Salzburg24.at » Wirtschaft http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Tue, 01 Sep 2015 18:08:13 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 Mädchen konzentrieren sich auf wenige Lehrberufe http://www.salzburg24.at/maedchen-konzentrieren-sich-auf-wenige-lehrberufe/apa-1325149200 http://www.salzburg24.at/maedchen-konzentrieren-sich-auf-wenige-lehrberufe/apa-1325149200#comments Tue, 01 Sep 2015 15:51:00 +0000 http://4440231

Auf der Angebotsseite dominiert hingegen die Gastronomie: Fast jede zweite offene Lehrstelle im Jahr 2014 entfiel auf fünf Gastro-Berufe wie etwa Restaurantfachkraft, Koch und Gastronomiefachkraft. Allerdings interessierten sich nur 8 Prozent der Lehrstellensuchenden für diese Ausbildungsschienen.

Das AMS rät Lehrstellensuchenden, mit der Suche früh zu beginnen und mehrere Berufe in Betracht zu ziehen. Damit würden die Chancen auf eine Lehrstelle erhöht. Wer sich erst nach Schulschluss um eine Lehrstelle umsehe, müsse mit erhöhtem Konkurrenzdruck rechnen. Die meisten Lehrstellen werden übrigens im Jänner angeboten, die meisten Lehrstellensuchenden werden im September erwartet.

Die Konzentration der Mädchen auf wenige Lehrberufe dürfte zu ihrem geringeren Erfolg beitragen, so das AMS: 42 Prozent aller Lehrstellensuchenden im Jahr 2014 waren Frauen, doch der Frauenanteil an den knapp 116.000 Lehrlingen in Österreich lag Ende 2014 nur bei einem guten Drittel.

Regional gibt es große Unterschiede: In Wien bewerben sich im Schnitt fast sieben Personen um eine Lehrstelle, in Salzburg hingegen kommen auf einen Bewerber oder eine Bewerberin im Schnitt zwei offene Lehrstellen.

40 Prozent aller 15-Jährigen eines Jahrgangs beginnen eine Lehrausbildung, diese Zahl ist seit Jahrzehnten relativ stabil. In den nächsten zehn Jahren wird ein Rückgang auf 37 Prozent prognostiziert.

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Zahlungsmoral bessert sich – nur öffentliche Hand bezahlt gern später http://www.salzburg24.at/zahlungsmoral-bessert-sich-nur-oeffentliche-hand-bezahlt-gern-spaeter/4440202 http://www.salzburg24.at/zahlungsmoral-bessert-sich-nur-oeffentliche-hand-bezahlt-gern-spaeter/4440202#comments Tue, 01 Sep 2015 15:51:06 +0000 http://4440202 Das geht aus der aktuellen bei einer Pressekonferenz vorgestellten Umfrage des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV1870) hervor. Es zeigen sich große regionale Unterschiede: So halten im Burgenland die öffentlichen Auftraggeber das durchschnittlich vereinbarte Zahlungsziel von 33 Tagen ein. Dagegen liegt die Zahlungsdauer in Wien bei einem Zahlungsziel von ebenfalls 33 Tagen bei 42 Tagen - durchschnittlich ist dort die öffentliche Hand also neun Tage im Zahlungsverzug.

Öffentliche Hand als säumiger Zahler

Laut dem Bundesvergabegesetz vom Juli 2013 kann der Auftraggeber zwar eine Zahlungsfrist in der Ausschreibung festlegen – diese dürfte in der Regel allerdings 30 Tage nicht überschreiten. Nur in Vorarlberg, Tirol und Salzburg liegt die festgelegte Zahlungsfrist bei 30 Tagen oder darunter.

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Vorarlberg alles andere als pünktlich

Eingehalten wird das in Vorarlberg aber eher nicht, auch hier liegen öffentliche Auftraggeber meist über dem vereinbarten Ziel von durchschnittlich 30 Tagen und zahlen im Schnitt erst fünf Tage später. KSV-Vorstand Johannes Nejedlik führt als möglichen Grund für die Kulanz der Unternehmen die Sorge ins Feld, bei öffentlichen Aufträgen nicht mehr zum Zug zu kommen. Die in der Studie berücksichtigten Rechnungen der öffentlichen Hand machen zur Hälfte die Gemeinden aus, jeweils ein Viertel entfällt auf Bund und Länder.

Leichte Verbesserung bei Firmen und Privatkunden

Bei den Firmenkunden sieht es ähnlich aus, sie zahlen ihre Rechnungen nach 30 Tagen – drei später als ausgemacht. Allerdings ist hier genau so wie bei den Privatkunden eine Besserung zu vermelden. Letztere begleichen in Vorarlberg ihre Rechnung im Schnitt nach 17 Tagen, einen Tag über dem Zahlungsziel.

Allerdings dürfte dies vor allem daran liegen, dass schneller ein Inkassobüro eingeschaltet wird, erklärt Nejedlik: “Die Wirtschaftslage lässt es nicht mehr zu, dass unbezahlte Rechnungen einfach hingenommen werden.” Besonders die kleineren Unternehmen würden unter einer schlechten Zahlungsmoral leiden.

Kleine Firmen leiden unter Ausständen

Beinahe jedes vierte Kleinunternehmen (Umsatz zwischen zwei und zehn Mio. Euro) klagte in der Umfrage des KSV über Umsatzrückgänge infolge von Zahlungsausfällen seiner Kunden. Dagegen berichteten von den Großunternehmen (mehr als 50 Mio. Euro Umsatz) nur 16 Prozent von rückläufigen Umsätzen wegen Zahlungsverzügen. Insgesamt gab jedes zehnte Unternehmen an, dadurch sogar in der Existenz bedroht zu sein.

Für die Studie wurden Fragebögen an Unternehmen ausgesendet – rund 2.000 Antworten hat der KSV erhalten. Die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Firmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Jahresumsatz bis zu 50 Mio. Euro. (red/APA)

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Erdäpfel-Ernteertrag bricht heuer um 30 bis 40 Prozent ein http://www.salzburg24.at/erdaepfel-ernteertrag-bricht-heuer-um-30-bis-40-prozent-ein/apa-1325148694 http://www.salzburg24.at/erdaepfel-ernteertrag-bricht-heuer-um-30-bis-40-prozent-ein/apa-1325148694#comments Tue, 01 Sep 2015 15:14:00 +0000 http://4440204

“Unsere Erdäpfelbauern werden trotz massiver Ertragseinbußen in der Lage sein, den Inlandsmarkt ganzjährig zu bedienen”, so Franz Wanzenböck, Obmann der IG Erdäpfelbau (IGE).

