Salzburg24.at » Kultur http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Sat, 25 Oct 2014 05:29:34 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 Viel Applaus für “Dantons Tod” im Burgtheater http://www.salzburg24.at/viel-applaus-fuer-dantons-tod-im-burgtheater/apa-1420913428 http://www.salzburg24.at/viel-applaus-fuer-dantons-tod-im-burgtheater/apa-1420913428#comments Fri, 24 Oct 2014 20:12:00 +0000 http://4126461

Joachim Meyerhoff in Schlammmaske und Morgenmantel ist das eindeutige Gravitationszentrum dieser vielschichtigen, manchmal auch zerfleddernden Aufführung, die nicht nur mit einer sehr detailreichen, zweistöckigen Bühne (Stephane Laimé), sondern auch mit einer Überraschung aufwarten kann: Michael Maertens gibt zurückhaltend bis zur Selbstverleugnung den Hardliner Robespierre als strenge Gouvernante der Revolution.

Am Ende der Premiere gab es Freitagabend viel Applaus für alle Beteiligten, darunter auch Ignaz Kirchner, Peter Knaack, Fabian Krüger und Daniel Jesch sowie ein vielköpfiger Kinderchor.

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Ruzicka wird Leiter der Salzburger Osterfestspiele http://www.salzburg24.at/ruzicka-wird-leiter-der-salzburger-osterfestspiele/apa-1420909382 http://www.salzburg24.at/ruzicka-wird-leiter-der-salzburger-osterfestspiele/apa-1420909382#comments Fri, 24 Oct 2014 16:40:00 +0000 http://4126350

Peter Ruzicka folgt auf Peter Alward und Bernd Gaubinger, letztgenannter soll seine Tätigkeit noch bis zum 31. Dezember 2015 fortführen, um einen fließenden Übergang zu gewährleisten. Über die Details und Laufzeit von Ruzickas Vertrag werde laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Osterfestspiel GmbH, Hans Scharfetter (ÖVP), noch verhandelt. Laut Osterfestspiele hat sich Ruzicka nach einer internationalen Ausschreibung in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegenüber weiteren hochkarätigen Bewerbern durchgesetzt und die Generalversammlung durch seine Vorstellungen zur Zukunft der Osterfestspiele überzeugt.

Künstlerisch hauptverantwortlich wird weiterhin Christian Thielemann bleiben, der Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, die seit dem Weggang der Berliner Philharmoniker das Festival künstlerisch trägt. Thielemann streute seinem neuen geschäftsführenden Intendanten heute bereits Rosen: “Peter Ruzicka ist eine hervorragende Wahl. Wir kennen uns seit Jahrzehnten, und ich schätze ihn nicht nur als außergewöhnlichen Künstler, sondern auch als klugen Ratgeber.” Man habe für die Osterfestspiele jemanden gesucht, der den Spagat zwischen programmatischer Kulinarik und intellektuellem Anspruch beherrscht und zugleich ausgewiesene Management-Fähigkeiten mitbringt. “Dass Peter Ruzicka dazu in der Lage ist, hat er in den letzten Jahrzehnten – nicht zuletzt schon in Salzburg – eindrucksvoll unter Beweis gestellt.”

Erfahrung als Kulturmanager hat der 66-jährige Düsseldorfer Ruzicka mehr als genug: Immerhin war er von 2002 bis 2006 Intendant der Salzburger Festspiele. Für Salzburg hat er nicht nur mit einer Opernserie der sogenannten Exilkomponisten wie Erich Korngold oder Alexander Zemlinsky Aufsehen erregt. Ruzicka hat zudem das Riesen-Projekt “Mozart 22″ im Jahr 2006 organisiert, bei dem im 250. Geburtsjahr Mozarts sämtliche 22 Bühnenwerke in einer Festspielsaison zur Aufführung gebracht wurden.

Von 1979 bis 1987 wirkte Ruzicka als Intendant des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin, von 1988 bis 1997 als Intendant der Hamburger Philharmoniker und der Staatsoper Hamburg, die in Ruzickas letztem Jahr zum “Opernhaus des Jahres” gewählt worden ist. 1996 übernahm er als Nachfolger Hans Werner Henzes die künstlerische Leitung der Münchener Biennale, die er bis 2013 geleitet hat. Ab dem Jahr 1997 betätigte er sich als künstlerischer Berater des Concertgebouw-Orchesters Amsterdam.

Der Komponist Peter Ruzicka steht dem Kulturmanager kaum nach. Sein Oeuvre umfasst Orchesterkompositionen, Vokal- und Kammermusik. Zu seinen bedeutendsten Werken zählt die Kantate “Esta Noche”, eine “Trauermusik für die Opfer des Krieges in Vietnam”, die er als 19-Jähriger schrieb. Als Auftragswerk der Sächsischen Staatsoper Dresden entstand die Oper “Celan”, die 2001 uraufgeführt wurde. 2008 erlebte seine Oper “Hölderlin” ihre Uraufführung.

Ruziska hat für so gut wie alle musikalischen Formen und Besetzungen komponiert. Seine Werke wurden von Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, allen deutschen Rundfunk-Sinfonieorchestern, der Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam, dem Philharmonia Orchestra London, dem Israel Philharmonic Orchestra und dem New York Philharmonic Orchestra aufgeführt. Als Dirigent leitete Ruzicka zahlreiche CD-Einspielungen, unter anderem von Werken Mahlers und Schrekers. Ruzicka kann auf eine Vielzahl von Auszeichnungen und Ehrungen verweisen, darunter das Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Musik und Theater Hamburg oder die Berufung zum Präsidenten der Bayerischen Theaterakademie.

Peter Alward, noch geschäftsführender Intendant der Salzburger Osterfestspiele, hat im April dieses Jahres seinen Rückzug angekündigt. Der Brite hat seinen Vertrag nicht verlängert: Der 64-Jährige will im kommenden Jahr, nach den Osterfestspielen 2015, in Pension gehen. Peter Alward übernahm das Festival im Jahr 2010 in der Krise um die ehemalige Geschäftsführung. Seither leitete er das Festival mit Erfolg. “Als man mir Ende 2009 sehr überraschend angeboten hat, die geschäftsführende Intendanz der Osterfestspiele Salzburg zu übernehmen, betrachtete ich dies als eine interimistische Lösung”, so Alward im April dieses Jahres.

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Endgültig grünes Licht für Suhrkamp-Sanierungsplan http://www.salzburg24.at/endgueltig-gruenes-licht-fuer-suhrkamp-sanierungsplan/apa-1420907574 http://www.salzburg24.at/endgueltig-gruenes-licht-fuer-suhrkamp-sanierungsplan/apa-1420907574#comments Fri, 24 Oct 2014 13:23:00 +0000 http://4126224

Der Verlag kann damit von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der Mitgesellschafter Hans Barlach verliert damit weitreichende Mitspracherechte. Er ist seit Jahren mit der Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zutiefst zerstritten.

In dem Urteil wies das Gericht Barlachs Beschwerde gegen den Sanierungsplan zurück. Die Nachteile einer Planverzögerung überwögen die Nachteile für Barlach, befand die Kammer. Eine weitere Beschwerde wurde nicht zugelassen.

Der Verlag geht nach Angaben einer Sprecherin davon aus, dass die wesentlichen Maßnahmen des Sanierungsplans nun im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein werden. Man treffe derzeit entsprechende Vorbereitungen, hieß es.

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Amsterdamer Reichsmuseum ist fertig http://www.salzburg24.at/amsterdamer-reichsmuseum-ist-fertig/apa-1420906660 http://www.salzburg24.at/amsterdamer-reichsmuseum-ist-fertig/apa-1420906660#comments Fri, 24 Oct 2014 13:29:00 +0000 http://4126220

Das bisherige Nebengebäude, der Philipsflügel, wurde komplett restauriert und erweitert und ist ab 1. November für die Öffentlichkeit zugänglich. Zum ersten Mal kann das Reichsmuseum dauerhaft eine Auswahl seiner umfangreichen Foto-Kollektion zeigen.

