Salzburg24.at » Kultur http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Thu, 05 May 2016 18:01:57 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 Auch Rolling Stones verbieten Trump Nutzung ihrer Songs http://www.salzburg24.at/auch-rolling-stones-verbieten-trump-nutzung-ihrer-songs/apa-1429601872 http://www.salzburg24.at/auch-rolling-stones-verbieten-trump-nutzung-ihrer-songs/apa-1429601872#comments Thu, 05 May 2016 10:46:00 +0000 http://4712734

Der umstrittene Immobilienmagnat hatte die Stimmung bei seinen Wahlkampfauftritten unter anderem mit dem Stones-Klassiker “You Can’t Always Get What You Want” angeheizt. Vor der britischen Band hatten sich bereits zahlreiche andere Musiker von Trump distanziert, der nach dem Ausscheiden seiner Rivalen inzwischen als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner praktisch feststeht.

Der US-Rapper Everlast wehrte sich dagegen, dass Trump den Titel “Jump Around” seiner früheren Band House of Pain auf der Bühne spielt. Auch Neil Young, die Band R.E.M und die britische Sängerin Adele verboten den Einsatz ihrer Musik im Wahlkampf.

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US-Künstler bittet 2.000 Tauben zu Tanz der Lüfte http://www.salzburg24.at/us-kuenstler-bittet-2000-tauben-zu-tanz-der-luefte/apa-1429601096 http://www.salzburg24.at/us-kuenstler-bittet-2000-tauben-zu-tanz-der-luefte/apa-1429601096#comments Thu, 05 May 2016 09:24:00 +0000 http://4712643

“Tauben werden seit Tausenden von Jahren domestiziert”, sagt der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Wenige Tiere blicken auf eine so lange Geschichte an der Seite des Menschen zurück wie Tauben, die schon um das Jahr 4500 vor Christus domestiziert und in Zeiten von Frieden und Krieg als Botschafter eingesetzt wurden. “Vornehm” und “inspirierend” nennt Riley sie – eine Beschreibung, für die ihm so mancher in London, Rom oder New York einen Vogel zeigen würde.

Denn da Taubenkot Krankheitserreger und die Tiere von Parasiten befallen sein können, hat sich das Bild der eigentlich grazilen, gurrenden Täubchen in Großstädten oft gewandelt. “Wir müssen die Natur innerhalb unserer urbanen Umgebungen wahrnehmen”, sagt Riley. “Die beschäftigten New Yorker müssen daran oft erinnert werden.” Ab Samstag und dann jedes Wochenende bis Mitte Juni nimmt der Künstler diese Angelegenheit – und jede Menge Tauben – selbst in die Hand.

Bei Einbruch der Dämmerung wird Riley im Navy Yard in Brooklyn auf der “Baylander” stehen, einem ausrangierten Flugzeugträger aus Zeiten des Vietnamkriegs. Auf seine Kehllaute hin werden die Vögel aus ihren Taubenschlägen kommen, vielleicht alle zugleich, vielleicht nach und nach. Doch innerhalb weniger Minuten werden Hunderte am Himmel kurven, kreisen und wirbeln und zufällige Muster formen. Dank LED-Leuchten an ihren Krallen wird jedes Tier den Abendhimmel mit hellen Lichtschlieren durchziehen.

Trotz monatelanger Vorbereitungen lässt sich nicht genau vorhersagen, wie das Spektakel aussehen wird. “Sie fliegen jeden Abend anders. Es hängt vom Wind, den Gezeiten und ihrer Stimmung ab”, sagt Katie Hollander, Vorsitzende der Organisation Creative Time, die das für Besucher kostenlose Kunstwerk möglich macht. Einige seien bei den Übungen auch mal auf einem naheliegenden Kran gelandet. “Mit den Lichtern sehen sie aus wie ein Weihnachtsbaum.”

Und dann folgt, was Hollander die “Essensglocke” nennt: Ein bestimmter Musiktitel, den Riley als Signal für die Rückkehr zum Taubenschlag gewählt hat. Zusammen mit Flaggen, die im nautischen Alphabet den Titel der Veranstaltung “Fly By Night” buchstabieren, würden die Vögel ihren Weg zurück finden. Riley hofft, durch das Schauspiel am Himmel die Wahrnehmung von Tauben in New York und auch im Ausland zu verändern.

Doch es geht um mehr. Der tätowierte Mann aus Massachusetts lebt seit rund 20 Jahren in New York und sieht es an der Zeit, der Stadt etwas zurückzugeben. Bisher erinnerten seine Projekte an Guerilla-Aktionen, an bissige Kunst am Rande des Illegalen. Sein Nachbau des kugelartigen, historischen Mini-U-Boots Turtle etwa, das im Krieg um die amerikanische Unabhängigkeit ein Schiff im New Yorker Hafen versenken sollte. 2007 trieb Riley damit auf das im Hafen liegende Kreuzfahrtschiff Queen Mary 2 zu, sozusagen als Angriff gegen die britische Krone im 21. Jahrhundert. Die Polizei nahm ihn fest.

Oder seine in einem Parkbecken nachgestellte römische Seeschlacht im Jahr 2009, als Kostümierte in selbst gebauten Schilfbooten durch das flache Wasser paddelten und einander mit Tomaten bewarfen. Er habe “keine Ahnung, was genau passieren wird”, sagte Riley, bevor die wilde, von kostenlosem Bier und Wein getränkte Schlacht einsetzte.

Auch bei “Fly By Night” lässt sich das Verhalten der Beteiligten – in diesem Fall Vögel – unmöglich vorhersagen. Für Rileys Anliegen ist das Nebensache. “Ich will den Menschen einen Moment Raum geben, in dem sie anhalten und sich Zeit nehmen, ihre Umgebung wahrzunehmen und die Flora und Fauna zu würdigen, mit der sie sich die Stadt teilen.”

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Ukraine provoziert Russland beim Song Contest http://www.salzburg24.at/ukraine-provoziert-russland-beim-song-contest/apa-1429600954 http://www.salzburg24.at/ukraine-provoziert-russland-beim-song-contest/apa-1429600954#comments Thu, 05 May 2016 09:13:00 +0000 http://4712626

Tatsächlich rührt “1944” an alten Wunden. Es ist das Jahr, in dem Tausende Krimtataren während der Herrschaft von Diktator Josef Stalin nach Zentralasien deportiert wurden. Erst Jahrzehnte später durften die Krimtataren in ihre alte Heimat zurückkehren. Die noch in Zentralasien geborene Jamala erzählt in ihrem selbst komponierten Lied auf Krimtatarisch und Englisch die Geschichte ihrer Urgroßmutter. Dabei erwähnt Jamala weder Stalin noch die Krimtataren. Lediglich die Zeilen “Ich konnte meine Heimat nicht haben” und der Refrain “Ihr habt meinen Frieden geraubt” deuten auf das Schicksal der Minderheit hin.

“Die Krimtataren leben heute wieder in einem besetztem Gebiet, es ist nicht leicht für sie”, betont Jamala. Viele Krimtataren haben sich gegen die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 gewehrt. Seitdem wurden Dutzende Aktivisten verhaftet und eingeschüchtert, Zeitungen und Fernsehsender wurden verboten, zahlreiche Familien sind ins ukrainische Kernland geflohen. Jamalas Familie lebt weiterhin auf der Krim, seit mehr als zwei Jahren hat die Sängerin ihre Verwandten nicht mehr gesehen.

Viele Russen fühlen sich von dem musikalischen Beitrag provoziert – jedoch nicht weil es ein dunkles Kapitel der sowjetischen Geschichte thematisiert. Er spiele eindeutig auf die Entwicklungen auf der Krim an, sagen russische Politiker.

Wenn die Ukraine schon mit politischem Inhalt auftreten will, dann sollte sie ihre eigenen aktuellen Probleme besingen, sagt etwa der kremltreue Duma-Abgeordnete Robert Schlegel: “Ein Lied über Korruption oder politische Unterdrückung in Kiew könnte auch erfolgreich sein.” Jamalas Lied verfolge nur ein Ziel, nämlich “Russland zu verletzen”, sagt der Politiker Wadim Dengin. Der Kreml schweigt bisher dazu.

Die Sängerin sieht die russische Reaktion gelassen. Immerhin habe sie vor dem Event weltweites Interesse geweckt. “Wenn sie ruhig reagiert hätten, hätte die Welt dem wahrscheinlich nicht eine solche Bedeutung zugemessen”, sagte sie nach ihrer Nominierung der ukrainischen Ausgabe der “Komsomolskaja Prawda”. Die Diskussion würde das Interesse am Schicksal der Krimtataren zusätzlich stärken.

