilogie, die sich in so große Werke wie “Ulysses”, “Die letzten Tage der Menschheit” oder “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” einreihe, Bukarest ein Denkmal gesetzt. Die Jury lobte den “exzessiven maßlosen Traum von Verwandlung und Metamorphose”, der sich in Cartarescus Trilogie widerspiegle.

Der Autor dankte herzlich für die Ehrung, mit der er nicht gerechnet habe. So eine Auszeichnung mache ihm auch immer Angst, sie käme ihm unverdient vor. Das Schreiben sei für ihn ein Weg nach innen. Cartarescu verglich sich mit einem Tätowierkünstler, der schon seinen ganzen Körper bemalt habe. “Ich war in eine tiefe Hoffnungslosigkeit gestürzt, weil ich schon jeden Zentimeter meiner Haut tätowiert hatte”, sagte er über die Zeit, bevor er mit dem Schreiben von “Orbitor” begonnen habe. Doch dann habe er entdeckt, dass es nicht nur die Epidermis gebe, sondern der Leib auch Tiefe habe. So habe er sein Herz, seine Lungenflügel und schließlich den Kristallpalast seines Gehirns tätowiert.

“Orbitor ist eine große, dreidimensionale Tätowierung meines Lebens”, erklärte Cartarescu. Er habe fünf Jahre gebraucht, um zu begreifen, dass sein literarisches Leben damit nicht beendet sei. Für das in Kürze erscheinende neue Buch habe er seine Seele tätowiert, meinte der Schriftsteller, der seine Nähe zu Österreich bekannte: “Österreich ist in Europa das Land, das ich neben meinem Geburtsland am meisten liebe.”

Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur wird seit 1965 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Zuletzt erhielten den Preis Patrick Modiano (2012), John Banville (2013) und Ljudmila Ulitzkaja (2014).

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Zufriedene Bilanz mit 91 Prozent Auslastung bei styriarte http://www.salzburg24.at/zufriedene-bilanz-mit-91-prozent-auslastung-bei-styriarte/apa-1424520972 http://www.salzburg24.at/zufriedene-bilanz-mit-91-prozent-auslastung-bei-styriarte/apa-1424520972#comments Mon, 27 Jul 2015 11:56:00 +0000 http://4404175

Der Beginn des Programms unter dem Motto “….und lachte” sei schwierig gewesen, “weil wir in eine Trauerstimmung hinein starten mussten. Dadurch ist das Motto brisant geworden”, erläuterte Huber. Wenige Tage vor Beginn des Festivals hatte eine Amokfahrt mit drei Toten in Graz die Bevölkerung schockiert. Das Eröffnungsfest war behutsam an die Situation angepasst worden, grundsätzlich sei aber klar gewesen, “dass wir dem Wahnsinn mit Kunst entgegnen müssen”, betonte der Intendant.

Erstmals in der Geschichte der styriarte musste Harnoncourt krankheitsbedingt ein Konzert absagen, doch die Entscheidung, stattdessen die junge Dirigentin Karina Canellakis zu engagieren, erwies sich als richtig. Jene Besucher, die ihre Karten nicht umgetauscht hatten, zeigten sich von der Newcomerin begeistert, freute sich Huber. Erfolgreich verlief auch der Versuch, sechs österreichische Komponistinnen die Möglichkeit zu geben, ihre Umsetzung des Themas Humor in der Musik zu zeigen. Die Programmleiste mit neuer Musik bot auch eine Hommage an György Ligeti, die ebenfalls gut ankam.

Für die nächste styriarte (25. Juni bis 23. Juli 2016) kündigte Mathis Huber ein Großprojekt von Nikolaus Harnoncourt an: Dabei werden alle Beethoven-Symphonien mit dem Concentus Musicus zu hören sein. Das genaue Programm wird Ende November bekannt gegeben.

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Trackshittaz lösen sich auf – 16 Minuten Abschiedsvideo für Fans http://www.salzburg24.at/trackshittaz-loesen-sich-auf-16-minuten-abschiedsvideo-fuer-fans/4404150 http://www.salzburg24.at/trackshittaz-loesen-sich-auf-16-minuten-abschiedsvideo-fuer-fans/4404150#comments Mon, 27 Jul 2015 12:03:04 +0000 http://4404150

Die Entscheidung habe wehgetan, sei aber notwendig gewesen, so Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner unisono im Song “#TS15″.

Die Karriere der Trackshittaz

2010 taten sich die Jugendfreunde als Trackshittaz zusammen und sorgten zunächst mit ihrer Persiflage des belgischen Hits “Alors on danse” unter dem Titel “Alloa bam Fraunz” für Aufhorchen – der Urhymne des von ihnen begründeten “Traktorgängstapartyraps” und mit weit über einer Million Klicks auf Youtube äußerst erfolgreich. Plöchls Soloteilnahme an der ORF-Castingshow “Helden von Morgen”, die für ihn mit Platz 2 endete, brachte dem Duo erhöhte Aufmerksamkeit und einen Plattenvertrag bei Sony Music ein. Das Debütalbum “Oidaah pumpn muas’s” erschien 2011 und erreichte Platinstatus.

Im selben Jahr traten Plöchl (aka G-Neila) und Hoffelner (aka Manix) mit “Oida taunz!”, das auf Platz 1 der österreichischen Charts schoss, bei der österreichischen Ausscheidung zum Song Contest an, mussten sich aber Nadine Beiler geschlagen geben. Mit “Woki mit deim Popo” lösten sie im zweiten Anlauf dann das heimische ESC-Ticket, belegten im Semifinale in Baku 2012 aber den letzten Platz.

