Salzburg24.at » Kultur http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Sat, 28 Mar 2015 22:10:17 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 Salzburger Osterfestspiele eröffnet – Jubel für Kurz-Opern http://www.salzburg24.at/salzburger-osterfestspiele-eroeffnet---jubel-fuer-kurz-opern/apa-1422924342 http://www.salzburg24.at/salzburger-osterfestspiele-eroeffnet---jubel-fuer-kurz-opern/apa-1422924342#comments Sat, 28 Mar 2015 21:59:00 +0000 http://4280885

Das lag nicht nur an Thielemann, seiner Sächsischen Staatskapelle und dem Chor der Dresdner Staatsoper, sondern in erheblichem Ausmaß auch an der Inszenierung und dem Bühnenbild von Philipp Stölzl. Der im Video und Film affine Regisseur erzählte die beiden Eifersuchtsdramen telegen, ästhetisch anspruchsvoll und dramaturgisch geschickt. Stölzl teilte die Riesenbühne in sechs gleich große Flächen, die den Eindruck riesiger Bildschirme erweckten. Dort wurden gleichzeitig mehrere Aspekte der Handlung in verschiedenen Auflösungen und Perspektiven dargestellt.

Gesungen wurde ebenfalls auf hohem Niveau. Startenor Jonas Kaufmann in zentralen Rollen des “Turiddu” und “Canio” in beiden Opern, Liudmyla Monastyrska in der extrem großen und dramatischen Partie der “Santuzza” sowie Maria Agresta als “Nedda” haben das Premierenpublikum der Osterfestspiele 2015 hörbar am meisten beeindruckt.

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“Heidi” feiert TV-Comeback in 3D mit Titelsong von Andreas Gabalier http://www.salzburg24.at/heidi-feiert-tv-comeback-in-3d-mit-titelsong-von-andreas-gabalier/4280715 http://www.salzburg24.at/heidi-feiert-tv-comeback-in-3d-mit-titelsong-von-andreas-gabalier/4280715#comments Sat, 28 Mar 2015 17:25:32 +0000 http://4280715 “Ich habe mich riesig gefreut”, erinnerte sich der Sänger im APA-Gespräch an die Anfrage. “Zum Einen, weil das Kindheitserinnerungen sind, und zum Anderen sehe ich da auch Parallelen zu meiner Ferienkindheit bei meinen Großeltern am Land.”

3D-”Heidi” mit Gabalier-Titelsong

Gabalier mag das “Gute, Alte” an “Heidi”

Das Format, das am Ostermontag im ZDF Premiere feiert und ab 13. April immer Montag bis Freitag um 7 Uhr auf ORF eins zu sehen ist, habe jedenfalls auch heute noch Gültigkeit: “Hier wird das Gute, Alte wieder ein bisschen neu belebt. Das finde ich toll.”

Gerade Kinder seien ein sehr kritisches Publikum, wie Gabalier zu bedenken gab. “Die sind einen sehr, sehr hohen technischen Standard gewohnt. Daher würden sie sich die alten Folgen vielleicht gar nicht mehr anschauen.”

Sehr farbenfrohe 3D-Optik der TV-Serie

Die computergenerierten Bilder seien zwar anders, “aber der Eindruck ist gut. Das Bild ist total schön, weil alles so weich gezeichnet ist”, urteilte der Musiker. “Man nimmt in der 3D-Optik sehr viel mehr Farben wahr.”

Bei seiner Interpretation des Titelsongs, den in den 1970er-Jahren Gitti und Erika schmetterten, wollte er sich “möglichst ans Original halten”, wie Gabalier betonte. “Das ist einfach in den Köpfen verankert, und an einer alten Hymne muss man nicht großartig ruckeln.” Leicht sei es aber nicht zu singen gewesen. “Das muss erstmal nach etwas klingen, wenn man das als Bursch alleine singt”, schmunzelte Gabalier. “Es war nicht einfach, die passende Tonart zu finden. Aber mit der fertigen Version bin ich jetzt sehr happy.”

“Werte in Heidi”: Gabalier nachdenklich

Die Geschichte orientiert sich wie beim japanischen Original an den Geschichten der Schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri. “Die Werte, die da weitergegeben werden – also achtgeben auf die Natur oder der Umgang mit den Menschen -, das ist schon okay, dass man das kleine Kinder zumindest glauben lässt. Auch wenn die Realität da draußen oft anders ausschaut”, gab sich Gabalier nachdenklich. “Für ein Kind ist das schön, dass man das von der Pike auf ein bisschen mitbekommt.”

“Volks-Rock’n’Roller” als Ziegenpeter?

Ob ihn auch eine Sprechrolle in den insgesamt 39 Folgen gereizt hätte? “Vielleicht, warum nicht. Darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht”, so Gabalier. “Da ist ja dann die Frage, wenn ich gespielt hätte. Den Ziegen-Pieter?”, lachte der Steirer. “Aber einen kultigen Zeichentrick mal sprechen: Das hätte sicher auch was.” So steht für den Musiker derzeit aber Studioarbeit an: Er werkt am nächsten Album und will damit “hoffentlich” bis Mai fertig sein. Im Herbst steht dann die große Tournee an. “Da sind die zwei Großprojekte für heuer.”

(Das Gespräch führte Christoph Griessner/APA)

(apa/red)

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Mutige Uraufführung von “1984durchgestrichen” am Vorarlberger Landestheater http://www.salzburg24.at/mutige-urauffuehrung-von-1984durchgestrichen-am-vorarlberger-landestheater/4280554 http://www.salzburg24.at/mutige-urauffuehrung-von-1984durchgestrichen-am-vorarlberger-landestheater/4280554#comments Sat, 28 Mar 2015 12:13:37 +0000 http://4280554

Der Titel des Projekts schließt nahtlos an das George Orwell-Werk “1984″ an, das von einem totalitären Präventions- und Überwachungsstaat handelt. Nicht bedacht – weil wohl nicht vorstellbar – wurde damals, mit welcher Freude die Menschen im 21. Jahrhundert transparent sind. Überwachung – lustvoll zelebriert über die Neuen Medien – verspricht heute Selbsterkenntnis und Selbstoptimierung. Aus “Big Brother” wird “Big Sister”, und was in “1984″ noch mit Zwang passiert, wird beim Theaterprojekt “1984durchgestrichen” mit viel Freude erlebt. Zumindest wenn man die Wasserspiele der Protagonisten beobachtet.

Angriff auf die Freiheit hinterfragt

Der mehrfach preisgekrönte Autor und Regisseur Bernd Liepold-Mosser hinterfragt mit “1984durchgestrichen” den Angriff auf die Freiheit und die Privatsphäre. Sein Text ist einfach und voller Klarheit, die Aussagen sind deutlich und ohne viel Schnörkel. Liepold-Mossers Basis lässt den Darstellern zudem ausreichend Platz, eigene Ansichten einzubringen und in das Stück einzuarbeiten.

Die Uraufführung am Freitag brachte den Zuschauern eine Inszenierung mit mutigen Akteuren – auch im Spiel. Die vier Darsteller Hanna Binder, Jele Brückner, Stefan Maaß und Roman Schmelzer trotzten den Elementen auf der Bühne nicht nur, sondern führten diese geschickt und mit viel Spielfreude zusammen.

Darsteller in wenig schmeichelhaften Outfits

Die beiden Ausstatter Karla Fehlenberg und Aurel Lenfert steckten ihre Darsteller in wenig schmeichelhafte Outfits – unter anderem in grün-blaue Overalls. Sie schufen aber eine perfekte Harmonie zu dem umgebenden Raum. Die Bühne selbst ist ein “eiskalter” karger Raum. Die Wände dienen als Projektionsflächen für die ausgezeichneten Video-Einspielungen von Philip Kandler, und der Bühnenboden wird zum Planschbecken.