In der Eröffnungsausstellung “Modern Times” erzählen etwa 400 Fotos die Geschichte der Fotografie im 20. Jahrhundert. Ab Februar ist in den Räumen hier die erste Ausstellung zum Spätwerk Rembrandts zu sehen mit Werken von 1652 bis zum Tode des Malers 1669.

Einen besonderen Platz hat nun das chinesische Lackzimmer der königlichen Familie aus dem 17. Jahrhundert bekommen. Prinzessin Albertine Agnes van Nassau hatte einen Raum in ihrem Palast 1698 mit kostbaren Lack-Paneelen verkleiden lassen. Dort empfing sie ihre Freunde zur damals sehr modischen Tee-Stunde.

Der Philipsflügel besteht aus mehreren Anbauten der vergangenen 100 Jahre. Die spanischen Architekten Cruz und Ortiz verknüpften sie mit modernen Elementen und überkuppelten das bisherige Atrium mit einem Glasdach.

Einzigartig ist das sogenannte Fragmentengebäude, das selbst ein Museumsstück ist. Es besteht aus Teilen historischer Gebäude aus den Niederlanden, die Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen worden waren. Im Reichsmuseum wurden sie damals als wichtige Objekte der niederländischen Architekturgeschichte wieder aufgebaut und bewahrt.

Zu den Fragmenten gehören Treppenbögen mit feinen Fresken, ein Wassertor und ein Türmchen. Vollständig restauriert wurde nun die Stallmauer eines Schlosses in Breda im Süden der Niederlande aus dem 16. Jahrhundert.

Blickfänger im reich verzierten Rotterdamer Treppenhaus aus dem 18. Jahrhundert ist eine speziell für das Reichsmuseum entworfene Lichtskulptur. “Shylight” besteht aus fünf mit zartem Stoff bespannten Lampen, die sich ständig wie Blumen in einen Kokon zurückziehen oder voll entfalten.

Das Reichsmuseum war im April 2013 nach einer umfassenden Erneuerung wiedereröffnet worden. Seitdem haben über vier Millionen Menschen das berühmteste Museum der Niederlande besucht.

(SERVICE: Internet – Reichsmuseum:)

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Pariser Picasso-Museum wird wiedereröffnet http://www.salzburg24.at/pariser-picasso-museum-wird-wiedereroeffnet/apa-1420903872 http://www.salzburg24.at/pariser-picasso-museum-wird-wiedereroeffnet/apa-1420903872#comments Fri, 24 Oct 2014 13:36:00 +0000 http://4126078

Rund 5.000 Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen sowie das Archiv des Kubisten befinden sich im Besitz des Musee Picasso. Dank des Ausbaus konnte das Museum seine Ausstellungsfläche auf etwa 3.700 Quadratmeter vergrößern. Statt vorher rund 200 Werken sind nun mehr als 450 zu sehen. Wegen Missmanagementvorwürfen und mehrmaliger Verzögerungen bei der Wiedereröffnung war das Haus in den vergangenen Monaten wiederholt in die Schlagzeilen gekommen. Die Kosten von rund 52 Millionen Euro wurden zu einem großen Teil vom Museum selbst aufgebracht, das 21 Ausstellungen mit Picasso-Hauptwerken auf der ganzen Welt organisiert hatte.

Lang hat die Öffentlichkeit auf die Wiedereröffnung des Museums warten müssen. Mehrmals wurde sie verschoben. Zuletzt konnten Besucher die Meisterwerke des spanischen Malers im Jahr 2009 bewundern. Doch das lange Warten hat sich gelohnt. Von diesem Samstag an können doppelt so viele Werke von Pablo Picasso gezeigt werden wie früher.

In frischem Weiß erstrahlen die Säle, zu denen Besucher von nun an direkt Zugang haben. Früher ging es vom Ticketverkauf über den Hof in den Ausstellungsbereich. Statt früher 200 Werken sind von nun an 450 auf den verschiedenen Stockwerken zu entdecken.

Der Um- und Ausbau von 1.600 auf 3.600 Quadratmeter Ausstellungsfläche war mit vielen Problemen verbunden, denn das Hotel Sale, ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, steht unter Denkmalschutz. Das Obergeschoß wurde umfassend ausgebaut. Es zeigt Picasso als Sammler von Henri Matisse, Max Ernst und Paul Cezanne. Kopfzerbrechen bereitete vor allem der Ausbau des Untergeschoßes. “Die Erde musste abgetragen und das Museum abgestützt und stabilisiert werden”, wie Picasso-Spezialistin Anne Baldassari bei der Pressevernissage erklärte.

Baldassari kennt das Museum in- und auswendig. Im Jahr 1992 kam sie an die Spitze der Verwaltung der Picasso-Archive und im Jahr 2005 an die Spitze der Einrichtung. Im Mai dieses Jahres wurde Baldassari aber wegen schlechten Arbeitsklimas von der damaligen Kulturministerin Aurelie Filippetti vorzeitig gekündigt. Die Entlassung sorgte für heftiges Rauschen im französischen Blätterwald. Man einigte sich jedoch darauf, dass die neue Hängung der Dauerausstellung noch von ihr kuratiert werden sollte.

Von den 52 Millionen Euro Umbaukosten übernahm der französische Staat 19 Millionen. Der Hauptanteil wurde durch das Museum und die Ausstellungen erbracht, mit denen Baldassari um die Welt reiste. Während der mehrjährigen Schließung fanden über 20 bedeutende, von ihr organisierte Picasso-Werkschauen statt, darunter in Helsinki, St. Petersburg, Richmond und San Francisco.

Die neue Dauerausstellung illustriert die künstlerische Entwicklung Picassos. Neben bekannten Werken sind auch viele unbekannte zu entdecken. Im Erdgeschoß hat Baldassari einige Werke vereint, die den Einfluss der afrikanischen Kunst auf Picassos Bildsprache zeigen. Darunter ist auch “Trois figures sous un arbre” – ein in warme Farben getauchtes Bild, auf dem sich die Frauengestalten und der Baum langsam in geometrische Formen auflösen.

Das Museum besitzt nur wenige Arbeiten aus dem Jahr 1909. Die größten Meisterwerke aus dieser Zeit seien eine Klarinette und Gitarre aus Karton, wie Baldassari erklärte. Beide Miniatur-Arbeiten liegen im Museum in einer Vitrine aufbewahrt. Wegen ihrer Fragilität könnten sie schon lange nicht mehr ausgeliehen werden.

Paris ist in dieser Woche Mittelpunkt der Kunst. Am Montag war die von Frank Gehry erbaute Kulturstiftung Louis Vuitton eröffnet worden, am Donnerstag die Kunstmesse FIAC. An diesem Samstag steht zudem die Eröffnung des Musee de la Monnaie mit einer Ausstellung des US-amerikanischen Künstlers Paul McCarthy an.

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Neue Geschichte aus Potter-Universum angekündigt http://www.salzburg24.at/neue-geschichte-aus-potter-universum-angekuendigt/apa-1420904858 http://www.salzburg24.at/neue-geschichte-aus-potter-universum-angekuendigt/apa-1420904858#comments Fri, 24 Oct 2014 11:26:00 +0000 http://4126065 Zu Halloween am kommenden Freitag will die Bestsellerautorin auf ihrer Website http://pottermore.com eine neue Geschichte über Dolores Umbridge, Harry Potters Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste an der Hogwarts-Zauberschule, veröffentlichen.