Abschiedsvideo von den Trackshittaz

Mit Häme waren sie aber bereits vor der ESC-Niederlage konfrontiert: Im Abschiedsvideo, in dem sich Plöchl und Hoffelner in Interviewsituationen rappend inszenieren, ist von Spott und Empörung über “Woki mit deim Popo” die Rede, habe man ihnen doch Frauenfeindlichkeit und später auch Plagiat vorgeworfen. “Glaub mir, irgendwann reicht’s dann, da wirst rabiat”, fasst Hoffelner zusammen, und rechnet gemeinsam mit Plöchl mit Medien, Kritikern und sich abwendenden Wegbegleitern ab.

“Wir sind so schnell oben gewesen und dann schnell gefallen, dann wieder aufgestiegen ins Weltall, dann wieder gefallen”, rappt Plöchl, und ergänzt: “Es ist überall ein Auf und Ab, das ist schon klar, nur irgendwann hast das zamm’raufen satt.” Der Einsatz habe Kraft gekostet, sie seien müde – und die intensive Zeit zu zweit sei auch zu viel für die “zwei grundverschiedenen Menschen” gewesen. Man gehe zwar im Guten auseinander, wie Plöchl betont. “Aber jetzt heißt’s Schlussstrich, Ende Gelände, aus der Traum.” Und: “Das waren meine letzten Trackshittaz-Zeilen.”

(APA)

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Anna Netrebko bei Münchner Opernfestspielen gefeiert http://www.salzburg24.at/anna-netrebko-bei-muenchner-opernfestspielen-gefeiert/apa-1424519216 http://www.salzburg24.at/anna-netrebko-bei-muenchner-opernfestspielen-gefeiert/apa-1424519216#comments Mon, 27 Jul 2015 09:22:00 +0000 http://4403952

Die Titelpartie des unstet liebenden Eugen Onegin bestritt Mariusz Kwiecien, der ebenfalls viel Beifall vom Publikum bekam. Tatjanas Schwester Olga wurde von Alisa Kolosova mit satter Altstimme bravourös gestaltet, Pavol Breslik sang die Rolle des Dichters Lenski, der im Duell von seinem einstigen Freund Onegin erschossen wird, mit tenoralem Schmelz. Leo Hussain führte im Orchestergraben Solisten, Chor und Instrumentalisten schwungvoll durch die Partitur.

Eigentlich hätte Netrebko die Partie bei den Opernfestspielen gar nicht singen sollen. Aber nachdem sie 2014 die Titelrolle in der von Hans Neuenfels neuinszenierten Puccini-Oper “Manon Lescaut” wegen unterschiedlicher Regieauffassungen abgesagt hatte, bot sie den Auftritt in “Eugen Onegin” als Ersatz an. So kam das Münchner Publikum doch noch in den Genuss eines Gastspiels der weltweit gefeierten Sopranistin. Es dankte Netrebko den Auftritt mit Ovationen, die der gut gelaunte Star mit Kusshand zurückgab.

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Italienischer Schriftsteller Sebastiano Vassalli gestorben http://www.salzburg24.at/italienischer-schriftsteller-sebastiano-vassalli-gestorben/apa-1424518956 http://www.salzburg24.at/italienischer-schriftsteller-sebastiano-vassalli-gestorben/apa-1424518956#comments Mon, 27 Jul 2015 09:03:00 +0000 http://4403915

Vassalli wurde 1941 in Genua geboren und lebte seit seiner Jugend in der Nähe von Novara. Mit seinem Roman “Die Hexe aus Novara” gelang ihm der internationale Durchbruch. Der Roman wurde von Kritik und Publikum mit Begeisterung aufgenommen und 1990 mit dem begehrten Literaturpreis “Strega” ausgezeichnet.

Zu Vassallis in deutscher Sprache veröffentlichten Werken zählen “L’oro del mondo” (Das Gold der Welt) und “Il cigno” (Der Schwan). Der italienische Bestsellerautor galt als Spezialist für aufwendige historische Recherchen, die er in seinen Romanen einfließen ließ.

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Salzburger “Mexico” als Beziehungsdrama ohne Mexiko http://www.salzburg24.at/salzburger-mexico-als-beziehungsdrama-ohne-mexiko/apa-1424518744 http://www.salzburg24.at/salzburger-mexico-als-beziehungsdrama-ohne-mexiko/apa-1424518744#comments Mon, 27 Jul 2015 09:01:00 +0000 http://4403911

Mexiko – und damit jedweder geogeschichtlicher Kontext des Werks – sei eine “Sackgasse”, erklärt Konwitschny im Programmheft. Und so kommt das titelgebende Land nur in kleinen Hinweisen vor: Durch eine Wetterapp, die auf Veracruz eingestellt ist, zum Beispiel. Oder durch ein Gemälde von Frida Kahlo, in dem sie sich als erlegten Hirsch darstellt. Es hängt über der Wohnzimmercouch, die Schauplatz der Begegnung von Aztekenherrscher Montezuma und Konquistador Cortez ist. Hier spielt sich chancenlose Nicht-Kommunikation ab – vom nervösen ersten Kennenlernen, über Sexspielchen, die außer Kontrolle geraten, bis zu den Geburtswehen (Montezuma gebiert iPads und Smartphones, die umgehend für digitale Gewaltspiele genutzt werden).