Eine politische Botschaft bestreitet die Sängerin dennoch vehement. Das Lied würde lediglich an die Zeit in Zentralasien erinnern: “Jedes Mal, wenn wir uns an den Tisch gesetzt haben, erinnerte Großvater an die Deportation, sprach davon, wie sie kein Brot hatten”, sagt die Sängerin der russischen Webseite “OpenRussia”.

Und die ESC-Jury gibt ihr Recht: Die 32-Jährige darf in Stockholm wie geplant auf die Bühne – weder Titel noch Text seien politisch, urteilte die Europäische Rundfunkunion in Genf. Die Regeln der Jury sind streng, selten durften Länder mit eindeutigen Botschaften auf die Bühne.

2009 sorgte Georgien mit Lied “We don’t wanna Put In” für Aufsehen. Ein Jahr nach dem Krieg mit Russland kritisierten die Sänger damit die Politik Putins. Russland reagierte als Gastgeberland erbost. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete den Protestsong als “Rowdytum”. Die Jury lehnte den Beitrag ab. Die Georgier wollten den Text nicht abmildern und reisten erst gar nicht nach Moskau.

Weißrussland erntete 2011 einen Rüffel: Sängerin Anastasija Winnikowa lobte in ihrem Beitrag die Sowjet-Zeit und durfte nur mit der abgeschwächten Version “I Love Belarus” antreten – und schied im Semifinale aus.

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NÖ Viertelfestival in Waidhofen an der Ybbs eröffnet http://www.salzburg24.at/noe-viertelfestival-in-waidhofen-an-der-ybbs-eroeffnet/apa-1429600434 http://www.salzburg24.at/noe-viertelfestival-in-waidhofen-an-der-ybbs-eroeffnet/apa-1429600434#comments Thu, 05 May 2016 08:08:00 +0000 http://4712541

Den Auftakt des Festivals machte das Projekt “Lichtecht”, ein Licht-und Multimedia-Spektakel unter der Leitung von Medienkünstler Uli Kühn. Zu erleben waren eine Performance von und mit Robert Mathy, ein laut dem Landespressedienst “besonderer” Remix der Landeshymne von Lissie Rettenwander sowie ein “Surroundkonzert” mit Licht von Uli Kühn und Thomas Wagensommerer. Aufgabe der Politik sei es, Kulturinitiativen zu unterstützen, “die auf breitester Ebene motivieren und die Ressourcen, die in einer Region vorhanden sind, heben”, sagte Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) bei der Eröffnung.

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Schmerzmittel-Experte sollte Prince behandeln http://www.salzburg24.at/schmerzmittel-experte-sollte-prince-behandeln/apa-1429599520 http://www.salzburg24.at/schmerzmittel-experte-sollte-prince-behandeln/apa-1429599520#comments Thu, 05 May 2016 05:46:00 +0000 http://4712474

Den Angaben zufolge befand sich der Sohn des Arztes, ein Medizinstudent, zum Todeszeitpunkt bereits auf Prince’ Anwesen Paisley Park in einem Vorort von Minneapolis, um dem Musiker ein Medikament zur Behandlung bei einem örtlichen Arzt zu bringen. Zur Übergabe des Mittels sei es aber nicht mehr gekommen, sagte der Anwalt des Vaters.

Andrew Kornfeld war dem Anwalt zufolge auch derjenige, der am 21. April den Notruf gewählt hatte, nachdem der Sänger leblos in einem Aufzug seines Studios gefunden worden war. Kornfelds Vater betreibt nördlich von San Francisco eine Klinik, die mit vertraulicher Behandlung von Schmerzmittel-Abhängigen wirbt.

US-Medien hatten bereits kurz nach dem Tod des Stars berichtet, dass Prince Opiate bei sich gehabt habe. Auch in seinem Haus seien die Schmerzmittel gefunden worden. Die Rolle der verschreibungspflichtigen Medikamente beim Tod des 57-Jährigen sind Gegenstand von Ermittlungen. Eine erste Obduktion hatte zunächst keine Hinweise auf einen Suizid oder eine Überdosis Drogen oder ein Verbrechen erbracht.

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Midnight Oil geht 2017 wieder auf Tour http://www.salzburg24.at/midnight-oil-geht-2017-wieder-auf-tour/apa-1429598510 http://www.salzburg24.at/midnight-oil-geht-2017-wieder-auf-tour/apa-1429598510#comments Thu, 05 May 2016 05:17:00 +0000 http://4712464

Midnight Oil wurde zwar schon 1976 gegründet, hatte die größten Erfolge aber erst in den 80er Jahren. Ihr größter internationaler Hit war 1987 “Beds are Burning” aus dem Album “Diesel and Dust”. Die Gruppe war bekannt für ihr Umweltbewusstsein und gestaltete unter anderem einen Teil der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000.

Die Band löste sich 2002 auf, weil es Sänger Peter Garrett als Umweltaktivist in die Politik zog. Als die linke Labor-Partei von 2007 bis 2013 an der Macht war, wurde er erst Umwelt- und dann Erziehungsminister.

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Servus TV bleibt doch bestehen – alle Kündigungen zurückgenommen http://www.salzburg24.at/servus-tv-bleibt-doch-bestehen---alle-kuendigungen-zurueckgenommen/4712188 http://www.salzburg24.at/servus-tv-bleibt-doch-bestehen---alle-kuendigungen-zurueckgenommen/4712188#comments Wed, 04 May 2016 14:56:07 +0000 http://4712188

“Red Bull führt den Sender weiter, und die Kündigungen werden zurückgenommen”, hieß es in einer Aussendung. Grund: Arbeiterkammer und Gewerkschaft hätten bei einem Treffen die Ablehnung der Belegtschaft, einen Betriebsrat zu gründen, akzeptiert.

“Haltung der Belegschaft respektiert”

Mittwochnachmittag habe sich Red Bull mit den Arbeitnehmerorganisationen zusammengesetzt, und es sei ein “konstruktives Gespräch” gewesen. “Nicht überraschend für einen Betrieb, der für seine hohen sozialen Standards bekannt ist, lehnt die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter einen Betriebsrat ab”, hielt der Konzern fest. Und “im Gespräch mit AK und ÖGB wurde diese Haltung der Belegschaft respektiert und damit bestehende Vorbehalte beseitigt”. Somit sei auch die “Fortsetzung der partei-politischen unabhängigen Linie” von “allen Beteiligten begrüßt” worden und stehe einer Fortführung des Senders nichts im Weg.

264 Kündigungen im Raum

Erst am Dienstag hatte die angekündigte Einstellung von Servus TV für Entsetzen in der Branche gesorgt. Die Kündigung von 264 Mitarbeitern stand im Raum. Spekulationen, dass eine versuchte Betriebsratsgründung der Anlass war, wurden von Mateschitz bestätigt: Es habe eine entsprechende Initiative per anonymem Mail, “unterstützt von Gewerkschaft und Arbeiterkammer”, gegeben. Das widerspreche dem Prinzip der Unbeeinflussbarkeit und Eigenständigkeit des Senders, das durch eine solche Betriebsratsgründung “nachhaltig beschädigt” worden wäre, so der Red-Bull-Boss.

Über 200 Mitarbeiter unterschrieben dann einen Offenen Brief, in dem sie sich gegen einen Betriebsrat aussprachen. “Die anonyme Umfrage über die mögliche Gründung eines Betriebsrates unterstützen wir – und das ist die überwältigende Mehrheit aller Mitarbeiter von ServusTV – ausdrücklich nicht”, hieß es darin. “Wir wollen und brauchen keinen Betriebsrat.”

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Labor der Sammlung eSeL als letzte Schau im Essl Museum http://www.salzburg24.at/labor-der-sammlung-esel-als-letzte-schau-im-essl-museum/apa-1429588612 http://www.salzburg24.at/labor-der-sammlung-esel-als-letzte-schau-im-essl-museum/apa-1429588612#comments Wed, 04 May 2016 11:09:00 +0000 http://4711907

Zu sehen ist die Schau bis Ende Juni – dann schließt das Haus aus finanziellen Gründen die Pforten. Lorenz Seidler alias eSeL inszeniert mit seinen Foto- Arbeiten, Videos, gesammelten Flyers und Prospekten das Kunstgeschehen der vergangenen 17 Jahre. Er spielt dabei auch auf die “Gewitterwolken” über dem Privatmuseum an, thematisiert die Situation und Herausforderungen für Museen, die Tourismus- und Kulturstadt Wien und das Kunstumfeld. Und er lädt die Besucher ein, Fragen nach ihrer Einschätzung der Veränderungen in der Kunst zu beantworten. Seine “Lieblingsfrage” dabei: “Was sollte sich Ihrer Meinung nach ändern?” Die an der Wand angeschlagenen Fragebögen werden im Verlauf der Ausstellung eingearbeitet. Partizipation ist Prinzip: Unter dem Hashtag #SammlungEsel (Facebook, Twitter, Instagram) können Interessierte im Museum oder via Internet ihre persönlichen Kunstbeobachtungen einbringen.

