Salzburg24.at » Kultur http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Tue, 01 Sep 2015 03:43:52 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 Das erwartet uns beim “Wien Modern”-Festival im Herbst http://www.salzburg24.at/das-erwartet-uns-beim-wien-modern-festival-im-herbst/4438820 http://www.salzburg24.at/das-erwartet-uns-beim-wien-modern-festival-im-herbst/4438820#comments Mon, 31 Aug 2015 13:55:00 +0000 http://4438820

Ganz im Zeichen von “Pop.Song.Voice.” steht von 5. bis 28. November das letzte Festival “Wien Modern”, das der 2016 als Operndirektor der “Stiftung Haydn Orchester von Bozen und Trient” nach Südtirol wechselnde künstlerische Leiter Matthias Losek programmiert hat. An 16 Spielorten werden rund 50 Veranstaltungen stattfinden. Der Vorverkauf hat am Montag begonnen.

“Pop.Song.Voice.” soll sich “mit vielfältigen Bezügen und gegenseitigen Impulsen von zeitgenössischer Musik und Popkultur”, aber auch mit der Stimme als “Vermittler zwischen Meisterwerken der Neuen Musik und der avancierten Popmusik” auseinandersetzen. So bieten etwa Electric Indigo, Pia Palme und Jorge Sánchez-Chiong in “N°1: A Phenomenology of Pop” am 26.11. drei Uraufführungen, bei denen “Klangexzerpte und Lyrics von Pop-Hits” die Ausgangspunkte bilden. “Pink Velvet’s Bad Trip” des portugiesischen Remix Ensemble sei am 27.11. dagegen eine Hommage an The Velvet Underground und Pink Floyd, hieß es heute in einer Aussendung. Eva Reiter setze sich in ihrer Uraufführung “The Lichtenberg Figures” (25.11.) “mit dem schier unendlichen Facettenreichtum der menschlichen Stimme auseinander”.

Satire: Katastrophenhilfe zur Karrierehilfe

Von Peter Jakober, dem Erste-Bank-Kompositionspreisträger 2015, bringt das Klangforum Wien unter Bas Wiegers am 13. November das neue Werk “Substantie” zur Uraufführung. Auch szenische Produktionen gibt es. Im satirischen Musiktheater “Whatever Works” von Dimitre Dinev werde ab 7. November im Rabenhof Theater gezeigt, “wie man Katastrophenhilfe zur Karrierehilfe umfunktionieren kann”, so die Ankündigung. Im Tanzquartier Wien gibt es Bernhard Langs “Moving Architecture” mit einer Choreografie von Silke Grabinger und im Dschungel Wien kommt “Robinson” von Hannes Löschel für Kinder ab zehn Jahren zur Aufführung.

Zur Festival-Eröffnung am 5. November im Wiener Konzerthaus spielt das ORF-Radio-Symphonieorchester unter Cornelius Meister “Pli selon pli” von Pierre Boulez. Zum Festival-Ende am 28. November wird Party gemacht: “rAVE nIGHT vIENNA ist Techno, Eskapismus, Film, Musik, Ego und Alter Egos, Licht, Nebel, tosende Gitarren, Schlagzeug und eine Menge von Klischees wild durcheinander gemischt.”

(APA, Red.)

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Konzertpianistin Natalia Strelchenko in Manchester getötet http://www.salzburg24.at/konzertpianistin-natalia-strelchenko-in-manchester-getoetet/apa-1425127510 http://www.salzburg24.at/konzertpianistin-natalia-strelchenko-in-manchester-getoetet/apa-1425127510#comments Mon, 31 Aug 2015 13:26:00 +0000 http://4438840

Die Familie der Musikerin schrieb in einer Stellungnahme: “Natalia war eine talentierte, schöne, sehr geliebte Mutter, Tochter, Schwester und Freundin. Wir werden sie sehr vermissen.”

Polizeiangaben zufolge wurde das Opfer am Sonntagmittag mit schweren Kopfverletzungen in einem Haus aufgefunden. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb sie wenig später.

Strelchenko hatte zuletzt in Großbritannien und Frankreich gelebt. Seit 2014 war sie als Juniorprofessorin am Konservatorium im französischen Belfort tätig. In Norwegen galt Strelchenko als eine der begabtesten Solo-Pianistinnen des Landes. Nach Angaben auf ihrer Webseite hatte sie als Zwölfjährige mit dem St. Petersburger Symphonieorchester debütiert. Ihre Ausbildung erhielt sie am Konservatorium von St. Petersburg und an der norwegischen Musikakademie. Sie gastierte in zahlreichen europäischen Ländern, in Japan und den USA.

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Umberto Tozzi als Live-Act des Spätsommer-Openairs in Purkersdorf http://www.salzburg24.at/umberto-tozzi-als-live-act-des-spaetsommer-openairs-in-purkersdorf/4438648 http://www.salzburg24.at/umberto-tozzi-als-live-act-des-spaetsommer-openairs-in-purkersdorf/4438648#comments Mon, 31 Aug 2015 11:52:46 +0000 http://4438648 Niki Neunteufel begrüßte dazu in seinem Lokal “Nikodemus” u.a. vier Ex-Minister, sowie Monica Weinzettl und Gerhard Zadrobilek.

Bilder von Andreas Tischler: www.andreastischler.com

(Red.)

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2000 Jahre alte Steintreppe in Jerusalem gefunden http://www.salzburg24.at/2000-jahre-alte-steintreppe-in-jerusalem-gefunden/apa-1425125228 http://www.salzburg24.at/2000-jahre-alte-steintreppe-in-jerusalem-gefunden/apa-1425125228#comments Mon, 31 Aug 2015 11:26:00 +0000 http://4438633

Am Fuße der Treppe aus großen Werksteinblöcken seien gut erhaltene Ton- und Steingefäße gefunden worden, hieß es. Die führenden Archäologen Nahshon Szanton und Joe Uziel sind sich allerdings nicht sicher, wozu der Steinbau damals diente. Uziel sprach von einer “einzigartigen Struktur, deren genauer Gebrauch rätselhaft bleibt”. Sie sei von der Pilgerstraße aus gut sichtbar. Möglicherweise handle es sich um ein monumentales Podium, von dem aus Botschaften an die Besucher übermittelt wurden. “Vielleicht diente es für die Verkündung von Nachrichten oder Gerüchten, Mahnungen oder Straßenpredigten”, sagte er.

Die Palästinenser sehen Ausgrabungen in der Umgebung des Tempelbergs generell mit Sorge. Sie befürchten, Israel wolle mehr Kontrolle über das Heiligtum gewinnen, das Juden und Muslime gleichermaßen verehren. Die Steintreppe liegt in der sogenannten Davidsstadt in dem Teil Jerusalems, den Israel 1967 erobert hatte. Die Palästinenser wollen dort die Hauptstadt eines künftigen unabhängigen Staates errichten.

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Der Kristall und die Welten: Michael Köhlmeiers “Lied von den Riesen” http://www.salzburg24.at/der-kristall-und-die-welten-michael-koehlmeiers-lied-von-den-riesen/4438619 http://www.salzburg24.at/der-kristall-und-die-welten-michael-koehlmeiers-lied-von-den-riesen/4438619#comments Mon, 31 Aug 2015 11:33:09 +0000 http://4438619 Aus dem Mund der von Andre Heller erschaffenen mächtigen Kreatur strömt kühles Nass. Bisher dachte man, es handle sich um Wasser. Weit gefehlt. In Michael Köhlmeiers “Lied von den Riesen” erfahren wir nun, dass es sich um die Tränen von Polyphems Schwester handelt.Klingt verwirrend. Hat aber eine einfache Vorgeschichte, die man bereits ahnt, wenn man das Cover des neuen Buches des großen Vorarlberger Erzählers betrachtet: Köhlmeier-Sohn Lorenz Helfer (31), der zum Projekt Zeichnungen beisteuerte, hat dort den zur Touristenattraktion gewordenen Riesen porträtiert. Anhand des Buches sieht man also, “was passiert, wenn einer der meistgelesenen Autoren Österreichs und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes aufeinandertreffen”, wie die Kristallwelten – wo am 8. September die Präsentation stattfindet – freudig verkünden.