“Boshafte Potter-Charaktere”

Die 1.700 Worte umfassende Hintergrundgeschichte wurde am Freitag als “spezielles Halloween-Geschenk für Harry Potter-Fans” angekündigt. Die Figur Dolores Umbridge war erstmals im fünften Roman “Harry Potter und der Orden des Phoenix” (2003) aufgetaucht und wurde in der Verfilmung 2007 von Imelda Staunton verkörpert. “Umbridge ist nicht nur eine der boshaftesten Potter-Charaktere”, heißt es auf Rowlings Website, “sondern auch die einzige Person neben Lord Voldemort, die Harry eine Narbe zufügt.”

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Handke erhält Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis http://www.salzburg24.at/handke-erhaelt-else-lasker-schueler-dramatikerpreis/apa-1420904268 http://www.salzburg24.at/handke-erhaelt-else-lasker-schueler-dramatikerpreis/apa-1420904268#comments Fri, 24 Oct 2014 11:27:00 +0000 http://4126062

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1993 von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur vergeben und fördert die deutschsprachige Dramatik. Der Preis wird am 1. Februar 2015 in Kaiserslautern verliehen. Der biennal vergebene Preis, der an die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler (1869-1945) erinnert, war zuletzt 2012 an René Pollesch vergeben worden.

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10. Elevate-Festival in Graz eröffnet http://www.salzburg24.at/10-elevate-festival-in-graz-eroeffnet/apa-1420899924 http://www.salzburg24.at/10-elevate-festival-in-graz-eroeffnet/apa-1420899924#comments Fri, 24 Oct 2014 07:37:00 +0000 http://4125660

Holloway, der bereits beim ersten Elevate-Festival im Jahr 2005 dabei war, hielt einen flammenden Appell gegen die Massenverblödung und die Allmacht des Geldes. Dass er die Rede zur allgemeinen Freude des Publikums auf Deutsch hielt, begründete der 67-jährige, aus Irland stammende Soziologieprofessor damit, dass er ein Zeichen setzen wolle “gegen die Anglifizierung der Welt und die soziale Verengung, die das mit sich bringt”.

Anschließend kam mit dem “digitalen Bodyguard” des Guardian-Starjournalisten Glenn Greenwald, Micah Lee, ein weiterer prominenter Gast des Jubiläumsausgabe des mittlerweile etablierten Grazer Festivals für Musik, Kunst und politischen Diskurs zu Wort. Auf der Eröffnungsbühne beschränkte sich Lee auf einige relativ selbstverständliche Sicherheitsratschläge für Internetnutzer. Lee soll im Laufe des Festivals bei einem Workshop im Forum Stadtpark allerdings auch konkretere Hilfestellung für Interessierte anbieten

Im anschließenden Gespräch mit der APA räumte Lee ein, dass die sicherste Weise, geheim zu kommunizieren auch angesichts aller komplexer Verschlüsselungstechnologien immer noch ein diskretes persönliches Gespräch fern jeglicher Elektronik oder zumindest mit vollkommen ausgeschalteten Mobiltelefonen sei.

Die indische Slow-Food-Pionierin Vandana Shiva schickte eine exklusive Videobotschaft an das Grazer Publikum. Dem Vernehmen nach laufen Bemühungen, die Umweltaktivistin, die auch Trägerin eines alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) ist, im kommenden Jahr als Live-Gast in die steirische Hauptstadt zu bringen.

Am deutlichsten trat das immer wieder paradox anmutende Spannungsfeld der postmodernen Protestbewegung, die eine Art inhärentes Leitmotiv des Festivals ist, im Musikblock der Eröffnungsveranstaltung zutage. Hier trafen durchaus konträre Welten aufeinander, die vom seltsam passiven, vorwiegend jungen, uniform gekleideten und sich ebenso verhaltenden Publikum scheinbar aber nicht als konträr empfunden wurden.

Einerseits waren da die gewitzte Sounddesignerin Mimu Merz und ihr Cello spielender Mitstreiter Lukas Lauermann, die mit dezent “gebjörktem” Gesang und an Sigur Ros gemahnenden atmosphärischen Klängen mehr als nur auf eine Weise an die innovative Nordatlantik-Insel Island denken ließen. Oder die britisch-kosmopolitische Word-Artistin Deanne Rodger, deren beherzte, engagierte Lyrik-Kaskaden so etwas wie einen modernen Hippiegeist heraufbeschworen.

Auf der anderen Seite geriet das solide, aber wenig einfallsreiche DJ-Set von Marcello Basstrojani zum belanglosen Pausenfüller. Noch schlimmer fiel der Auftritt des US-amerikanischen Musikers und Video-Klempners Torn Hawk aus, der mit langatmigem Gitarre-Elektronik-Brei und öden Porno- und Trash-Horror-Loops auf dem Videoschirm – eine Art Bildschirmschoner aus der Hölle – um fast eine Stunde überzog und so den nächtlichen Auftrittsfahrplan völlig aus dem Lot brachte.

Einen ersten musikalischen Höhepunkt erreichte das Elevate-Festival mit dem Auftritt der österreichischen Techno-Aushängeschilder Elektro Guzzi. Das als Jazz-Profis ausgebildete Trio aus Gitarre (Bernhard Hammer), Bass (Jakob Schneidewind) und Schlagzeug (Bernhard Breuer) überzeugte mit seinen kompromisslosen und dabei trotzdem beseelten Beats, dass Musiker aus Fleisch und Blut auch in einem von der Elektronik geprägten Genre wie dem Techno unverzichtbar sind.

Mit ihrem neuen Album “Observatory” liefert das international etablierte Wiener Trio einen verkappten Meilenstein ab. Der Kalimba-betriebene Closer “The Grist” etwa hat das Zeug zum progressiven Techno-Klassiker. Damit gelang es am Eröffnungsabend wohl am besten, den Anspruch der geerdeten, aber technologiefreundlichen Alternative zur elitären Turbokonsum- und Kapitalgesellschaft musikalisch zu illustrieren. Spätnachts stand noch Lokalmatadorin Clara Moto auf dem Programm.

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“Name: Sophie Scholl” im Wiener Landesgericht http://www.salzburg24.at/name-sophie-scholl-im-wiener-landesgericht/apa-1420900176 http://www.salzburg24.at/name-sophie-scholl-im-wiener-landesgericht/apa-1420900176#comments Fri, 24 Oct 2014 07:21:00 +0000 http://4125651

Seit Langem interessiert sich die Menschenrechtlerin Anna Müller-Funk für die Themen NS-Verbrechen und Erinnerungskultur, mit dem Theaterkollektiv werk89 und in Kooperation mit dem Dschungel Wien hat sie nun einen Weg gefunden, den Stoff an (junge) Menschen heranzutragen. Wie sie im Interview mit der APA wenige Tage vor der Premiere erzählt, war Landesgerichtspräsident Friedrich Forsthuber der ideale Partner für die Realisierung ihrer Idee. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass das Stück rund um eine Jus-Studentin, die ausgerechnet den selben Namen wie die berühmte deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl trägt, im Großen Schwurgerichtssaal stattfinden kann. “Beim Bau des Saals hat man sich bewusst die klassische Antike zum Vorbild genommen”, so Forsthuber. “Er hat etwas Bühnenhaftes.”