Auch in dieser Version ist Krieg – ein häuslicher Krieg, der immer wieder ins Gemetzel kippt. Wie der Hirsch in Kahlos Bild, wird dieses Weibchen durch ihre Beziehung langsam erlegt. Angela Denoke brilliert mit der Darstellung einer modernen Frau, die lieben und stark sein kann, auf eigenen Füßen steht und dennoch zerstört wird. Sie bleibt die Unterlegene gegenüber einer aggressiven Männerkarikatur, die vorrangig nackten Frauen, neuen Sportcabrios und brutalen Computerspielen nachhechelt.

Für all diese Elemente, die Konwitschny auch live auf die Bühne holt, finden sich logisch funktionierende Entsprechungen in Rihms Libretto: Der Sportwagen ist die Muttergottesstatue, die Cortez den Azteken zur Anbetung aufzwingen will, die nackten Frauen sind mit goldenem Bodypainting bedeckt und sollten auch vom Publikum nicht angestarrt werden, wenn Denoke durch die Sitzreihen zieht und klagt, dass die Spanier nur hinter dem Gold her sind. Die hemmungslose gegenseitige Ausrottung von Ureinwohnern und Eroberern wird schließlich an der Spielkonsole ausgetragen.

Wie Konwitschny dem flirrenden, fragmentierten Korpus aus Klang und Text ein perfekt konturiertes Kostüm maßschneidert, ist großes Regiehandwerk. Jeden offenen Assoziationsraum leuchtet er aus und füllt ihn mit gestochen scharfer Semantik. Jedes Stöhnen und Aufschreien, das dieser Oper ihren ruhelosen, bedrohlichen Klangteppich gibt, erhält eine szenische Funktion – und sei es das geräuschvolle Durchatmen nach einem Tequila-Shot mit anschließendem Biss in die Zitrone. Angela Denoke und Bo Skovhus tragen diese detailreiche Ausdeutung meisterlich, wie nebenbei bewältigen sie dabei auch noch ihre anspruchsvollen Gesangspartien.

Dennoch: Ein wenig bitter ist es schon, dass die Komplexität der “Eroberung von Mexico”, seine Dramaturgie, die mehr auf suggestive Bilder und rituelle Handlungen setzt, als auf einen einfach verständlichen Plot, und dabei zahlreiche Spannungsfelder zwischen Religionen, Kulturen, Kontinenten und auch – aber eben nur auch – Geschlechtern miteinschließt, dem Werk so gnadenlos ausgetrieben wurde. Aus den vielen Gegensatzpaaren, die Montezuma und Cortez symbolisieren, greift Konwitschny nur eines heraus, setzt alles auf diese Karte und spielt sie dafür mit umso größerer Geste aus.

Die Reaktion des Publikums gibt ihm natürlich Recht: Fast erleichtert ob der vereinfachten Architektur des Geschehens bestaunte man die überdeutliche Passgenauigkeit zwischen Musik, Text und Aktion und gab sich bei der Klimax, wenn Chöre und Solisten, Instrumente und Elektronik die ultimative Schlacht zum Klingen bringen, einem psychodelisch schnell geschnittenen Bildersturm auf der Filmleinwand hin. Für sein Salzburger Debüt ist Konwitschny damit der Kunstgriff geglückt, sowohl seinem Ruf, als auch den Bedürfnissen seiner Zuseher mehr als gerecht zu werden.

Zurecht bejubelt wurden aber nicht nur Denoke und Skovhus, sondern auch die unterstützenden Sängerinnen (Susanna Andersson und Marie-Ange Todorovitch) und Sprecher (Stephan Rehm und Peter Pruchniewitz) sowie das Radio Symphonieorchester Wien, das unter Ingo Metzmacher eine bestechend präzise Darbietung der multidimensionalen Partitur leistete. Auch für die Radiohörer – Ö1 übertrug die Premiere live – muss das ein spannender Opernabend gewesen sein.

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Jordi Savall brachte das “Lob der Torheit” zum Klingen http://www.salzburg24.at/jordi-savall-brachte-das-lob-der-torheit-zum-klingen/apa-1424518826 http://www.salzburg24.at/jordi-savall-brachte-das-lob-der-torheit-zum-klingen/apa-1424518826#comments Mon, 27 Jul 2015 08:55:00 +0000 http://4403895

Erasmus von Rotterdam ließ in seinem Jugendwerk – und Haupterfolg – “Lob der Torheit” die Torheit selbst auftreten und eine beißende Satire auf die Zeit formen. Das Abschlusskonzert, konzipiert von Jordi Savall, stellte diesen Text in den Mittelpunkt und formte daraus einen Blick auf eine ganze Epoche. Juliette Eröd verkörperte die Torheit und bewies, wie treffend viele dieser Betrachtungen immer noch sind. Den Rahmen bildeten Verweise auf markante Punkte im Zeitgeschehen, dazu kamen Briefe von Erasmus (Alexander Mitterer) und Martin Luther (Thomas Höft). Einen interessanten Aspekt lieferten noch Stefan Zweigs Anmerkungen über Erasmus am Ende des Abends.

Die musikalische Auswahl war vielseitig, sie bot einen osmanischen Kriegsmarsch ebenso wie Fanfaren und Trommeln zur Veranschaulichung der Kriegsbetrachtungen, aber auch geistlichen Klänge. Berührend gelang Heinrich Isaacs “Fortuna desperata: nasci, pati, mori” oder der Psalm “Christ lag in Todes Banden”. Jordi Savall spielte nicht nur Gambe, sondern leitete auch mit knappen Gesten die Musiker und die hervorragenden Sänger (Chiara Maggi, Pascal Bertin, David Sagastume, Lluis Vilamajo, Marc Mauillon, Furio Zanasi, Daniele Carnovich), die sich zu einem ungemein harmonischen Klang fanden. Ein Teil der Stücke stellte so etwas wie die Untermalung der Texte dar, was einerseits sehr stimmungsvoll war, andererseits hätte man von dem hervorragenden Ensemble gerne mehr “Solonummern” gehört.