“Als hätte ich mir das immer schon gewünscht”

Eine Riesen-Sache also, deren Anfang und Ende in Wattens zu finden ist. “Als mich Swarovski fragte, ob ich gern von Riesen erzählen würde, war mir, als hätte ich mir das immer schon gewünscht”, schreibt Köhlmeier. Für die doppelte Wunscherfüllung lässt er Frau Hitts Sohn, den kleinen “Riesen Kristall” auf eine abenteuerliche Reise durch Literaturgeschichte und Mythologie aufbrechen, um seine zu Stein gewordene Mutter zu erlösen. Denn “Kyklopentränen erweichen den Stein”. Und die gibt es halt nicht beim Supermarkt um die Ecke.

“Ich danke für den Anstoß”

Köhlmeier hat sich auf seine Anfänge als Nacherzähler von Sagen und Märchen besonnen und versammelt in etlichen Episoden Riesenhaftes aus allen Epochen – von der Frau Hitt bis zum grünen Hulk, von Ixion bis zu Prokrustes und vom Golem bis zu King Kong. Das Leben der Riesen erzählt er in einer Ballade mit 14 Kapiteln nach, mit vierzeiligen Strophen und Endreimen. “Über Verse und Reime habe ich mir einen Weg zurück an den Anfang gebahnt; und der, der ich heute bin, hat dem, der ich war, diese Geschichte erzählt. Ich danke für den Anstoß”, meint dazu der Autor.

Dass dieser Stoß die Reime immer wieder ins Holpern und Stolpern bringt, muss man mit Humor nehmen. Nur wer die Geschichten mit Augenzwinkern zu lesen bereit ist, kann eine Riesenfreude daran haben. Der brave Sohn bringt die Tränen am Ende jedenfalls glücklich nach Tirol. Und verhilft zwar seiner Mama nicht zu neuem Leben, aber anderen zu einem Riesenerfolg – ein echter Hit quasi, auch ohne Frau Hitt. (APA)

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Elfriede Jelinek befürchtet Verschärfung der Flüchtlingslage http://www.salzburg24.at/elfriede-jelinek-befuerchtet-verschaerfung-der-fluechtlingslage/apa-1425124194 http://www.salzburg24.at/elfriede-jelinek-befuerchtet-verschaerfung-der-fluechtlingslage/apa-1425124194#comments Mon, 31 Aug 2015 10:17:00 +0000 http://4438508

“In Europa befürchten die Leute, dass diese schutzlosen Menschen uns etwas wegnehmen könnten. Man wird uns aber noch mehr wegnehmen, wenn wir nichts unternehmen. Der Preis ihrer Rettung wird immer mehr steigen, weil die Nachfrage von Personen und Völkern, die ihr Leben verbessern wollen, steigen wird. Sie werden alles versuchen, weil sie den Tod nicht befürchten. Sie haben ihn schon zu oft gesehen, um ihn zu befürchten. Indem wir sie wie Abschaum behandeln, werden wir selber Abschaum, denn wir sind wie sie”, so die Autorin.

“Sprachlos” habe sie auf die Nachricht der 71 Leichen im Lkw auf der A4 reagiert. “Dasselbe empfinde ich, wenn 800 Flüchtlinge in wackelnden Schiffen ertrinken oder ersticken. Ich bin sprachlos. Für Politiker ist es normal, sie kennen Redewendungen der Schauer und der Erschütterung”, betonte die Schriftstellerin.

Jelinek kritisierte rechtsextremistische Parteien, die den Flüchtlingsnotstand zu politischen Zwecken nutzen. “Es ist schrecklich, dass rechtsextremistische Parteien und Bewegungen so tun, als hätten sie eine Lösung für alles. Und sie werden sogar gewählt! Die Wahrheit ist, dass unter ihrem Druck die Regierenden nichts zur Rettung der Flüchtlinge unternehmen, während Fanatiker Flüchtlingseinrichtungen in Brand setzen. Und dies geschieht in einem der reichsten Länder Europas”, meinte die Autorin.

“Die Politik hat seit jeher die Kontrolle verloren. Es gibt einzelne Initiativen für die Flüchtlinge und das ist gut, denn sie erinnern uns, dass man mit einzelnen Menschen und nicht mit einer Masse ohne Gesicht zu tun hat. Es werden jedoch nicht die Ursachen dieser Migration beseitigt, angefangen von der Destabilisierung im Nahost”, so Jelinek im Interview.

Der Arabische Frühling habe viele Hoffnungen geweckt, doch jetzt sei die Welt mit dem Schreckgespenst des Islamischen Staates konfrontiert. “Niemand hätte sogar in seinen schlimmsten Albträumen denken können, dass der Islamische Staat schwache Regierungen ersetzen würde.”

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Kulturherbst bringt Großtaten in den Konzerthäusern http://www.salzburg24.at/kulturherbst-bringt-grosstaten-in-den-konzerthaeusern/apa-1425122976 http://www.salzburg24.at/kulturherbst-bringt-grosstaten-in-den-konzerthaeusern/apa-1425122976#comments Mon, 31 Aug 2015 10:07:00 +0000 http://4438481

Nachdem die Wiener Philharmoniker die Saison mit Semyon Bychov bei den Salzburger Festspielen beendet haben, starten sie auch die neue Spielzeit mit dem russischen Dirigenten – das erste “Philharmonische” geht am 18. September im Musikverein und am 20. im Konzerthaus über die Bühne. Weitere Dirigenten bis Jahresende sind Christoph Eschenbach, Herbert Blomstedt und Mariss Jansons, der zum Jahreswechsel auch das Neujahrskonzert dirigieren wird.

Aus Deutschland kommen zunächst zwei Klavier-Highlights in den Musikverein: Die Berliner Staatskapelle unter Daniel Barenboim (20.9.) begleitet Martha Argerich bei Beethovens zweitem Klavierkonzert, das Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly (5.10.) spielt mit Radu Lupu Mozarts C-Dur-Konzert. Ein wahrer Marathon an hochkarätigen Gastspielen startet Ende Oktober mit dem Cleveland Orchestra (27. bis 31.10.), das mit Franz Welser-Möst diesmal drei Konzerte präsentiert – mit Werken von Verdi bis Messiaen.

An fünf aufeinanderfolgenden Tagen gerät der Goldene dann unter Beethoven-Beschuss: Simon Rattle stellt mit den Berliner Philharmonikern seine Interpretation des Symphonien-Zyklus inklusive Leonoren-Ouvertüre vor (10. bis 14. 11.). Schon am nächsten Tag übernehmen Lucerne Festival Orchestra und Andris Nelsons (15.), ehe Valery Gergiev (16.) gleich zu Spielzeitbeginn sein neues Chef-Amt am Pult der Münchner Philharmoniker dem Wiener Publikum vorführt.

Auch ans Konzerthaus kommt Gergiev – allerdings mit dem London Symphony Orchestra, dessen Chefdirigent der Vielarbeiter ebenfalls ist (12.10.) und bringt dabei auch Pianist Yefim Bronfman für Bartoks zweites Klavierkonzert mit. Ansonsten setzt das Konzerthaus nach dem philharmonischen Auftakt auf gewohnt breiten Explorationskurs: Enfant terribles der Tasteninstrumente wie Ivo Pogorelich (Klavierabend am 6.10.) oder Cameron Carpenter (der Orgel-Punk spielt am 22. 10. mit dem Radio Symphonieorchester) geben sich ebenso die Klinke in die Hand, wie Jazzgrößen (Brad Mehldau am 2.10.) oder Weltmusik-Stars (Buika am 18.10.).

Martin Grubingers “Percussive Planet” führt zunächst (27.9.) durch die “Big 6″ der zeitgenössischen Schlagzeug-Komposition, um sich dann (23.10.) mit dem heurigen Schwerpunktkünstler Thomas Hampson zu einer Zeitreise durch die amerikanische Musik von den Anfängen des Jazz bis heute zusammenzufinden. Die beliebte neue Reihe “Fridays@7″ mit Symphoniker-Konzerten um 19 Uhr und anschließendem Ausklang im Foyer, startet am 9. Oktober mit Janine Jansen und Brahms’ Violinkonzert.