Herwig Zamernik war verantwortlich für den musikalischen Rahmen. Zamernik ist seit 1992 Mitglied der Band Naked Lunch und in diesem Zusammenhang schon bei der Produktion “Alcin@” am Vorarlberger Landestheater im vergangenen Jahr sehr positiv aufgefallen.

Regisseur Bernd Liepold-Mosser bedankte sich auch bei der Premierenfeier beim Haus für den Mut zu diesem Theaterprojekt: “Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Theater an so ein Werk herantraut. Danke für die Möglichkeiten, neue Dimensionen, neue Sichtweisen zu zeigen und trotz der Risiken dieses Zusammenwachsen zuzulassen.”

“1984durchgestrichen”
Theaterprojekt von Bernd Liepold-Mosser. Weitere Vorstellungen am Vorarlberger Landestheater in Bregenz: 1., 11., 16. und 21. April sowie 3. und 8. Mai, jeweils 19:30 Uhr. Karten: 05574 / 42 870-600, www.landestheater.org

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Centre Pompidou eröffnet erste Auslandsfiliale in Malaga http://www.salzburg24.at/centre-pompidou-eroeffnet-erste-auslandsfiliale-in-malaga/apa-1422919136 http://www.salzburg24.at/centre-pompidou-eroeffnet-erste-auslandsfiliale-in-malaga/apa-1422919136#comments Sat, 28 Mar 2015 11:36:00 +0000 http://4280541

Das Centre Pompidou besitzt eine der größten Kunstsammlungen der Welt. Knapp 75.000 Werke können aus Platzgründen aber nicht im Pariser Kunstzentrum ausgestellt werden. Aus diesem Grunde möchte man demnächst in verschiedenen Ländern Franchise-Museen ins Leben rufen.

Die erste Auslands-Filiale in der südspanischen Mittelmeermetropole Malaga gibt nun mit rund 100 Gemälden, Skulpturen und Videoinstallationen anschaulich einen Eindruck davon, welche Meisterwerke in den Kellern des Pompidous in Paris schlummern. Beeindruckende Selbstporträts von Frida Kahlo, Pablo Picasso und Francis Bacon wechseln sich mit Skulpturen von Max Ernst, Alberto Giacometti, Thomas Schütte und Joan Miro ab. Unter dem Motto “zerfallende Körper” werden in einem Saal Werke von Künstlern wie Pablo Picasso, Antonio Tapies, Willem De Kooning, Jean Dubuffets und Georg Baselitz ausgestellt. Sie umrahmen die knienden “Ghost”-Skulpturen des französisch-algerischen Künstlers Kader Attia.

In einem anderen Saal eint das Thema “Der Mensch ohne Gesicht” unter anderem Marc Chagalls “Dimanche”, Alexander Calders “Masken” und Fernand Legers “Femmes dans un interieur” mit Videoinstallationen von Yoko Ono und Gerard Malangas Video-Porträt von Andy Warhol aus dem Jahre 1964.

Die neue Museumsfiliale befindet sich mitten auf der Hafenpromenade Malagas und verteilt sich unterirdisch auf rund 2.000 Quadratmetern. Über dem Museum erhebt sich ein vom französischen Konzeptkünstler Daniel Buren gestalteter, bunter Glaswürfel, weshalb Malagas Pompidou-Filiale auch unter der Bezeichnung “der Würfel” bekannt ist.

Das Centre Pompidou wird zunächst für fünf Jahre in Malaga bleiben und jährlich drei wechselnde temporäre Ausstellungen zeigen. Nach Schätzungen von Pompidou-Direktor Seban werden alleine im ersten Jahr bis zu 250.000 Personen die spanische Museumsfiliale besuchen. Malaga gehört zu den touristisch am meisten wachsenden Städten Spaniens. Vor allem der Kreuzfahrttourismus hat in den vergangenen Jahren enorm zugelegt. Jährlich kommen bis zu zehn Millionen Touristen an die Costa del Sol.

Um vor allem die ausländischen Urlauber von der Costa del Sol nach Malaga zu locken, setzt Bürgermeister Francisco de la Torre bereits seit einigen Jahren durch die Eröffnung neuer Museen und Zweigstellen international renommierten Kunsteinrichtungen auf den Kulturtourismus. So eröffnete bereits am Mittwoch auch das Russische Museum Sankt Petersburg in Malagas alter Tabakfabrik seine erste Europafiliale, deren Werkschau von russischer Ikonenmalerei aus dem 15. Jahrhundert über Russlands Meister aus dem 18. Jahrhundert bis hin zum Sozialistischen Realismus und den bekanntesten Avantgarde-Künstlern wie Chagall, Malewitsch und Kandinsky reicht. 2011 eröffnete auch das weltberühmte Madrider Thyssen-Museum seine erste Zweigstelle in der südspanischen Geburtsstadt Pablo Picassos.

(S E R V I C E -)

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Erster Trailer zu neuem James Bond-Film “Spectre” veröffentlicht http://www.salzburg24.at/erster-trailer-zu-neuem-james-bond-film-spectre-veroeffentlicht/4280473 http://www.salzburg24.at/erster-trailer-zu-neuem-james-bond-film-spectre-veroeffentlicht/4280473#comments Sat, 28 Mar 2015 10:51:25 +0000 http://4280473

Im knapp eineinhalbminütigen Video ist neben Hauptdarsteller Daniel Craig und Naomie Harris als Moneypenny auch eine kurze Sequenz der Dreharbeiten in Österreich – eine winterliche Bootsfahrt auf einem See – zu sehen. Der 24. Bond-Film wurde u.a. in der Steiermark und in Tirol gedreht. Die Dreharbeiten verliefen nicht fanz reibungslos – in Sölden gab es einen Zwischenfall, der Schwerverletzte forderte.

Deutscher Trailer zum James-Bond-Film “Spectre”

Inhaltlich bleibt der erste Blick auf das neueste 007-Abenteuer recht vage. Bond wird nach den Ereignissen in “Skyfall” offenbar mit seiner Vergangenheit konfrontiert.

Am Ende des Videos hat auch der österreichische Schauspieler Christoph Waltz einen kurzen Auftritt: Man sieht ihn im Halbschatten an einem Tisch sitzen. “Willkommen, James. Es war eine lange Zeit”, sagt er als Bond-Antagonist Franz Oberhauser zum Geheimagenten. “Spectre” soll am 6. November in den heimischen Kinos starten.

Mehr zum neuen James-Bond-Film finden Sie auf der offiziellen Website zum Film.

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Jose Carreras beglückte seine Fans im Linzer Brucknerhaus http://www.salzburg24.at/jose-carreras-beglueckte-seine-fans-im-linzer-brucknerhaus/apa-1422918592 http://www.salzburg24.at/jose-carreras-beglueckte-seine-fans-im-linzer-brucknerhaus/apa-1422918592#comments Sat, 28 Mar 2015 10:29:00 +0000 http://4280471

Dabei zeigte sich Carreras bei diesem einzigen Konzert in Österreich im Rahmen der aktuellen Tournee “A Life in Music” keineswegs amtsmüde. Seine Bühnenpräsenz ist ungeschmälert phänomenal, er schaut fesch wie immer aus, und dass er altersbedingt stimmlich schon eher ein Bariton denn der einstige “Ritter des hohen C” ist, sieht man ihm unschwer nach.

Ernst und konzentriert erschien Carreras auf dem Podium, er ist nicht der Strahlemann, der sein Publikum geradezu umarmen möchte. Und von Ernst, Schwermut, Sehnsucht und Trauer war auch das Programm des Abends bestimmt, das Carreras mit beeindruckender Intensität und heldischem Organ präsentierte. Er scheute sich nicht, außer Leoncavallo, Puccini oder Tosti auch weniger bekannte Komponisten zu präsentieren, wie Derevitsky, Valente, Rendine oder Cardillo. Mangels einer ausreichenden Anzahl an Programmheften blieben Komponisten und Titel einem großen Teil des Publikums allerdings unbekannt.