Da die Ertragsaussichten international heuer aber besser als hierzulande seien, befürchtet Wanzenböck aber, “dass mehr Importware in den Handel kommt und unsere Erdäpfelbauern in dem ohnehin schon schwierigen Jahr noch mehr unter Druck gesetzt werden”. Die IGE ruft daher die Handelsketten und Konsumenten auf, die heimische Produktion durch den Griff zu heimischen Kartoffeln zu unterstützen.

Bei Erdäpfeln, die zu Chips Pommes frites und so weiter verarbeitet werden, ist heuer wegen der Ertragseinbusen nur eine Grundversorgung der Industrie gesichert.

Die meisten Erdäpfel werden mit Abstand in Niederösterreich produziert. Auch in Oberösterreich und bei Frühkartoffeln (Heurige) im Burgenland und bei Stärkekartoffeln in der Steiermark gibt es bedeutende Erntemengen.

Wanzenböck forderte wegen der Auswirkungen des Klimawandels, die immer deutlicher spürbar würden, Maßnahmen für die Betriebe. “Die Inlandsversorgung ist unter extremen Witterungsbedingungen langfristig gefährdet. Wir fordern daher die Unterstützung des Ausbaus der Bewässerungsinfrastruktur, wie Brunnenbau oder Ringleitungen und konkrete Hilfestellungen bei Projekten zur Erschließung neuer Bewässerungsgebiete”, so der Erdäpfelbauern-Vertreter.

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EZB warnt vor Zersplitterung der Bankenaufsicht http://www.salzburg24.at/ezb-warnt-vor-zersplitterung-der-bankenaufsicht/apa-1325148040 http://www.salzburg24.at/ezb-warnt-vor-zersplitterung-der-bankenaufsicht/apa-1325148040#comments Tue, 01 Sep 2015 14:20:00 +0000 http://4440119

Als Beispiel verwies sie auch auf eine Gesetzesvorlage in Deutschland zur Bankenabwicklung, die die Kompetenz für einige Regulierungen dem Finanzministerium zuordne. Diese beträfen etwa das Risikomanagement und Rettungspläne für Banken.

Die Europäischen Zentralbank (EZB) sei der Auffassung, dass sie die einzige kompetente Autorität für die Überwachung der wichtigen Institute sein sollte, sagte Dickson. Eine andere Herangehensweise würde zur Zersplitterung und zu Widersprüchen in der Aufsicht der größten Banken führen. Die EZB ist inzwischen direkt für die Aufsicht der 123 größten Banken im Euroraum zuständig – darunter sind 21 deutsche Institute. Der Einheitliche Aufsichtsmechanismus (SSM) setzt sich aus der EZB und den nationalen Aufsichtsbehörden der Länder der Währungsunion zusammen.

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Keine längere Babypause für Yahoo-Chefin Mayer http://www.salzburg24.at/keine-laengere-babypause-fuer-yahoo-chefin-mayer/apa-1325147660 http://www.salzburg24.at/keine-laengere-babypause-fuer-yahoo-chefin-mayer/apa-1325147660#comments Tue, 01 Sep 2015 14:19:00 +0000 http://4440112

Da die Schwangerschaft bisher ohne Komplikationen verlaufe und der Wandel des Internet-Konzerns in einer wichtigen Phase sei, wolle sie keine längere Babypause einlegen, sondern nur “eine eingeschränkte Auszeit nehmen”.

Ähnlich ging Mayer schon bei der Geburt ihres ersten Kindes vor drei Jahren vor. Sie nahm damals den Chefposten bei Yahoo während der Schwangerschaft an. Nachdem ihr Sohn auf der Welt war, wurde ein Kinderzimmer neben dem Chefbüro eingerichtet.

Im Silicon Valley mit seinem hohen Leistungsdruck sind Schwangerschaften in vielen Unternehmen ein schwieriges Thema und das ändert sich nur langsam. Es gibt keine festen Regelungen für bezahlte Auszeiten nach der Geburt. Mayer verdoppelte die Babypause bei Yahoo nach ihrer Schwangerschaft auf 16 Wochen. Der Videostreaming-Dienst Netflix bot jüngst seinen Mitarbeitern eine bezahlte Arbeitspause von bis zu einem Jahr an. Zugleich bieten etwa Facebook oder Apple Frauen das Einfrieren von Eizellen an, was für Diskussionen darüber sorgte, ob das eine Ermutigung ist, den Kinderwunsch aufzuschieben.

Mayer, die früher unter anderem das Suchmaschinengeschäft bei Google führte, ist seit 2009 mit dem Internet-Unternehmer Zachary Bogue verheiratet. Die Nachricht, dass sie mit Zwillingen schwanger ist, sei eine Überraschung für sie gewesen, weil es in ihrer Familie bisher nicht vorgekommen sei, schrieb Mayer.

Dem Internet-Pionier Yahoo macht schon seit Jahren die scharfe Konkurrenz von Google und Facebook zu schaffen, die sich einen immer größeren Teil der Online-Werbeeinnahmen sichern, von denen auch Yahoo lebt. Mayer konnte das Ruder bisher nicht entscheidend herumreißen. Branchenbeobachter in den USA spekulierten bereits darüber, ob sie die Richtige für den Job sei. Die Managerin selbst schrieb jetzt, dass sie in der Schwangerschaft die Unterstützung des Verwaltungsrates und des Managements habe.

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Opel will über eigene Bank über eine Milliarde einsammeln http://www.salzburg24.at/opel-will-ueber-eigene-bank-ueber-eine-milliarde-einsammeln/apa-1325147212 http://www.salzburg24.at/opel-will-ueber-eigene-bank-ueber-eine-milliarde-einsammeln/apa-1325147212#comments Tue, 01 Sep 2015 13:50:00 +0000 http://4440096

Opel folgt damit dem Beispiel von Autobauern wie Volkswagen und Mercedes, die seit längerem Kunden mit hohen Einlagenzinsen locken oder halten wollen.

Die Opel-Muttergesellschaft General Motors hatte ihr in der Krise an Ally Financial verkauftes Finanzierungsgeschäft außerhalb der USA 2013 zurückerworben. Seit März 2015 tritt die ehemalige GMAC Bank in Deutschland als Opel Bank auf. Sie zählt rund 200.000 Kunden. “Unser Ziel ist es, dass jeder Opel-Käufer Kunde der Opel Bank wird”, gab Opel-Finanzchef Michael Lohscheller die Richtung vor. Europaweit hat Opel im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Autos verkauft. Bis 2022 will die GM-Tochter ihren Marktanteil auf acht von zuletzt 5,9 Prozent ausbauen.