Während in Grafenegg noch bis 6. September das Musikfestival für hochkarätige Gastspiele sorgt, starten in Eisenstadt bereits am 3. September die Haydn-Tage. Im Vorfeld zwischen dem Land und den Schlossherren Esterhazy heiß umkämpft, steht das Festival in seiner heurigen Ausgabe unter dem Motto “Haydn und Schubert”, was Gelegenheit nicht nur für Konzerte der Haydn-Philharmonie unter Adam Fischer, sondern auch für Lieder-Highlights wie Schuberts “Schöne Müllerin” mit Michael Schade bietet.

Der neue Tonkünstler-Chefdirigent Yutaka Sado beginnt seine Saison am Festspielhaus St. Pölten mit Pianistin Maria Joao Pires und Mozarts Klavierkonzert in G-Dur (5.10.), die Camerata Salzburg startet am 9. Oktober mit Luis Langrée am Pult und Patricia Kopatchinskaja an der Violine – gespielt wird unter anderem Prokofiew und Ravels “Tzigane”-Rhapsodie. Im Grazer Musikverein geht es am 18. September mit einem Liederabend von Leo Nucci los, das erste Orchesterkonzert gibt am 21. September die Königliche Philharmonie Flandern unter Philippe Herreweghe.

Seinen Namensgeber feiert das Bruckner Orchester beim Brucknerfest: In Linz startet man mit der Open Classic Night am 12. Oktober, am 13. wird das Festival durch das Macao Orchestra eröffnet, weitere Höhepunkte sind etwa ein Besuch des Mariinsky Orchesters – das dritte herbstliche Österreich-Gastspiel von Valery Gergiev. Auch diesmal als Chefdirigent.

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Festival “Der neue Heimatfilm” mit Sieger “Mina Walking” http://www.salzburg24.at/festival-der-neue-heimatfilm-mit-sieger-mina-walking/apa-1425123730 http://www.salzburg24.at/festival-der-neue-heimatfilm-mit-sieger-mina-walking/apa-1425123730#comments Mon, 31 Aug 2015 09:47:00 +0000 http://4438440

Yosef Barakui begleitet mit “Mina Walking” ein junges Mädchen durch seinen Alltag, gedreht wurde in nur zwei Wochen mit Laiendarstellern in Kabul. “Ein filmisches Porträt von Afghanistan, beobachtend und dokumentarisch genau, das durch seine bezaubernde Hauptdarstellerin überzeugt”, urteilte die Jury. Sie bestand aus der österreichischen Schauspielerin Doris Schretzmayer, Stig Eriksson vom schwedischen Filmfestival Umea, Tomas Fridrich vom Goethe-Institut Prag, dem italienischen Regisseur Paolo Paladino und der deutschen Drehbuchautorin Heide Schwochow.

Den Dokumentarfilmpreis der Stadt Freistadt (1.000 Euro) holte sich “Georgica” von Katelijne Schrama. “Ein filmisches Gedicht”, so die Jury (Kirsten Herfel, Produzentin, Deutschland; Alissa Imsirovic, Filmfestival Innsbruck, Österreich; Sergei Kachkin, Regisseur, Russland) über die niederländische Produktion. Sie stellt die heutige Arbeitsweise von Landwirten den 2.000 Jahre alten Gedanken aus Vergils “Georgica – vom Landbau” gegenüber.

Beide Jurys betonten die Bedeutung des Filmfestivals, dessen Thema “Heimat” aktueller denn je sei. Festivaldirektor Steininger freute sich über “mehr als 3.000 Festivalbesucher allein in Freistadt, die zeigen, dass die filmische Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat der Sommerhitze zum Trotz viel interessiertes Publikum anzieht”.

Der Publikumspreis des Filmfestivals ging an den kambodschanisch-deutschen Film “Bonne nuit Papa” von Marina Kem, der Würdigungspreis der Stadt Freistadt wurde dem italienischen Regisseur Daniele Gaglianone überreicht, der seine aktuellen Filme “La mia Classe” und “Qui” vorstellte. Insgesamt wurden 50 Filme bei dem fünftägigen Festival gezeigt und 60 internationale Filmschaffende waren in Freistadt zu Gast. Das 29. Festival wird vom 24. bis 28. August 2016 stattfinden.

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Muthspiels Trio saß in Saalfelden der Schalk im Nacken http://www.salzburg24.at/muthspiels-trio-sass-in-saalfelden-der-schalk-im-nacken/apa-1425121342 http://www.salzburg24.at/muthspiels-trio-sass-in-saalfelden-der-schalk-im-nacken/apa-1425121342#comments Mon, 31 Aug 2015 06:37:00 +0000 http://4438062

So zeigte sich Co-Intendant Mario Steidl “total zufrieden” mit der diesjährigen Ausgabe. “Das Niveau war sehr hoch, und wir hatten eine sehr bunte Mischung, von Improvisation bis zu Komposition”, betonte er gegenüber der APA. Selbst die kurzfristige Absage von Thomas de Pourquery für den Schluss-Slot am Samstag konnte man gut kompensieren, mit Einspringer Michael Riessler und seinem Trio fand man eine “perfekte Lösung, das war wirklich ein Highlight”.

Als solches durfte man auch den Auftritt des Fire! Orchestra bezeichnen: Während sich die spätsommerliche Hitze rund um den Congress in der Pinzgauer Stadt unbarmherzig zeigte, steuerte auch die Stimmung im Inneren auf einen frühen Siedepunkt zu. Die 18-köpfige, schwedisch-norwegische Formation um Saxofonist Mats Gustafsson, die ursprünglich als Trio gegründet wurde, brach wie eine Urgewalt über das Auditorium herein. Freie Strukturen, Anleihe an Postrock und Funk, flirrende Crescendi sowie ein Gespür für die richtige Portion Eingängigkeit verliehen dem einstündigen “Ritual”, wie der Auftritt übertitelt war, eine ganz eigene Atmosphäre.

Den Schnittpunkt aus “Heimweh und Weh an der Heimat” stellte danach Christian Muthspiel in den Fokus. Anreiz dafür war der 75. Geburtstag des 2001 verstorbenen Jazzmusiker und Komponisten Werner Pirchner, den dieser am 13. Februar gefeiert hätte. Als “Quergeist und musikalisches Chamäleon” würdigte der steirische Posaunist und Pianist seinen Vorgänger, ging aber vor allem auch seiner humoristischen Ader auf den Grund und übersetzte diese in seine eigene Sprache.

So begann er gemeinsam mit Vibraphonist Franck Tortiller und Bassist Jerome Harris seine Hommage bei dem verspielten “Homesick”, führte mit Spielzeugpiano und viel Charme durch das elegische “Little Waltz For My Baby” und lief spätestens beim gleichermaßen subtilen wie sperrigen Stück “Against The Wind” zu Höchstleistungen auf. Nicht nur Pirchners Vielseitigkeit wurde hier vor Aug und Ohr geführt, sondern auch, warum Muthspiel seit Jahren zu den prägendsten Figuren der heimischen Jazzszene gehört, dabei virtuos die Zwischenräume nutzend, um seine ganz eigene Nische zu besetzen. Ein in den richtigen Momenten auch zurückhaltender Auftritt, dem nicht zuletzt dank Muthspiels amüsanter Ansagen und körperlich-aufgeladenen Spiels eine wunderbar ausgeglichene Balance beschieden war.

Diese wiederum vermisste man ein wenig beim letzten Auftritt des Abends: US-Gitarrist James Blood Ulmer lieferte unter dem Motto “Are You Glad To Be In America?” mit seiner siebenköpfigen Band zwar eine furiose Klangschlacht zwischen Jazz, Funk und Rock ab. Bei Zeiten verlor sich diese aber im selbst aufgetanen Feld, verschwammen die einzelnen Elemente zu einem undurchsichtigen Gemisch und wäre abseits der durchaus druckvollen, in erster Linie aber lauten Darbietung eine Prise Prägnanz wünschenswert gewesen. Hier wurde meist alles ins Extreme gedeutet, dröhnten die Gitarren von Ulmer und Ronny Drayton und sorgten besonders die Drummer G. Calvin Weston und Aubrey Dayle für eine stete Anspannung am Limit.