“Was würden wir machen, wenn wir in Sophie Scholls Rolle wären?” – Diese Frage nimmt die deutsche Autorin Rike Reiniger zum Ausgangspunkt des Auftragswerks, das “nicht bloß aus einer Collage historischer Dokumente besteht”, so Regisseurin Melika Ramic, sondern mithilfe einer heutigen Figur in einer Konfliktsituation “eine Reibung” mit der historischen Heldin erzielen will. “Es ist für uns eine Art Versuchsanordnung, ein Experiment”. Wichtig ist den Macherinnen von “Name: Sophie Scholl”, die beiden Frauen nicht miteinander vergleichen zu wollen. Während Sophie Scholl 1943 vom NS-Regime hingerichtet wurde, nachdem sie als Urheberin von zum Widerstand aufrufenden Flugblättern entdeckt worden war, geht es bei der Sophie Scholl im Jahr 2014 um den Zwiespalt zwischen einer moralischen und einer karrieretechnischen Entscheidung.

Im Schwurgerichtssaal wartet sie als Zeugin auf ihre Befragung zu einem Betrugsfall in Zusammenhang mit Prüfungsfragen für die Abschlussprüfung an der Uni. Sie könnte die Sekretärin, der die Weitergabe der Fragen unterstellt wird, entlasten. Dann aber kann sie – unter dem Druck des schuldigen Professors sowie zahlreicher Studienkollegen – ihren Abschluss mit Auszeichnung und das folgende Leben als gut bezahlte Staatsanwältin vergessen. Ihr Name ist ihr dabei eine Bürde. Kann man als Sophie Scholl eine ausschließlich eigensinnige Entscheidung treffen und vor Gericht die Aussage verweigern?

Die Architektur des Stückes ermöglicht es, den inneren Konflikt mithilfe von Rückblenden auf die Vorgeschichte sowie Schlaglichter auf Lebensstationen der historischen Sophie Scholl zuzuspitzen. “Das Stück besteht aus mehreren Blöcken, in denen sich die Gedanken der Jus-Studentin mit Szenen aus dem Leben der historischen Sophie abwechseln”, erklärt Ramic. Gespielt werden alle Figuren des Stücks von Suse Lichtenberger. “Das, was sie aus diesem Namen lernt, ist die Auseinandersetzung mit sich selbst”, so Lichtenberger, die noch einmal betont, dass die beiden Schicksale nicht verglichen werden. “Vielmehr geht es uns um zivilcouragiertes Handeln, einen aufrechten Gang”.

Das Stück selbst sei absichtlich nicht lokal verortbar, so Müller-Funk. Sophie Scholl wurde in München hingerichtet, derselbe Henker habe unter anderem auch in Wien Todesurteile vollstreckt. Im Wiener Landesgericht waren es zwischen 1938 und 1945 insgesamt 1.200. An sie erinnert die im Herzen des Landesgerichts befindliche “Weihstätte”, die durch eine kleine Ausstellung zu Einzelschicksalen der hier ermordeten Menschen ergänzt ist. Sie kann am Nationalfeiertag im Rahmen einer Führung durch das Landesgericht besichtigt werden. Um 17 Uhr wird der Große Schwurgerichtssaal für einen Vortrag zu “175 Jahren Rechtsentwicklung in Österreich” geöffnet. Danach gehört der Saal ab dem 29. Oktober für sechs Vorstellungen der Erinnerung an Sophie Scholl.

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Fritz-Kortner-Retrospektive bei der 52. Viennale http://www.salzburg24.at/fritz-kortner-retrospektive-bei-der-52-viennale/apa-1420899992 http://www.salzburg24.at/fritz-kortner-retrospektive-bei-der-52-viennale/apa-1420899992#comments Fri, 24 Oct 2014 07:12:00 +0000 http://4125636

Das Special startet am Feitagabend um 21.00 Uhr mit der ersten Filmregie-Arbeit von Leopold Jessner, der mit Kortner bereits am Theater zusammengearbeitet hatte. Der Stummfilm “Hintertreppe” aus dem Jahr 1921 ist der erste von insgesamt fünf Stummfilmen, die im Rahmen des Schwerpunkts gezeigt werden. Zu ihnen zählt auch Georg Wilhelm Pabsts “Die Büchse der Pandora” aus dem Jahr 1929 – jener Wedekind-Adaption, die als Kortners wohl berühmteste Stummfilmpräsenz (als Dr. Schön) gilt. Der Abend beginnt mit einer Einführung zum filmischen Werk Kortners von Martin Girod.

Ebenfalls 1929 entstand Kurt Bernhardts “Die Frau, nach der man sich sehnt”, mit der Kortner an der Seite von Marlene Dietrich ins Tonfilm-Fach wechselte. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten wirkte er auch noch in Filmen wie Richard Oswalds “Dreyfus” (1930) oder Hans Behrendts “Danton” (1931) mit. “Der brave Sünder” aus demselben Jahr gilt laut Viennale-Programm als “die bedeutendste Hinterlassenschaft” des nunmehr in die Filmregie gewechselten Schauspielers. Das Drehbuch stammt von Kortner und Alfred Polgar und basiert auf dessen ursprünglich für das Theater geschriebener Komödie “Die Defraudanten”.

Im zunächst englischen, dann amerikanischen Exil entstanden Werke wie “Abdul the Damned” (1935) oder der Anti-Nazi-Film “The strange Death of Adolf Hitler” (1943), an dessen Drehbüchern Kortner beteiligt war und in denen er mit starkem deutschen Akzents mitspielte. Bevor sich Kortner nach seiner Rückkehr nach Deutschland wieder dem Theater verschrieb und dort eine bedeutende Regie-Karriere hinlegte, hinterließ er der Filmwelt 1949 noch “Der Ruf”: Regie bei dem “ambitionierten Nachkriegsfilm” (Viennale) führte Josef von Baky. Das Werk ist am 2. November im Metro Kino zu sehen.

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Ausstellung “Kunstraub-Raubkunst” in Schwerin http://www.salzburg24.at/ausstellung-kunstraub-raubkunst-inschwerin/apa-1420900140 http://www.salzburg24.at/ausstellung-kunstraub-raubkunst-inschwerin/apa-1420900140#comments Fri, 24 Oct 2014 07:06:00 +0000 http://4125613

Im Mittelpunkt der bis zum 1. Februar laufenden Schau stehen Kunstschätze aus den Sammlungen der Mecklenburgischen Herzöge, die 1807 von napoleonischen Truppen in den Pariser Louvre gebracht worden waren. Etwa 70 Bilder aus Schwerin, vorwiegend holländischer und flämischer Maler, wurden dort gezeigt. 1816 kehrten sie nach Schwerin zurück.

Eine größere Abteilung ist auch dem Kunstraub der Nationalsozialisten gewidmet. Aus dem Schweriner Landesmuseum wurde als “entartet” diffamierte Kunst entfernt und zum Teil profitabel ins Ausland verkauft. Dafür steht in der Ausstellung Ernst Barlachs Skulptur “Das Wiedersehen”. Während des Zweiten Weltkrieges wurden überall Kunstwerke zum Schutz vor Zerstörung ausgelagert. Aus Schwerin gelangten Gemälde nach Celle, Waffen und Uniformen in die Sowjetunion. Sie kamen 1958 und 1961 zurück. Mehr als 5.000 Kunstwerke gelten jedoch noch immer als “kriegsbedingt vermisst”.

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Spanische Asturien-Preise ändern ihren Namen http://www.salzburg24.at/spanische-asturien-preise-aendern-ihren-namen/apa-1420892842 http://www.salzburg24.at/spanische-asturien-preise-aendern-ihren-namen/apa-1420892842#comments Thu, 23 Oct 2014 17:03:00 +0000 http://4125394

Sie zog damit die Konsequenzen aus dem Wechsel auf dem spanischen Thron. Spaniens König Felipe VI. hatte bis zur Ablösung seines Vaters Juan Carlos den Titel des Prinzen von Asturien getragen, der dem Thronfolger zusteht. Mit dem Amtsantritt von Felipe als König im Juni dieses Jahres ging der Titel an Felipes achtjährige Tochter Leonor über, die seither Kronprinzessin ist.