Bisher refinanziert sich die Opel Bank über ihre Mutter, über Kreditverbriefungen (ABS) und über Banken. Die Finanzierung über Tages- und Festgeld dürfte günstiger sein. “Wir wollen uns breiter aufstellen, auch für zukünftige Krisen”, sagte Paulat. Für Tagesgeld bietet die Opel Bank online 1,05 Prozent, für auf drei Jahre angelegtes Festgeld 1,75 Prozent. Opel-Bank-Manager Jörg Ziesche schloss nicht aus, dass es für Autokäufer künftig Sonderkonditionen geben könnte.

Die Bilanzsumme der Opel Bank lag zuletzt bei 3,8 Mrd. Euro.

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Wirtschaftsgespräche beim Forum Alpbach eröffnet http://www.salzburg24.at/wirtschaftsgespraeche-beim-forum-alpbach-eroeffnet/apa-1325147130 http://www.salzburg24.at/wirtschaftsgespraeche-beim-forum-alpbach-eroeffnet/apa-1325147130#comments Tue, 01 Sep 2015 13:33:00 +0000 http://4440075

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl setzte auf den Ansatz “Hilfe zur Selbsthilfe” und verwies auf den Marshall-Plan, der Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf die Beine half. “Warum sollte das woanders nicht gehen?”, fragte er wohl in Richtung der zahlreichen Krisenländer. Niemand verlasse ein Land freiwillig, wenn es im eigenen Land “Lebenschancen” gebe.

Arbeiterkammerpräsident Kaske betonte einmal mehr, dass Ungleichheit durch freie und unregulierte Märkte entstehe und in Österreich zugenommen habe. “Reiche Eltern für alle gibt’s nicht”, so Kaske. Wenngleich Österreich vielfach beneidet werde, dürfte man die Armutsgefährdung nicht übersehen. Der AK-Chef zitierte eine hauseigene Studie, wonach das Gehalt der Vorstände von im heimischen Börsenindex ATX gelisteten Unternehmen im Schnitt 47-mal so hoch ist wie das Medianeinkommen eines Beschäftigten in Österreich.

Der ehemalige Böhler-Uddeholm-Chef und Vizepräsident des Forum Alpbach, Claus Raidl, zeigte ebenfalls kein Verständnis für astronomische Spitzengehälter, etwa 12 Mio. Euro für den Deutsche-Bank-Chef. Als Böhler-Chef habe er ohne Bonus das 13- bis 14-Fache eines Arbeiters im steirischen Kapfenberg verdient und nicht 47-mal so viel.

Die Eröffnung der Wirtschaftsgespräche begann heuer mit der Performance “Das Weltdorf” der Künstlergruppe “Wenn es soweit ist”. Als Grundlage diente ein Text der Soziologen Ulrich Beck und Angelika Poferl. Der Kongresssaal war von Stühlen befreit und die Forumsbesucher wurden von den Performern in verschiedene Gruppe der “Weltbevölkerung” geteilt, um die weltweite Ungleichheit zu veranschaulichen.

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Aufnahme von Asylwerbern: Dublin III, Schengen und Mindeststandards http://www.salzburg24.at/aufnahme-von-asylwerbern-mindeststandards-dublin-iii-und-schengen/4440029 http://www.salzburg24.at/aufnahme-von-asylwerbern-mindeststandards-dublin-iii-und-schengen/4440029#comments Tue, 01 Sep 2015 14:06:23 +0000 http://4440029

So legt die EU-Aufnahmerichtlinie einen Katalog mit MINDESTNORMEN fest. Die Staaten müssen jeden Bewerber bis zum Abschluss seines Verfahrens aufnehmen und ihm Unterkunft, Lebensmittel, Kleider und Geld oder Gutscheine für die täglichen Ausgaben geben. Minderjährige sind besonders geschützt, so darf etwa eine Familie zusammenbleiben. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Zugang zu SCHULBILDUNG.

Asylsuchende haben Anspruch auf eine GESUNDHEITSVERSORGUNG, Verfolgte und Folteropfer auch auf psychologische Hilfe. Bewerber erhalten schon nach 9 statt vorher nach 12 Monaten eine ARBEITSERLAUBNIS. So lange ein Asylsuchender in seinem Verfahren Einspruch einlegt, kann sein Antrag nicht abgelehnt werden. Seit der Reform gibt es weniger Möglichkeiten zur INHAFTIERUNG – vor allem für Minderjährige. Grundsätzlich gilt, dass eine Person nicht allein deshalb in Haft genommen werden darf, weil sie internationalen Schutz beantragt hat.

Die EU legt auch Regeln für ASYLVERFAHREN fest. So müssen die EU-Staaten Anträge innerhalb von sechs Monaten bearbeiten, nur in komplizierten Fällen kann es bis zu 18 Monaten dauern.

Die DUBLIN-VERORDNUNG (siehe unten) bestimmt zudem seit 2003, dass Asylanträge immer in dem Land zu bearbeiten sind, in dem der Bewerber in die EU einreist. Die viel diskutierte europaweite Verteilung von Flüchtlingen gibt es also nach wie vor nicht.

Die FINGERABDRÜCKE von Verfolgten müssen in der elektronischen Datei namens Eurodac gespeichert werden, auf die Polizei und Justiz Zugriff haben. Eurodac soll verhindern, dass ein Asylbewerber in mehreren EU-Ländern gleichzeitig Asyl beantragt.

Wenn Staaten die Regeln nicht einhalten, kann die EU-Kommission sie vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen. Derzeit laufen mehr als 30 solcher KLAGEN. Darunter ist auch Deutschland wegen Verstoßes gegen die Vorgaben zu Asylverfahren und zum Daueraufenthalt.

Die EU arbeitet derzeit an einer gemeinsamen Liste “sicherer Herkunftsstaaten”. Die Einstufung dient dazu, Asylbewerber aus diesen Ländern schneller zurück in die Heimat zu schicken, weil sie nicht als politisch verfolgt angesehen werden.

Stichwort: Die Dublin III-Verordnung

Die Dublin-Verordnung ist ein für alle EU-Staaten verbindlicher Rechtstext, der festlegt, dass jenes EU-Land für die Bearbeitung von Asylverfahren zuständig ist, in dem Schutzsuchende erstmals EU-Boden betreten haben. Sie wird immer wieder heftig kritisiert, weil sie Länder an der EU-Außengrenze wie Ungarn, Italien, Griechenland oder Bulgarien besonders stark in die Pflicht nimmt.