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Anton Bruckner ist online gegangen http://www.salzburg24.at/anton-bruckner-ist-online-gegangen/apa-1424518780 http://www.salzburg24.at/anton-bruckner-ist-online-gegangen/apa-1424518780#comments Mon, 27 Jul 2015 08:48:00 +0000 http://4403872

Mit dem Internetprojekt werden die einzelnen Standorte vereint, auf die der Bruckner-Nachlass verstreut ist – vom Stift Kremsmünster bis zur Library of Congress in Washington. “Das Auffinden aller relevanten Quellen in nationalen wie internationalen Bibliotheken, Archiven sowie in Privatbesitz und die Klärung der Rechtsfragen zur Online-Verwendung der Abbildungen durch die Akademie der Wissenschaften waren der aufwendigste Teil des Projekts”, betonte Projektleiter Robert Klugseder vom ÖAW-Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen in einer Aussendung. Ein weiterer Vorteile des Webarchives abseits der leichteren Zugänglichkeit ist der Schutz der wertvollen Exponate, die durch den Gebrauch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das vom Wissenschaftsfonds FWF geförderte Vorhaben wurde in drei Jahren umgesetzt. Das Archiv stellt dabei den ersten Schritt eines größeren Projekts dar. Ein detailliertes, aktualisiertes Werkverzeichnis, eine Bilddatenbank und eine digitale Musikedition sollen folgen. Bei dieser Edition sollen ausgewählte Werke mittels Edirom-Technik aus verschiedenen Autografen, Abschriften und Drucken zu einem Werk am Bildschirm verschmolzen werden. “Alle sind eingeladen, ihr Wissen in die Website miteinzubringen”, forderte Klugseder Bruckner-Interessierte auf.

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Standing Ovations für Bayreuther Ratten-”Lohengrin” http://www.salzburg24.at/standing-ovations-fuer-bayreuther-ratten-lohengrin/apa-1424517340 http://www.salzburg24.at/standing-ovations-fuer-bayreuther-ratten-lohengrin/apa-1424517340#comments Mon, 27 Jul 2015 11:57:00 +0000 http://4403718

Bei der Premiere 2010 war das Finale der Inszenierung, bei dem ein blutiger Embryo einem Ei entsteigt und sich selbst seiner Nabelschnur entledigt, noch beinahe im Buhkonzert untergegangen. Das ist längst vergessen. Heute schmunzelt das Publikum so über die possierlichen Nager, als die der Regisseur den kompletten Chor verkleidet hat, wie über einen Dreijährigen, der etwas über die Stränge schlägt.

Da macht es auch nichts, dass das Federkleid, das aus Elsa von Brabant (Annette Dasch) im zweiten Akt eine Schwanenkönigin macht, während der Premiere ein paar Federn lässt und zwei Ratten-Damen im Eifer des Gefechts ihre Rattenschwänze verlieren. Auch in ihrem sechsten Jahr hat die Inszenierung, die die Grenzen zwischen Mensch und Nagetier verschwinden lässt und die Frage stellt, ob wir nicht alle eigentlich nur Laborratten sind, nichts von ihrer Unterhaltsamkeit verloren. In diesem Jahr ist die streng durchchoreographierte, aber sehr farbenfrohe Inszenierung nach dem düsteren “Tristan” von Festspielleiterin Katharina Wagner am Vorabend eine nette Abwechslung.

Kalte, bedrohliche Szenen wechseln sich in der Neuenfels-Inszenierung mit kleinen Schmonzetten ab. Ein gerupfter Schwan schwebt von der Decke und wenn die ausgebüxten Ratten Nummer 60 und 63 die Flucht vor ihren Bewachern mit Abklatschen feiern, dann darf sogar gelacht werden im altehrwürdigen Festspielhaus. Und einmal sieht es so aus, als würde eine Ratte sich sogar an der berühmten Merkel-Raute versuchen. Vielleicht ist das bei den unhandlichen Ratten-Fingern aus Plastik ein Versehen, vielleicht aber auch ein Gruß an die Kanzlerin, die mit ihrem Gatten Joachim Sauer mitten im Parkett sitzt und am Tag zwei der Festspiele Mintgrün trägt.

Nicht nur Vogt, auch die beiden wichtigsten Damen an diesem Abend, Dasch als Elsa und Petra Lang als Ortrud, werden begeistert beklatscht – ebenso der Dirigent Alain Altinoglu, der von Andris Nelsons übernommen hatte. Im kommenden Jahr steht die Ratten-Inszenierung nicht mehr auf dem Bayreuther Spielplan. Den nächsten “Lohengrin” gibt es im Jahr 2018.

Kein Geringerer als Neo Rauch, Star der deutschen Kunstszene, wird der Inszenierung von Regisseur Alvis Hermanis ihren Look verpassen. Am Pult steht dann Christian Thielemann. Und eine kleine Sensation dürfte die Besetzung der Elsa sein: Opern-Diva Anna Netrebko gibt ihr Bayreuth-Debüt.

Für den Bayreuther Publikumsliebling Vogt steht gleich im kommenden Jahr die nächsten Titelrolle an. Er singt in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg, der von Skandal-Künstler Jonathan Meese übernahm, den Parsifal.