Nichtsdestotrotz hat das Saalfeldener Jazzfestival auch heuer seinem Ruf alle Ehre gemacht und ein gleichermaßen abwechslungsreiches, überraschendes sowie großteils überzeugendes Programm für sein wie immer sehr internationales Publikum serviert. Zudem versteht man sich keineswegs als von der Außenwelt abgekoppelter Musikevent, wie die immer wieder thematisierte Flüchtlingskrise unter Beweis stellte. “Wir können kein Festival eröffnen mit Musik, wo doch gerade über 70 Menschen in einem Laster gestorben sind”, machte Steidl diesbezüglich deutlich. “Jazz hatte immer eine sehr starke politische Komponente, deshalb wollten wir das aufgreifen und kommentieren. Das ist ja nicht das Ergebnis von ein, zwei Schleppern, sondern ein Gesamtversagen der Politik auf europäischer Ebene. Daher war es unsere Pflicht einzufordern, dass man dagegen etwas tut.”

Und auch für die künstlerische Leitung des Jazzfestivals selbst steht weiter Arbeit an, gilt es doch, die neue Winterausgabe “3 Tage Jazz” (22. bis 24. Jänner 2016) auf Schiene zu bringen. Diese soll nach derzeitigem Plan sieben Konzerte umfassen – vier davon im Kunsthaus Nexus in Saalfelden, weitere drei im Leoganger Bergbau- und Gotikmuseum. “Das beginnt jetzt mal klein und dann schauen wir, was daraus wird”, so Steidl. Mit der Programmierung beginne man diese Woche, das Line-up soll dann Ende Oktober stehen.

(S E R V I C E -)

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“Scream”-Regisseur Wes Craven mit 76 gestorben http://www.salzburg24.at/scream-regisseur-wes-craven-mit-76-gestorben/apa-1425120032 http://www.salzburg24.at/scream-regisseur-wes-craven-mit-76-gestorben/apa-1425120032#comments Mon, 31 Aug 2015 10:04:00 +0000 http://4437916

Wes Craven wusste, was die Leute wollen: “Blut! Es ist immer Blut. Da schreien die Leute. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert.” Mit diesem Rezept wurde er zum erfolgreichsten und einflussreichsten Horrorregisseur unserer Zeit, der das Genre revolutioniert hat und gleich mehrere Klassiker schuf.

Dass aus ihm einer der wichtigsten Regisseure der letzten Jahrzehnte wurde, war wirklich nicht vorhersehbar. Craven wuchs in Cleveland, Ohio – Großstadt, aber doch Provinz – in einer Familie strenggläubiger Baptisten auf: Alkohol, Tabak, Kartenspiel waren verboten – und Kino auch. Der junge Wesley studierte Literatur und Psychologie an der renommierten Johns Hopkins-Universität. Nach Hollywood kam er eher aus Versehen. Aber er blieb und erfand ein ganzes Filmgenre neu.

“Last House on the Left” hieß sein erstes Werk, frei nach einem Film von Ingmar Bergman. Er schrieb das Buch und führte Regie: Ein paar junge Männer vergewaltigen und ermorden zwei Mädchen und die Eltern nehmen blutige Rache. Das war und blieb das Rezept des Wes Craven und wurde dutzendfach kopiert: Rache! Die Rache von Opfern oder deren Angehörigen an Tätern. Und die Täter, die zu Opfern werden, sind meistens Teenager – genau wie die Konsumenten dieser Filme.

Das gilt auch für die “Nightmare”-Filme: Junge Leute träumen davon, von einem Massenmörder gejagt zu werden – und einige werden tatsächlich im Traum ermordet. Der Film kostete 1984 gerade einmal 1,8 Millionen Dollar und spielte das 15-fache ein. Neun Filme wurden insgesamt gedreht, eine Fernsehserie und diverse Comics und Ähnliches. Und Hauptfigur Freddy Krüger, der Mann mit den Klingenhänden, der vom Täter zum Opfer zum Täter wurde, wurde zur Kultfigur.

Höhepunkt und Ende der Horrorwelle – dachten nur Leute, die nicht Wes Craven waren. 1996 kam “Scream”, und schon war die Angst wieder da. 15 Millionen kostete der Film, das 17-fache spielte er ein. Kein Wunder, dass “Scream 2″ nicht einmal ein Jahr später kam. Und dann noch “Scream 3″ und “Scream 4″ und in diesem Jahr sogar “Scream” als Fernsehserie. Drew Barrymore, Courteney Cox, Neve Campbell, David Arquette, Rose McGowan, Liev Schreiber, Patrick Dempsey, Jenny McCarthy – keiner war sich zu schade für die Metzelfilme. Und die Maske des Mörders ist heute auf jeder Halloween-Party zu sehen.

“Als Horrorfilm-Macher sage ich: Ich werde euch die absolute Wahrheit zeigen, und sie ist blutig und scheußlich und gefährlich”, sagte Craven einmal. Und so wurde bei ihm zerstückelt, zerschlitzt und erhängt, aufgegessen und gefoltert, alles schön blutig. Er konnte auch anders. 1999 drehte er mit Meryl Streep das Melodram “Music of the Heart”. Der Film erzählt die wahre Geschichte einer Lehrerin, die nach einer gescheiterten Ehe Kinder in Harlem für Geigenunterricht begeistert und dabei auch wieder zu sich selbst findet. Aber nein, so richtig wollte das keiner sehen. Die Leute wollten Blut von Craven.

Und selbst? Selbst mochte der Altmeister des Horrors keinen Horror. Die Filme der Kollegen schaute er nicht und selbst “Alien” oder Mel Gibsons Bibelverfilmung “Die Passion Christi” guckte er nicht. Der Grund, gab er selbst zu: Er bekomme Angst.

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US-Musicalstar Jean-Baptiste starb bei Sturz von Feuerleiter http://www.salzburg24.at/us-musicalstar-jean-baptiste-starb-bei-sturz-von-feuerleiter/apa-1425109234 http://www.salzburg24.at/us-musicalstar-jean-baptiste-starb-bei-sturz-von-feuerleiter/apa-1425109234#comments Sun, 30 Aug 2015 13:42:00 +0000 http://4437629

Jean-Baptiste, ein gebürtiger New Yorker, galt als so etwas wie ein Wunderkind des Broadways. Die Rolle des Ex-Sträflings und guten Gewissens Jean Valjean in “Les Miserables” war aber seine erste Hauptrolle. Der Polizei zufolge hatte der 21-Jährige mit einer Freundin auf der Feuerleiter im dritten Stock gesessen – typisch im heißen Sommer New Yorks. Als er aufstand, sei er nach hinten gekippt und in die Tiefe gestürzt. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

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Schriftsteller und Neurologe Oliver Sacks gestorben http://www.salzburg24.at/schriftsteller-und-neurologe-oliver-sacks-gestorben/apa-1425105324 http://www.salzburg24.at/schriftsteller-und-neurologe-oliver-sacks-gestorben/apa-1425105324#comments Sun, 30 Aug 2015 10:38:00 +0000 http://4437450

Anfang des Jahres hatte Sacks erfahren, dass seine Leber von Metastasen befallen war, neun Jahre, nachdem man ihm einen Tumor am Auge entfernt hatte. Seinen 82. Geburtstag am 9. Juli habe er noch “mit Stil” feiern können, schrieb er. Seinen 83. Geburtstag erlebt er – wie er auch erwartet hatte – nicht mehr. Der britische “Guardian” befand, Sacks habe die Menschen “die Kunst des Sterbens” gelehrt.

Sacks war blind auf dem behandelten Auge und brauchte einen Stock zum Gehen. Doch der Wissenschafter, der Bestseller wie “Zeit des Erwachens” und “Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte” geschrieben hat, empfing noch im Frühjahr Patienten und gab das Schwimmen so lange nicht auf, wie es irgendwie ging.

Geboren wurde Sacks 1933 als Sohn eines jüdischen Ärztepaares in London. Er wuchs mit drei älteren Brüdern, die auch Ärzte wurden, in einem naturwissenschaftlich geprägten Haus auf. Später studierte er an verschiedenen Universitäten und machte Abschlüsse in mehreren Fachrichtungen, darunter einen Bachelor in Physiologie und Biologie sowie Medizin. Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem am Middlesex Krankenhaus in London, wo er sich der Neurologie zuwandte.