Auch ist es in der Praxis oft schwierig, festzustellen, über welches Land Migranten tatsächlich in die EU eingereist sind. Einerseits weil nicht alle potenziellen Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen tatsächlich registriert werden – ihnen also Fingerabdrücke genommen werden. Andererseits weil nicht registrierte Migranten ihre Einreiseroute oft nicht freiwillig bekannt geben, weil sie ein bestimmtes EU-Land als Ziel haben und eine Rückschiebung vermeiden wollen.

Keine Rückschiebungen nach Griechenland und Italien

Aber auch wenn nachgewiesen werden kann, dass Asylsuchende über ein bestimmtes EU-Land eingereist sind, können sie dorthin nicht immer zurückgeschoben werden. So hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) etwa Rückschiebungen nach Griechenland und für Familien auch nach Italien verboten, weil die dortigen Asylverfahren der EU-Grundrechtscharter widersprechen. Deutschland wiederum erklärte kürzlich freiwillig, Syrer nicht mehr rückschieben zu wollen, auch wenn sie nachweislich über ein anderes EU-Land eingereist sind.

Rufe nach einer grundlegenden Reform des Dublin-Systems scheiterten bisher stets am Widerstand von EU-Staaten, die sich entweder nicht an der EU-Außengrenze befinden oder nicht Hauptziel von Flüchtlingen sind. Aktuell stehen Italien, Griechenland und Ungarn im Zentrum der Kritik, da sie Ankommende nicht registrieren und einfach weiterreisen lassen. Auch Österreich kontrolliert die aus Ungarn mit dem Zug einreisenden Flüchtlinge gegenwärtig nicht und rechtfertigt dies mit Personalmangel bei der Polizei.

Das Dublin-Prinzip gilt seit 1990, der dazugehörige Rechtstext wurde seither jedoch mehrfach reformiert. Die aktuell gültig Fassung ist die sogenannte Dublin III-Verordnung, die mit 1. Jänner 2014 vorhergehende Regelungen ablöst. Sie ist für alle EU-Staaten rechtlich bindend. Bei einer Nichtbeachtung droht ein Vertragsverletzungsverfahren und in letzter Konsequenz eine Verurteilung zu Strafzahlungen durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH).

Stichwort: Das Schengener Abkommen

Das erste Schengener Abkommen wurde vor gut 30 Jahren, am 14. Juni 1985, von Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet. Heute sind 26 Staaten Schengen-Mitglieder. An ihren Grenzen werden Reisende nur stichprobenartig oder bei besonderen Ereignissen kontrolliert.

Konkret gehören 22 EU-Staaten (alle außer Großbritannien, Irland, Zypern, Bulgarien, Rumänien und Kroatien) sowie die Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein zu Schengen. Neben dem Wegfall der Binnengrenzen brachte Schengen den teilnehmenden Ländern auch einen verstärkten Polizei-Datenaustausch und gemeinsame Regeln für die Kontrolle der EU-Außengrenzen.

Grenzkontrollen nur vorübergehend

Wie in der Praxis die Regeln umgesetzt werden, legt der Schengen-Grenzkodex fest. In diesem Text werden Voraussetzungen genannt, wann ein Staat vorübergehend wieder Grenzkontrollen einführen darf. Nach Artikel 23 kann ein Mitgliedsland “im Falle einer schwerwiegenden Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder inneren Sicherheit” ausnahmsweise für einen begrenzten Zeitraum an seinen Grenzen wieder Personen kontrollieren. Die Maßnahmen dürfen höchstens 30 Tage dauern oder solange, wie die “schwerwiegende Bedrohung” andauert.

Der Staat entscheidet souverän und ist nach Artikel 24 nur dazu verpflichtet, die anderen Länder und die EU-Kommission zu informieren und die Gründe zu erläutern. In der Praxis wird diese Klausel bei politischen Gipfeltreffen oder Fußballspielen angewandt, um zum Beispiel ausländischen Hooligans die Einreise zu verweigern.

Seit 2013 besteht zudem ein Notfallmechanismus, der Schengen-Staaten die Wiedereinführung der Binnen-Grenzkontrollen bis maximal zwei Jahre erlaubt, wenn die EU-Außengrenze durch ein anderes Schengen-Land dauerhaft und ernsthaft nicht gesichert werden kann. Vorbedingung ist aber eine “Empfehlung” des Rates, der Versammlung der EU-Länder. Diese stützen sich bei der Entscheidung, ob Kontrollen wirklich nötig sind, auf eigene Analysen und Expertisen der EU-Kommission.

(APA)

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Post, SBB und Migros: Speed-Shopping am Bahnhof Zürich http://www.salzburg24.at/post-sbb-und-migros-speed-shopping-am-bahnhof-zuerich/4440006 http://www.salzburg24.at/post-sbb-und-migros-speed-shopping-am-bahnhof-zuerich/4440006#comments Tue, 01 Sep 2015 13:05:43 +0000 http://4440006

Per Handy, Tablet oder Laptop können die Kunden aus 1.000 Migros-Produkten auswählen, diese mit Kreditkarte oder Postcard zahlen und 30 Minuten später am Zürcher Hauptbahnhof abholen. Zehn neu angestellte “SpeedyShop”-Mitarbeiter füllen die ausgewählten Produkte in dieser Zeit in einen Papiersack und deponieren diesen im “My Post24″-Automaten. Das Schließfach öffnet sich, sobald der Kunde den Code, den er nach seiner Bestellung aufs Handy gesendet erhielt, an den Scanner des Automaten hält. Offen ist der “SpeedyShop” von 6 bis 24 Uhr.

Abholung: Kunde hat zwei Stunden Zeit

Endlos Zeit lassen kann sich der Kunde mit dem Abholen aber nicht: Wegen der Frischprodukte dürfen die Papiersäcke nur maximal zwei Stunden in den ungekühlten Post-Schließfächern bleiben. Tiefkühlprodukte gibt es im “SpeedyShop” gar keine. Werden die Einkäufe nicht innerhalb der angegebenen Zeit abgeholt, wird der Sack wieder entfernt. Frischprodukte wie Milch und Fleisch werden weggeworfen – so will es das Schweizer Lebensmittelgesetz. Sein Geld erhält der Kunde in solchen Fällen aber nicht zurück.