Essl zeigte sich bei der Pressekonferenz vor der Eröffnung am Abend von der Vielseitigkeit des Künstlers beeindruckt und “sehr stolz” darüber, “noch einmal etwas Besonderes und Neues” zu präsentieren. eSeL erspüre Entwicklungen wie ein “Seismograf”, habe ein Archiv zur Analyse angelegt und sei ein genauer Beobachter, der in seinen künstlerischen Fotografien viel Humor zeige, ohne die Menschen bloßzustellen.

Die Anfänge der Sammlung eSeL seien mit den Anfängen des Essl Museums verknüpft, erinnerte der Sammler daran, dass Seidler (Jahrgang 1974) damals als junger Künstler bei Vernetzungstreffen seine Visionen vorstellte. Essl sah noch eine Gemeinsamkeit: “Uns beide interessiert brennend, was als Nächstes kommt” – Kunst sei ständig im Wandel begriffen.

Aktuell – wenngleich aus traurigem Anlass – erweist das Haus mit der Präsentation mehrerer großformatiger Werke dem am 30. April im Alter von 57 Jahren verstorbenen Gunter Damisch Reverenz. Im Herbst wäre ursprünglich eine große Personale des Künstlers geplant gewesen, sagte Pressesprecher Erwin Uhrmann zur APA.

Karlheinz Essl blickt, wie er im APA-Gespräch erklärte, “mit großer Dankbarkeit” zurück: Vieles sei erreicht worden, das Museum sei als “offenes Haus” geführt worden, es habe mehr als 100 teils spektakuläre Ausstellungen und tausende Vermittlungsprojekte, Konzerte und Lesungen gegeben. Die Sammlung Essl bleibe ja bestehen und werde in Kürze eine andere Heimstätte der Präsentation finden. Auch das von Heinz Tesar geplante Museum – mit den “schönsten Ausstellungsräumen, die man sich vorstellen kann” – werde nicht lange leer stehen, meinte Essl – “aber das wird die Zukunft weisen”.

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Rekordergebnis für europäische Kinos http://www.salzburg24.at/rekordergebnis-fuer-europaeische-kinos/apa-1429587576 http://www.salzburg24.at/rekordergebnis-fuer-europaeische-kinos/apa-1429587576#comments Wed, 04 May 2016 10:35:00 +0000 http://4711817

Demnach stieg die Zahl der verkauften Tickets um 7,4 Prozent auf 976 Millionen und der (geschätzte) durchschnittliche Eintrittspreis in der EU von 7 auf rund 7,50 Euro. In sämtlichen Kinomärkten (mit Ausnahme von Malta und Frankreich, von denen keine vorläufigen Daten vorliegen), gab es ein Plus bei den Bruttoeinspielergebnissen – so auch in Österreich, um 16,1 Prozent auf 136,9 Mio. Euro. Auch die Zahl der Besucher ist hierzulande um 11,4 Prozent auf 15,9 Millionen angestiegen.

Im Gegensatz zu 2014 ist der Anstieg der Besucherzahlen auf die starken Ergebnisse einiger US-Studiofilme zurückzuführen: 18 der Top-20-Filme in der EU waren Produktionen von US-amerikanischen Majorstudios; die Besucherzahl von US-Filmen stieg um geschätzte 50 Millionen, der Marktanteil auf 64 Prozent. Angeführt werden die EU-Kinocharts von “Star Wars: The Force Awakens” (39,8 Mio. Besucher), “Minions” (39,5 Mio.), “Spectre” (37,9 Mio.) und “Jurassic World” (30,4 Mio.), die allesamt jeweils mehr als 30 Mio. Kinogeher angezogen haben – ein Wert, den in den beiden Vorjahren kein einziger Film erreicht hat.

Die Zahl der Besucher europäischer Filme ging hingegen zurück und der europäische Marktanteil in der EU sank von dem Rekordwert im Jahr 2014 von 33,5 Prozent auf schätzungsweise 26,1 Prozent, den niedrigsten Wert in den vergangenen fünf Jahren. Einzelne europäische Filme haben sich dennoch auf einigen nationalen Märkten gut geschlagen, darunter etwa traditionell Frankreich (35,2 Prozent) sowie Deutschland (27,5 Prozent), nicht zuletzt dank des Erfolgs von “Fack Ju Göhte 2”. Der EU-Markt mit dem höchsten nationalen Marktanteil ist Großbritannien mit 44,5 Prozent.

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MAK-Schindler-Stipendien vergeben http://www.salzburg24.at/mak-schindler-stipendien-vergeben/apa-1429586840 http://www.salzburg24.at/mak-schindler-stipendien-vergeben/apa-1429586840#comments Wed, 04 May 2016 09:35:00 +0000 http://4711678

Neben der aus Russland stammenden österreichischen Künstlerin Anna Jermolaewa dürfen die Ukrainerin Anastasiya Yarovenko, die Deutsche Alina Schmuch sowie das Team Petrit Halilaj (Albanien) und Alvaro Urbano (Spanien) nach L.A.; in der Kategorie Architektur fiel die Wahl der Jury auf die Österreicherin Nico King sowie auf das Team Alessandro Bava (Italien), Luis Ortega Govela (Mexiko) und Octave Perrault (Frankreich). Zudem wurden drei Ersatzprojekte nominiert.

Die Stipendiaten erhalten einen sechsmonatigen Aufenthalt in den Pearl M. Mackey Apartments von Rudolph M. Schindler, einem der Standorte des MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles, um ihre eingereichten Projekte zu realisieren, in denen die Beziehung zwischen Kunst und Architektur thematisiert wird. Im Fokus steht dabei vor allem die Auseinandersetzung mit Los Angeles. Laut Aussendung haben bisher mehr als 216 Kunst- und Kulturschaffende an dem Programm teilgenommen.

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Goya-Radierungen “Los Caprichos” in Kärnten zu sehen http://www.salzburg24.at/goya-radierungen-los-caprichos-in-kaernten-zu-sehen/apa-1429584612 http://www.salzburg24.at/goya-radierungen-los-caprichos-in-kaernten-zu-sehen/apa-1429584612#comments Wed, 04 May 2016 06:32:00 +0000 http://4711340

Die Arbeiten entstanden von 1797 bis 1799, die Caprichos unterscheiden sich sehr stark von den Ölbildern des Künstlers, nicht nur von der Technik, sondern auch bezüglich der Themenwahl. Da wird die Prostitution ebenso angeprangert wie die gewaltsamen Erziehungsmethoden der damaligen Zeit. Der Adel bekommt sein Fett ab und Goya setzt sich auch kritisch mit der Inquisition auseinander. “Das hat ihm auch Ärger eingebracht, um sich zu schützen, hat er die Druckplatten und die noch nicht verkauften Auflagen schließlich dem König geschenkt”, erklärt Ausstellungskuratorin Erika Schuster.

Auf die Frage, wie eine kleine Stadt wie Gmünd zu einer derartigen Ausstellung komme, meinte Schuster, das seien die Früchte jahrelanger Arbeit und der Aufbau von Netzwerken. So sei Gmünd Partnerstadt von Osnabrück, auf diese Weise sei auch im vergangenen Jahr die Dürer-Ausstellung zustande gekommen. Zudem müsse man eben hartnäckig sein: “Ich bin halt immer lästig.”

Die relativ kleinen Ausstellungsräume in dem mittelalterlichen Turm bedingen, dass die Radierungen auf drei Etagen verteilt ausgestellt sind. Das Ambiente mit den schlichten weißen Wänden und die Holzdecken verstärkt die Wirkung der mit schwarzen Rahmen versehenen Arbeiten des Künstlers noch zusätzlich.

Die Kulturinitiative hofft darauf, mit der Goya-Ausstellung einen ähnlich großen Erfolg landen zu können wie mit Dürer im vergangenen Jahr, der 13.000 zahlende Besucher anlockte. Seit 1996 wird der Stadtturm für Ausstellungen genutzt, zu sehen waren unter anderen Arbeiten von Alfred Kubin, Valie Export, Werner Berg und vielen anderen.