Abwechslung im Programm brachte die russische Mezzosopranistin Margarita Gritskova mit Werken von Rossini, Debussy, Rachmaninov u.a., strahlend und höhensicher präsentiert und neben solistischen Auftritten auch im Duett mit Carreras. Ungewöhnlich und etwas gewöhnungsbedürftig die instrumentale Begleitung, bestehend aus dem Pianisten Lorenzo Bavaj und einem Streichquartett. Der anfangs noch verhaltene Beifall steigerte sich – wie zu erwarten – bei den fünf Zugaben, die sich Carreras und Gritskova solistisch und gemeinsam teilten. Richtig aus dem Häuschen geriet das Publikum schlussendlich bei “Lippen schweigen” aus der “Lustigen Witwe”.

Zum Abschied dann große und kleine Blumengebinde, Päckchen und Briefchen für Carreras und Standing Ovations, in erster Linie wohl für den Publikumsliebling.

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“Amadeus”-Award für Klangkarussell-Album http://www.salzburg24.at/amadeus-award-fuer-klangkarussell-album/apa-1422917016 http://www.salzburg24.at/amadeus-award-fuer-klangkarussell-album/apa-1422917016#comments Sat, 28 Mar 2015 15:24:00 +0000 http://4280301

Fünf Aufnahmen fanden letztlich ihren Weg auf die Nominiertenliste des heuer zum dritten Mal vom Fachverband der Film- und Musikwirtschaft (FAMA) vergebenen Preises. Überreicht wurde die Auszeichnung im Volkstheater, wo am morgigen Sonntag auch die eigentliche “Amadeus”-Gala über die Bühne gehen wird. Dort werden 15 weitere Preise in allgemeinen sowie Genre-Kategorien vergeben. Als Favoriten gelten mit jeweils vier Nominierungen Andreas Gabalier und Wanda, wobei die Indie-Band jedenfalls den FM4-Award mit nach Hause nehmen wird.

(S E R V I C E -)

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Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer gestorben http://www.salzburg24.at/literaturnobelpreistraeger-tomas-transtroemer-gestorben/apa-1422911802 http://www.salzburg24.at/literaturnobelpreistraeger-tomas-transtroemer-gestorben/apa-1422911802#comments Fri, 27 Mar 2015 16:05:00 +0000 http://4280063 Der Autor hatte im Jahr 2011 die wichtigste Literaturauszeichnung der Welt erhalten und zuvor seit Jahren als einer der Favoriten gegolten. Die Arbeiten des Lyrikers wurden in rund 60 Sprachen übersetzt.

Rund 100 Texte veröffentlicht

Dennoch blieb das Gesamtwerk Tranströmers, der nach einem schweren Schlaganfall vor 24 Jahren sprechbehindert war, mit rund 100 Texten auf 500 Seiten überschaubar. Geboren wurde Tomas Tranströmer am 15. April 1931 als Sohn einer Volksschullehrerin und eines Journalisten in Stockholm. Er widmete sich dem Studium von Literaturgeschichte und Poetik, Religionsgeschichte und Psychologie an der Uni Stockholm. Zu dieser Zeit veröffentlichte er auch seine ersten Gedichte in verschiedenen Zeitschriften.

Anstaltspsychologe

1954 erschien dann die erste Gedichtsammlung, eines der meistbeachteten Debüts des Jahrzehnts. Dennoch sollte es noch fast drei Jahrzehnte dauern, ehe die Kritik auch international auf Tranströmer aufmerksam wurde. 1958 heiratete Tranströmer Monica Bladh, mit der er ab dann in Stockholm lebte. Mit den folgenden Gedichtsammlungen Ende der 50er- und Anfang der 60er-Jahre festigte er bei Kritik und Leserschaft den Ruf als einer der bedeutendsten Lyriker seiner Generation. Zu dieser Zeit arbeitete Tranströmer zunächst als Anstaltspsychologe für jugendliche Strafgefangene. Von 1966 bis zu seinem ersten Schlaganfall schrieb er Gedichte, halbtags war er als Berufsberater in verschiedenen Arbeitsämtern tätig. Robert Bly machte den Dichter schließlich in den USA bekannt.

“Das große Rätsel”

Heute liegen Texte von Tranströmer in über 60 Sprachen vor. Die meisten der Arbeiten zeichnen sich durch Schlichtheit, Konkretion und treffende Metaphern aus. “Wo andere hundert Worte machen würden und zehn genügten, da gibt uns Tranströmer ein einziges”, meinte der Kritiker Heinrich Detering in der “FAZ” über Tranströmers “Das große Rätsel”. Der schwedische Schriftstellerkollege Lars Gustafsson schrieb in “Dagens Nyheter”: “Er ist ein Mystiker, ein Dichter, der Null gesehen hat, den leeren Punkt im Zentrum, ohne den nichts ist.”

“Poet, den alle lieben”

Im Gefolge der 68er-Bewegung hatten sich viele Leser von Tranströmer abgewandt. Seine zuversichtliche, wenig konfrontative Poesie leiste keinen Beitrag zu den Tagesdiskussionen, lautete der Vorwurf der Kritiker damals. Tranströmer hatte gekontert, dass sein Schaffen nicht auf Ideologien, sondern auf Visionen zurückzuführen sei. In den vergangenen Jahren war Tranströmers Genie jedoch weitgehend unbestritten, laut Schwedens größter Zeitung “Aftonbladet” war er der “Poet, den alle lieben”. Und bei der Bekanntgabe des Nobelpreises brandete allgemein Jubel auf. (APA)

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Handwerker besaß 36 Jahre unwissentlich mutmaßlichen Picasso http://www.salzburg24.at/handwerker-besass-36-jahre-unwissentlich-mutmasslichen-picasso/apa-1422909962 http://www.salzburg24.at/handwerker-besass-36-jahre-unwissentlich-mutmasslichen-picasso/apa-1422909962#comments Fri, 27 Mar 2015 13:59:00 +0000 http://4279870

Dieser war in seinen Laden in Rom gekommen, um einen Bilderrahmen mit dem Bild seiner verschollenen Frau reparieren zu lassen. Weil der Rahmenmacher den Rahmen gratis wiederherstellte, überließ der Kunde ihm zwei Tage später das Gemälde.

Danach hätte der Handwerker, der den wahren Wert und den Urheber des Gemäldes offensichtlich nicht kannte, das Werk “ohne besondere Vorsicht” 36 Jahre aufbewahrt, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Der Fall kam ans Licht, weil sich das Auktionshaus Sotheby’s an italienische Behörden gewandt hatte. Dort hatte sich der mittlerweile pensionierte Rahmenmacher als Eigentümer des Gemäldes gemeldet. Abschließende Untersuchungen sollen nun endgültig klären, dass das Werk wirklich von dem spanischen Meister stammt.

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Paris ehrt die Gebrüder Lumiere als Erfinder des Kinos http://www.salzburg24.at/paris-ehrt-die-gebrueder-lumiere-als-erfinder-des-kinos/apa-1422909644 http://www.salzburg24.at/paris-ehrt-die-gebrueder-lumiere-als-erfinder-des-kinos/apa-1422909644#comments Fri, 27 Mar 2015 13:46:00 +0000 http://4279867

“Die Brüder Lumiere haben auf viele Verfahren anderer Genies zurückgegriffen”, unterstrich der Ausstellungsmacher. Im Jahr 1895 veranstalteten die Lumiere-Brüder mehrere Filmvorführungen, darunter die am 28. Dezember, mit der sie allgemein als Erfinder des Kinos in die Geschichte eingegangen sind. Die Ausstellung “Lumiere! Le cinema invente” dauert bis zum 14. Juni.