Neun Monate lange Testphase in Zürich

Der “SpeedyShop” wird nun in dieser Form neun Monate in Zürich getestet. Danach sollen – neben der Migros – auch andere Geschäfte ihre Produkte auf der neuen Plattform anbieten können. Langfristig ist zudem eine Ausdehnung auf weitere Bahnhöfe geplant.

Vorgänger floppten

Der “SpeedyShop” ist nicht das erste Projekt, mit dem die SBB eilige Kunden abholen will. Frühere Angebote wie etwa die “GoodBox” und das Abholen von Migros-Einkäufen am Gepäck-Schalter waren allerdings Flops. Beide wurden wieder eingestellt. Bei der SBB ist man überzeugt, mit dem “SpeedyShop” nun eine bessere Nase zu haben. Der entscheidende Vorteil sei das Tempo, sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage der sda. Dass man die Einkäufe bereits nach 30 Minuten abholen könne, sei einzigartig.

Bei der “GoodBox” betrug die Lieferdauer sechs Stunden. Das Sortiment war zudem deutlich kleiner als im “SpeedyShop”.

(APA)

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Konjunkturmotor in China stottert – IWF pessimistischer http://www.salzburg24.at/konjunkturmotor-in-china-stottert---iwf-pessimistischer/apa-1325144054 http://www.salzburg24.at/konjunkturmotor-in-china-stottert---iwf-pessimistischer/apa-1325144054#comments Tue, 01 Sep 2015 11:25:00 +0000 http://4439864 An den Börsen schürte das die Angst vor einer weltweiten Konjunkturabkühlung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) kappte bereits seine erst wenige Wochen alte Prognose für das globale Wirtschaftswachstum.

Niedrigstes Niveau seit 2009

Der Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie fiel um 0,5 auf 47,3 Zähler und damit auf das niedrigste Niveau seit März 2009, wie das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter vorwiegend kleineren Unternehmen mitteilte. Erst ein Wert von mehr als 50 Punkten signalisiert Wachstum. Das Barometer verharrte bereits den sechsten Monat in Folge darunter. Der offizielle, vom Statistikamt erhobene und auf größere Staatsunternehmen fokussierte Einkaufsmanagerindex fiel um 0,3 auf 49,7 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit mindestens drei Jahren, für den der elfte Auftragsrückgang in Folge sorgte. Viele Firmen haben mit Überkapazitäten zu kämpfen und müssen die Preise senken, was wiederum ihre Gewinne schmälert. Die Dienstleister wachsen dagegen weiter, allerdings so langsam wie seit Juli 2014 nicht mehr.

Die schwache Konjunkturdaten zogen die Aktienmärkte in Fernost und Europa nach unten. So lag das Minus in Shanghai bei mehr als einem Prozent. Der Dax fiel um knapp drei Prozent und damit unter 10.000 Punkte.

Geldpolitik aggressiver lockern

Immer mehr Analysten rechnen nun damit, dass China das von der Regierung angepeilte Wachstum von sieben Prozent verfehlen wird – es wäre ohnehin das geringste seit einem Vierteljahrhundert. “Angesichts der schleppenden Aktivität im Sommer könnte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal unter 6,5 Prozent fallen”, schrieben ANZ-Experten in einer Analyse zu China. Um ihr Ziel in diesem Jahr noch zu erreichen, müsse die Regierung unter anderem ihre Geldpolitik aggressiver lockern. 2014 lag das Wachstum noch bei 7,4 Prozent.

IWF-Chefin Christine Lagarde traut der Führung in Peking zu, die Lage zu stabilisieren. “Der Übergang zu einer marktbasierten Wirtschaft und der Abbau der in den vergangenen Jahren angestauten Risiken ist komplex und könnte ein wenig holprig verlaufen”, sagte sie. “Die Behörden haben aber die politischen Werkzeuge und auch die finanziellen Puffer, um diesen Übergang zu bewerkstelligen.” Die Zentralbank etwa hat seit November bereits vier Mal ihren Leitzins gesenkt, um mit billigerem Geld die Wirtschaft anzuschieben.

“Globales Wachstum moderat”

Auch wegen China dürfte die Weltkonjunktur in diesem Jahr schwächeln. “Wir gehen davon aus, dass das globale Wachstum moderat bleibt und voraussichtlich geringer ausfällt als im Juli prognostiziert”, sagte Lagarde in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Damals hat der IWF ein Plus von 3,3 Prozent vorausgesagt. Für Europa wird die China-Schwäche der EU-Kommission zufolge aber wohl keine größeren Folgen haben. “Ich bin davon überzeugt, dass die jüngsten Entwicklungen an den Märkten nicht dazu geeignet sind, die europäische Konjunktur zu destabilisieren”, sagte Währungskommissar Pierre Moscovici.

Die Industrie in der Eurozone stellt derzeit wegen ihres soliden Wachstums so viele Mitarbeiter ein wie seit Jahren nicht mehr. “Die Beschäftigung legte im August so zügig zu wie zuletzt vor vier Jahren”, sagte Markit-Ökonom Rob Dobson zur Umfrage seines Instituts unter 3000 Unternehmen. Hauptgrund: Die Geschäfte ziehen trotz wachsender Sorge um den wichtigen Absatzmarkt China an. Der Einkaufsmanagerindex fiel zwar im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,1 auf 52,3 Punkte, doch hielt sich das Barometer deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. “Angesichts verstärkter Produktions- und Auftragszuwächse hat sich der Industriesektor abermals wacker geschlagen”, sagte Dobson. (APA)

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Lage auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt bleibt nach wie vor angespannt http://www.salzburg24.at/lage-auf-dem-vorarlberger-arbeitsmarkt-bleibt-nach-wie-vor-angespannt/4439626 http://www.salzburg24.at/lage-auf-dem-vorarlberger-arbeitsmarkt-bleibt-nach-wie-vor-angespannt/4439626#comments Tue, 01 Sep 2015 09:57:00 +0000 http://4439626 Bei den Dienststellen des Vorarlberger Arbeitsmarktservice waren Ende August insgesamt 9.911 Personen arbeitslos vorgemerkt, weitere 1.859 nahmen an diversen Schulungsprogrammen teil. Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten hat gegenüber dem Vorjahr um 428 (+4,5%) und die Zahl der Schulungsteilnehmer um 50 (+2,8%) zugenommen.

11.770 Menschen in Vorarlberg auf Arbeitssuche

Insgesamt waren damit 11.770 Menschen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, um 478 oder 4,2% mehr als im August des Vorjahres. Mit dieser Zunahme an Jobsuchenden lag Vorarlberg zwar weiterhin deutlich unter dem Bundesschnitt von 8,1 Prozent, in der Liste aller neuen Bundesländer allerdings genau in der Mitte.