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Deutscher Schriftsteller Dieter Kühn gestorben http://www.salzburg24.at/deutscher-schriftsteller-dieter-kuehn-gestorben/apa-1424505820 http://www.salzburg24.at/deutscher-schriftsteller-dieter-kuehn-gestorben/apa-1424505820#comments Sun, 26 Jul 2015 13:30:00 +0000 http://4403354

So stellte er dem Komponisten Beethoven einen afrikanischen Sklaven zur Seite oder dachte sich aus, was passiert wäre, hätte Adolf Hitler 1939 das Attentat in München nicht überlebt. Große Anerkennung wurde Kühn für seine Übersetzungen aus dem mittelalterlichen Deutsch zuteil. Gerühmt wurde auch seine Biografie des spätmittelalterlichen Dichters Oswald von Wolkenstein: “Ich, Wolkenstein”.

Kühn wurde am 1. Februar 1935 in Köln geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend aber in Bayern. Dorthin war die Mutter mit ihm im Krieg wegen der Bombenangriffe gezogen. Später kam die Familie nach Düren bei Aachen. Kühn studierte in Freiburg, München und Bonn und promovierte mit einer Arbeit über Robert Musils “Mann ohne Eigenschaften”. Er erhielt viele Auszeichnungen, im vergangenen Jahr ehrte ihn das Land Rheinland-Pfalz mit der Carl-Zuckmayer-Medaille für sein Lebenswerk.

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Sondengänger führte Archäologen zu Bronzezeit-Höhensiedlung http://www.salzburg24.at/sondengaenger-fuehrte-archaeologen-zu-bronzezeit-hoehensiedlung/apa-1424503606 http://www.salzburg24.at/sondengaenger-fuehrte-archaeologen-zu-bronzezeit-hoehensiedlung/apa-1424503606#comments Sun, 26 Jul 2015 11:19:00 +0000 http://4403276

Er datiert die Funde auf die Zeit zwischen dem elften und dem neunten Jahrhundert vor Christus. In dieser Epoche seien befestigte Adelssitze und Höhensiedlungen entstanden.

Der Hobby-Archäologe, der den Berg mit einem Metalldetektor abgesucht hatte, hatte dort zuvor mehrere Armringe, Beile und Sicheln entdeckt und über den Fund informiert. “Es war auffällig, dass die Sachen wie in einer Linie lagen – wie Perlen auf einer Kette”, sagte Himmelmann. Auch einige Pfeil- und Lanzenspitzen wurden entdeckt. Sie lassen nach Ansicht der Archäologen darauf schließen, dass es in der späten Urnenfelderzeit “ein gewisses Konfliktpotenzial” gab.

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95. Salzburger Festspiele eröffnet http://www.salzburg24.at/95-salzburger-festspiele-eroeffnet/apa-1424495678 http://www.salzburg24.at/95-salzburger-festspiele-eroeffnet/apa-1424495678#comments Sun, 26 Jul 2015 11:57:00 +0000 http://4402982

Für politische Prominenz war reichlich gesorgt: Als Gäste Fischers waren der rumänische Präsident Klaus Johannis und seine Gattin Carmen im Publikum, die Bundesregierung war mit gleich fünf Ministern vertreten. Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler begrüßte am “Kraftort Salzburg” zu 45 Tagen mit 188 Veranstaltungen an 14 Spielstätten.

Das größte Klassikfestival der Welt für 225.000 Besucher läuft aber bereits seit 18. Juli und dauert bis 30. August. Das Generalthema der Salzburger Festspiele 2015 lautet “Herrschen und Dienen, Macht und Ohnmacht, Unterdrückung und Aufbegehren”. Das Budget des Festivals ist gegenüber den Jahren unter Alexander Pereira gesunken und beträgt in diesem Jahr 59,6 Mio. Euro.

Einer der heurigen Schwerpunkte gilt Kurt Weill – Musikstücke aus seiner Feder umrahmten auch die offizielle Eröffnung. Es musizierte das Mozarteumorchester Salzburg unter Weill-Spezialist HK Gruber.

Die Brücke von der Kunst zur Humanität und von der Humanität zur aktuellen Flüchtlingskrise war gleich mehrmals geschlagen. “Worauf gerade Österreich und Europa jahrzehntelang stolz sein konnte, dass hier nämlich Menschen in Not jederzeit Hilfe bekommen haben, ist heute nicht mehr so selbstverständlich – und ist vielleicht auch schwieriger geworden”, bedauerte Fischer.

“Man muss nicht Unmögliches verlangen, aber wir müssen Menschen, die durch Krieg und Terror brutal aus ihrer Lebensbahn geworfen, zur Flucht gezwungen und an den Rand gedrängt werden, in die Augen und uns selbst in den Spiegel schauen können”, so Fischer unter lautem Zwischenapplaus. “Mauern und Zäune an den Grenzen und in den Köpfen sind keine taugliche Antwort auf diese Herausforderungen.”

Haslauer leitete das Thema über drei Festspiel-Opern, “Die Eroberung von Mexico”, “Norma” und “Iphigenie en Tauride” ein. Gemeinsam sei ihnen ein Motiv, “das zu allen Zeiten Faszination und Angst, Chance und Bedrohung in sich birgt: Die Begegnung mit dem Fremden und dem Mechanismus von dessen Zerstörung”. Von dieser alten Angst, “vor dem Anderssein, der anderen Sprache, der anderen Kultur, vor dem uneingeladenen Eindringen in unsere geordnete, fest gefügte Welt” spannte auch er einen Bogen zur aktuellen Flüchtlingsthematik.