Die Preise, die mit jeweils 50.000 Euro dotiert sind, gelten als die “spanische Version der Nobelpreise”. Die Auszeichnungen des Jahres 2014 wird Felipe an diesen Freitag den Preisträgern erstmals als König überreichen.

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Nationalrat: Buchpreisbindung auch für auf E-Books http://www.salzburg24.at/nationalrat-buchpreisbindung-auch-fuer-auf-e-books/apa-1420892260 http://www.salzburg24.at/nationalrat-buchpreisbindung-auch-fuer-auf-e-books/apa-1420892260#comments Thu, 23 Oct 2014 16:41:00 +0000 http://4125371

Ohne Mehrheit blieb ein Entschließungsantrag der Grünen, mit dem die Bundesregierung aufgefordert werden sollte, sämtliche kulturellen Belange aus dem EU-USA-Freihandelsabkommen TTIP auszunehmen. Geschehe dies nicht, wäre die Buchpreisbindung sonst “für die Fische”, warnte Kultursprecher Wolfgang Zinggl.

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Baskischer Autor Ramiro Pinilla tot http://www.salzburg24.at/baskischer-autor-ramiro-pinilla-tot/apa-1420890500 http://www.salzburg24.at/baskischer-autor-ramiro-pinilla-tot/apa-1420890500#comments Thu, 23 Oct 2014 14:58:00 +0000 http://4125305

Als junger Mann hatte Pinilla zunächst als Schiffsmaschinist und später bei den Gaswerken in Bilbao gearbeitet. In seiner Freizeit widmete er sich der Literatur. 1960 gewann er mit einem seiner ersten Werke, dem später auch ins Deutsche übersetzten Roman “Die blinden Ameisen”, den angesehenen Nadal-Preis. 1971 errang er den zweiten Platz im Wettbewerb um den Planeta-Literaturpreis.

Schon damals galt er als Erneuerer der spanischen Prosa. Pinilla verabschiedete sich jedoch für drei Jahrzehnte vom offiziellen Literaturbetrieb und gab seine Werke nur noch in kleinen lokalen Verlagen heraus. 2004 feierte er mit der mehrfach ausgezeichneten Trilogie “Verdes valles, colinas rojas” (Grüne Täler, rote Hügel) ein Comeback. Seine anschließend veröffentlichten Romane “Der Feigenbaum” und “Nur ein Toter mehr” erschienen auch auf Deutsch.

In dem vor zwei Jahren erschienenen Roman “Aquella edad inolvidable” (Jenes unvergessliche Alter) befasst er sich mit der Begeisterung in seiner Heimatstadt für den Fußballclub Athletic Bilbao. “Athletic ist wie eine Aspirin-Tablette, die gegen alles Mögliche hilft”, sagte er.

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Beethovenhaus in Baden öffnet wieder seine Pforten http://www.salzburg24.at/beethovenhaus-in-baden-oeffnet-wieder-seine-pforten/apa-1420889546 http://www.salzburg24.at/beethovenhaus-in-baden-oeffnet-wieder-seine-pforten/apa-1420889546#comments Thu, 23 Oct 2014 14:28:00 +0000 http://4125250

Die Ausstellung ist über drei Stockwerke aufgeteilt und versteht sich als “vertikale Zoomfahrt vom Tonsetzer zum Ton”. In der Wohnung gehe es um den Komponisten Beethoven, im Parterre um eines seiner bedeutendsten Werke im Detail und im Untergeschoß um die Geheimnisse des Hörens, hieß es.

Dafür wurde u.a. im Keller ein eigener Bereich geschaffen, der Besucher die fortschreitende Taubheit von Beethoven am eigenen Leib erfahren lässt. Im sogenannten akustischen Erlebnisraum wird einem nahe gebracht, wie es sich anfühlt, langsam das Gehör zu verlieren. Ein weiteres Extra-Zimmer ist der Europahymne auf der Spur. Der vierte Satz der Neunten Symphonie, die überwiegend in diesem Gebäude entstanden ist, wird dort multimedial interpretiert und nicht nur zu hören, sondern auch visuell per Notentext zu verfolgen sein.

In der Wohnung können Besucher originale Erinnerungsstücke des Maestros – u.a. ein Porträt Beethovens oder Texte aus Briefen, die er in Baden verfasst hat – bewundern. Das Beethovenhaus wurde in den vergangenen zwei Jahren trockengelegt und restauriert. Zudem wurde ein Lift eingebaut.

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Lehrerausbildung: Musikrat schlägt “Musikalarm” http://www.salzburg24.at/lehrerausbildung-musikrat-schlaegt-musikalarm/apa-1420885800 http://www.salzburg24.at/lehrerausbildung-musikrat-schlaegt-musikalarm/apa-1420885800#comments Thu, 23 Oct 2014 12:42:00 +0000 http://4125123

“Statt wie früher rund 14 Stunden umfasst die Musikausbildung für angehende Volksschullehrer in Zukunft nur noch rund vier Stunden in der Grundausbildung”, so der Musik-Fachinspektor im Wiener Stadtschulrat, Ferdinand Breitschopf, in “News”. Schon jetzt sei die Musikausbildung der Volksschullehrer schlecht, so ÖMR-Präsident Harald Huber. Künftig würde der stark eingeschränkte Musikunterricht an den PH nur noch in Gruppen stattfinden, wodurch etwa das nur im Einzelunterricht mögliche Erlernen von Instrumenten praktisch wegfalle.

Bei der Ausbildung der Sekundarschul-Lehrer fürchtet der ÖMR eine Überlastung der Musik-Unis. Derzeit werden die AHS-Lehrer an den Unis ausgebildet, die Hauptschul- bzw. Neue Mittelschullehrer an den PH. Künftig gibt es im Sekundarstufenbereich eine Verpflichtung zur Kooperation der Einrichtungen zumindest im Masterbereich – wie diese genau aussehen wird, steht aber noch nicht fest.

Außerdem stößt sich der ÖMR an den Subventionskürzungen für Musik-Wettbewerbe wie “prima la musica” bzw. das “Jugendsingen”.

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Friederike Mayröcker wird von Republik geehrt http://www.salzburg24.at/friederike-mayroecker-wird-von-republik-geehrt/apa-1420887222 http://www.salzburg24.at/friederike-mayroecker-wird-von-republik-geehrt/apa-1420887222#comments Thu, 23 Oct 2014 12:37:00 +0000 http://4125114

Zudem werden bei dem Treffen durch die Verleihung des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst neue Mitglieder in die Kurien für Wissenschaft und Kunst aufgenommen: Die Auszeichnung erhalten die Molekularbiologin Barbara Hohn, der Mathematiker Bruno Buchberger und der iranische Filmregisseur Abbas Kiarostami. Mayröcker hat bereits 1987 das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst erhalten, dessen Träger die beiden Kurien für Wissenschaft und für Kunst bilden.

Diese Auszeichnung wird an Wissenschafter und Künstler verliehen, “die sich durch besonders hochstehende schöpferische Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Kunst allgemeine Anerkennung und einen hervorragenden Namen erworben haben”. Insgesamt dürfen maximal 36 österreichische Staatsbürger – je 18 auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Kunst – und 36 Ausländer Besitzer des Ehrenzeichens sein. Für neue Mitglieder gilt das Prinzip der Selbstergänzung: Sie werden von den jeweiligen Kurien gewählt.

Mayröcker, geboren am 20. Dezember 1924 in Wien, zählt zu den bedeutendsten österreichischen Gegenwartsliteraten. Sie verfasste ihre ersten Arbeiten Ende der 1930er Jahre. Seit 1956 arbeitet sie als freie Autorin und schreibt Gedichte, Prosa, dramatische Texte für Bühne und Hörfunk sowie Kinderbücher. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter mit dem Büchner-Preis.