1960 verließ Sacks Großbritannien, um Ferien in Kanada zu machen. Doch kurz nachdem er dort angekommen war, schrieb er seinen Eltern ein Telegramm. Darin stand nur ein Wort: “Bleibe”. Danach zog es ihn in die USA, zuerst nach Kalifornien, dann nach New York. Dort eröffnete er eine neurologische Praxis und arbeitete jahrzehntelang am Einstein College in der Bronx. Später war er an der New Yorker Columbia Universität tätig, wo er Seminare hielt und Patienten betreute.

In den 1970er Jahren begann Sacks, populärwissenschaftliche Bücher zu verfassen über Menschen, die durch eine Krankheit aus dem Raster der Gesunden gefallen sind. “Ich schreibe Überlebensgeschichten”, erklärte er einmal. “Geschichten davon, wie man mit diesen Krankheiten lebt.” Sein literarischer Erstling “Zeit des Erwachens” (1973), der von Opfern der Europäischen Schlafkrankheit handelt, wurde ein Bestseller. Das Buch wurde später mit Robin Williams und Robert De Niro verfilmt.

In “Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte” (1985) erzählte Sacks in 24 Fallgeschichten, wie wenig genügt, damit Menschen aus der vermeintlichen Normalität fallen. Auch mit “Stumme Stimmen” (1989), “Das Innere Auge” (2011) und “Drachen, Doppelgänger und Dämonen: Über Menschen mit Halluzinationen” (2013) war der Hirnforscher erfolgreich. Erst vor kurzem ist seine sehr persönliche Autobiografie “On the Move” erschienen.

Hauptfiguren in seinen Büchern sind Patienten, Freunde, Familienmitglieder oder er selbst. Mit den Fallgeschichten, die witzig und einfach geschrieben sind, stellt Sacks die eigene Normalität immer wieder infrage. “Eine winzige Hirnverletzung, und wir geraten in eine andere Welt”, erklärte er einst.

Bis zur Veröffentlichung seiner Autobiografie war über das Privatleben des “Star Trek”-Fans eher wenig bekannt. Auch “On the Move – Mein Leben” war wieder voller Fallbeschreibungen und Patientengeschichten. Aber Sacks gab darin auf berührende Weise Einblick in sein langes, beruflich erfolgreiches und privat oft einsames Leben.

Als er sich als Jugendlicher im England der 50er Jahre im Elternhaus zu seiner Homosexualität bekannte, musste er sich von seiner eigenen Mutter anhören, dass er “ein Gräuel” sei: “Ich wünschte, du wärst nie geboren worden.”

(APA)

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Geschichte freigelegt: Berliner Lenin-Kopf fürs Museum http://www.salzburg24.at/geschichte-freigelegt-berliner-lenin-kopf-fuers-museum/apa-1425105188 http://www.salzburg24.at/geschichte-freigelegt-berliner-lenin-kopf-fuers-museum/apa-1425105188#comments Sun, 30 Aug 2015 10:04:00 +0000 http://4437446

Mitte September werde das 1,70 Meter hohe Haupt aus rotem Granit geborgen – aber nur im kleinsten Kreis, heißt es in der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. “Die Auflagen vom Naturschutz sind wirklich hoch”, sagt Sprecherin Petra Rohland. Kamerateams aus aller Welt wollten dabei sein, wenn der Lenin-Kopf in die Höhe gehievt wird.

“Ob es mit dem Film ‘Good Bye, Lenin!’ zusammenhängt? Keine Ahnung – ich weiß nur, das Interesse ist riesig”, sagt die Sprecherin. In der Tragikomödie sah ein Millionenpublikum, wie nach dem Mauerfall das abgebaute Denkmal von Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) davonschwebte – ein Symbol für den Untergang der DDR.

Noch liegt der zerlegte steinerne Koloss in einem Waldstück am südöstlichen Stadtrand. Von den knapp 130 Teilen soll nur der Kopf gehoben werden. Über dem entsorgten DDR-Denkmal wuchsen jahrelang nicht nur Gras und Birken, auf dem Lenin-Hügel siedelten sich auch Eidechsen an. Die große Population der kleinen Tiere wurde fast noch zum unüberwindbaren Hindernis, Lenin wieder herauszuholen.

Doch nun sind sie umgesiedelt – mit Sondergenehmigung. Erst abgefangen und mit Eimerchen eingesammelt, könnten sich die Echsen nun einen Hügel weiter sonnen, versichern Fachleute. Große Erschütterungen und viel Getrampel würden sie aber nicht vertragen. Deshalb dürfe die Bergung nur wenige Stunden dauern.

Auch andere Argumente gegen Lenin wurden zunächst aufgetürmt. Noch vor einem Jahr kündigte der Senat an, der Granitschädel bleibe im Boden und werde nicht wie geplant in der Ausstellung “Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler” gezeigt. Es gebe keinen finanziellen Spielraum. Zudem wisse man nicht, wo Lenin genau liegt. Nach Spott und Kritik kam dann der Schwenk.

In Ost-Berlin blickte der steinerne Riesen-Lenin aus luftiger Höhe auf dem nach ihm benannten Platz ernst und unangefochten mit einer Stein-Fahne im Rücken in die Runde. 19 Meter hoch war die vom sowjetischen Bildhauer Nikolai Tomski geformte Statue, die im April 1970 zum 100. Geburtstag des “Begründers des Sowjetstaates” vor neuer Hochhauskulisse enthüllt worden war.

In der Euphorie vieler nach dem Mauerfall verschwanden nicht nur schnell große Teile des Betonwalls. Auch Staats-Denkmäler wurden abgebaut. Das Nachdenken über einen kritischen Umgang mit den Zeugen der untergegangenen DDR setzte erst später ein. Nach Protesten, Prozessen und heftigem Hickhack waren auch Lenins Berliner Denkmaltage gezählt. Im November 1991 rückten Bauarbeiter dem Revolutionär mit Bagger und Kran zu Leibe. Doch Lenin erwies sich als zäh und ließ sich zumindest am ersten Tag nicht schleifen.

Um die Ausstellung mit Lenin als Kernstück und rund 150 Büsten und Statuen seit dem 18. Jahrhundert wird seit Jahren gerungen. Mehrmals musste die Eröffnung in der Spandauer Zitadelle verschoben werden – nicht nur wegen Lenin, sondern auch wegen Bauproblemen.

Museumsleiterin Andrea Theissen lässt sich nicht beirren. “Wir machen keine Kunstausstellung, sondern eine Ausstellung zur Geschichte”, hatte die Historikerin betont. Als Zeichen politischer Herrschaft, ideologischer Legitimation oder als Orte des Gedenkens veranschaulichten Denkmäler Vergangenheit. “Sie wurden abgerissen, umgesetzt, in Depots abgestellt oder vergraben.” Gerade das Lenin-Denkmal zeige, wie deutsche Geschichte entsorgt worden sei.

Wenn der Lenin-Kopf im Museum eintrifft, soll er gesäubert und “zurechtgemacht” werden, ist zu hören. Und damit er dann gut zu sehen ist, bekommt der Granitbrocken einen Sockel. Aber nur einen kleinen.

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Zum 77. Geburtstag: Nitsch-Monografie vorgestellt http://www.salzburg24.at/zum-77-geburtstag-nitsch-monografie-vorgestellt/apa-1425104168 http://www.salzburg24.at/zum-77-geburtstag-nitsch-monografie-vorgestellt/apa-1425104168#comments Sun, 30 Aug 2015 17:42:00 +0000 http://4437386

Der opulente, 968 Seiten starke und als Nachschlagewerk konzipierte Band “Hermann Nitsch – Das Gesamtkunstwerk des Orgien Mysterien Theaters” ist nach über dreijähriger Vorbereitung in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler von Museumsleiter Michael Karrer herausgegeben worden. Ins Zustandekommen des Buches sei “viel Herzblut geschüttet” worden, meinte ORF-Moderatorin Judith Weissenböck, die durch den Abend führte.