Die vorläufige Arbeitslosenquote (Schulungsteilnehmer werden in dieser Quote nicht gezählt) lag am Monatsende österreichweit bei 8,4% und in Vorarlberg bei 5,9%. (Nationale Zahlen: “Arbeitslosigkeit im August um 8,1 Prozent gestiegen“)

Größter Zuwachs erneut bei über 50-Jährigen

Nach Altersgruppen betrachtet stellte sich die Situation in Vorarlberg bei unter 20-Jährigen mit einem Plus von 2,8 Prozent noch am günstigsten dar. In der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen waren gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent und bei den 25- bis unter 50-Jährigen +1,6 Prozent Personen mehr auf Jobsuche.

Mit 10,6% (+263 Personen) musste die mit Abstand größte Zuwachsrate erneut bei den über 50-Jährigen in Kauf genommen werden.

Weniger Jobs im Tourismus und für Hilfsarbeiter

Nach Berufsgruppen nahm die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich vor allem in den Hilfsberufen überproportional zu, merkliche Anstiege weisen auch die Sparten Fremdenverkehr, Lehr- und Kulturberufe sowie die Verkehrsbetriebe und die Metaller auf. Im Handel und bei den Technikern haben sich die Vorgemerktenbestände hingegen etwas verringert.

Diese Verschiebungen innerhalb der Branchen führen laut AMS dazu, dass sich die Arbeitslosigkeit innert Jahresfrist bei den Männern (+320 = +6,8%) deutlich stärker erhöhte als bei den Frauen (+108 = +2,3%). Mit 6,6% (+166) wiesen Ausländer eine merklich höhere Zuwachsrate auf als Inländer mit 3,8% (+262).

118 Lehrstellen für 236 Suchende

Ende August 2015 waren beim AMS Vorarlberg insgesamt 1.763 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet, im Jahresvergleich verringerte sich der Bestand um 140 (-7,4%). Deutlich weniger Jobs standen dabei in den Fremdenverkehrsberufen sowie in den Hilfsberufen zur Verfügung, eine leichte Zunahme gab es in der Baubranche. Insgesamt suchten 236 Jugendliche eine Lehrstelle, diesen standen 118 sofort verfügbare Ausbildungsplätze zur Verfügung. (red)

 

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AMS-Chef Kopf relativiert Kündigungen bei bauMax http://www.salzburg24.at/ams-chef-kopf-relativiert-kuendigungen-bei-baumax/apa-1325141206 http://www.salzburg24.at/ams-chef-kopf-relativiert-kuendigungen-bei-baumax/apa-1325141206#comments Tue, 01 Sep 2015 11:54:00 +0000 http://4439598 “Bei Alpine waren 4.000 angemeldet, gekommen sind nur 500, weil fast alle Baustellen übernommen worden sind”, so Kopf zur APA. Die 1.100 im Frühwarnsystem des AMS gemeldeten bauMax-Mitarbeiter seien die “Höchstzahl”.

Gespräche mit Interessenten

Neben den Beschäftigten der Zentrale in Klosterneuburg sowie des Warenverteillagers in Wien seien auch die Mitarbeiter jener bauMax-Standorte angemeldet worden, die der kolportierte Käufer Obi nicht übernehme, sagte Kopf. Laut Medienberichten übernimmt die deutsche Baumarktkette Obi 49 von 65 bauMax-Filialen in Österreich. Für die restlichen Standorte gebe es noch Gespräche mit Interessenten, die Zahl der Kündigungen könne sich daher noch deutlich reduzieren, hofft der AMS-Chef.

“Traurige Zahl”

Kopf geht davon aus, dass die Mitarbeiter, die ihre Arbeitsplätze verlieren werden, einen Sozialplan erhalten. Er rechnet auch damit, dass eine Arbeitsstiftung eingerichtet wird. Kopf gab zu bedenken, dass trotz dieser “traurigen Zahl” von 1.100 zur Kündigung angemeldeten Mitarbeitern mehr als 2.500 Menschen in Österreich ihre Jobs behalten haben.

Auf den Arbeitsmarkt hat der Stellenabbau bei bauMax zumindest vorerst noch keine Auswirkungen. Kündigungen dürfen nämlich im Normalfall erst 30 Tage nach der Anmeldung im AMS-Frühwarnsystem ausgesprochen werden. Danach kommt noch die Kündigungsfrist dazu.

“Einzeln verkaufen”

Das Schicksal der 16 österreichischen bauMax-Standorte, die vom deutschen Konkurrenten Obi nicht übernommen werden, entscheidet sich indes noch dieses Monat. “All jene Märkte, die nicht übernommen werden, werden einzeln an Mitbewerber verkauft. Sollte sich bis Ende September kein Käufer finden, werden diese Märkte geschlossen”, erklärt bauMax seit kurzem seinen Kunden auf der Firmenwebseite.

Das Unternehmen mit Sitz in Klosterneuburg bestätigt auf baumax.com auch erstmals den Verkauf. Im Rahmen der Restrukturierung werde ein Großteil der Märkte im In- und Ausland von einem strategischen Investor übernommen. 49 der insgesamt 65 österreichischen Filialen werden demnach auch künftig – “wenn auch unter neuem Namen” weitergeführt. Obi als Käufer wird nicht genannt.

Gutscheine können laut bauMax noch bis Ende Oktober in jedem Markt in Österreich eingelöst werden, danach nicht mehr. Auch Garantiefälle würden bis dahin wie gehabt abgewickelt. Ab 1. November könne die Abwicklung aber nur mehr direkt über die Zentrale erfolgen, heißt es in dem Kundenschreiben weiter. bauMax bedankt sich zum Abschluss “für die jahrelange Treue und Unterstützung”. (APA)

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Österreich bei Arbeitslosenrate auf Rang sechs in der EU http://www.salzburg24.at/oesterreich-bei-arbeitslosenrate-auf-rang-sechs-in-der-eu/apa-1325141080 http://www.salzburg24.at/oesterreich-bei-arbeitslosenrate-auf-rang-sechs-in-der-eu/apa-1325141080#comments Tue, 01 Sep 2015 09:09:00 +0000 http://4439594

Deutschland kann weiterhin mit der geringsten Arbeitslosigkeit (4,7 Prozent) punkten. Dann folgen Tschechien und Malta (je 5,1 Prozent), Großbritannien (5,6 Prozent), Luxemburg (5,7 Prozent) und ÖSTERREICH (5,8 Prozent). Dahinter liegen Estland (6,1 Prozent), Dänemark (6,2 Prozent), die Niederlande und Rumänien (je 6,8 Prozent), Ungarn (6,9 Prozent), Schweden (7,4 Prozent), Polen (7,6 Prozent), Belgien (8,5 Prozent), Slowenien (9,1 Prozent) , Bulgarien (9,4 Prozent), Irland (9,5 Prozent), Litauen und Lettland (je 9,6 Prozent), Finnland (9,7 Prozent), Frankreich (10,4 Prozent), die Slowakei (11,7 Prozent), Italien (12,0 Prozent), Portugal (12,1 Prozent), Kroatien (15,1 Prozent), Zypern (16,3 Prozent), Spanien (22,2 Prozent) und Griechenland (25,0 Prozent).