“Wir geben den Flüchtlingen das Notwendige zum Leben und werfen ihnen vor, dass sie es nehmen. Wir regeln ihre Untätigkeit und stricken daraus Faulheit. Wir haben Angst vor Identitätsverlust und davor, selbst Opfer zu werden. 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, aus verschiedenen Gründen, mit den unterschiedlichsten Zielen, sie alle wollen Sicherheit, sie alle wollen leben – jetzt, in dieser Minute, spielen sich geradezu unfassbare menschliche Schicksale ab – nehmen wir sie jetzt also alle auf?” Eine Antwort darauf blieb Haslauer allerdings schuldig. Statt dessen ermunterte er zu Stolz auf die eigene Kultur anstelle von Furcht vor der fremden.

Auch Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) würdigte Kunst und Kultur als “Arznei” gegen eine “globalisiert-digitalisierte Hyperventilation” und als Hilfe, um etwa “Demagogen von seriösen Analytikern zu unterscheiden”, oder “die Grenzen zwischen Menschlichkeit und Unmenschlichkeit” aufzuzeigen, “noch bevor diese für jeden offensichtlich geworden sind”. Außerdem könne Kunst uns helfen, “auch in stürmischen Zeiten dennoch weiter am schmalen Grat der Zivilisation sicher zu gehen, die Gefährdungen für diese errungene Zivilisation beim Namen zu nennen und dann und wann auch den Finger schmerzhaft in die Wunden unserer Gemeinschaft zu legen.”

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“Pro Arte Europapreis 2015″ an Alexander Pereira http://www.salzburg24.at/pro-arte-europapreis-2015-an-alexander-pereira/apa-1424490694 http://www.salzburg24.at/pro-arte-europapreis-2015-an-alexander-pereira/apa-1424490694#comments Sat, 25 Jul 2015 16:11:00 +0000 http://4402901

Einen Ermöglicher nannte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler den Preisträger, dessen Bewegründe alleine die Liebe zur Kunst und den Künstlern sei. Mit der von Alexander Pereira ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe “Ouverture spirituelle” habe er ein erfolgreiches und nachhaltiges Format geschaffen, das einen über die Grenzen Salzburgs und Österreich hinausgehenden Blick auf die Weltkultur ermögliche. Nur eines von vielen guten Dingen, die der ehemalige Intendant in Salzburg zurückgelassen habe.

Die Laudatio wurde von Dirigent und ersten Preisträger des “Pro Arte Europapreis”, Zubin Mehta, gehalten. “Ich kenne keinen anderen, der so arbeitet wie Alexander. Er ist einfach überall dabei, sogar bei den Musikerproben”, so Mehta. Was andere Opern- und Konzerthäuser in einem Jahr an hochkarätigen Künstlern verpflichteten, das schaffe Pereira alleine in sechs Wochen.

Pereira selbst sprach in seiner Rede neben Dank vor allem mahnende Worte an die Landespolitik aus. “Dieses Land und seine Vertreter gehen zu leicht mit dem österreichischen Kulturerbe um. Die Hauptstärke Österreichs heißt Kultur und lebt in der Welt genau von dieser. Geben auch Sie Ihren Beitrag, dass diese Erstklassigkeit eine Zukunft hat.” Mit diesen Worten wurde der 66-Jährige einmal mehr seinem Ruf als “Sponsoren-Sammler” gerecht. Neben diesem Appell an die kulturelle Verantwortung bedankte er sich auch bei allen Künstlern und Mitwirkenden, die ihn dabei unterstützt haben, Träume und Ideen auch in finanzieller Hinsicht zu verwirklichen.

Das Herbert-Batliner-Institut verleiht den mit 30.000 Euro dotierten Preis an Personen, die sich in besonderer Weise um das internationale Kulturleben verdient gemacht haben. Im Falle Alexander Pereiras sei es vor allem seine qualitative Leistung und Dynamik, für die er ausgezeichnet werden sollte.

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Tickets für Bayreuther Festspiele nach wie vor begehrt http://www.salzburg24.at/tickets-fuer-bayreuther-festspiele-nach-wie-vor-begehrt/apa-1424484888 http://www.salzburg24.at/tickets-fuer-bayreuther-festspiele-nach-wie-vor-begehrt/apa-1424484888#comments Sat, 25 Jul 2015 10:28:00 +0000 http://4402659

Man schätze, dass von den 60.000 Tickets, die es insgesamt gibt, bis zu 4.000 auf dem Schwarzmarkt landen. Die Festspiele reagierten, wenn sich der Verantwortliche feststellen lasse, mit Abmahnungen.

Dass im Internet vermutlich auch nach dem Auftakt der Festspiele noch Karten zu kaufen seien, liege daran, dass man eine eigene Ticketbörse geschaffen habe: Wer nicht anreise, könne seine Karte wieder online zur Verfügung stellen, erläuterte Sense. Offiziell sind alle Karten verkauft. Das Festival beginnt am heutigen Samstag mit einer Neuinszenierung der Richard-Wagner-Oper “Tristan und Isolde”.

In den vergangenen Jahren haben die Bayreuther Festspiele den Kartenverkauf zunehmend ins Internet verlagert. Vor einigen Jahren hatte der Bundesrechnungshof die Ticketvergabe gerügt und gefordert, dass mehr Karten in den freien Verkauf gelangen sollten.

Nach Senses Worten werden drei Viertel der Karten frei verkauft – der Rest geht demnach etwa an Mitwirkende oder Sponsoren und wird an die Mäzenatenvereinigung “Gesellschaft der Freunde von Bayreuth” verkauft.