(S E R V I C E – “Goya in Gmünd” – Radierzyklen in der Stadtturmgalerie Gmünd. 5. Mai bis 2. Oktober 2016. Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 13.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt für Erwachsene 8 Euro, Kinder, Schüler und Studenten 4 Euro. Umfangreiches Rahmenprogramm, Details unter:)

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TV-Epos “Das Sacher” wird im Wiener Hotel Sacher gedreht http://www.salzburg24.at/tv-epos-das-sacher-wird-im-wiener-hotel-sacher-gedreht/4711034 http://www.salzburg24.at/tv-epos-das-sacher-wird-im-wiener-hotel-sacher-gedreht/4711034#comments Tue, 03 May 2016 15:31:22 +0000 http://4711034 Einen Bogen über drei Jahrzehnte spannen die jeweils 100-minütigen Filme, in denen sich die Lebenswege eines adeligen Ehepaars (Josefine Preuß, Laurence Rupp) und eines Berliner Verlegerehepaars (Florian Stetter, Julia Koschitz) im legendären Luxushotel Sacher kreuzen.

Es ist nach dem TV-Epos “Adlon. Eine Familiensaga” die zweite ORF/ZDF-Koproduktion, die ausgehend von einem Hotel als Dreh- und Angelpunkt historische Ereignisse mit Einzelschicksalen verwebt. Erneut zeichnet Rodica Doehnert für das Drehbuch verantwortlich.

Hotel Sacher als Kulisse

“Hotels eignen sich besonders gut, Geschichte und auch Zeitgeschichte zu erzählen, hier sind ja so viele Dinge passiert”, erläutert Dornhelm den Reiz des Projekts am Rande der Dreharbeiten. “Ich habe früher Dokumentarfilme über große Hotels gemacht, weil man alles, was dort an Geheimnissen, an Intimitäten auch an Feierlichkeiten passiert, gut dramaturgisch einsetzen und daraus Geschichten machen kann.” Das Sacher sei zwar nicht das einzige “elegante und repräsentative” Hotel Wiens, repräsentiere aber wie kein anderes “eine Art österreichisches k. u. k. Haus”.

“Die Möglichkeit, im letzten Jahrhundert anzufangen und die großen Veränderungen wie Erster Weltkrieg und Zusammenbruch der Monarchie aus der Sicht des Hotels darstellen zu können, finde ich sehr interessant”, so Dornhelm, der “mit großem Spaß” bei der Sache sei. Die logistischen Herausforderungen seien bei der aufwendigen Produktion mit 50 Schauspielern und 950 Komparsen “natürlich gewaltig”. Die besonders stark frequentierten Hotelbereiche wie die Empfangshalle und der dahinterliegende Salon wurden daher originalgetreu auf einem Studiogelände in Wien-Liesing nachgebaut. “Aber ich wollte den Film nicht drehen, ohne zumindest einmal im ‘richtigen’ Sacher zu sein, damit man das Gefühl kriegt, man war wirklich da.”

Ursula Strauss als Anna Sacher

Für Schauspielerin Ursula Strauss ist die Möglichkeit, an Originalschauplätzen zu drehen, schlicht “fantastisch”. “Ich fühle keine historische Barriere und habe voll Spaß daran”, sagt die 42-Jährige, die in “Das Sacher” die Grande Dame Anna Sacher verkörpert. Ihre Figur nach realem Vorbild beschreibt Strauss als “wahnsinnig starke Persönlichkeit” und “geschickte Lobbyistin”, die genau gewusst habe, was sie will. “Sie hat es geschafft, zu einer Zeit, in der Frauen der höheren Schicht nur Modepuppen waren, die Chefin eines Imperiums zu werden. Sie hat sich nach dem Tod ihres Mannes, der viel älter war als sie, die Konzession erkämpft und einfach wahnsinnig geschickt und sehr fair und visionär denkend gewusst, wie man mit Angestellten umgeht.”

Unterstützend an Anna Sachers Seite: Der Hotelportier Sebastian Mayr, gespielt von Robert Palfrader. “Ich helfe ihr, das Haus so gut wie möglich zu führen, was damals keine leichte Aufgabe für eine Frau war”, meint Palfrader. Als Sachers rechte Hand müsse seine Figur “vor allem das Personal unter Kontrolle halten und die Informationen, die ein Portier so über seine Gäste hat, der Chefin weitergeben, um gröbere Wickel zu verhindern”.

Palfrader und das Hotel Sacher

Der Kontakt mit tatsächlichen Hotelmitarbeitern im Vorfeld der Dreharbeiten hat sich bei Palfrader geradezu aufgedrängt. “Mein Onkel, Robert Palfrader, war 34 Jahre lang in diesem Hotel beschäftigt und die letzten 17 davon als Generaldirektor”, erzählt Palfrader, für den die Beteiligung an dem Projekt dementsprechend “absolut” eine Herzensangelegenheit ist. “Ich bin sehr stolz darauf.”

Seit 25. April und noch bis Ende Juni wird “Das Sacher. Die Geschichte einer Verführung” in und um Wien gedreht. In weiteren Neben- und Gastrollen stehen renommierte Darsteller wie Susanne Wuest, Nina Proll, Peter Simonischek, Joachim Krol, Simon Schwarz oder Robert Stadlober sowie Francesca Habsburg als Ehefrau eines englischen Diplomaten vor der Kamera.

Der ORF will den Zweiteiler zum Jahreswechsel 2016/17 ausstrahlen.

(APA)

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Servus TV – Mateschitz: Betriebsratsidee “nicht gerade dienlich” http://www.salzburg24.at/servus-tv---mateschitz-betriebsratsidee-nicht-gerade-dienlich/4710971 http://www.salzburg24.at/servus-tv---mateschitz-betriebsratsidee-nicht-gerade-dienlich/4710971#comments Tue, 03 May 2016 14:32:36 +0000 http://4710971

“Dass diese Vorgehensweise bei der Entscheidung in der aktuellen Situation nicht gerade dienlich war, ist evident”, erklärte er in einem Statement gegenüber der APA. So richtig klar ist derzeit indes nicht, wer eigentlich einen Betriebsrat gründen wollte. Zu hören war von einem Rund-Mail, in dem eine Abstimmung darüber vorschlagen worden sei. Dieses sei von einer externen Mail-Adresse gekommen und habe Mateschitz empört.

Kritik an Gewerkschaft und Arbeiterkammer

In seiner Stellungnahme sprach Mateschitz nun davon, dass der Betriebsrat “anonym, unterstützt von Gewerkschaft und Arbeiterkammer” zustande gekommen wäre. Doch “Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Unbeeinflussbarkeit insbesondere durch politische Parteien, egal welcher Richtung, war von Anfang an ein tragender Pfeiler von Servus TV”, so Mateschitz. Diese hätte eine Betriebsratsgründung auf diesem Wege “nachhaltig beschädigt”.

Aus für Servus-TV

Servus TV hatte am Dienstag völlig überraschend bekanntgegeben, den Betrieb einzustellen. 264 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. In ersten Berichten war von 246 Personen die Rede gewesen.

(APA)

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Tiroler Jazzfestival “Outreach” gegen reinen “Common Sense” http://www.salzburg24.at/tiroler-jazzfestival-outreach-gegen-reinen-common-sense/apa-1429572398 http://www.salzburg24.at/tiroler-jazzfestival-outreach-gegen-reinen-common-sense/apa-1429572398#comments Tue, 03 May 2016 11:23:00 +0000 http://4710708

“Outreach”, das seit 1993 Schwaz bespielt, geht heuer in seine 24. Auflage. Das Drei-Tages-Festival umfasst in diesem Jahr eine Reihe von “Ur-europäischen und österreichischen Erstaufführungen” mit insgesamt 15 Konzerten und einen “Keynote-Multimedia-Event” zu Festivalbeginn.

Die Academy, die an drei Wochenenden stattfindet, beginnt einen Woche vor dem Festival. Sie besteht in diesem Jahr aus 48 verschiedenen Kursen mit über 200 Unterrichtseinheiten. Neuheit in diesem Jahr ist die Masterclass der Schlagzeug-Legende Chad Wackerman, der unter anderem mit Frank Zappa zusammengearbeitet hat. Prinzip der Academy ist nicht ein klassisches Lehrer-Teilnehmer-Verhältnis, vielmehr sollen international erfolgreiche Virtuosen interessierten Teilnehmern vermitteln, wie sie an ihrer Musik arbeiten.