Eurostat schätzt, dass im Juli in der EU insgesamt 23,067 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,532 Millionen im Euroraum. Gegenüber Juni fiel die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU um 232.000, im Euroraum ging sie um 213.000 zurück.

Über ein Jahr betrachtet fiel die Arbeitslosenquote im Juli in 23 EU-Staaten, in drei stieg sie an, in Belgien und Rumänien blieb sie unverändert. Den stärksten Anstieg musste Finnland (von 8,7 auf 9,7 Prozent) hinnehmen, gefolgt von ÖSTERREICH (5,7 auf 5,8 Prozent) und Frankreich (von 10,3 auf 10,4 Prozent). Die höchsten Rückgänge konnten Bulgarien (von 11,5 auf 9,5 Prozent), Spanien (von 24,3 auf 22,2 Prozent), Griechenland (von 27,0 auf 25,0 Prozent) sowie Portugal (von 14,1 auf 12,1 Prozent) verbuchen.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit lag Österreich im Juli mit 10,8 Prozent an dritter Stelle hinter Deutschland (7,0 Prozent) und Malta (8,7 Prozent).

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Ausbau des ÖBB-Kraftwerks Spullersee ist vom Tisch http://www.salzburg24.at/ausbau-des-oebb-kraftwerks-spullersee-ist-vom-tisch/apa-1325139858 http://www.salzburg24.at/ausbau-des-oebb-kraftwerks-spullersee-ist-vom-tisch/apa-1325139858#comments Tue, 01 Sep 2015 08:22:00 +0000 http://4439470

Die Ausbaupläne der ÖBB am Spullersee über eine Beileitung Ost waren jahrelang umstritten. Das Unternehmen wollte das Kraftwerk ausbauen, um seinen wachsenden Strombedarf zu befriedigen. Während die ÖBB von einem ökologisch sinnvollen Projekt sprachen, sahen Umweltschützer den Lechfluss massiv gefährdet. Greenpeace zufolge würden 24 Millionen Kubikmeter Wasser nicht mehr in den Lech, sondern über das Kraftwerk in den Rhein fließen. Die ÖBB argumentierten hingegen, dass bei der Wasserentnahme behutsam vorgegangen werde.

Während die ÖBB mit den Gemeinden auf Tiroler Seite 2010 eine Einigung fanden, standen die betroffenen Vorarlberger Alm-bzw. Agrargemeinschaften der Ableitung ihrer Wasserressourcen stets ablehnend gegenüber. Die ÖBB fassten gar Enteignungspläne ins Auge. Im April 2010 verständigte man sich in dem Streit auf eine Nachdenkpause. Im März 2011 sprach sich die Vorarlberger Alpgemeinschaft Pazüel-Tritt schließlich endgültig gegen die Abtretung ihrer Wasserrechte zu einem Ausbau des ÖBB-Kraftwerks aus. Schützenhilfe bekamen sie von Vorarlbergs zuständigem Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP). Dieser hielt das Projekt damit für nicht realisierbar, gegen Enteignungen würde er sich jedenfalls aussprechen, hieß es damals.

Die ÖBB hatten das ursprüngliche Angebot an die Grundeigner vor der Abstimmung der Alpgemeinschaft zunächst sogar erhöht. Den Eigentümern ging es jedoch nicht um das Finanzielle: “Wir wollen den Lebensraum für unsere Kinder und Enkel erhalten. Sie sollen später einmal selbst entscheiden, was mit den Wasserressourcen geschehen soll”, hatte Josef Nessler, Obmann der Alpgemeinschaft, nach der betreffenden Jahreshauptversammlung der 71 Anteilshaber gesagt.

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Arbeitslosigkeit im August um 8,1 Prozent gestiegen http://www.salzburg24.at/arbeitslosigkeit-im-august-um-81-prozent-gestiegen/apa-1325139426 http://www.salzburg24.at/arbeitslosigkeit-im-august-um-81-prozent-gestiegen/apa-1325139426#comments Tue, 01 Sep 2015 13:56:00 +0000 http://4439427

Das Sozialministerium verweist auf die steigende Beschäftigung. Ohne stabile Konjunktur könne jedoch das zunehmende Arbeitskräfteangebot nicht abgedeckt werden. Knapp 65.000 Arbeitskräfte waren im August zusätzlich auf Jobsuche, rund die Hälfte davon finde auch neue Arbeitsplätze. Damit stieg die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um rund 30.000 auf einen neuen Rekordwert von 3,582.000 Personen. Derzeit wird hinter den Kulissen an einem Paket für einen Arbeitsmarktgipfel gearbeitet, der im Herbst stattfinden soll. Einen konkreten Termin dafür gibt es noch nicht, hieß es aus dem Sozialministerium zur APA.

Die Reaktionen der Parteien fallen sehr unterschiedlich aus: Die FPÖ sieht die Ursache der Probleme bei den Ausländern und tituliert Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) als “Einwanderungsminister”. Die Freiheitlichen werfen dem Sozialminister vor, sich wegen Ambitionen um das Bundespräsidentenamt nicht um die Interessen der Arbeitnehmer zu kümmern und kritisieren die Verschiebung des Arbeitsmarktgipfels. Seit Jahren gebe es “eine starke Zuwanderung über die Asylschiene und seit dem Ende der Übergangsfristen wird unser Land auch von Osteuropäern mehr oder weniger überrannt”.

In einer Anfang Juli veröffentlichten Studie hatte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) prognostiziert, dass eine Erleichterung des Arbeitsmarktzuganges für Asylwerber zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen würde. Hundstorfer spricht sich unter Verweis auf die Berechnungen bisher gegen eine Öffnung des Arbeitsmarkts für Asylwerber aus, wie dies in Deutschland teilweise durchgeführt wurde. Beim AMS Wien ist vergangene Woche ein Pilotprojekt zur Integration anerkannter Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt für vorerst einmal 1.000 Menschen gestartet. Das Angebot werde sehr gut angenommen, so das AMS Wien.