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“Figaro” vollendet neuen Da Ponte-Zyklus in Salzburg http://www.salzburg24.at/figaro-vollendet-neuen-da-ponte-zyklus-in-salzburg/apa-1424483712 http://www.salzburg24.at/figaro-vollendet-neuen-da-ponte-zyklus-in-salzburg/apa-1424483712#comments Sat, 25 Jul 2015 11:29:00 +0000 http://4402610

Obwohl es sich um Komödien handelt, ist mit Da Ponte in Salzburg nicht zu spaßen: Die drei Mozart-Opern mit den Libretti von Lorenzo da Ponte, “Cosi fan tutte”, “Don Giovanni” und eben “Figaro”, sind so etwas wie die Säulen der Mozart-Huldigung in der Geburtsstadt – sie halten viel Gerüttel aus, aber einstürzen dürfen sie nicht. Von 2006 bis 2012 lag die Inszenierung in den Händen von Claus Guth, der 2013 begonnene und 2016 in seiner Gesamtheit programmierte Zyklus von Bechtolf sorgte bei Kritik und Publikum bisher für gemischte Gefühle.

Die “Cosi” fiel 2013 geradezu einhellig durch, wurde von der Presse als “ideenblass”, “belanglos” und “selbstgefällig” getadelt und vom Publikum schon vor der Pause ausgebuht. Günstiger erging es dem szenisch ins Hotel verlagerten “Don Giovanni” im Vorjahr, Euphorie löste aber auch dieser zweite Streich nicht aus. Für Bechtolfs Regiekonzept sind die beiden ersten Teile aber ohnehin kein tauglicher Prädiktor. Es sei ihm nicht wichtig, einen Bogen über die drei Stücke zu spannen – denn der ergebe sich von selbst, hatte Bechtolf im APA-Interview erklärt.

“Alle drei Opern setzen sich mit Liebe und Sexualität unter sehr verschiedenen Perspektiven auseinander”, so Bechtolf. “‘Cosi’ ist die Abrechnung mit der didaktischen Desillusionierung durch die Aufklärung, ‘Don Giovanni’ ist die bange Ahnung der sozialen Sprengkraft unserer Triebnatur, und ‘Figaro macht die Bindungs- und Versöhnungskräfte der Sexualität und Liebe in einer utopischen Volte deutlich. Das ist freilich nur meine Lesart – aber dass es sich um Weltuntersuchungen auf intimstem Gebiet handelt, ist wohl unbestritten.”

Kritik regnete es in den beiden Vorjahren allerdings auch für die Musik, allen voran für Dirigent Christoph Eschenbach. Er war für Franz Welser-Möst eingesprungen, der die Trilogie in einem Zwist mit Ex-Intendant Alexander Pereira rund um Fragen der Disposition abgegeben hatte. Den “Figaro” hat man nun in die Hände des erst 44-jährigen Dan Ettinger gelegt, Generalmusikdirektor in Mannheim. 2016 wird er die Wiederaufnahme leiten, Eschenbach abermals den “Don Giovanni” dirigieren und Alain Atlinoglu die “Cosi” übernehmen.

Das diesjährige Sängerquartett ist in Salzburg bewährt: Luca Pisaroni, in den Vorjahren als Guglielmo (“Cosi”) und als Leporello (“Don Giovanni”) im Einsatz, gibt den Grafen Almaviva. Anett Fritsch springt für Genia Kühmeier ein – die Gräfin sang sie heuer bereits im Theater an der Wien, im Salzburger Da Ponte-Zyklus war sie im Vorjahr Donna Elvira. Martina Jankova, 2013 schon in der “Cosi” verpflichtet, ist heuer die umkämpfte Susanna. Figaro-Darsteller Adam Plachetka spielte schon früher in der Guth-Version der Trilogie mit. Daneben sind Margarita Gritskova als Cherubino und Ann Murray als Marcellina zu sehen. Sieben Vorstellungen des “Figaro” sind im Haus für Mozart angesetzt, für einige Termine gibt es noch Karten.

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Schriftsteller Ulrich Zieger gestorben http://www.salzburg24.at/schriftsteller-ulrich-zieger-gestorben/apa-1424479180 http://www.salzburg24.at/schriftsteller-ulrich-zieger-gestorben/apa-1424479180#comments Sat, 25 Jul 2015 04:21:00 +0000 http://4402401

Zieger erhielt im Jahr 1991 den Nicolas-Born-Preis für Lyrik und im Jahr 2000 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. 1997 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb teil. Geboren wurde er in Döbeln in Sachsen. Bevor Zieger nach Montpellier in Frankreich ging, lebte er in Berlin.

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Erste Regenabsage bei den diesjährigen Bregenzer Festspielen http://www.salzburg24.at/erste-regenabsage-bei-den-diesjaehrigen-bregenzer-festspielen/apa-1424478902 http://www.salzburg24.at/erste-regenabsage-bei-den-diesjaehrigen-bregenzer-festspielen/apa-1424478902#comments Sat, 25 Jul 2015 04:21:00 +0000 http://4402397

Während rund 1.650 Inhaber von “Hauskarten” die Indoor-Vorstellung von “Turandot” miterleben konnten, fiel für die anderen Opernfans – die Seebühne hat ein Fassungsvermögen von knapp 7.000 Zuschauern – der Abend buchstäblich ins Wasser. Diese erhalten den Kartenwert voll rückerstattet bzw. können auf einen späteren Termin umtauschen. Eine abgesagte Vorstellung kostet je nach Auslastung und Wochentag bis zu 400.000 Euro. Inklusive der Premiere ist “Turandot” bis Festspielende heuer 26 Mal angesetzt.