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Schallaburg zeigt die wahre Geschichte der “Wikinger!” http://www.salzburg24.at/schallaburg-zeigt-die-wahre-geschichte-der-wikinger/apa-1422909398 http://www.salzburg24.at/schallaburg-zeigt-die-wahre-geschichte-der-wikinger/apa-1422909398#comments Fri, 27 Mar 2015 13:39:00 +0000 http://4279861

Mit 500 Exponaten werden auf einer Fläche von 1.300 Quadratmetern archäologische und historische Forschungsergebnisse präsentiert. Die Schau ist in Kooperation mit dem Swedish History Museum Stockholm, MuseumsPartner Innsbruck und dem Lokschuppen Rosenheim entstanden und räumt mit so manchem Klischee auf. Die Bezeichnung “Wikinger” stammt laut Aussendung aus der Zeit der Romantik, in der die mehrheitlich bäuerliche Bevölkerung Skandinaviens von 750 bis 1.100 nach Christus zur Konstruktion nationaler Identitäten herhalten musste.

Auf “viking” zu gehen bedeutete, eine weite Schiffsreise, eine Handelsfahrt oder einen Plünderungszug zu unternehmen. Die Hörner auf den Helmen der Wikinger würden aber auf eine Erfindung von Richard Wagners Oper “Ring des Nibelungen” zurückreichen, denn archäologisch seien sie nie nachgewiesen worden, hieß es. Entgegen einem weiteren Klischee, der brandschatzenden bärtigen Männer, spielte die Familie eine große Rolle im frühmittelalterlichen skandinavischen Dorf. In der Ausstellung wird daher die Situation der Frauen und Mädchen näher beleuchtet.

Keramik-Funde und erhaltene Runenschriften sollen Einblick in das Alltagsleben im Dorf gewähren. Totenkult und Gräber geben Auskunft über Götter und Religionen zu dieser Zeit, in der die Zeichen zunehmender Christianisierung nicht zu übersehen waren. Weitere Themen der Schau sind die Handwerkskunst, speziell das Schmieden oder Weben von Stoffen, Handelsfahrten und Raubzüge sowie dazugehörige wendige und schnelle Schiffe.

Greifbarer wird die Geschichte der Wikinger für Besucher durch die innovative Gestaltung: Schon am Parkplatz werden die Gäste mit Fragestellungen rund um die Ausstellung konfrontiert, bevor sie über einen Landungssteg durch den ersten Schauraum geführt werden. Vertiefende Informationen liefern der 260-seitige Katalog sowie eine eigene App.

(SERVICE – “Wikinger!”, Sonderausstellung auf der Schallaburg, 28.3. bis 8.11., Mo-Fr 9 bis 17 Uhr; Sa, So, Feiertag 9 bis 18 Uhr,)

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Marc Chagall starb vor 30 Jahren: Der Maler, der das Leben feiert http://www.salzburg24.at/marc-chagall-starb-vor-30-jahren-der-maler-der-das-leben-feiert/4279798 http://www.salzburg24.at/marc-chagall-starb-vor-30-jahren-der-maler-der-das-leben-feiert/4279798#comments Fri, 27 Mar 2015 13:40:50 +0000 http://4279798 Chagall-Ausstellungen erreichen Rekordbesucherzahlen. Auch die in Brüssel hat gute Aussichten, in die Top-Liste der Blockbuster-Werkschauen zu kommen. Nur wenige Tage nach ihrer Eröffnung Ende Februar wird die Retrospektive in den Königlichen Museen der Schönen Künste bereits als Publikumserfolg gefeiert.

Warum die Besucher stundenlang Schlange stehen, um den Bilderkosmos des vor 30 Jahren am 28. März 1985 verstorbenen Künstlers zu sehen? Weil er die Menschen zum Träumen bringt, wie Chagall-Experte Jean-Louis Prat in Paris sagte. Der Künstler starb im biblischen Alter von 97 Jahren.”Chagall hat zeitlebens an die Schönheit des Lebens geglaubt. Er hat eine traumhafte und poetische Bilderwelt geschaffen, an der er den Betrachter teilnehmen lassen will”, erklärte der Kunsthistoriker. Prat ist Mitglied des Chagall-Comités in Paris. Der 74-Jährige kannte den Maler, der als Kind jüdisch-orthodoxer Eltern in der Nähe der weißrussischen Stadt Witebsk geboren wurde, und 1910 nach Paris kam.

Begraben in Südfrankreich

Marc Chagall habe zwei Weltkriege erlebt und eine Revolution. Dennoch war er ein Maler, der das Leben liebte und feierte, erklärte der Ex-Direktor der Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence. Chagall hat in dem südfranzösischen Dorf bei Nizza die letzten 20 Jahre seines Lebens verbracht. Dort auf dem Friedhof ist der Maler, der zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt, auch begraben – unter einer schlichten Steinplatte.

Liebespaare und Geiger, die durch die Luft fliegen, Blumen, Hähne, Kühe, Motive aus der Bibel und dem Zirku. Chagalls Bilderkosmos weist ins Surreale und gleicht einer kindlichen Welt voller Wunder und Farben. Doch hinter den dörflichen Szenen versteckt sich seine Sehnsucht nach seiner ursprünglich Heimat. “Damals hatte ich erkannt, dass ich nach Paris gehen musste. Die Erde, die die Wurzeln meiner Kunst genährt hatte, war Witebsk; aber meine Kunst brauchte Paris so nötig wie ein Baum das Wasser”, erklärte Chagall.

Reise durch eine Traumwelt

In Paris ließ er sich von den “ismen” zu Beginn des 20. Jahrhunderts inspirieren, wie dem Fauvismus, Kubismus oder Expressionismus. Aus ihnen nahm er einzelne Elemente in seine Bildersprache auf und entwickelte daraus sein eigenes poetisches Universum, dem er konsequent treu geblieben ist. Chagalls Welt sei vielseitig und nehme den Betrachter auf eine Reise durch eine Traumwelt mit, wie Prat meinte. Als “Dichter” wurde er damals auch von seinen Malerkollegen in Paris bezeichnet.

Chagall wanderte 1941 in die USA aus. Trotz der räumlichen Distanz bewegte ihn der Krieg in Europa sehr. In New York malte er eine Reihe von Bildern, auf denen er Zerstörung und Schrecken darstellt, darunter auch das Gemälde “Die Kreuzigung in Gelb”. Männer und Frauen fliehen vor dem Tod. In der Mitte der gekreuzigte Christus als Ausdruck menschlichen Leidens. In das Untergangs-Szenario setzt Chagall jedoch ein Zeichen der Hoffnung. Er malt neben das Kruzifix eine Thorarolle als Symbol für jüdisch-christliche Verbundenheit und Völkerverständigung. “Chagall habe die Hoffnung auf eine andere und bessere Welt nie aufgegeben”, erklärte Prat.

Glasmalerie in meditativen Blautönen

Im Jahr 1948 kehrte Chagall nach Frankreich zurück, wo er sich anderen Bildträgern widmete. Er schuf Entwürfe für Mosaike, Kirchenfenster und Tapisserien, wie derzeit in Nizza in dem ihm gewidmeten und 1973 eröffneten Museum zu sehen ist. Vor allem die Glasmalerei führte er mit seinen meditativen Blautönen zu neuer Blüte. Beispiele dafür finden sich in den Kathedralen in Metz, Reims und in der Fraumünsterkirche in Zürich, die den Meister der Farbe mit Gedenkkonzerten würdigt. Die einzige Kirche in Deutschland, für die Chagall Fenster schuf, ist die Stephanskirche in Mainz.

Chagall entdeckte die Glasmalerei erst spät im Alter von 70 Jahren. “Für mich stellt ein Kirchenfenster die durchsichtige Trennwand zwischen meinem Herzen und dem Herz der Welt dar”, wie er sagte. Marc Chagall, der Maler, der das Leben feiert.