Weitere Höhepunkte werden neben dem “Keynote-Multimedia-Event” Auftritte von Rebekka Bakken sowie der Tiroler Ausnahmemusiker Andi Tausch und Clemens Rofner sein. Der Auftritt der norwegischen Musikerin habe im vergangenen Jahr Begeisterung beim Publikum hervorgerufen. Das sei aber nicht der alleinige Grund für eine Fortsetzung gewesen, vielmehr soll aus dem “gemeinsamen Ideenpool” geschöpft werden, der auf der gemeinsamen Geschichte von Rebekka Bakken und Franz Hackl aus New Yorker Tagen gründet.

Andi Tausch (Gitarre) wird im Duo mit Martin Reiter (Piano) und im Trio mit Alex Deutsch und Jahson the Scientist auftreten. Clemens Rofner wird mit seinem Wiener Quartett “Tiktaalik” auf der Bühne zu erleben sein.

INFO: “Outreach” Jazz Festival vom 4. bis 6. August in Schwaz,)

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Volkstheater Wien 2016/17 unter dem Motto der “Gemeinschaft” http://www.salzburg24.at/volkstheater-wien-201617-unter-dem-motto-der-gemeinschaft/apa-1429572350 http://www.salzburg24.at/volkstheater-wien-201617-unter-dem-motto-der-gemeinschaft/apa-1429572350#comments Tue, 03 May 2016 12:55:00 +0000 http://4710684

“Wir haben sehr viel auf den Weg gebracht, manches haben wir abgeschlossen, manches ist im Werden, manches befindet sich vor uns – wie die Generalrenovierung”, so die Direktorin, die es “ein Langzeitprojekt” nannte, das Volkstheater “zu einem Ort zu machen, in dem gesellschaftlicher Diskurs stattfindet”. Bereits in der ersten Saison hätten gewählte Stücke und Vorgangsweisen polarisiert, und Besucher wie Kritiker gezwungen, Haltung zu beziehen.

Das soll so weitergehen. Eröffnet wird zweite Spielzeit am 9. September im Haupthaus mit der Bühnenfassung von Katherine Anne Porters Roman “Das Narrenschiff”, der durch Stanley Kramers Verfilmung mit Oskar Werner, Vivien Leigh und Simone Signoret berühmt wurde. Das Buch erzählt von der Fahrt eines Passagierdampfers von Vera Cruz nach Bremerhaven, kurz bevor die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernehmen. “Das ist ein großer Theaterstoff, wie wir finden”, sagte Dramaturg Roland Koberg. Dusan David Parizek inszeniert.

Auch mit der Übernahme von Yael Ronens “Niemandsland” aus Graz, einer “Medea”-Inszenierung der Intendantin, Elfriede Jelineks “Rechnitz (Der Würgeengel)” in der Regie des jungen Serben Milos Lolic, Nikolaus Habjans Inszenierung von Gotthold Ephraim Lessings “Nathan der Weise” für Puppen und Menschen oder der zweiten Regiearbeit des Vorarlbergers Philipp Preuss am Volkstheater, Ödön von Horvaths “Kasimir und Karoline”, sollen virulente heutige Themen von Krise, Fremdheit und Toleranz behandelt werden. Victor Bodo, der ebenfalls zum zweiten Mal am Haus inszeniert, nimmt E. T. A. Hoffmanns Märchen “Klein Zaches” “zur Spielvorlage, um den grotesken Auswirkungen eines autoritären Obrigkeitsstaates künstlerisch nachzuforschen” (so die Ankündigung im Spielzeitbuch).

“Wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Mobilisierung des Publikums”, sagte der kaufmännische Direktor Cay Stefan Urbanek. Hier scheint noch einiges zu tun. Über alle Spielstätten liege die Auslastung derzeit bei “etwas unter 70 Prozent”, im Detail “zwischen 67 und 69 Prozent”. Urbanek nannte dies zufriedenstellend. “Ich mache mir keine Sorgen, dass das umkippt.” Der Eigenmittelanteil sei in Vergangenheit bei “etwas unter 25 Prozent” gelegen, durch die Erhöhung der Subventionen um je 200.000 Euro (nunmehr gibt der Bund 5,1 Mio., die Stadt Wien 7,4 Mio. Euro jährlich) sinke dieser Anteil: “Das ist reine Mathematik.”

Bei den Kartenerlösen und bei der Zuschaueranzahl liege man im Vergleich unter dem Vorjahr, was aber auch auf das durch den Einbau einer Tribüne um 120 Sitze reduzierte Platzangebot zurückzuführen sei. “Die laufende Saison ist ein Investment. Ziel und Auftrag der Geschäftsführung ist im Durchschnitt ein ausgeglichenes Ergebnis. Das ist in der Vergangenheit geglückt und wird auch in Zukunft glücken”, sagte Urbanek. “Wirtschaftlich ist alles in dem Korridor, in dem ich angetreten bin, um dieses Haus zu führen.”

Auch Badora meinte: “Es ist extrem schwierig, das Publikum bereits in der ersten Spielzeit zu gewinnen.” Sie habe das auch am Schauspielhaus Graz, das sie erfolgreich leitete, nicht erlebt. Wie sich die Abonnentenzahlen gestalteten, wisse man erst Ende Juni.

“Extrem erfolgreich” habe das “Junge Volkstheater” in der laufenden Saison agiert, zeigte sich Direktorin Anna Badora stolz. Mehr als 350 Veranstaltungen habe es in den vergangenen neun Monaten gegeben. In der nächsten Spielzeit werde die Vernetzung in der Stadt mit 13 unterschiedlichen Kooperationspartnern aus den verschiedenen Bereichen vorangetrieben, sagte Sparten-Leiterin Constance Cauers.

Cauers wird gemeinsam mit Malte Andritter in einer “theatralen Feldforschung” die österreichische Identität(en) im 21. Jahrhundert erforschen. “Die Summe der einzelnen Teile” soll im April 2017 im Volx/Margareten Premiere haben. “Eine solche Spielstätte ist unverzichtbar. Es gibt viele Formate, die sich nicht für die Hauptbühne eignen”, sagte Badora. Unter den sechs weiteren Stücken, die im ehemaligen “Hundsturm” des Hauses zu sehen sein werden, findet sich “Hose Fahrrad Frau”, eine personenreiche Uraufführung des oberösterreichischen Autors Stefan Wipplinger, für die mit dem Reinhardt-Seminar kooperiert wird, aber auch das Andersen-Märchen “Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen” in einer choreografisch-musikalischen Inszenierung der Schweizerin Salome Schneebeli.

Barbi Markovics Roman “Superheldinnen” wird erstmals auf die Bühne gebracht. Die auf kommende Saison verschobene Uraufführung des ersten Dramas von Thomas Glavinic “Mugshots” kommt nun in der Regie des Autors (Dramaturg Roland Koberg: “Ihm schwebt so eine theatrale Abrechnung mit dem Gutmenschentum vor, wie er sie kürzlich auch persönlich getätigt hat.”) nur ins Volx/Margareten, nicht aber in die Bezirkstournee, die Badora “besonders am Herzen” liegt: “Das ist ein Erbe, das es zu bewahren gilt, und eine Hypothek, die in die Zukunft weist. Es geht um Bewahrung und Erneuerung gleichermaßen.”

Dem in den vergangenen Monaten festgestellten erhöhten Gesprächsbedarf der Bezirks-Abonnenten werde man Rechnung tragen. In der gebotenen Genre- und Stoffvielfalt finde sich nicht nur eine Dramatisierung von Robert Seethalers Roman “Der Trafikant” und einer an Elizabeth T. Spira orientierten Schrebergarten-Kulturstudie von Ed. Hauswirth mit “Stella” “in der polygamen Version des jungen Goethe” (Dramaturgin Heike Müller-Merten) auch der “so sehr gewünschte Klassiker”.

Ein Patenschaftsprogramm, bei der bisherige Bezirksabonnenten junges Publikum unter die Fittiche nehmen, soll Bewegung und Begegnung ermöglichen, das angestrebte “Vielvölkertheater” auf der Bühne und im Zuschauerraum sei “ein Langzeitprozess, den wir angestoßen haben”, aber erst Anfangserfolge zeitige, räumte Badora ein. Nicht-deutschsprachiges Theater sei derzeit nur in Festivals wie dem “Bosnisch-Herzegowinischen November” im Volx/Margareten geplant, immerhin gebe es aber bereits erste Vorstellungen mit Übertiteln. Stolz sei sie jedoch auf die “ziemlich vielen Regisseure, die einen Blick von außen auf uns werfen”, wie Lolic, Parizek oder Bodo: “Das ist uns extrem wichtig.”