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Regisseur McQuarrie wollte “Mission: Impossible ” unbedingt in Wien drehen http://www.salzburg24.at/regisseur-mcquarrie-wollte-mission-impossible-unbedingt-in-wien-drehen/4402219 http://www.salzburg24.at/regisseur-mcquarrie-wollte-mission-impossible-unbedingt-in-wien-drehen/4402219#comments Fri, 24 Jul 2015 15:12:06 +0000 http://4402219

Ab 6. August ist das Ergebnis der rund zehntägigen Dreharbeiten in Wien unter Christopher McQuarrie in den heimischen Kinos zu sehen. Der Regisseur von “Rogue Nation” erklärte, wie er Wien erlebte.

 “Rogue Nation”: Besondere Freude in Wien

APA: Wie hat es sich angefühlt, gestern Abend in der Wiener Staatsoper die Weltpremiere jenes Films auf der Leinwand zu sehen, den Sie vor elf Monaten an selber Stelle gedreht haben?

Christopher McQuarrie: Es war ein wenig surreal. An einem gewissen Punkt, als wir auf die Leinwand geschaut haben und sich gerade die Vorhänge über der Opernbühne gehoben haben, war eine ganz besondere Stimmung zu spüren. Das Publikum hat sich irrsinnig gefreut, sobald der Schnitt auf Wien kam.

APA: Dem Dreh in Wien gingen mehrere Location-Tours durch die Vienna Film Commission voraus. Was war schließlich ausschlaggebend für Wien als Drehort?

McQuarrie: Ich wusste von Anfang an, dass ich unbedingt hierherkommen will. Die Stadt kam bisher noch nie in der “Mission: Impossible”-Reihe vor, obwohl sich Regisseure vor mir bereits hier umgesehen hatten und auch Tom (Cruise, Anm.) immer schon hier drehen wollte. Wir haben also alles daran gesetzt, es möglich zu machen.

Begeistert: Regisseur Christopher McQuarrie

APA: Für die Operninszenierung im Film haben Sie extra mit den Musikern und Sängern der Staatsoper Puccinis “Turandot” nachträglich aufgenommen. Ein spezieller Moment?

McQuarrie: Das war traumhaft! Wir haben die Oper im Goldenen Saal im Musikverein eingespielt. Das waren zwei außergewöhnliche Tage, an denen ich einfach nur den besten Musikern im besten Saal dabei zuhören durfte, wie sie die beste Musik spielen.

APA: Sind Sie selbst Opernfan und könnten sich vorstellen, für die Neuinszenierung von “Turandot” kommenden April in die Staatsoper zurückzukehren?

McQuarrie: Ich bin ein Operngeher, und ich würde nichts lieber tun, als zurückzukommen und diese Opernproduktion in diesem Haus zu sehen. Vor allem jetzt, da sie in unserem Film zu hören und zu sehen ist.

So kam der Regisseur zu “Mission: Impossible”

APA: Was hat Sie zur “Mission: Impossible”-Reihe gebracht?

McQuarrie: Tom ist dafür verantwortlich. Wir haben gemeinsam am Drehbuch von “Edge of Tomorrow” gearbeitet und eines Nachts hat er, wie aus dem Nichts, plötzlich gesagt: “Du solltest beim nächsten ‘Mission: Impossible’-Film Regie führen!” Zu dem Zeitpunkt dachte ich nicht, dass er es ernst meint, und habe gesagt: “Ja klar, warum nicht!” Da hat er zum Telefon gegriffen, das Filmstudio angerufen und zehn Minuten später hatte ich den Auftrag.

APA: In “Mission: Impossible – Rogue Nation” lassen Sie die Grenzen von Gut und Böse, von Regierungen und Terroristen verschwimmen. Eine Idee, die in der Realität verhaftet ist?

McQuarrie: Ich wollte eine Geschichte basierend auf dem erzählen, was vor unseren Augen passiert. Bei dem Gedanken, was wir wissen und was nicht, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken.

Action-Szenen mit Humor

APA: Die Actionszenen im Film servieren Sie teils mit viel Humor. Welche Szenen waren besonders schwer zu drehen?

MCQuarrie: Die Stunts nehmen wir immer extrem ernst, auch wenn es so rüberkommt, als hätten wir Spaß dabei. Es soll ja beim Zusehen Spaß machen! Aber jede Actionszene war für sich eine extreme Herausforderung: Bei den Szenen in der Oper haben wir am längsten gebraucht, bis sie im Kasten waren. Für den Stunt mit der A400 (Airbus-Militärjet, Anm.) hatten wir nur vier Tage Zeit, das war einer der kürzesten Drehs überhaupt. Auch die Schießerei am Schluss haben wir in einer halben Nacht abgedreht.

APA: Nicht alles, was wir im Film an Action in der Oper sehen, wurde direkt vor Ort gedreht.

McQuarrie: Wir hatten nicht viel Zeit im Opernhaus selbst. Im Auditorium selbst haben wir nur wenige Stunden verbracht, um ein paar atmosphärische Bilder einzufangen. Die Bühne, Hinterbühne und die zwei Logen haben wir dann in einem riesigen Filmstudio in London, in den LH2 Studios, nachgebaut. Das hat uns mehr Kontrolle und vor allem mehr Zeit verschafft.

(Das Gespräch führte Angelika Prawda/APA)

(apa/red)

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