Jörg Stadler
„Nichts als Ausflüchte“
König, der sich bei seinen Ausführungen immer wieder in komplexen Firmengeflechten verheddert, weist trotz teils erdrückenden Beweismaterials jede Schuld von sich, sieht sich selbst als Opfer von Geschäftspartnern und Anwälten – und macht ein weltweit agierendes Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen für den „Niedergang seiner Unternehmen“ verantwortlich. „Nichts als Ausreden. Halten sie mich denn für vollkommen bescheuert. So kommen wir nicht weiter“, wetterte Staatsanwalt Reinhard Fitz, der damit gleich 15 Minuten nach Prozessbeginn für Aufsehen im Gerichtssaal sorgte. Die Senatsvorsitzende, Angelika Prechtl- Marte, führte schließlich souverän durch den zweiten Prozesstag und glänzte – trotz ungeheurer Papierflut – mit detaillierter Aktenkenntnis.
Zeugen werden angehört
Die Verhandlung wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. Dann sollen die ersten Zeugen angehört werden.