Wichtig ist dem Volkstheater auch die Auseinandersetzung mit der Geschichte, die u.a. mit der Uraufführung von “Alles Walzer, alles brennt. Untergangsrevue” geleistet wird, bei der Regisseurin Christine Eder und Musikerin Gustav “von der ‘Proletenpassion’ eine Rolle rückwärts um ein paar Jahrzehnte machen” und in die letzten Tage der Donaumonarchie und die ersten Tage der jungen Republik entführen, wie Koberg erläuterte. “Doderers Dämonen” werden in einigen Folgen und schließlich im Justizpalast gebannt, “Der Fall Borodajkewycz” wird in einer szenischen Lesung thematisiert.

Als “Extra”, das im Jänner 2017 vorerst zweimal gezeigt wird, wurde die Uraufführung von “Traiskirchen. Das Musical”, eines “grotesken Spektakels” des Kollektivs Die Schweigende Mehrheit unter der Regie von Tina Leisch und Bernhard Dechant, angekündigt.

Auf die Schließung der Werkstätten und einen seitens der SP-Gewerkschafter beim Wiener Landesparteitag der SPÖ eingebrachten und dort angenommenen kritischen Antrag zur Situation im Volkstheater angesprochen, redete sich Anna Badora in Rage. “Die Beurteilung unserer künstlerischen Qualität überlasse ich Ihnen und nicht der Gewerkschaft”, sagte sie zu den Journalisten. “Ich finde diese ganze Diskussion ungeheuerlich.”

Sie habe “noch nie so eine gewaltige Kraft gespürt, auf allen Ebenen, die abblockt, wenn man überhaupt an Überlegungen geht, etwas zu verändern”. Die Devise “Augen zu und Kopf in den Sand” sei “ein beliebtes Spiel und bequemer” als die Zukunft ins Auge fassen. Niemandem mache es Spaß, Leute auf die Straße zu setzen, es gehe aber auch um Erhöhung der Flexibilität der Arbeitsabläufe. Dramaturg Koberg fand “etwas daran auch positiv: Man kann jetzt nicht mehr sagen, das Volkstheater sei ein Gewerkschaftstheater.”

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Martin Grubinger wird 2016/17 Artist in Residence in Zürich http://www.salzburg24.at/martin-grubinger-wird-201617-artist-in-residence-in-zuerich/apa-1429571430 http://www.salzburg24.at/martin-grubinger-wird-201617-artist-in-residence-in-zuerich/apa-1429571430#comments Tue, 03 May 2016 10:38:00 +0000 http://4710590

Am 14. September startet das Tonhalle-Orchester in die dritte Saison mit Chefdirigent Lionel Bringuier und Intendantin Ilona Schmiel. Bereits beim Eröffnungskonzert spielt Grubinger “Frozen in Time” von Avner Dorman, das er 2007 zur Uraufführung brachte. Zudem erklingt Strawinskis “Le sacre du printemps”, wie die Verantwortlichen am Dienstag mitteilten. Sein persönliches Debüt hatte Grubinger beim Tonhalle-Orchester bereits 2004 gefeiert.

Eötvös indes folgt Jörg Widmann und Esa-Pekka Salonen auf den Creative Chair des Tonhalle-Orchesters. Das Schaffen des Komponisten ist dabei in acht verschiedenen Programmen zu entdecken. Eötvös besteche durch seine unterschiedlichsten Ansätze für jedes seiner Werke und handle immer nach der Maxime, das Publikum “durch Klang zu verzaubern”, so Intendantin Schmiel.

Daneben kehrt der langjährige Chefdirigent David Zinman zum Tonhalle-Orchester mit Mahlers 6. Sinfonie zurück. Auch als Pädagoge wirkt er weiter und wird erneut einen Dirigierkurs leiten. Am Pult stehen neben Zinman in der kommenden Saison auch Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Charles Dutoit, Paavo Järvi, Bernard Haitink, Christoph von Dohnanyi, Kent Nagano oder Philippe Herreweghe.

Das Konzertprogramm lässt sich nicht nur im Rahmen von diversen Angeboten in der Tonhalle vertiefen, sondern auch online mit den kurzen Audio-Intros. Die Konzertprogramme, die vorgestellt werden, sind im Saisonprogramm mit einem Kopfhörer-Symbol gekennzeichnet. Insgesamt stehen 153 Veranstaltungen auf dem Programm.

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Mexikos große Drei ziehen durch Südamerika http://www.salzburg24.at/mexikos-grosse-drei-ziehen-durch-suedamerika/apa-1429570240 http://www.salzburg24.at/mexikos-grosse-drei-ziehen-durch-suedamerika/apa-1429570240#comments Tue, 03 May 2016 10:33:00 +0000 http://4710582

Der mexikanische Kunstsammler Alvar Carrillo Gil hatte seine einzigartige Sammlung der drei Großen des mexikanischen Muralismus (der Begriff bezeichnet die in Mexiko verbreitete Wandmalerei im öffentlichen Raum, oft mit sozialer und nationaler Thematik) gestiftet, um ein Museum aufzubauen. Noch vor der Eröffnung des heute anerkannten Museums in Mexiko-Stadt sollte Chile inmitten des sozialistischen Experiments von Salvador Allende die Möglichkeit bekommen, die Werke der sozial engagierten “Tres Grandes” zu bewundern. Am 13. September 1973 sollte Chiles sozialistischer Präsident die Ausstellung eröffnen.

169 Werke von Orozco (1883-1949), Rivera (1886-1957) und Siqueiros (1896-1974) waren bereits im Kunstmuseum von Santiago de Chile aufgehängt worden. Pablo Neruda schrieb die Einleitung für das Ausstellungsprogramm: “Das Feuer dieser Gemälde, das nicht zu löschen ist, dient auch unseren Verhältnissen.” Es sollten die letzten Zeilen sein, die vom Literaturnobelpreisträger zu Lebzeiten veröffentlicht wurden.

Denn es kam anders: Zwei Tage vor der geplanten Eröffnung, am 11. September, führte General Augusto Pinochet in Chile den blutigen Staatsstreich an, der das Militär an die Macht brachte. Auch das Kunstmuseum von Santiago de Chile wurde von Panzern beschossen. Die mexikanischen Kunstwerke blieben unversehrt, weil sie sich im zweiten Stock über der Schusslinie befanden. Der Kurator Fernando Gamboa konnte die 26 Kisten mit den Ausstellungsstücken erst fünfzehn Tage später auf abenteuerlichem Weg zurück nach Mexiko bringen. Neruda, der nach Mexiko ins Exil gehen wollte, starb am 23. September 1973 in einem Hospital in Santiago. Bis heute ranken sich Spekulationen um die Todesursache.

Die Schau “La exposicion pendiente” (etwa: Die ausstehende Ausstellung) vereint nun 76 der damals geretteten Werke von Rivera, Siqueiros und Orozco sowie eine Dokumentation über die damals gescheiterte Ausstellung und die dramatischen Geschehnisse. Bis Ende Februar war sie im Kunstmuseum in Chile zu sehen, nun folgt von Mittwoch an das Nationale Kunstmuseum von Buenos Aires.

Zu den reisenden Werken zählen wertvolle frühe Zeichnungen Orozcos, Gemälde aus der kubistischen Epoche Riveras und Skizzen der Wandmalereien von Siqueiros. Als weitere Station der Ausstellung ist 2017 das Kunstmuseum von Lima (MALI) vorgesehen. Im Gespräch ist auch noch eine brasilianische Etappe der Tour im Memorial da America Latina in Sao Paulo, wie der Kurator Carlos Palacios der Deutschen Presse-Agentur sagte.

In der argentinischen Hauptstadt wird die Ausstellung durch Werke lokaler Künstler ergänzt, die vor allem in Kontakt mit Siqueiros standen, der 1933 in Buenos Aires mit “Ejercicio Plastico” eine seiner besten Wandmalereien geschaffen hatte. Argentinische Künstler wie Antonio Berni, Lino Enea Spilimbergo oder Juan Carlos Castagnino übernahmen die soziale Thematik und das Großformat für ihre Werke. Der Titel der Ausstellung in Buenos Aires wurde erweitert und lautet nun “La exposicion pendiente y La conexion Sur” (etwa: Die ausstehende Ausstellung und die Süd-Verbindung): Damit wird der Einfluss der “drei Großen” Mexikos auf den südamerikanischen Kontinent verdeutlicht.

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MAK als Brillenfiliale: Ausstellung ehrt Robert La Roche http://www.salzburg24.at/mak-als-brillenfiliale-ausstellung-ehrt-robert-la-roche/apa-1429570524 http://www.salzburg24.at/mak-als-brillenfiliale-ausstellung-ehrt-robert-la-roche/apa-1429570524#comments Tue, 03 May 2016 10:10:00 +0000 http://4710531

Die Räume des Design Labors im MAK-Untergeschoß gleichen dabei weitgehend der handelsüblichen Filiale eines Brillenhändlers. In Schaukästen sind zahlreiche Modelle des 1938 in Wien geborenen Autodidakten ausgestellt, flankiert von Werbematerial und Fotos. Anlass für die Ausstellung war eine Schenkung von 500 Objekten an das MAK. Als Dankeschön gibt es nun die erste Personale zum Oeuvre La Roches.