Barbara Hohn, die bereits im Vorjahr in die Wissenschaftskurie aufgenommen wurde und nun das Ehrenzeichen persönlich entgegennimmt, wurde am 15. September 1939 in Klagenfurt geboren und studierte in Wien Biochemie. Sie arbeitete u.a. an der Yale University, der Stanford Medical School und der Universität Basel, 1978 wurde sie Mitglied des Friedrich-Miescher-Institute for Biomedical Research in Basel. Die hochdekorierte Forscherin fand u.a. heraus, dass Stress das Pflanzenerbgut epigenetisch beeinflusst und diese Modifikationen vererbt werden können.

Bruno Buchberger, geboren am 22. Oktober 1942 in Innsbruck, studierte in seiner Heimatstadt Mathematik und war schon früh auf dem Gebiet der Computeralgebra erfolgreich. 1974 wurde er Professor für Computer-Mathematik an der Uni Linz, wo er 1987 das Forschungsinstitut für Symbolisches Rechnen (RISC) gründete. Zwei Jahre später gründete er den Softwarepark Hagenberg, dessen Leitung er erst heuer zurücklegte.

Abbas Kiarostami, geboren am 22. Juni 1940 in Teheran, zählt zu den bedeutendsten und bekanntesten iranischen Filmregisseuren. Der Filmemacher wurde 1984 für “Wo ist das Haus meines Freundes?” in Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. 1997 erhielt er die Goldene Palme in Cannes für “Der Geschmack der Kirsche” und 1999 den Großen Preis der Jury in Venedig für “Der Wind wird uns tragen”. Der Regisseur beschäftigt sich außerdem mit Fotografie und Lyrik, ist auch als Maler tätig und hat Opern inszeniert.

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“All the World’s Futures” ist Thema der Biennale http://www.salzburg24.at/all-the-worlds-futures-ist-thema-der-biennale/apa-1420886594 http://www.salzburg24.at/all-the-worlds-futures-ist-thema-der-biennale/apa-1420886594#comments Thu, 23 Oct 2014 12:25:00 +0000 http://4125097

“Wie kann die Kunst den Wandlungen dieser Epoche einen Sinn geben? Die Biennale will die Welt repräsentieren und die vielen politischen und sozialen Änderungen in den Vordergrund stellen”, berichtete Biennale-Präsident Paolo Baratta nach Medienangaben. Heimo Zobernig wird diesmal (nach Matthias Poledna 2013) den österreichischen Pavillon bespielen.

Die Kunstbiennale 2015 steht unter der Regie des neuen Kunstdirektors Okwui Enwezor, seit Oktober 2011 Direktor des Hauses der Kunst in München. Vorher war der Nigerianer Kunstkritiker und Autor sowie außerordentlicher Kurator am International Center of Photography in New York und künstlerischer Leiter der Johannesburg-Biennale.

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Britischer Rockmusiker Alvin Stardust ist tot http://www.salzburg24.at/britischer-rockmusiker-alvinstardust-ist-tot/apa-1420885588 http://www.salzburg24.at/britischer-rockmusiker-alvinstardust-ist-tot/apa-1420885588#comments Thu, 23 Oct 2014 11:47:00 +0000 http://4125046

Ein Star wurde er jedoch in der Glam-Rock-Szene der 1970er mit Hits wie “My Coo Ca Choo” (1973) oder “Jealous Mind” (1974). Im Herbst sollte mit “Alvin” sein erstes Studio-Album seit 30 Jahren erscheinen. Der Musiker, der mit richtigem Namen Bernard Jewry hieß, starb im Kreise seiner Familie.

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Belvedere zeigt Kunst “im Lichte Monets” http://www.salzburg24.at/belvedere-zeigt-kunst-im-lichte-monets/apa-1420885184 http://www.salzburg24.at/belvedere-zeigt-kunst-im-lichte-monets/apa-1420885184#comments Thu, 23 Oct 2014 12:52:00 +0000 http://4125024

“Wir beleuchten mit dieser Ausstellung die Strahlkraft dieses Giganten und seinen Einfluss auf die österreichische Landschaftsmalerei”, sagte Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco bei der heutigen Pressekonferenz. “Wir sind ja in der glücklichen Lage, dass wir drei wunderbare Werke dieses Künstlers haben.” Der 1903 angekaufte “Koch” ist in der Schau natürlich ebenso zu sehen wie “Fischer an der Seine bei Poissy” und der in den 1930er-Jahren erworbene “Weg in Monets Garten in Giverny”.

Gemeinsam mit den übrigen, von vielen Leihgebern zusammengetragenen Werken Monets funktioniere die Schau “auch als kleine Retrospektive” und konfrontiere fast zwei Jahrzehnte nach der letzten großen Monet-Ausstellung im Belvedere (1996) nun eine neue Besucher-Generation mit den impressionistischen Meisterwerken, sagte Kurator Stephan Koja. Vor allem aber gelingt es ihm, ein klares Konzept nicht nur stringent, sondern auch vergnüglich umzusetzen. Denn das empfohlene Ratespiel, sich bei den Bildern selbst zu überlegen, ob sie von Meister Monet oder jemandem anderen stammen, macht Spaß und den Kern der Ausstellung unmittelbar anschaulich: Monet war Vorbild und Trendsetter, seine kompositorischen und motivischen Anregungen sind unübersehbar.

Im ersten Raum zeigt Koja acht Monet-Gemälde, die zu Lebzeiten des Künstlers (1840-1926) in Wien zu sehen waren. Schon damals seien aber die österreichischen Künstler viel gereist, auch eine ganze Reihe von Publikationen habe sich damals mit Monet beschäftigt: “Der Beitrag der deutschsprachigen Kunstgeschichte zur Bewertung des Impressionismus ist ganz erstaunlich.” In den folgenden Räumen begegnet man immer wieder verblüffenden Parallelen und Konfrontationen.

Ein 1900 gemaltes, wunderschönes Attersee-Bild von Gustav Klimt aus dem Leopold Museum, das formatfüllend ein flirrendes Licht- und Wellenspiel zeigt, hängt neben Monets “Seestück bei Pourville” aus 1882. Klimt wäre zumindest in der Landschaftsmalerei “ohne Monet nicht zu dem geworden, der er war”, ist Koja überzeugt. Auch die Nachbarschaft von Klimts “Schloss Kammer am Attersee” und Monets venezianischem “Palazzo Contarini” ist bestechend.

Dass um die Jahrhundertwende Mohnfelder “ein Modethema” (Koja) waren, wird ebenso gezeigt wie die Meisterschaft, mit der Olga Wisinger-Florian die Farb- und Blumenpracht ihrer Gartenmotive auf die Leinwand brachte. Der Vergleich ihrer “Pergola bei Mentone” (um 1900) mit Monets 1902 entstandenem Giverny-Bild ist einer der Höhepunkte der Schau, die mit der Einbeziehung der Fotografien von Heinrich Kühn auch eine kleine Überraschung bietet.

Mit zwei pointillistischen Donaukanal-Bildern von Franz Jaschke und vier Erzberg-Variationen von Herbert Boeckl, die auf fünf Versionen von Monets “Waterloo Bridge” treffen, wird untermauert, dass auch Monets Idee der Serie aufgegriffen wurde, ehe abschließend anschaulich wird, dass Monet “in seinem Oeuvre den Schritt in die Abstraktion der Moderne vollzogen hat: Die Seerosenbilder sind purer, reiner Gestus, bei dem das Pulsieren der Farbe fast ungehemmt ist”, so Koja. Die Ausstellung schließt mit einem Raum, in dem man von vier Großformaten Max Weilers umgeben ist.