Nitsch selbst relativiert den Anspruch auf eine Gesamtschau seines Schaffens: “Ein Künstler, der glaubt, er hat sein Werk vollendet, der kennt sich nicht. Ich hab gemerkt, was ich noch zu tun hab: Das wird die letzte Fassung des Sechs-Tage-Spiels in Prinzendorf in zwei Jahren.” Was er bisher geboten habe, seien nur Ansätze gewesen, übte sich Nitsch in Understatement und räumte doch illusionslos ein: “Es kommt dann der Freund Tod und simuliert einen Abschluss.”

Über 200 Besucher entboten dem Jubilar ihre Geburtstagswünsche, darunter seitens des Landes NÖ, das die Publikation gefördert hat, Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP): “Ein Land zeigt Flagge, wenn es zu seinen Künstlern steht.” Nitsch sei künstlerisch ein “global player”, aber stark in Niederösterreich verwurzelt. “Das macht uns wirklich stolz”, so Schwarz.

Nachdem Michael Rosenberg einige Texte aus dem Band vorgetragen hatte, wurde eine Riesentorte im Design des Buches angerollt. Dann wurde auf das Geburtstagskind angestoßen. “Trinken ist wichtiger als Anstoßen”, mahnte Nitsch und machte sich geduldig ans Signieren.

Hermann Nitsch, geboren 1938 in Wien, ist Mitbegründer des Wiener Aktionismus. Das Orgien Mysterien Theater ist sein Opus Magnum und führte bis dato zur Realisierung von 144 Aktionen. Das Nitsch-Museum wurde 2007 in Mistelbach eröffnet, das Atelier befindet sich im Schloss Prinzendorf, wo Nitsch lebt und arbeitet.

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Scorsese sagte Kurzfilm für das Filmfest Venedig ab http://www.salzburg24.at/scorsese-sagte-kurzfilm-fuer-das-filmfest-venedig-ab/apa-1425096140 http://www.salzburg24.at/scorsese-sagte-kurzfilm-fuer-das-filmfest-venedig-ab/apa-1425096140#comments Sat, 29 Aug 2015 18:01:00 +0000 http://4437105

“The Audition” ist ein 16-minütiger Kurzfilm des Oscarpreisträgers Scorsese (“Wie ein wilder Stier”, “The Departed”), der höchst prominent besetzt ist: Neben Scorsese selbst spielen Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Robert De Niro mit. Das 72. Filmfest Venedig startet an diesem Mittwoch mit dem Bergsteigerdrama “Everest” und Jake Gyllenhaal in einer der Hauptrollen.

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25 Jahre “Szene Bunte Wähne” im Waldviertel http://www.salzburg24.at/25-jahre-szene-bunte-waehne-im-waldviertel/apa-1425085214 http://www.salzburg24.at/25-jahre-szene-bunte-waehne-im-waldviertel/apa-1425085214#comments Sat, 29 Aug 2015 08:47:00 +0000 http://4436760

Das Programm reicht dabei vom Kinderworkshop über einen Konzertweg durch das Dorf mit dem Ensemble Wandervögel bis zum Theaterstück “Malala” und Konzerten. Weiters geboten werden das “Nibelungenlied” als Erzähltheater im Bauernhof von und mit Hubertus Zorell, “Krambambuli” nach Marie von Ebner Eschenbach in einer Produktion von Guerilla Gorillas, Theaterland Steiermark und Theater Oberzeiring, und zum Ausklang eine nächtliche DJ-Line.

Der “Dschungel Bus”, ein umgebauter Post-Schulbus aus den 1970er-Jahren, tourt einen ganzen Monat mit Theater-, Tanz- und Figurentheater, Konzerten, DJs und weiteren Aktionen durch die Dörfer und Städte des Waldviertels. Das Festival-Finale steigt in Horn, wobei eine Reihe von Produktionen zu sehen sind. Das Junge Theater Basel zeigt “Männer”, das Musiktheater “Mile(s)tones der Compagnie Zonzo führt in die Welt der Jazz-Größe Miles Davis. Weiters am Programm stehen Musik zwischen Funk und Soul sowie Coversongs des aus Simbabwe stammenden Sängers Futurelove Sibanda.

SERVICE: Festival “Szene Bunte Wähne”, 4.-30.9. im Waldviertel, Karten und Info: Tel. 02982/20202,;

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Salzburger Festspiele steigerten Auslastung auf 95 Prozent http://www.salzburg24.at/salzburger-festspiele-steigerten-auslastung-auf-95-prozent/apa-1425068444 http://www.salzburg24.at/salzburger-festspiele-steigerten-auslastung-auf-95-prozent/apa-1425068444#comments Fri, 28 Aug 2015 12:18:00 +0000 http://4436256

Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf betrugen heuer rund 29,6 Mio. Euro brutto und liegen damit über dem budgetierten Betrag und auch über dem Vorjahresergebnis (29,1 Mio. Euro). Den genauen Rechnungsabschluss wird es allerdings erst gegen Ende des Jahres geben. Die Karten kosteten von fünf bis 430 Euro, rund die Hälfte aller Karten war im Preissegment von fünf bis 105 Euro angesiedelt. Nicht ohne Stolz vermeldete das Direktorium “nebenbei”, dass die Festspiele im Sommer der größte Arbeitgeber in Salzburg seien. Im Pressebüro der Salzburger Festspiele waren diesen Sommer 546 Journalisten aus 33 Ländern akkreditiert.

Die Auslastung der einzelnen Stücke publizierten die Festspiele nur teilweise. So teilten sie beispielsweise mit, dass im Schauspiel “Mackie Messer – Eine Salzburger Dreigroschenoper” und “Die Komödie der Irrungen” mit knapp 99 Prozent verkaufter Karten nahezu ausverkauft waren. Im Opernfach war dies bei “Le nozze di Figaro” in allen sieben Vorstellungen der Fall. Das Direktorium äußerte sich auch dazu, im Gegensatz zum Ex-Intendanten Alexander Pereira Wiederaufnahmen ins Programm aufgenommen zu haben: “Insgesamt hat sich gezeigt, dass es richtig war, künstlerisch wertvolle Produktionen wieder zu zeigen. Das Publikum hat sie dankbar aufgenommen.”

Ihre Aussendung reicherten die Festspiele dann mit einer großen Fülle von Zahlen an. So wurde etwa die Zahl der Probetage in diesem Sommer mit 220 beziffert. 735 Stunden flossen ins Schauspiel, 1.320 Stunden in die Opernproduktionen und 551 Stunden in den Konzertbereich. In der Kostümabteilung wurden 1.550 Kostüme gefertigt. 7.000 Rechnungen wurden in der Verwaltung gebucht, 1.500 Glühbirnen brannten auf der Bühne und hinter den Kulissen. 48.000 Kilogramm Stahl wurden verarbeitet. Für Vorstellungen in den Kirchen, Orchestergrabenbestuhlung und Sonderveranstaltungen wurden 7.435 Stühle aufgestellt und wieder abgebaut. Die Dramaturgen im Haus haben 4.622 Seiten geschrieben – Flyer, Generalproben-Zettel, Kinderposter und 75 Programmhefte haben sie produziert. “Insgesamt 35 Stunden lang klatschte unser Publikum in diesem Festspielsommer”, rechnete man den “großartigen Applaus” der 188 Vorstellungen zusammen.

“Ich habe im letzten Jahr viel gelernt und danke allen Mitarbeitern der Salzburger Festspiele, die mich bei meiner neuen Aufgabe so tatkräftig und kompetent unterstützt haben”, resümierte der Künstlerische Leiter Sven Eric Bechtolf über sein erstes Jahr in dieser Funktion. “Dieser Sommer gehört sicher zu der intensivsten Zeit meines Lebens. Ich hatte wunderbare Begegnungen mit großen Künstlern und habe es sehr genossen, in der Arbeit mit ihnen auf der Bühne und in der gemeinsamen Arbeit mit allen Mitarbeitern im Haus zum großen Erfolg der diesjährigen Festspiele beigetragen zu haben”, so Bechtolf.

“Wenn die Menschen aus einer Oper, einem Konzert oder einem Theaterstück nicht anders hinausgehen als sie hineingekommen sind, dann waren wir, die Künstler, nicht gut, sagte Nikolaus Harnoncourt in einer seiner mitreißenden Reden”, zitierte Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler: “Gerne möchte ich den Harnoncourt’schen Maßstab an diesen Festspielsommer anlegen. Aus sehr vielen Vorstellungen sind die Besucher begeistert, verzaubert oder auch geradezu erschüttert gekommen. Ja, unsere Künstler waren in diesem Sommer besonders gut.”