Schließlich hat dieser mit 1.200 selbst entworfenen Modellen eine Weltmarke aus Österreich geschaffen, die mit klassischen Designs und legendären Werbekampagnen reüssierte. Stars wie Yoko Ono, Andy Warhol oder Meryl Streep trugen Modelle des Designers, der erstmals zu Beginn der 1970er mit dem Thema in Kontakt kam. Ende der 1970er folgte dann sukzessive der Durchbruch, indem auf das Wiener Büro bald Dependancen in München und New York folgten.

“Diese Ausstellung war überfällig”, zollte Thun-Hohenstein dem Designer seinen Respekt, dem sich Kurator Thomas Geisler anschloss. Letztlich sei die Schau eine Form der Autobiografie: “Vielleicht ist das der Anfang eines Buchs, das noch nicht fertig ist.” In jedem Falle sei Robert La Roche, der seine Marke 1999 verkaufte, ein perfektes Fallbeispiel für österreichische Brillenweltgeltung: “Aus welchen Gründen auch immer, hat Österreich im Brillendesign international eine außergewöhnliche Stellung.”

Gerührt von den musealen Ehren zeigte sich La Roche selbst, sei doch die Vorbereitung der Schau “eine emotionale Hochschaubahn” gewesen, müsse man doch Erfolge und Misserfolge erneut durchleben: “Ich habe bei der Arbeit auch gesehen, dass ich sehr viele hässliche Brillen gemacht habe. Dazu muss man auch stehen.”

Wer Lust auf typverändernde Brillen hat, dem stehen bei Besuch der Ausstellung vier Papiermodelle zur Auswahl, mit denen man sich gleich bei einer Selfiestation fotografieren kann. Haltbarere Modelle des Brillencouturiers gibt es während der Ausstellungsdauer im MAK-Shop zu kaufen. “Ist es nicht doch eine Marketingaktion?”, warf Kurator Geisler selbst die entscheidende Frage auf. Er halte diesen Bezug zur Realität aber für wichtig.

Bunt wie die Brillenmodelle von La Roche präsentiert sich jedenfalls auch das Rahmenprogramm zur Ausstellung. Dieses reicht vom Designworkshop für Kinder (21. Mai und 17. September) über die Entwicklungshilfediskussion “Wo die Brille nicht Lifestyle, sondern Lebensretterin ist” (31. Mai) bis zur Typberatung “Besser sehen und aussehen” (25. September) mit dem Designer.

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Franz-West-Nachlass: OGH-Entscheidung zugunsten des Archivs http://www.salzburg24.at/franz-west-nachlass-ogh-entscheidung-zugunsten-des-archivs/apa-1429570538 http://www.salzburg24.at/franz-west-nachlass-ogh-entscheidung-zugunsten-des-archivs/apa-1429570538#comments Tue, 03 May 2016 10:04:00 +0000 http://4710507

Der Erwerb der Rechte an Fotos sowie der Lizenz zur Herstellung von Möbeln durch die Privatstiftung ist damit unwirksam, da das Werknutzungsrecht beim Archiv liegt, wurde das Urteil aus dem OGH gegenüber der APA bestätigt. Die Entscheidung dürfte auch Auswirkungen auf das Verfahren der Erben haben, das noch nicht alle Instanzen durchlaufen hat. West, einer der bedeutendsten Künstler Österreichs, der mit seine Skulpturen oft zwischen Kunst und Alltagsgegenstand changierte, war im Sommer 2012 im Alter von 65 Jahren verstorben. Ein Jahr vor seinem Tod wurde er bei der Biennale Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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Raster und Stacheldraht: Hofburg-Tore werden 40 Nächte lang künstlerisch beleuchtet http://www.salzburg24.at/raster-und-stacheldraht-hofburg-tore-werden-40-naechte-lang-kuenstlerisch-beleuchtet/4710367 http://www.salzburg24.at/raster-und-stacheldraht-hofburg-tore-werden-40-naechte-lang-kuenstlerisch-beleuchtet/4710367#comments Tue, 03 May 2016 09:18:21 +0000 http://4710367

Sobald am Dienstagabend die Sonne untergeht, werden die äußeren Burgtore der Wiener Hofburg mit einem weißen Raster und Stacheldraht überschrieben. Im Zeitraum von 40 Nächten, bis 13. Juni, dient die Lichtinstallation “DYSTOPIA EUTOPIA” von Victoria Coeln anlässlich des “Fests der Freude” am 8. Mai als “Aufruf zur Wahrnehmung persönlicher politischer Verantwortung”.

Eutopie und Dystopie sind für die Wiener Lichtkünstlerin nicht gegenpolige Gesellschaften, sondern bedingen einander. Kein anderer Ort könne das Verhältnis von der Idealgesellschaft und ihrem Gegenbild besser thematisieren als der widersprüchliche Heldenplatz, heißt es in den Presseunterlagen: Das Fundament jener Heldenstatuen und prunkvollen Bauten, die Macht und Herrschaft symbolisieren, sind zumeist kriegerische Auseinandersetzungen; und wo auch heuer anlässlich der Befreiung vom NS-Regime vor 71 Jahren ein “Fest der Freude” gefeiert wird, begingen bis vor wenigen Jahren noch rechte Burschenschafter ihr “Totengedenken”.

Fragen, die Victoria Coeln beschäftigen

Bereits 2014 wählte Victoria Coeln das Heldentor als Ort einer Lichtintervention. Ging es ihr mit “Chromotopia Heldentor” darum, den umstrittenen Platz zu Ehren von Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner zu “neutralisieren”, will sie nun einen politischen Diskurs in Gang setzen. “In nur zwei Jahren haben sich Staat und Gesellschaft drastisch verändert”, sagt Coeln, die mit Licht arbeitet, um “Wirklichkeit neu zu denken und durch Handeln neue Anfänge zu setzen”. “Wir empfinden uns selbst an einer Schwelle, die wir nicht benennen können. Ist unsere Freiheit bedroht?”

Mehrere, an öffentlichen Masten montierte Scheinwerfer projizieren nachts Stacheldraht auf das Kranzgesims von Helden- und Michaelertor und tauchen die Fassaden in einen Raster, der von Diagonalen und architektonischen Elementen des Stephansdoms durchbrochen wird. Weckt der Stacheldraht bei der aktuellen politischen Situation Assoziationen von Grenzzäunen inmitten einer “Festung Europa”, kann auch die gestörte Ordnung des Rasters gesellschaftskritisch gelesen werden, so Kunsthistorikerin Kirsten Jesse: “Wie starr, wie offen ist unsere Gesellschaft? Wo stecken wir unsere eigenen Grenzen ab, wo erweitern wir unseren Raum?”

Die Intervention wolle keine eindeutigen Antworten geben, es gehe “um Anregungen, um einen Impuls, um offene Diskussionen” und das Überdenken eigener Positionen. Auf die heutige Eröffnung im Looshaus in Anwesenheit von unter anderem Victoria Coeln, Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) und Burghauptmann Reinhold Sahl folgt am 20. Mai ein Symposion zu “Dystopia Eutopia” ebenda in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst.

(APA, Red.)

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Ausstellung: Paramente in der Kaiserlichen Schatzkammer http://www.salzburg24.at/ausstellung-paramente-in-der-kaiserlichen-schatzkammer/apa-1429568738 http://www.salzburg24.at/ausstellung-paramente-in-der-kaiserlichen-schatzkammer/apa-1429568738#comments Tue, 03 May 2016 08:31:00 +0000 http://4710310

Der Bestand, der aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft präsentiert werden kann, geht vorrangig auf die Stiftungen Kaiser Karls VI. (1685-1740) sowie seiner Ehefrau Elisabeth Christine (1685-1740) und der gemeinsamen Tochter Maria Theresia (1717-1780) zurück. Weil ihr eigenes Amt mit einem hohen Anspruch an Repräsentation verbunden war, fielen auch die gestifteten Paramente besonders opulent aus: Zumeist aus kostbarem Gewebe aus Frankreich und Italien gefertigt und mit Stickereien gehöht, wiesen die Textilien ornamentalen Dekor auf. Teils wurden auch kaiserliche Gewänder zu Ornaten umgearbeitet; Maria Theresia rüstete im 18. Jahrhundert sowohl die Hofburgkapelle als auch die Kapellen der verschiedenen Sommerresidenzen mit entsprechendem Dekor aus.