“Wir zeigen nur tote Künstler”, denn “Kunsthistoriker sollten eine Generation Abstand halten”, begründete der Kurator den mit Weiler gesetzten Schlusspunkt. Obendrein sei die Orangerie “ein begrenzter Raum”. Doch zeigten etwa die Arbeiten der Tiroler Malerin Andrea Bischof ein Weiterwirken Monets bis in die Gegenwart. Die von einem Journalisten vorgebrachte Anregung, diesen Gegenwartsbezug vielleicht im 21er Haus herzustellen, hielt Husslein-Arco für keine schlechte Idee: “Das kann man vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt machen…”

(S E R V I C E – “Im Lichte Monets. Österreichische Künstler und das Werk des großen Impressionisten”, Ausstellung in der Orangerie des Unteren Belvedere, 24. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015, Tgl. 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr, Katalog im Hirmer Verlag, 256 S., 36 Euro,)

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Pariser Kunstmesse FIAC groß wie nie http://www.salzburg24.at/pariser-kunstmesse-fiac-gross-wie-nie/apa-1420884516 http://www.salzburg24.at/pariser-kunstmesse-fiac-gross-wie-nie/apa-1420884516#comments Thu, 23 Oct 2014 10:50:00 +0000 http://4124951

Das Gros der Aussteller kommt diesmal aus den USA, Frankreich und Deutschland. Aus Österreich sind heuer die Galerie Krinzinger, die Galerie nächst St. Stephan, die Galerie Gabriele Senn sowie die Galerie Ropac, die Standorte in Salzburg und Paris hat, vertreten.

Mit der (OFF)ICIELLE wurde in Paris auch die erste Nebenmesse der FIAC eröffnet. Sie ist für junge Galeristen bestimmt und findet in der seit 2012 existierenden Cite für Mode und Design in den Docks an der Seine statt. Mehr als 65 Galeristen zeigen ihre Künstler in der (OFF)ICIELLE.

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“Auf einem Teppich aus Luft”: Hans Raimunds Lyrik http://www.salzburg24.at/auf-einem-teppich-aus-luft-hans-raimunds-lyrik/apa-1420883418 http://www.salzburg24.at/auf-einem-teppich-aus-luft-hans-raimunds-lyrik/apa-1420883418#comments Thu, 23 Oct 2014 09:42:00 +0000 http://4124833

Die mühsame und oft unbedankte Praxis des Übersetzens und die Reflexion über Grenzen von Übersetzbarkeit, speziell bei Lyrik, beschäftigen den in Petzelsdorf (Bezirk Scheibbs) geborenen Niederösterreicher seit jeher. Umso reizvoller ist es nun, sorgfältige Mittel und entsprechende Zugänge mit ihm befreundeter Autoren und Übersetzer (Timothy O’Brien, David Chorlton, Robert Dassanowsky, Vera Neuroth und Christopher Whyte) zu erkunden.

Das namensgebende Gedicht spielt auf den orientalisierenden Mythos vom fliegenden Teppich an. Der Flug mit dem Luftteppich jedoch gerät zum Sturz ins Bodenlose, zum Fallen “ins Lauern der Geier”. Dieses Bild erscheint geradezu symptomatisch für den strengen Desillusionisten, der hier am Werk ist, am schonungslosesten sich selbst gegenüber, dabei formal, sprachlich und inhaltlich stets von größter Stringenz. Die scheinbar einfachen Dinge des Lebens und die traumatisierenden Katastrophen, in einer “sklavischen Art zu träumen” zum “Sakrament des Schauens” verbunden und verdichtet – ernsthafter und zugleich skrupelhafter können Erfahrung und Literatur nicht kongruieren.

Karl-Markus Gauß hat dem Band ein einfühlsames Vorwort vorangestellt, Raimund erhellt in seinem autobiografischen Nachwort (“Vom Reisen wider Willen”) wesentliche Aspekte seines Schaffens. Erhellend wirken auch Leonard Cohens “Anthem”-Anfangszeilen als Motto: “There is a crack in everything / That’s how the light gets in”.

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Bildhauer Stephan Balkenhol in Landesgalerie Linz http://www.salzburg24.at/bildhauer-stephan-balkenhol-in-landesgalerie-linz/apa-1420881696 http://www.salzburg24.at/bildhauer-stephan-balkenhol-in-landesgalerie-linz/apa-1420881696#comments Thu, 23 Oct 2014 08:50:00 +0000 http://4124729

“Ich will alles auf einmal: Sinnlichkeit, Ausdruck, aber nicht zu viel, Lebendigkeit, aber keine oberflächliche Geschwätzigkeit, Momentanität, aber keine Anekdote, Witz, aber keinen Kalauer, Selbstironie, aber keinen Zynismus”, erklärte Balkenhol vor 30 Jahren. In erster Linie gehe es um “eine schöne, stille, bewegte, viel- und nichtssagende Figur”. Bei seinen Skulpturen wird Holz als bevorzugter Werkstoff grob bearbeitet, Gestik und Mimik sind weitgehend reduziert. Das Ergebnis: eine beeindruckende Unmittelbarkeit und eine intensive räumliche Präsenz.

In Linz sind installative Werkgruppen, in denen Skulpturen mit Wandarbeiten verknüpft sind, genauso zu sehen wie großformatige Reliefs, die aus der Überarbeitung von Fotomotiven auf Holz entstanden sind. Dazu kommen Ausstellungsstücke mit mythologischem Hintergrund. Zu einem Hybrid in Form eines Menschen mit Löwenkopf gesellen sich u.a. ein “Mann mit roter Schleife” und ein Satyr.

Die Landesgalerie bietet zur Schau ein umfangreiches Vermittlungsprogramm, das sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene richtet. Kommenden Sonntag können kleine Besucher selbst zu Künstlern werden und ihre eigene Holzskulptur bauen, kleben, bemalen und verzieren. Für 5. Februar wurde die Themenführung “Mythos und Eros im Werk von Stephan Balkenhol” mit der Leiterin der Landesgalerie, Gabriele Spindler, angekündigt.

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Neil Gaiman in Wien: Von Kindheit, Horror, Magie und Lieblingscharakteren http://www.salzburg24.at/neil-gaiman-in-wien-von-kindheit-horror-magie-und-lieblingscharakteren/4124513 http://www.salzburg24.at/neil-gaiman-in-wien-von-kindheit-horror-magie-und-lieblingscharakteren/4124513#comments Thu, 23 Oct 2014 09:51:09 +0000 http://4124513

Es ist ein nasskalter, ungemütlicher Nachmittag, wie er ohne Weiteres Schauplatz einer seiner Geschichten sein könnte, als Neil Gaiman mir am Mittwochnachmittag am Tisch eines leeren Hotel-Restaurants in der Herrengasse in der Wiener Innenstadt gegenübersitzt.

Neil Gaiman: Geschichtenerzähler par excellence

Der erste Eindruck von dem hochkarätigen Autor, der für seine Comics, Romane, Drehbücher und Co. so ziemlich jeden namhaften Fantasy-Preis erhalten hat, verstärkt sich unser ganzes Gespräch hindurch immer mehr: Gaiman könnte sympathischer nicht sein. Er trinkt, ganz Engländer, kannenweise Pfefferminztee, während er aus dem Nähkästchen plaudert.

Egal, worum es geht, man spürt: Der Mann in Schwarz mit dem strubbeligen Haar und leicht angegrauten Bart, der so ein gewähltes, schönes britisches Englisch spricht, ist ein Geschichtenerzähler durch und durch. Umso spannender, zu erfahren, dass der phantastisch anmutende Plot seines aktuellen Romans “The Ocean at the End of the Lane” (deutscher Titel: “Der Ozean am Ende der Straße”) nicht gänzlich seiner unerschöpflich scheinenden Phantasie entsprungen ist (wer das höchst empfehlenswerte Buch noch nicht gelesen hat, sei an dieser Stelle vor Spoilern gewarnt).