(dpa)

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Grazer Schauspielchefin stellte Eröffnungsprojekt vor http://www.salzburg24.at/grazer-schauspielchefin-stellte-eroeffnungsprojekt-vor/apa-1422909040 http://www.salzburg24.at/grazer-schauspielchefin-stellte-eroeffnungsprojekt-vor/apa-1422909040#comments Fri, 27 Mar 2015 12:58:00 +0000 http://4279774

“Die Eröffnung soll das Programm zeigen, wo das Schauspielhaus hingeht”, erklärte Laufenberg den ungewöhnlichen Saisonauftakt. Und wo es hingeht, machte die neue Schauspielchefin gleich klar: “Es soll ein Theater der Zeitgenossen sein.” Für die Eröffnung haben deshalb die Autoren – unter ihnen Peter Turrini, Philipp Löhle, Henriette Dushe, Moritz Rinke, Clemens J. Setz und Ferdinand Schmalz – kurze Stücke zum Thema “Grenzgänge” verfasst. Das Publikum wird auf einem Parcours durch das ganze Schauspielhaus unterwegs sein und je nach Gruppe eine bestimmte Auswahl der Kurzaufführungen sehen, bevor alle wieder auf der Bühne zusammentreffen. Dort werden dann das Saisonprogramm sowie das neue Ensemble dem Publikum präsentiert.

Die Dramaturgie wird künftig unter der Leitung von Mäder stehen. Sie stammt aus Berlin und war sieben Jahre lang Schauspieldramaturgin in Lübeck. 2007 ging sie an das Stadttheater Bern, wo sie in den vergangenen drei Spielzeiten mit Laufenberg zusammenarbeitete. Sie unterrichtete auch an der Pädagogischen Hochschule Bern sowie am Institut für Theaterwissenschaft der Berner Uni.

Im Ensemble stehen ebenfalls zahlreiche Veränderungen an. Laufenberg bringt aus Bern Henriette Blumenau, Pascal Goffin, Julia Gräfner, Benedikt Greiner und Andri Schenardi mit. Aus der bisherigen Riege werden unter anderem Gerhard Balluch, Florian Köhler, Franz Solar und Franz Xaver Zach übernommen., die restlichen Mitglieder des 18 Personen umfassenden Ensembles werden derzeit erst ausgesucht bzw. unter Vertrag genommen.

(S E R V I C E – Saisoneröffnung im Grazer Schauspielhaus am 12. September 2015 mit dem Projekt “Grenzgänge”. Rundgänge durch das Haus samt Stückvorführungen um 14.00 Uhr und um 19.00 Uhr.)

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Heinrich-Mann-Preis für polnischen Autor Adam Zagajewski http://www.salzburg24.at/heinrich-mann-preis-fuer-polnischen-autor-adam-zagajewski/apa-1422907766 http://www.salzburg24.at/heinrich-mann-preis-fuer-polnischen-autor-adam-zagajewski/apa-1422907766#comments Fri, 27 Mar 2015 12:55:00 +0000 http://4279769

Auf Deutsch sind seine Bücher im Carl Hanser Verlag erscheinen. Zagajewski schreibt außerdem für Literaturzeitschriften wie “Sinn und Form” und “Akzente”. Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung für Essayistik der Akademie der Künste wird am Geburtstag des Schriftstellers Heinrich Mann (1871-1950) überreicht. Preisträger der Vorjahre sind Robert Schindel, Robert Menasse und Uwe Kolbe.

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Italienische Polizei stellte gestohlenen Picasso sicher http://www.salzburg24.at/italienische-polizei-stellte-gestohlenen-picasso-sicher/apa-1422906948 http://www.salzburg24.at/italienische-polizei-stellte-gestohlenen-picasso-sicher/apa-1422906948#comments Fri, 27 Mar 2015 11:31:00 +0000 http://4279632

Die römische Statue stammt aus dem 2. oder 3. Jahrhundert nach Christus und wird circa acht Millionen Euro geschätzt. “Die Sicherstellung der beiden Kunstschätze ist ein großer Erfolg für die italienische Polizei”, betonte Kulturminister Dario Franceschini.

Im Jänner hatte Franceschini mitgeteilt, dass bei der Aushebung eines italienisch-schweizerischen Schmugglerrings mehr als 5.000 archäologische Fundstücke aus Italien mit einem Rekordwert von rund 45 Millionen Euro beschlagnahmt worden seien. Die Ermittlungen, an denen auch die Schweizer Polizei beteiligt war, brachten ein ausgeklügeltes Schmuggelnetzwerk zwischen den beiden Ländern ans Licht.

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Privatbank sponsert Salzburger Avantgarde-Festival “Dialoge” http://www.salzburg24.at/privatbank-sponsert-salzburger-avantgarde-festival-dialoge/apa-1422904556 http://www.salzburg24.at/privatbank-sponsert-salzburger-avantgarde-festival-dialoge/apa-1422904556#comments Fri, 27 Mar 2015 11:05:00 +0000 http://4279564

Eingefädelt wurde der Sponsorenvertrag von den Gutmann-Bankern Robert Striberny und Marcel Landesmann (Sohn des verstorbenen Musikmanagers und Kenners der Moderne Hans Landesmann, Anm.). Für die Stiftung, in deren Präsidium Hans Landesmann lange Jahre tätig war, ist dies “hocherfreulich”, wie Präsident Johannes Honsig-Erlenburg beteuerte: “Gerade bei den ‘Dialogen’ haben wir einen enormen finanziellen Aufwand zu bewältigen. Zugleich ist der Deckungsgrad vergleichsweise niedrig. Da gibt die Unterstützung der Bank Sicherheit und Motivation.”

Im APA-Gespräch erläuterte Honsig-Erlenburg, dass über das Format des kleinen Festivals rund um Mozarts Todestag am 6. Dezember in Klausuren und Strategie-Gesprächen intensiv nachgedacht werde. “Unbestritten ist, dass sich die Stiftung trotz ihrer Kernkompetenz der Mozart-Pflege um die musikalische Moderne bemühen muss und wird. Aber wie so eine Reihe der musikalischen Avantgarde zu kuratieren ist, welchen Stellenwert die Musik Mozarts im Kontext zur Moderne hat und wie man das Festival im Detail positionieren soll, wird diskutiert. Hier ist nichts in Stein gemeißelt”, sagte Präsident Honsig-Erlenburg. “Klar ist, und dies hat nicht zuletzt die Mozartwoche im vergangenen Jänner gezeigt, dass das Publikum Mischprogramme von experimentell-neuer und traditionell-klassischer Musik nicht wirklich goutiert. Das spricht dafür, der Auseinandersetzung mit dem Neuen und dem Zeitgenössischen auch weiterhin einen eigenen Raum zu geben.”

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Kostenexplosion bei Berliner Oper – U-Ausschuss beschlossen http://www.salzburg24.at/kostenexplosion-bei-berliner-oper---u-ausschuss-beschlossen/apa-1422905020 http://www.salzburg24.at/kostenexplosion-bei-berliner-oper---u-ausschuss-beschlossen/apa-1422905020#comments Fri, 27 Mar 2015 10:05:00 +0000 http://4279434

Die Sanierung der Staatsoper hatte 2010 begonnen und sollte ursprünglich im Herbst 2013 beendet sein. Aufgrund zahlreicher Schwierigkeiten mit dem morastigen Grund und der maroden Bausubstanz stiegen die Kosten von 239 auf inzwischen 389 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung verschob sich auf den Herbst 2017.

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Belvedere rückt Landschaftsmaler Friedrich Loos in den Fokus http://www.salzburg24.at/belvedere-rueckt-landschaftsmaler-friedrich-loos-in-den-fokus/apa-1422904626 http://www.salzburg24.at/belvedere-rueckt-landschaftsmaler-friedrich-loos-in-den-fokus/apa-1422904626#comments Fri, 27 Mar 2015 09:24:00 +0000 http://4279344

Geboren wurde der Landschaftsmaler, der ursprünglich aus Graz stammt und dessen Reisetätigkeit ihn nach Wien, Salzburg, Rom und schließlich seinem letzten Lebensmittelpunkt Kiel führte, in Graz. In seinen Stadt-, Hügel- und Alpenansichten ging es ihm laut Ankündigungstext darum, “die Topografie möglichst genau zu erfassen”. Nicht weniger wichtig war ihm dabei die “Wiedergabe des Atmosphärischen, durch die seine Bilder ihren ganz eigenen Reiz erhalten”. Insgesamt werden im Oberen Belvedere bis zum 12. Juli 30 Gemälde gezeigt, darunter Hauptwerke wie “Blick vom Bisamberg auf Wien”.