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KLM streicht Musik von Pianistin Lisitsa nach MH17-Tweets http://www.salzburg24.at/klm-streicht-musik-von-pianistin-lisitsa-nach-mh17-tweets/apa-1425067722 http://www.salzburg24.at/klm-streicht-musik-von-pianistin-lisitsa-nach-mh17-tweets/apa-1425067722#comments Fri, 28 Aug 2015 11:01:00 +0000 http://4436186

Im April hatte bereits das Toronto Symphony Orchestra ein Konzert mit der in den USA lebenden Pianistin wegen verletzender Äußerungen in sozialen Medien abgesetzt. Eine Boeing der Malaysia Airlines war im Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgeschossen worden, wobei alle 298 Menschen an Bord getötet wurden.

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Adler Olsen ruft zu Boykott von Millennium-Fortsetzung auf http://www.salzburg24.at/adler-olsen-ruft-zu-boykott-von-millennium-fortsetzung-auf/apa-1425064936 http://www.salzburg24.at/adler-olsen-ruft-zu-boykott-von-millennium-fortsetzung-auf/apa-1425064936#comments Fri, 28 Aug 2015 09:04:00 +0000 http://4435933 “Ich finde, das ist ein trauriger Tag”, kommentierte er am Freitag in der Tageszeitung “Politiken”. Tags zuvor war der Thriller “Verschwörung” von David Lagercrantz weltweit erschienen, der die Trilogie des verstorbenen Stieg Larsson weiterführt.

“Hiervon hätte er sich fernhalten sollen”

“Damit nutzt man einen Mann aus, der Ausnutzung hasste”, so Adler Olsen, dessen Krimis um Kommissar Carl Mörck Bestseller sind. “Ich fordere dazu auf, dieses Buch zu boykottieren, und ich werde es nicht lesen.” Lagercrantz könne gut schreiben. “Aber hiervon hätte er sich fernhalten sollen.” (APA)

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Kulturherbst: Wenige Solisten und viel Musik im Kabarett http://www.salzburg24.at/kulturherbst-wenige-solisten-und-viel-musik-im-kabarett/apa-1425063080 http://www.salzburg24.at/kulturherbst-wenige-solisten-und-viel-musik-im-kabarett/apa-1425063080#comments Fri, 28 Aug 2015 07:03:00 +0000 http://4435772

Bereits zum 18. Mal und mit neu aufgestellter Mannschaft startet am 8. September die “Lange Nacht des Kabaretts” im Grazer Theatercafe ihren Wuchtelmarathon – gleichsam der Auftakt zum Kabarettherbst. Auch die Comedy Hirten, die besetzungstechnisch bereits eine gewisse Fluktuation erfahren haben, geben am 10. September im Wiener CasaNova ein Lebenszeichen von sich und reisen mit ihren Imitationskünsten “In 80 Minuten um die Welt”.

Ab 13. September wird in Neukirchen am Großvenediger ein himmlisch-blutrünstiges Vergnügen getestet: Thomas Stipsits und Manuel Rubey, die nach ihrem umjubelten Programm “Triest” abermals gemeinsame Sache machen, probieren im Cinetheatro ihre neue Produktion “Gott & Söhne” aus, am 30. September wird das Stück im Wiener Stadtsaal offiziell aus der Taufe gehoben. “Es wird viele Tote geben”, ließ Rubey kürzlich in einem “TV Media”-Interview durchblicken. Regie führt Alfred Dorfer, der am 18. Oktober mit dem “Leipziger Löwenzahn” bei der dortigen Lachmesse ausgezeichnet wird.

Das Cinetheatro dient gleich nochmals als Testgelände: Thomas Maurer, der in Bezug auf die Titelfindung seiner Programme – das letzte hieß schlicht “Neues Programm” – zur Kreativität zurückgefunden hat, lotet ab 24. September in einer Vorpremieren-Serie mit “Der Tolerator” die Toleranzgrenze des Publikums aus, bevor am 10. November im Stadtsaal Wien die offizielle Premiere gefeiert wird.

Die äußerst intolerante, kleinkarierte Kunstfigur “Helfried” im kackbraunen Anzug hat hingegen ausgedient: Ihr Schöpfer, Christian Hölbling, stellt “nach 15 Jahren Tingeltangel (inklusive sieben Kleinkunstpreisen) zwischen Jadebusen und Berner Oberland” – wie der Homepage zu entnehmen ist – klar: “Ich kann auch anderst!” (sic) Der Wahlkärntner und Leiter des Humorfestivals Velden (1.-4. Oktober) lädt zur Wien-Premiere am 17. September ins Kabarett Niedermair. Apropos Festival: Der Wettbewerb “Goldener Kleinkunstnagel” feiert heuer sein 20-Jahr-Jubiläum. Am 7. November gibt es dazu ein Best Of, am 10. November startet die diesjährige Ausgabe im Wiener Theater am Alsergrund.

Tauringeschwängertes geben im Herbst zwei der drei “Staatskünstler” zum Besten: Florian Scheuba und Robert Palfrader wollen es mit einem roten Bullen aufnehmen und dabei “den Stier bei den Flügeln packen”, wie es in der Programmbeschreibung heißt. “Flügel” nennt sich die Produktion der beiden Matadore, zu sehen ab 7. Oktober im Rabenhof Theater.

Einen musikalischen Schwerpunkt setzt die Sektion Frauenkabarett: Die ehemalige Mitstreiterin der Formation “Die Echten”, Patricia Simpson, verschafft sich ab 22. September in der Kulisse Wien mit ihrer “Bombenstimme” Gehör, ab 29. November bereitet sie sich ebendort gemeinsam mit Andy Woerz in “Maria und Josef” auf die Geburtstagsfeier ihres Sohnes Jössas vor. Die Liebe und Kernöl verbreitenden Kernölamazonen (Caroline Athanasiadis und Gudrun Nikodem-Eichenhardt) versprechen in ihrem sechsten Programm “StadtLand” ab 6. Oktober im Orpheum Wien grenzübergreifendes Musikkabarett. Ex-”Rounder-Girl” Kim Cooper wagt sich erstmals alleine auf die Bühne und schildert als New Yorkerin in Österreich ab 13. Oktober in der Kulisse in “Sag es auf Germlish” ihre Erfahrungen zwischen Multikulti und Kulturschocks. Die aus der “Barbara Karlich-Show” bekannte Psychologin Isabella Woldrich kennt indes keinen Genierer: Nach zwei Programmen über artgerechte Männer- und Frauenhaltung legt sie am 26. Oktober im Orpheum Wien bereits ein “Best Of” vor.

Schon seit 19 Jahren verordnen Peter & Tekal Humor als Medizin. Der Journalist Norbert Peter und der Arzt Ronny Tekal (vormals Teutscher) geben sich ab 9. Oktober um Orpheum Wien “Echt krank!”. Die früheren “Projekt X”-Kommilitonen Clemens Haipl und Herbert Knötzl tun sich nach knapp 16 Jahren wieder zusammen und verhunzen ab 22. Oktober im Kabarett Niedermair mit “Dackeln im Sturm” den Titel einer legendären TV-Serie und widmen sich – längst fällig in der Kleinkunst! – dem Kleintierhandel. Die ehemaligen Teilnehmer an der ORF-Show “Die große Chance”, Flo und Wisch, die schlussendlich einem Border-Collie unterlegen waren, der übrigens im Jahr darauf überfahren wurde, entführen ab 8. Oktober im Orpheum Wien nach “Ameriga”. Ebenfalls in der Donaustädter Kleinkunstbühne liefern ab 21. September Volksschullehrer Markus Hauptmann und HAK-Professor Andreas Ferner mit “Teamteaching” ihren Beitrag zur Bildungsreform ab.

Ein Solist bleibt übrig: Schauspieler und Kleinkunstnagel-Gewinner 2012, Marcel Mohab, kommt am 24. November im Kabarett Niedermair “Out Of Nowhere”.