Im Rahmen der Sonderausstellung zieht auch erstmals seit der Neueröffnung der Schatzkammer 1986 zeitgenössische Kunst in die Räumlichkeiten ein: Drei moderne Kaseln (Obergewänder) nach Entwürfen des Kostüm- und Bühnenbildners Christof Cremer werden im Dialog mit historischen Paramenten (liturgische Gewänder) gezeigt, wie aus den Presseunterlagen hervorgeht. Paramente nach Entwürfen von Cremer und Stephan Hann dokumentieren schließlich den “hohen Anspruch, der auch in heutiger Zeit an liturgische Gewänder gestellt wird”.

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Star Wars: The Emoji Awakens http://www.salzburg24.at/star-wars-the-emoji-awakens/4710146 http://www.salzburg24.at/star-wars-the-emoji-awakens/4710146#comments Tue, 03 May 2016 07:45:07 +0000 http://4710146

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“Dystopia Eutopia”: Burgtore erstrahlen in neuem Licht http://www.salzburg24.at/dystopia-eutopia-burgtore-erstrahlen-in-neuem-licht/apa-1429568196 http://www.salzburg24.at/dystopia-eutopia-burgtore-erstrahlen-in-neuem-licht/apa-1429568196#comments Tue, 03 May 2016 07:23:00 +0000 http://4710131

Eutopie und Dystopie sind für die Wiener Lichtkünstlerin nicht gegenpolige Gesellschaften, sondern bedingen einander. Kein anderer Ort könne das Verhältnis von der Idealgesellschaft und ihrem Gegenbild besser thematisieren als der widersprüchliche Heldenplatz, heißt es in den Presseunterlagen: Das Fundament jener Heldenstatuen und prunkvollen Bauten, die Macht und Herrschaft symbolisieren, sind zumeist kriegerische Auseinandersetzungen; und wo auch heuer anlässlich der Befreiung vom NS-Regime vor 71 Jahren ein “Fest der Freude” gefeiert wird, begingen bis vor wenigen Jahren noch rechte Burschenschafter ihr “Totengedenken”.

Bereits 2014 wählte Victoria Coeln das Heldentor als Ort einer Lichtintervention. Ging es ihr mit “Chromotopia Heldentor” darum, den umstrittenen Platz zu Ehren von Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner zu “neutralisieren”, will sie nun einen politischen Diskurs in Gang setzen. “In nur zwei Jahren haben sich Staat und Gesellschaft drastisch verändert”, sagt Coeln, die mit Licht arbeitet, um “Wirklichkeit neu zu denken und durch Handeln neue Anfänge zu setzen”. “Wir empfinden uns selbst an einer Schwelle, die wir nicht benennen können. Ist unsere Freiheit bedroht?”

Mehrere, an öffentlichen Masten montierte Scheinwerfer projizieren nachts Stacheldraht auf das Kranzgesims von Helden- und Michaelertor und tauchen die Fassaden in einen Raster, der von Diagonalen und architektonischen Elementen des Stephansdoms durchbrochen wird. Weckt der Stacheldraht bei der aktuellen politischen Situation Assoziationen von Grenzzäunen inmitten einer “Festung Europa”, kann auch die gestörte Ordnung des Rasters gesellschaftskritisch gelesen werden, so Kunsthistorikerin Kirsten Jesse: “Wie starr, wie offen ist unsere Gesellschaft? Wo stecken wir unsere eigenen Grenzen ab, wo erweitern wir unseren Raum?”

Die Intervention wolle keine eindeutigen Antworten geben, es gehe “um Anregungen, um einen Impuls, um offene Diskussionen” und das Überdenken eigener Positionen. Auf die heutige Eröffnung im Looshaus in Anwesenheit von u.a. Victoria Coeln, Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) und Burghauptmann Reinhold Sahl folgt am 20. Mai ein Symposion zu “Dystopia Eutopia” ebenda in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst.

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Deutsches Filminstitut erhält Nachlass von Maximilian Schell http://www.salzburg24.at/deutsches-filminstitut-erhaelt-nachlass-von-maximilian-schell/apa-1429559500 http://www.salzburg24.at/deutsches-filminstitut-erhaelt-nachlass-von-maximilian-schell/apa-1429559500#comments Mon, 02 May 2016 14:55:00 +0000 http://4709760

Das DFI bezeichnete die Dokumente als “kulturhistorisch einmaliges Material”. Unter anderem befinden sich in dem Nachlass das fertige Drehbuch zum Dokumentarfilm “Marlene” (1984) und Tonbandaufnahmen der Gespräche zwischen Schell und Marlene Dietrich. “Die sorgfältige Auswertung und Erschließung des Nachlasses wird für die Filmwissenschaft interessante Erkenntnisse zutage bringen”, sagte eine Sprecherin des Instituts.

Der Schauspieler und Oscar-Preisträger Maximilian Schell war 2014 im Alter von 83 Jahren gestorben. Als Darsteller in dem Film “Das Urteil von Nürnberg” (1961) wurde er weltberühmt. Der Nachlass seiner Schwester Maria Schell befindet sich bereits seit 2005 als Dauerleihgabe im DFI.

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“Klassik unter Sternen” mit Elina Garanca in Göttweig http://www.salzburg24.at/klassik-unter-sternen-mit-elina-garanca-in-goettweig/apa-1429557954 http://www.salzburg24.at/klassik-unter-sternen-mit-elina-garanca-in-goettweig/apa-1429557954#comments Mon, 02 May 2016 13:41:00 +0000 http://4709591

Über mangelnde Attraktivität der bisherigen acht Open-Air-Konzerte auf Stift Göttweig konnte man sich nicht beklagen: Über 30.000 Menschen besuchten bisher die Konzerte, bei der die lettische Mezzosopranistin gemeinsam mit ihrem Mann, dem Dirigenten Karel Mark Chichon, stets “Friends” einlädt, um zu klassischem Musikgenuss zu verführen. Denn “bei uns sitzen nicht nur Opernliebhaber sondern auch Menschen, die erst von uns für das Genre begeistert werden”, so Holzer.

Die “Friends” sind heuer die libanesisch-kanadische Sopranistin Joyce El-Khoury, die Anfang 2017 in Covent Garden als Violetta in “La Traviata” debütieren wird, sowie der italienische Bariton Fabio Maria Capitanucci, für Garanca “einer der wenigen Baritone mit italienischem Schmelz in der Stimme”. Wie stets steht Chichon am Pult des Wiener Volksopernsymphonieorchesters.

“Es ist wirklich eine große Familie geworden”, zeigte sich Garanca begeistert über ihre Göttweig-Erfahrungen. “Am Anfang war Göttweig für mich die Suche nach einem stillen Ort für ein paar Stunden Musik. Daraus ist ein richtiger Andrang geworden.” Die Suche nach Klassikhighlights, die man in diesem Ambiente noch nicht geboten habe, gestalte sich zunehmend schwieriger. “Bald werden wir uns überlegen, dafür selbst etwas zu schreiben”, scherzte die Sängerin, die im Kloster stets auch neue Richtungen im Repertoire ausprobieren möchte.

Für den diesjährigen “tief-romantischen Abend”, der wieder von Barbara Rett moderiert wird, kündigte die 39-Jährige Lettin drei persönliche Premieren an: Die Arie “O Don fatale” aus Verdis “Don Carlo”, die vergangenes Jahr einer Verkühlung Garancas zum Opfer fiel, singt sie beim Konzert ebenso das erste Mal wie “Io son l’umile ancella” aus Francesco Cileas “Adriana Lecouvreur” und das mit El-Khoury geplante Duett “Una nave da guerra” aus Puccinis “Madama Butterfly”. Dazu kommen u.a. Arien und Duette aus “Falstaff” und “La Favorite” sowie ein mediterranes Medley des Trios zum Abschluss.

Am 9. Juli – einen Tag vor dem EM-Finale – wird das Programm unter dem Label “Klassik in den Alpen” in Kitzbühel am Fuß der Streif wiederholt. Bei beiden Konzerten zusammen werden mehr als 7.500 Besucher erwartet. Der Werbewert und der wirtschaftliche Impuls sei in beiden Regionen enorm, sagte Holzer. 2017 soll dann “ein fulminantes Doppel-Jubiläum” gefeiert werden: das zehnte Konzert in Göttweig und das fünfte in Kitzbühel. Man plane bereits jetzt, versicherte Erwin Hameseder, Obmann des Sponsors Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien: “Es geht schlicht und einfach weiter.”

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