“Die Landschaftsformationen sind in den Bildern von Friedrich Loos exakt wiedergegeben; doch bei aller ‘Naturwahrheit’ und Genauigkeit in der Darstellung entsteht doch nirgends der Eindruck von Akribie oder Detailversessenheit”, so Kurator Rolf J. Johannsen. Seine meist kleinformatigen Ölskizzen entstanden laut Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco vor Ort in der Natur und wurden “aufgrund ihrer Frische und Unmittelbarkeit bereits von Zeitgenossen geschätzt”.

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Gericht erklärt Gurlitt-Testament für wirksam http://www.salzburg24.at/gericht-erklaert-gurlitt-testament-fuer-wirksam/apa-1422897132 http://www.salzburg24.at/gericht-erklaert-gurlitt-testament-fuer-wirksam/apa-1422897132#comments Thu, 26 Mar 2015 16:56:00 +0000 http://4278858

“Dem Einwand der Cousine, dass der Erblasser Cornelius Gurlitt zum Zeitpunkt der Testamentserstellung testierunfähig gewesen sei, folgte das Gericht nicht”, so das Gericht weiter. Der Erbschein für das Museum kann nach Gerichtsangaben aber erst ausgestellt werden, wenn die Entscheidung rechtskräftig ist. Die Anwälte der Cousine Uta Werner kündigten an, die Begründung des Gerichts prüfen und dann entscheiden zu wollen, ob Rechtsmittel eingelegt werden. Dazu hat Werner einen Monat Zeit.

In einer Mitteilung ihres Sprechers ließ sie anklingen, dass sie mit der Entscheidung nicht zufrieden ist: Das Gericht stütze seine Begründung ausschließlich auf die Interpretation zweier vorliegender psychiatrischer Gutachten über den Kunstsammler Gurlitt, hieß es in darin. “Es hat im Amtsermittlungsverfahren sowohl auf die Vernehmung von Zeugen, eine Beweiserhebung als auch auf ein eigenes Gutachten verzichtet.”

Das Museum begrüßte die Entscheidung, wies aber darauf hin, dass sich bis zum Ablauf der Beschwerdefrist nichts ändert und das Museum immer noch nicht über das Erbe verfügen und die geplante Forschungsstelle auch noch nicht einrichten könne. “Das Kunstmuseum Bern gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass die zum Nachteil sämtlicher Arbeiten herrschende Unsicherheit bald beendet sein wird”, hieß es in einer Mitteilung.

Cornelius Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, der mit seiner umstrittenen Sammlung von mehr als 1.500 Bildern in München und Salzburg monatelang im Zentrum einer hitzigen Debatte um Nazi-Raubkunst stand, war im Mai 2014 nach schwerer Krankheit gestorben. Er hatte sein komplettes Vermögen in seinem Testament dem Kunstmuseum Bern hinterlassen. Zu dem Zeitpunkt stand er unter Betreuung. Seine Cousine zweifelte an, dass Gurlitt beim Verfassen dieses Testamentes im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war und erhob selbst Anspruch auf den Nachlass.

Das Gericht sah das anders – zur Erleichterung der Bundesregierung. “Mit der Entscheidung des Nachlassgerichtes verbinden wir nun auch die Hoffnung, dass nunmehr die Erbstreitigkeit beigelegt wird, damit Restitutionen und die Arbeit der Taskforce frei von rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Erben im Sinne der Opfer und Ihrer berechtigten Erben durchgeführt werden kann”, sagte ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Denn nach einer monatelangen Hängepartie rückt nun ein Schlusspunkt in dem endlos erscheinenden Fall Gurlitt näher, denn auch in der Frage der Rückgabe von Nazi-Raubkunst zeichnen sich inzwischen Lösungen ab.

Grütters hat bereits Verträge für die Rückgabe von zwei Bildern unterschrieben, die die Taskforce Schwabinger Kunstfund als Nazi-Raubkunst identifiziert hat: die “Sitzende Frau” von Henri Matisse und “Zwei Reiter am Strand” von Max Liebermann. Der Matisse soll an die Erben des jüdischen Kunstsammlers Paul Rosenberg gehen, “Zwei Reiter am Strand” ebenfalls an den Nachkommen eines jüdischen Besitzers. Laut einer Vereinbarung zwischen Deutschland und dem Kunstmuseum Bern liegt der Teil der Sammlung, die unter Raubkunst-Verdacht versteht, in der Verantwortung der Bundesregierung.

Die Rückgabe wird nach Angaben des Nachlasspflegers Stephan Brock jetzt schnell gehen. “Wenn ich die Genehmigung des Amtsgerichtes habe, geht es ganz schnell”, sagte er am Donnerstag. Er gehe davon aus, dass spätestens in drei Wochen darüber entschieden sei – und dann sei die Rückgabe nur noch eine Frage weniger Tage. Noch im April könnte die Übergabe seiner Einschätzung nach möglicherweise über die Bühne gehen.

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Richard III. 530 Jahre nach seinem Tod königlich beigesetzt http://www.salzburg24.at/richard-iii-530-jahre-nach-seinem-tod-koeniglich-beigesetzt/apa-1422895960 http://www.salzburg24.at/richard-iii-530-jahre-nach-seinem-tod-koeniglich-beigesetzt/apa-1422895960#comments Thu, 26 Mar 2015 14:37:00 +0000 http://4278747

Wenigstens die zweite Beerdigung sollte eines Monarchen würdig sein. Die Kathedrale von Leicester war am Donnerstag mit weißen Rosen geschmückt, dem Symbol des Hauses York, dessen Herrschaft mit Richards gewaltsamem Tod zu Ende ging. Queen Elizabeth II. (88), die einen Termin in Kent hatte, sandte Grüße: Richard III. werde nun “in Frieden in der Stadt Leicester im Herzen Englands” ruhen.

Dass sie ein paar Worte schickte, war vorab als eine Art royale Rehabilitierung des berüchtigten Königs gewertet worden, der immerhin zu Unrecht auf dem Thron gesessen und seine beiden Neffen auf dem Gewissen haben soll – bewiesen ist es nicht. Der Knochenfund hatte einer alten Debatte neuen Schwung verliehen: War Richard III. wirklich so machtgierig und skrupellos, wie William Shakespeare ihn darstellt, oder hat das nachfolgende Herrscherhaus der Tudors für diesen Ruf gesorgt?

Im Gottesdienst wurde der Gelehrtenstreit kurz angerissen, ohne Stellung zu beziehen. Mit feierlicher Miene saßen auch Vertreter des Königshauses unter den Ehrengästen: Gräfin Sophie (59), Frau von Prinz Edward und damit Schwiegertochter der Queen, sowie ein Cousin der Königin namens Prinz Richard, Herzog von Gloucester – so hieß auch Richard III., bevor er den Thron bestieg.

Noch mehr Glamour brachte Benedict Cumberbatch in die Kathedrale. Der “Sherlock”-Star las ein Gedicht vor, dass die Schottin Carol Ann Duffy extra verfasst hatte, Titel: “Richard”. Passenderweise hatte die Universität Leicester am Vortag bekanntgegeben, dass der Schauspieler, wenn auch entfernt, mit Richard III. verwandt sei. In einem BBC-Film soll er den Monarchen außerdem bald auch noch darstellen.

Orgelmusik und Chorgesang unterstrichen die feierliche Stimmung, ein Trauergottesdienst war es aber nicht. “Es gibt keine Trauergäste”, erklärte der Gemeindevorsitzende David Monteith. “Stattdessen ist es eher eine Begrüßung, ein Willkommen, eine Anerkennung unserer Geschichte.”