Am Anfang war ein Mini

Dass der Roman leicht autobiographisch sei, hat Gaiman schon mehrfach in Interviews anklingen lassen – weshalb ich ihm die Frage nach dem Realitätsgehalt hinter der Geschichte überhaupt stelle. Ausgelöst habe die Beschäftigung mit den Erinnerungen an seine Kindheit ausgerechnet ein Auto, ein Mini. Einen solchen Wagen hat Gaiman selbst sich, wie er erzählt, im Jahr 2003 zugelegt, und sich dabei an den Wagen seiner Familie erinnert, als Klein Neil sechs Jahre alt war.

Darauf angesprochen, warum die Gaimans dieses Auto damals weggegeben hätten, habe ihn sein Vater erstaunt gefragt, ob er ihm nie erzählt habe, was damit passiert sei – und schon ist Gaiman mittendrin, die Anekdote wiederzugeben, die Eingang in den Roman gefunden hat: den Selbstmord eines Opalminen-Arbeiters aus Südafrika, der bei Familie Gamain Quartier genommen hatte, und sich in deren Wagen das Leben nahm, nachdem er sein ganzes Geld und sämtliche Ersparnisse seiner Freunde verspielt hatte. Was den Autor Jahre später dazu motivierte, diese wahre Begebenheit für seinen Roman zu nutzen. Im Gespräch mit VIENNA.at führt Gaiman in diesem Zusammenhang aus, dass er das Schreiben liebe, und es sich für ihn nicht wie Arbeit anfühle. Als Workaholic empfinde er sich selbst trotz all seiner Produktivität nicht.

Eine Liebeserklärung an Amanda Palmer

Entstanden ist das Buch als eine Art Liebeserklärung für seine Frau Amanda Palmer, ihres Zeichens Rockmusikerin (vormals der Dresden Dolls, inzwischen mit eigener Band tätig). Wie Gaiman erzählt, habe er sie 2012 während ihres dreimonatigen Australien-Aufenthalts für Aufnahmen zu ihrem Album “Theatre is evil” so sehr vermisst, dass er ihr ein besonders romantisches Geschenk zukommen lassen wollte – eine eigens für sie geschriebene Geschichte, in der er ihr die Orte seiner Kindheit zeigen wollte, die heute in der Form nicht mehr existieren.

Was als Brief begann, wuchs sich nach und nach zum Roman aus, der Gaimans Lieblingsromanfigur aus all seinen Werken enthält, wenn er denn eine wählen müsste – was nach eigener Aussage in etwa so ist, als müsste man unter allen seinen Kindern das Liebste nennen: Lettie Hempstock. Die pfiffige Elfjährige, die gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter die zentrale, übersinnlich anmutende “Dreifaltigkeit” im “Ozean am Ende der Straße” bildet, trägt Züge von Palmer, wie sie wohl als kleines Mädchen gewesen sei, so Gaiman. Kleinigkeiten, die er an ihr liebe, habe er in den Charakter Letties einfließen lassen. (Als Lieblingscharakter aus den “Sandman”-Comics nennt Gaiman gegenüber VIENNA.at Merv Pumpkinhead – weil dieser immer in klaren Worten seine Meinung sage.)

Gruselig und spannend:
“The Ocean at the End of the Lane”

Als Lettie im Roman unmittelbar im Anschluss an den Selbstmord des eingemieteten Gastes auftritt, nimmt die Geschichte ihre Wendung ins Düstere, Mysteriöse und Übersinnliche, was dazu führt, dass der Roman nur bedingt für Kinder empfehlenswert ist. (Bei seiner Lesung in der Buchhandlung Morawa auf der Wiener Wollzeile erläutert Gaiman am Mittwochabend, dass er den Einstieg in die Geschichte mit Absicht etwas langatmiger gestaltet habe, um Kinder, die für die nachfolgenden Ereignisse noch zu klein seien, beim Lesen im Vorfeld abzuschrecken.)

Denn in dem Roman, der irgendwo zwischen den Genres Fantasy und Dark Fiction pendelt, geht es in weiterer Folge gehörig zur Sache. Besonders gruselig mutet die Figur des “Monsters” Ursula Monkton an, die etwa droht, dem namenlosen siebenjährigen Erzähler das Herz herauszureißen. Weitere Highlights des Grauens im “Ozean”-Roman: Ein mysteriöser Wurm, der erst ein Loch und dann sich selbst in den Fuß des kleinen Buben bohrt und ein Vater, der plötzlich gewaltsame Züge entwickelt und den eigenen Sohn in der Badewanne zu ertränken versucht. Beruhigend, in diesem Zusammenhang zu erfahren, dass die Elternfiguren im Roman mit Gaimans Eltern nichts gemein haben.

Neil Gaimans Lieblingsplätze in Wien

Wien sei eine seiner Lieblingsstädte auf der Welt, so Gaiman. Er liebe es, dass er hier seine Anonymität zurückbekomme und diese genießen könne (“it’s lovely and magic”) – was in den USA etwa ein Ding der Unmöglichkeit sei, wenn es auch vorkomme, dass er mit Regisseur Tim Burton verwechselt werde. Regelrecht ins Schwärmen gerät Gaiman, wenn es ums Einkaufen in Wien geht – sein Lieblingsort dafür sei der Naschmarkt. Begeistert zeigt er sich von uralten Geschäften, in denen man Waren erwerben könnte, die tatsächlich eine Geschichte haben, wie einen 90 Jahre alten Spazierstock aus Ebenholz und Knochen mit einem geschnitzten Kopf, den er einem Freund von einem seiner letzten Wien-Besuche mitgebracht habe. Auch kulinarisch bringt die Stadt seine Augen zum Leuchten – er habe hier nie etwas zu essen bekommen, das ihm nicht außerordentlich geschmeckt habe, und er müsse sich stark zurückhalten, hier nicht so viel Heiße Schokolade zu trinken, wie er Lust hätte, um nicht als “little fat man” in die USA zurückzukehren.

Von der Magie kleiner Buchhandlungen

Was Gaiman an seiner Wahlheimat stark kritisiert, ist der Mangel an guten Buchhandlungen, was den Autor zu einem seiner Herzensthemen bringt: der Notwendigkeit, als Konsument statt Online-Versandriesen wie Amazon eher kleine Buchhandlungen zu unterstützen. Er liebe Buchhandlungen abseits großer Ketten (“It is impossible to love an Barnes&Noble”), in denen die angebotenen Bücher jemand liebevoll ausgewählt habe, so Gaiman.

Die Buchhandlungen, die ihn glücklich machen, seien jene mit Seele, hinter denen richtige Menschen stünden, und in denen es zu entdecken gebe, was man nicht erwartet habe, zu finden – während man auf Amazon bestenfalls fände, wonach man gesucht habe. “Bookshops will give you the book that you are not looking for – and that is magic”, so Neil Gaiman abschließend.

(DHE)

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Tyson wird Mitglied von russischem Autorenverband http://www.salzburg24.at/tyson-wird-mitglied-von-russischem-autorenverband/apa-1420880964 http://www.salzburg24.at/tyson-wird-mitglied-von-russischem-autorenverband/apa-1420880964#comments Thu, 23 Oct 2014 07:06:00 +0000 http://4124503

Tyson ist einer der umstrittensten Sportler der vergangenen Jahrzehnte. In seinem Buch “Unbestreitbare Wahrheit” (2013) schildert er unter anderem den Kokainkonsum vor Kämpfen. In einem WM-Fight hatte er Evander Holyfield 1997 einen Teil von dessen Ohr abgebissen.

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