Die beiden Variantenfahrer wurden gegen 21.30 Uhr von der Bergrettung tot geborgen, meldeten Polizei und Bergrettung.
Drei befreundete Snowboardfahrer aus Oberösterreich trennten sich im Bereich der Bergstation Bischlinghöhe. Dabei fuhr einer der drei über die präparierte Piste talwärts, während seine beiden Freunde im freien Skiraum durch den Tiefschnee abfuhren.
Gegen 18 Uhr erschienen die beiden nicht am vereinbarten Treffpunkt im Bereich der Talstation. Daraufhin wurde die Abgängigkeitsanzeige erstattet. Etwa 50 Mitglieder von Alpinpolizei, Bergrettern aus Werfen und Bischofshofen, die Mitglieder der Lawinenhundestaffel und Pistenbedienstete begannen ab 19 Uhr mit einer großangelegten Suchaktion. Dabei durchkämmten mehrere Teams verschiedenste Lawinenabgänge im Bereich des Steilhangs und der Strußingalm entlang des Forstweges. Auch ein Hubschrauber der Polizei war mit einer Wärmebildkamera unterwegs.
Im Bereich der "Kreuzstockrinne" entdeckte ein Team aus Pistengerätfahrern der Bergbahnen, Bergrettern und Hundeführern einen größeren Lawinenabgang im sehr steilen Gelände. Nach einer kurzen Suche mit zwei Lawinenhunden wurden die beiden Verschütteten vom Einsatzteam entdeckt. Die Snowboarder waren zur Gänze, nicht sehr tief - etwa 30 Zentimeter - im Lawinenkegel verschüttet. Die Leichen wurden geborgen und ins Tal gebracht.
Im Bundesland Salzburg blieb am Freitag die Lawinengefahr erheblich (Stufe 3), ausgenommen war der Lungau, wo sie mäßig (Stufe 2) war. Schneebretter konnten bereits bei geringer Belastung brechen.
Glimpflich verlief hingegen ein Lawinenabgang im Gebiet der Hochalmbahn in Rauris (Pinzgau). Drei jugendliche Pinzgauer Skifahrer verließen den gesicherten Skiraum und sammelten sich am oberen Rand eines im "Steinkarl" gelegenen Nordwest- Hanges. Der erste setzte seine Fahrt fort. Bereits nach wenigen Metern, als er den ersten Schwung ausführte, löste sich ein ca. 50 Meter breites und 50 Meter langes Schneebrett. Der Bursch konnte den Gefahrenbereich durch eine Fluchtfahrt verlassen. Die anderen beiden standen noch oberhalb des Anrisses und beobachteten den Abgang der Lawine, deren Ausläufer die an dieser Stelle nur 20 Meter breite Piste Nr. 3 erreichte und auf einer Länge von rund 20 Metern und einer Breite von etwa zehn Metern verschüttete.
Das Trio verließ unmittelbar danach den Ort des Geschehens, ohne Informationen weiterzugeben. So wurde etwas später eine Skischulgruppe auf den Lawinenkegel aufmerksam. Da niemand anwesend war, der den Abgang beobachtet hatte und eine Verschüttung von Personen ausschließen konnte, wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Zwei Rettungshubschrauber transportierten die Suchmannschaften zum Einsatzort. Um 17.35 Uhr konnte nach gründlicher Suche Entwarnung gegeben werden.
In Werfenweng wurde um 15.12 Uhr ein Lawinenalarm ausgelöst, nachdem ein englischer Skiurlauber von der Bischlinghöhe über die Leiweinrinne (freier Skiraum, Anm.) abgefahren war und dabei eine Lawine sowie mehrere Skispuren im Bereich des Lawinenkegels bemerkt hatte. Er verständigte einen Bergretter, der bei der Bergstation Ikarus zufällig anwesend war. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers überflog das Suchgebiet und konnte keine eindeutigen Anzeichen für eine Verschüttung von Personen erkennen. Die Bergrettung Werfen und Alpinpolizisten suchten den Bereich der Leiweinrinne ab. Es konnten auf der etwa 40 Meter breiten und 100 Meter langen Schneebrettlawine, welche bereits in der Nacht abgegangen sein dürfte, keine Anzeichen gefunden werden, die auf eine verschüttete Person hingewiesen hätte. Die Suchaktion wurde um 16.30 Uhr eingestellt.