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Ehren-Oscars für Spike Lee und Gena Rowlands http://www.salzburg24.at/ehren-oscars-fuer-spike-lee-und-gena-rowlands/apa-1425055732 http://www.salzburg24.at/ehren-oscars-fuer-spike-lee-und-gena-rowlands/apa-1425055732#comments Thu, 27 Aug 2015 17:49:00 +0000 http://4435473

Reynolds erhält bei der Vergabe der “Governors Awards” den Jean-Hersholt-Preis für ihr humanitäres Engagement. Die feierliche Gala findet am 14. November in Hollywood statt. Die Vergabe der Ehren-Oscars wurde 2009 erstmals von der normalen Oscar-Show im Frühjahr abgekoppelt.

Lee, der sich als Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler vor allem um den Independent Film verdient machte, ist für Filme wie “Jungle Fever”, “Malcom X” und “Inside Man” bekannt. Hollywood-Veteranin Rowlands wirkte in über 40 Spielfilmen mit, darunter “Eine Frau unter Einfluss”, “Gloria, die Gangsterbraut” und “Wie ein einziger Tag”. Reynolds, die 1951 durch das Hitmusical “Singin’ in the Rain” bekannt wurde und mit “Tammy” und “Goldgräber-Molly” weitere Erfolge feierte, engagiert sich in einer Stiftung, die psychisch Kranke unterstützt.

Im vorigen Jahr zählten unter anderem der US-Schauspieler und Musiker Harry Belafonte (88), der französische Drehbuchautor Jean-Claude Carriere (83) und die irisch-amerikanische Schauspielerin Maureen O’Hara (95) zu den Preisträgern.

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Deutscher Opernregisseur Nikolaus Lehnhoff gestorben http://www.salzburg24.at/deutscher-opernregisseur-nikolaus-lehnhoff-gestorben/apa-1425052274 http://www.salzburg24.at/deutscher-opernregisseur-nikolaus-lehnhoff-gestorben/apa-1425052274#comments Thu, 27 Aug 2015 14:30:00 +0000 http://4435324

Er war der letzte Assistent von Wieland Wagner (1917-1966) in Bayreuth und gab sein Debüt 1972 an der Paris Grand Opera mit Richard Strauss’ Oper “Die Frau ohne Schatten”. Der in Hannover geborene Lehnhoff inszenierte an allen großen Bühnen, unter anderem in Berlin, München, New York, Amsterdam, Zürich und London sowie bei den Festspielen in Salzburg.

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Grazer Museum zeigt Kulturgeschichte der Mur http://www.salzburg24.at/grazer-museum-zeigt-kulturgeschichte-der-mur/apa-1425047250 http://www.salzburg24.at/grazer-museum-zeigt-kulturgeschichte-der-mur/apa-1425047250#comments Thu, 27 Aug 2015 11:52:00 +0000 http://4435065

Die Mur entspringt in rund 1.900 Metern Höhe im salzburgischen Lungau, durchfließt die Steiermark und mündet, nachdem sie 1.700 Höhenmeter überwunden hat, an der kroatisch-ungarischen Grenze in die Drau. Auf ihrem Weg erzeugt sie durch die Bewegung des Wassers über das Gestein die “Murnockerl”, passiert sie nicht eine Reihe kostbarer Naturlandschaften, historische Orte und Märkte, mehr als 40 Brücken und Stege – 18 davon in Graz – Wehranlagen und an die 25 Kraftwerke.

Schon für die Altsteinzeit lassen sich an der Mur menschliche Spuren nachweisen, im Gebiet um Graz gibt es Hinweise auf frühe jungsteinzeitliche Siedlungen, Bruck an der Mur wurde 806 erstmals als Siedlung erwähnt: Der Fluss spendete Brauch- und Trinkwasser und lieferte Nahrung. Er war aber auch Mülldeponie, Energieträger und erlaubte es den Menschen, sich selbst und ihre Güter zu bewegen, wie die Ausstellung im ersten Stock des Museums im Palais schlaglichtartig beleuchtet.

Dementsprechend sei die heutige Erscheinung der Mur “ein Spiegel der wechselnden Interessen von Menschen, die sich über Jahrtausende aktiv zum Fluss verhalten haben”, betonte Ausstellungskuratorin Bettina Habsburg-Lothringen am Donnerstag bei der Führung durch die Schau. Die Leiterin der Abteilung Kulturgeschichte lenkt den Blick des Besuchers vor allem auf einen “Kulturraum”, der sich “nur aus der Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur erkennen lässt”. Vermittelt wird der kulturhistorische Rundblick über museale Objekte, Modelle, Fotografien und Filme bis hin zu zwei Soundinstallationen.

Letztere machen die Bewegungen des Wassers als auch die menschlichen Aktivitäten in und am Wasser hörbar und wurden vom Berliner Sounddesigner Moritz Fehr entwickelt. Fotograf Nicolas Lackner wiederum hat sich selbst auf die Suche historischer Spuren entlang der Mur begeben. Die entstandene Fotodokumentation bildet den Abschluss der Ausstellung.

Angesichts des umfangreichen Rahmenprogramms zur Ausstellung, erscheint die Schau im Palais nahezu wie eine Ouvertüre: Geplant sind in den kommenden Monaten Stadtspaziergänge zum Leben und Handeln der Menschen an der Mur in u.a. Bruck an der Mur und Frohnleiten, Wanderungen entlang des Mühlganges in Graz, Vorträge zu rechtsgeschichtlichen, sportlichen und künstlerischen Aspekten wie auch Kraftwerksbesuche, ein geologischer Workshop zum Thema “Murnockerl” und ein Paddelkurs mit Weltmeisterin Uschi Profanter (Juni 2016).

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Zu viel Englisch – “Victoria” darf nicht ins Oscar-Rennen http://www.salzburg24.at/zu-viel-englisch---victoria-darf-nicht-ins-oscar-rennen/apa-1425045306 http://www.salzburg24.at/zu-viel-englisch---victoria-darf-nicht-ins-oscar-rennen/apa-1425045306#comments Thu, 27 Aug 2015 10:25:00 +0000 http://4434927

Auf dem Weg zum Oscar in der Kategorie “Bester nicht englischsprachiger abendfüllender Kinofilm” lauerten für den Film wohl unüberwindbare Hürden: In “Victoria” wird zu 49 Prozent Englisch gesprochen, von der Academy sind in der Kategorie aber nur 40 Prozent erlaubt. “Es lag keine Ausnahmegenehmigung vor”, sagte Jurysprecherin Dagmar Hirtz am Donnerstag in München. “Victoria” hatte bei der 65. Verleihung des Deutschen Filmpreises sechs Lolas abgeräumt.

Eine offizielle Nominierung bedeutet die Entscheidung für “Im Labyrinth des Schweigens” noch nicht. Die fünf Nominierten wählt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles aus den Einsendungen aus allen Ländern aus. In Österreich entscheidet der Fachverband der Film- und Musikindustrie in der kommenden Woche über den Kandidaten für den Oscar. Die 88. Oscar-Verleihung findet am 28. Februar statt.

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Tschechische Schriftstellerin Zuzana Brabcova gestorben http://www.salzburg24.at/tschechische-schriftstellerin-zuzana-brabcova-gestorben/apa-1425045330 http://www.salzburg24.at/tschechische-schriftstellerin-zuzana-brabcova-gestorben/apa-1425045330#comments Thu, 27 Aug 2015 10:17:00 +0000 http://4434908

Das mit dem Jiri-Orten-Literaturpreis ausgezeichnete Werk erschien 1991 auch auf Deutsch. Vor 15 Jahren sorgte ihr Roman “Jahr der Perlen” (übersetzter Titel) für Aufsehen im konservativen Prager Literaturbetrieb. Darin thematisierte Brabcova das lesbische Coming-out einer Frau mittleren Alters. Der Roman mit gewissen autobiografischen Zügen habe der introvertierten Autorin mehr Aufmerksamkeit eingebracht, als ihr eigentlich lieb gewesen sei, sagte Verleger Reiner der Agentur CTK. Anerkennung fand auch der Prosaband “Stropy” von 2012 (auf Deutsch etwa “Die Decke”) mit Beobachtungen aus der Psychiatrie.

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