Zehntausende hatten in den vergangenen Tagen Richards letzte Reise von den Forschungsräumen der Universität in die Kathedrale begleitet oder stundenlang vor der Kirche gewartet, um einen Blick auf den Sarg zu werfen. Ab Freitag ist die Kirche wieder offen und das Grabmal zur Besichtigung frei. Die Stadt Leicester hofft auf reichlich Touristen, ging die Nachricht vom “König unter dem Parkplatz” doch um die ganze Welt.

Allerdings sind nicht alle Briten dem Richard-Fieber verfallen. Es erinnere an den Heiligenkult im Mittelalter, bemängelte im “Guardian” der stets kritische Historiker David Priestland. Die Fernsehbilder aus Leicester ließen Großbritannien im Ausland wirken wie eine “völlig unwichtige Freizeitpark-Nation, die besessen von ihrer royalen Vergangenheit ist”.

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Antwerpen zeigt erstmals Rubens ganz privat http://www.salzburg24.at/antwerpen-zeigt-erstmals-rubens-ganz-privat/apa-1422893194 http://www.salzburg24.at/antwerpen-zeigt-erstmals-rubens-ganz-privat/apa-1422893194#comments Thu, 26 Mar 2015 13:37:00 +0000 http://4278630

Unter den Exponaten befinden sich auch seine wenigen Selbstporträts. Drei von seinen vier Bildnissen können bis zum 28. Juni im Rubenshuis bewundert werden. Rubens gehört zu den besten Porträtmalern seiner Zeit, obwohl er dieses Genre selber kaum schätzte. Denn damals hatte diese Kunstgattung nur einen geringen Stellenwert. Außerdem konnte sich der Maler dabei nicht richtig entfalten. “Der Künstler musste das Bild nach dem Wunsch seines Auftraggebers malen”, erklärte der Direktor des Rubenshauses, Ben van Beneden. Eine Zwangsjacke, die der Maler ablegte, wenn um es seine Familie ging. Diese Porträts habe er einzig und allein zur Erinnerung an seine Lieben gemalt, wie van Beneden ausführte. Sie seien Ausdruck intimer Momente.

Was mit dem Titel “Rubens privat” gemeint ist, zeigt gleich zu Beginn das Porträt von Isabella Brant, Rubens erster Frau. Sie lächelt verschmitzt, fast schon etwas kokett, so als hätten sie und Rubens über etwas sehr Vertrauliches geredet. Kein formelles Bild, denn im 17. Jahrhundert wurde auf eine strenge Darstellung Wert gelegt. Ein Bild, das nur für seine Familie bestimmt war. Rubens hat diesen Wunsch auch testamentarisch festgelegt. “Das Porträt sollte nach dem Tod an ihre Kinder gehen”, erzählte der Fachmann weiter.

Viel Zärtlichkeit strömt auch das Bildnis von Clara Serena aus, sein erstes Kind mit Isabella. Aus dem Bild blickt ein süßes, fünfjähriges Mädchen mit dicken roten Wangen. Rubens scheint nur Augen für das Puppengesicht seiner Tochter zu haben, denn ihr offener Blusenkragen und ihre Büste sind nur schemenhaft gemalt. Das Porträt galt bisher als einziges Bild von Clara.

In der Ausstellung ordnet van Beneden nun ein bis dato seiner Werkstatt zugewiesenes Porträt dem Meister selbst zu. Dabei stützt er sich auf eine Entdeckung, die bei der Restaurierung des Ölgemäldes zutage kam. Die Maltechnik entspreche der von Rubens, ergänzte er. Er gehe davon aus, dass er das Bild posthum nach dem Tod des Mädchens gemalt habe. Clara starb im Alter von 12 Jahren an der Pest.

Die Ausstellung hält viele Überraschungen bereit. Von den vier Selbstporträts kann das Rubenshaus gleich drei zeigen. Sie hängen nebeneinander. Dabei fällt auf, dass sich Rubens nie als Maler abgebildet hat, sondern stets als reichen Bürger. Seiner sozialen Stellung und Bedeutung als Hofmaler und Diplomat der spanisch-habsburgischen Krone durchaus bewusst, stell er sich schwarz gekleidet und mit Hut dar – herrschaftliche Attribute.

“Das Pelzchen”, das zu seinen intimsten Porträts zählt, fehlt jedoch. Es zeigt seine zweite, über 30 Jahre jüngere Frau Helene Fourment nackt, nur leicht in einen Pelzmantel gehüllt. Das Werk befindet sich in den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums in Wien und ist zu fragil, um ausgeliehen zu werden. Denn wie ein “Brettschemata” am Ende der Ausstellung zeigt, hat Rubens das Ganzfigurenbildnis auf mehreren zusammengefügten Holztafeln entworfen. Der Meister soll sehr sparsam gewesen sein.

INFO:

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Ehemaliger “Musikantenstadl”-Moderator Karl Moik gestorben http://www.salzburg24.at/ehemaliger-musikantenstadl-moderator-karl-moik-gestorben/apa-1422894446 http://www.salzburg24.at/ehemaliger-musikantenstadl-moderator-karl-moik-gestorben/apa-1422894446#comments Thu, 26 Mar 2015 15:54:00 +0000 http://4278601

Der am 19. Juni 1938 in Linz geborene Moik wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Hallein bei Salzburg auf. Nach Stationen als Jazzmusiker beim Trio “Jolly Austrians” und Vertreter für Öfen, Kopiergeräte und Fernsehantennen fiel er als Ansager bei einem Fußballspiel einem ORF-Redakteur auf, der ihn dem Sender vermittelte.

Nach Anfängen mit der Rundfunksendung “Volkstümlichen Hitparade” ab 1973 konzipierte er schließlich für den ORF 1980 den heute legendären “Musikantenstadl”. Mit der schnell erfolgreichen Liveshow tourte Moik um die Welt – von Florida bis Peking. Bis zu Moiks Abgang 2005 sahen nach Senderangaben weltweit rund 2,3 Milliarden Menschen die 180 Ausgaben des “Stadls”.

Moiks Stil mit Gesangseinlagen und oft direktem Schmäh wurde von vielen geliebt, stieß aber auch immer wieder auf Kritik – etwa als er in einer Sendung 2004 Italiener als “Spaghetti-Fresser” bezeichnete. Und so unverzichtbar der Übervater lange für den “Musikantenstadl” schien, sanken in den letzten Jahren seiner Moderation doch die Quoten, weshalb ARD und ORF zum Rücktritt drängten. Mit Andy Borg war da bereits ein Nachfolger gefunden. Am 31. Dezember 2005 hieß es dann für Moik nach einem Vierteljahrhundert in Klagenfurt letztmalig “Servas, pfiat Gott und auf Wiedersehen”. Mit diesem Lied beschloss Moik traditionell die “Stadl”-Sendungen.

Im Anschluss wurde es still um den Vollblutshowmaster, dessen weiterer Lebensweg auch von Krankheit geprägt war. Bereits 2004 hatte er während des Karnevals in Köln einen Herzinfarkt erlitten, dem exakt zehn Jahre darauf am Rosenmontag der zweite folgte. Von diesem sollte sich Moik nicht mehr wirklich erholen. Zuletzt war er erst im Jänner aus dem Spital in Hallein entlassen worden, wo sich das Fernsehurgestein wegen Nieren- und Herzproblemen behandeln und am rechten Arm operieren lassen musste. Am Donnerstag verlor Moik schließlich den Kampf gegen sein Leiden und hinterlässt seine Gattin Edith und zwei Kinder.

Groß war die Trauer auch in der Volksmusikgemeinde. Patrick Lindner kondolierte dem Verstorbenen: “Du bleibst für immer in unseren Herzen.” Trompeter Stefan Mross, der ebenfalls von Moik als volkstümlicher Star entdeckt wurde, beschied: “Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr ich traurig bin. Bin nur am Weinen.” Und Karl Blecha würdigte als Chef des Pensionistenverbandes ebenfalls den Verblichenen: “Karl Moik war ein großes Idol für ‘unsere Generation’.” Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) nannte Moik in einer Aussendung einen “großen Entertainer”, der neben der Moderation auch mit Gesang und Humor bei seinen Fans gepunktet habe. Für viele Musikerinnen und Musiker sei er zum “Wegbegleiter” geworden.

Auch der Heimatsender des Stars, der ORF, zollte am Donnerstag dem Verstorbenen seinen Respekt. “Er brachte mehr als 25 Jahre lang den Menschen rund um den Globus populäre österreichische Volkskultur näher”, beschied Generaldirektor Alexander Wrabetz. Fernsehdirektorin Kathrin Zechner erinnerte an Moiks “nicht enden wollende Kraft, Volksmusik und Schlager einem internationalen Publikum nahezubringen”.

Der ORF will seinen einstigen Publikumsliebling mit einem Nachruf in den “Seitenblicken” würdigen. Auch der nächste “Musikantenstadl” am Samstag wird seinen Gründer ehren, wobei die genaue Form jetzt noch nicht feststehe, hieß es aus dem ORF gegenüber der APA. Im Anschluss an die zum vorletzten Mal von Andy Borg moderierte Übertragung aus dem burgenländischen Oberwart plant man ab 23 Uhr überdies einen Nachruf auf die Fernsehlegende.

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Urgestein der Volksmusik: Karl Moik († 76) ist tot http://www.salzburg24.at/karl-moik-%e2%80%a0-76-ist-tot/4278549 http://www.salzburg24.at/karl-moik-%e2%80%a0-76-ist-tot/4278549#comments Thu, 26 Mar 2015 12:48:36 +0000 http://4278549 Ein entsprechender Bericht der “Bild” wurde der APA aus zuverlässiger Quelle inoffiziell bestätigt. Erst im Jänner war Moik nach einem Spitalaufenthalt entlassen worden. Er war nach einem Infarkt 2014 in der Klinik Hallein wegen Nieren- und Herzproblemen behandelt und am Arm operiert worden.

Erfolgskonzept “Musikantenstadl”

Karl Moik, wie man ihn kannte: als gutgelaunter Moderator des Musikantenstadls. (APA) Karl Moik, wie man ihn kannte: als gutgelaunter Moderator des Musikantenstadls. (APA) ©

Karl Moik wurde am 19. Juni 1938 in Linz geboren. Bevor Moik zu seiner Berufung im “Musikantenstadl” fand, war er als Vertreter für Öfen, Kopiergeräte und Fernsehantennen tätig. 1973 machte Moik erstmals nachhaltig auf sich aufmerksam, als er beim ORF in Linz die Rundfunksendung “Volkstümliche Hitparade” durchsetzte und moderierte.

1980 schließlich konzipierte er für den ORF die Volksmusik-Fernsehsendung “Musikantenstadl”, die mit Moik als Moderator ungewöhnliche Popularität gewann. Am 31. Dezember 2005 hieß es für Moik dann nach 25 Jahren und zahlreichen Reisen um die Welt in Klagenfurt zum letzten Mal “Servas, pfiat Gott und auf Wiedersehen”. (red/APA)

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Empfangsgebäude für Berliner Museumsinsel wird noch teurer http://www.salzburg24.at/empfangsgebaeude-fuer-berliner-museumsinsel-wird-noch-teurer/apa-1422892674 http://www.salzburg24.at/empfangsgebaeude-fuer-berliner-museumsinsel-wird-noch-teurer/apa-1422892674#comments Thu, 26 Mar 2015 11:52:00 +0000 http://4278492

Wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung am Donnerstag mitteilte, wurden auch die neuen Mehrkosten durch den schwierigen Baugrund und die inzwischen gekündigte Tiefbaufirma verursacht. Man habe das Ausmaß der Mängel erst durch extrem aufwendige Taucherarbeiten feststellen und beseitigen können, hieß es. Die sogenannte James-Simon-Galerie soll den Zugang zu den fünf Häusern der Museumsinsel regeln.

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“Altes Geld” blickt in “Untiefen der österreichischen Seele” http://www.salzburg24.at/altes-geld-blickt-in-untiefen-der-oesterreichischen-seele/apa-1422892210 http://www.salzburg24.at/altes-geld-blickt-in-untiefen-der-oesterreichischen-seele/apa-1422892210#comments Thu, 26 Mar 2015 11:13:00 +0000 http://4278421

In “Altes Geld” erzählt Schalko vom milliardenschweren, alternden Patriarchen Rolf Rauchensteiner, der im Angesicht des Todes seine Familie zusammenruft und jenem sein Erbe verspricht, der ihm eine Spenderleber beschafft. Eingebettet ist die von Gier und Rachsucht geprägte Familie in eine korrumpierte, verkommene Wiener Elite, an deren Spitze ein alkoholkranker, machtsüchtiger Bürgermeister steht. Hochkarätig besetzt, sind neben Udo Kier, der für den verstorbenen Gert Voss als Rauchensteiner einsprang, Sunnyi Melles als dessen Gattin, Manuel Rubey, Nora von Waldstätten und Nicholas Ofczarek als deren Kinder sowie Herbert Föttinger, Thomas Stipsits, Robert Palfrader und Edita Malovcic in weiteren Rollen zu sehen.

Die Bedeutung, die Schalko mittlerweile für den ORF einzunehmen scheint, untermauerte Fernsehdirektorin Kathrin Zechner bei der Präsentation im Wiener Palais Schönburg. Sie begann ihre einleitenden Worte mit “David, oh David” und lobte den Filmemacher als jemanden, “der in die Tiefen, aber mit Leidenschaft auch in die Untiefen der österreichischen Seele blickt. Dabei bleibt er aber Gott sei Dank nie an der Oberfläche”. Der Spiegel, den er der Gesellschaft vorhalte, sei von “relevanter Schärfe”, wie Zechner betonte. “Er ist ein fordernder Kreativer, und das wirklich Gute ist: Er beginnt mit der Forderung an sich selbst, wo viele andere mit der Forderung an andere beginnen.”

Das achtteilige Format setze sich mit dem “Thema der Dekadenz und der Haltlosigkeit, obszöner Egozentrik und Machtmissbrauch durch diesen Patriarchen, aber auch diesen verrohten Clan” auseinander. “Es packt, fasziniert, irritiert und stößt ab”, so Zechner. “Mir geht diese Dekadenz, die nur ein sehr scharfer Blick auf die reale Dekadenz ist, an die Eingeweide meines Gewissens.” Dieses Aufwühlen wünsche sie auch dem Publikum, wobei die Fernsehdirektorin auch dem während der Dreharbeiten verstorbenen Gert Voss, der ursprünglich die Hauptrolle gab, gedachte.

Die Aktualität des Inhalts stellte ORF-Fernsehfilmchef Heinrich Mis in den Vordergrund. “Immer mehr Reichtum konzentriert sich in den Händen von immer weniger Menschen – das geben die Reichen selber zu. Aber der Furz des Finanzoligarchen drückt genauso schmerzhaft wie der Furz des kleinen Mannes”, bemerkte er süffisant. “Nur die Auswirkungen sind anders. Das ist kurz gefasst die Geschichte von ‘Altes Geld’.” Schalko habe “lang und intensiv in der Hochfinanz recherchiert”, so Mis. “Und was er nicht gefunden hat, hat er mit einem Blick in seine eigene tiefe und schwarze Seele produziert.”

Dass die Produktion zunächst auf DVD sowie als Video-on-Demand auf der Plattform Flimmit erscheine, sei keine neue Herangehensweise. Eine derartige Vorveröffentlichungsweise sei “eine Erfindung aus dem letzten Jahrtausend”, sagte Mis. “Besonders edle und nachhaltige Produktionen” habe der ORF bereits früher auf VHS oder DVD auf den Markt gebracht. Nun sei eben das digitale, online vertriebene Format hinzugekommen. Im linearen Fernsehen wird “Altes Geld” voraussichtlich im Herbst zu sehen sein.

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