Die Grünen fordern ein generelles Umdenken und eine andere Verteilung von bezahlter Arbeit. Ein Wirtschaftswachstum, das jedem Arbeitsuchenden einen 40-Stunden-Job biete, sei in den nächsten Jahrzehnten nicht zu erwarten. Auch die unbezahlte Versorgungsarbeit solle professionalisiert werden. Gegen Änderungen würden sich jedoch die Sozialpartner sträuben.

ÖVP und NEOS gehen im Vorfeld der Wien-Wahlen auf die Bundeshauptstadt ein. Die ÖVP sieht die rot-grün regierte Bundeshauptstadt im Fach Arbeitsmarkt “durchgefallen” und drängt auf einen “Kurswechsel”: In der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik fehle es an Effizienz, Professionalität und Transparenz. Die NEOS orten in Wien eine “Bildungsmisere”, denn etwa jeder zweite Arbeitslose habe nur einen Pflichtschulabschluss. Die Lohnnebenkosten für die Unternehmer sollten gesenkt werden, fordern die NEOS.

Die Schulungen sind auch im August weiter zurückgegangen: Während die Zahl der Schulungsteilnehmer um 9,3 Prozent auf 57.440 Personen sank, stieg die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 11,9 Prozent auf 327.145 Personen. Besonders betroffen waren wieder Ältere (ab 50 Jahren) und Ausländer. Deutlich besser als im Schnitt stellte sich die Arbeitsmarktlage für Jugendliche dar.

Innerhalb Österreichs ist die Arbeitslosigkeit unterschiedlich stark gestiegen. Obwohl alle neun Bundesländer einen Zuwachs bei den beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen hinnehmen mussten, fiel der prozentuelle Anstieg sehr unterschiedlich aus: Im Westen war der Zuwachs deutlich geringer, im Osten wesentlich stärker. In Salzburg verschlechterte sich die Lage mit 3,2 Prozent mehr Arbeitslosen noch am geringsten, gefolgt von Tirol und Vorarlberg (beide plus 4,5 Prozent). In Kärnten stieg die Zahl der Arbeitslosen um 5,9 Prozent, in der Steiermark um 6,4 Prozent und im Burgenland um 7,0 Prozent. Niederösterreich verzeichnete einen Zuwachs um 9,7 Prozent, Oberösterreich um 11,7 Prozent. In der Bundeshauptstadt Wien stieg die Zahl der Arbeitslosen um 19,7 Prozent. Im Österreich-Schnitt lag der Zuwachs im Vorjahresvergleich bei 11,9 Prozent.

Aufgegliedert auf einzelne Gruppen waren Männer mit einem Anstieg um 13,5 Prozent etwas stärker betroffen als Frauen mit einem Plus von 10,2 Prozent. Besonders bei Älteren (ab 50 Jahren) stieg die Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 16,7 Prozent überdurchschnittlich an, ebenso bei Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (plus 17,2 Prozent). Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft wiesen mit plus 20,5 Prozent einen besonders hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf, während sie bei Inländern um 9,2 Prozent zunahm.

Auch bedingt durch die Rücknahme von Schulungen ist die Langzeitarbeitslosigkeit weiter extrem stark gewachsen: 39.361 Personen waren länger als zwölf Monate arbeitslos vorgemerkt, ein Anstieg um 195,8 Prozent. Der Anteil von Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen beträgt 12 Prozent. Im statistischen Schnitt dauert Arbeitslosigkeit in Österreich 129 Tage.

Ein Lichtblick zeigt sich bei den Jüngeren: Die Arbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen liegt um 2,6 Prozent über dem Vorjahr. Bei den 15- bis 19-Jährigen lag der Anstieg nur mehr bei 0,6 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden liegt zu Anfang des neuen Lehrjahres um 1,1 Prozent über dem Vorjahr, während der Bestand an sofort verfügbaren Lehrstellen um 2,7 Prozent rückläufig ist. Damit stehen für 8.659 Lehrstellensuchende 4.030 gemeldete Lehrstellen zur Verfügung. Die Lehrstellenlücke hat sich damit um 210 auf 4.629 fehlende Lehrstellen etwas vergrößert.

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Deutsche Post startet Paketnetz in Österreich mit 15 Depots http://www.salzburg24.at/deutsche-post-startet-paketnetz-in-oesterreich-mit-15-depots/apa-1325138836 http://www.salzburg24.at/deutsche-post-startet-paketnetz-in-oesterreich-mit-15-depots/apa-1325138836#comments Tue, 01 Sep 2015 12:21:00 +0000 http://4439408

Das kündigte Post-Vorstand Jürgen Gerdes am Dienstag zum Start eines eigenen Paketdienstes der Deutschen in Österreich mit zunächst noch bescheidenen 15 Depots an.

Die Österreichische Post reagiert alles andere als begeistert. “Die Konkurrenz durch die Deutschen wird zu einem verschärften Preiskampf führen”, sagte der österreichische Postchef Georg Pölzl der “Kronen Zeitung”.

Die Deutschen haben viel vor: “Bis 2016 wollen wir das größte Paketshop-Netz anbieten und damit jedem österreichischem Bürger ermöglichen, innerhalb von maximal 10 Minuten einen DHL Paketshop zu erreichen”, sagte Gerdes der Deutschen Presse-Agentur zufolge. Viele Standorte und mehr Service – vor allem Abendzustellungen und die in Österreich bisher kaum üblichen Samstagslieferungen – damit will die Deutsche Post angreifen. Gerdes verspricht dabei neue Jobs in Österreich: Allein 2015 würden rund 1.000 neue Stellen geschaffen, sagte er.

Die Börse steht voll hinter den Expansionsplänen der Deutschen Post. “Warum soll sich die Deutsche Post die Gebühr mit den Österreichern teilen”, fragt Aktionärsvertreter Marc Tüngler von der deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Die Millionen für Paketdienste in Österreich und anderen deutschen Anrainerstaaten wie Polen, den Benelux-Staaten und der Tschechischen Republik seien gut angelegtes Geld.

In Österreich ist das Paketgeschäft bisher fest in den Händen der teilstaatlichen Post AG mit ihren 19.000 Mitarbeitern. Im Privatkundenbereich hat sie einen Marktanteil von 77 Prozent. Grenzüberschreitende Pakete aus Deutschland hat sie bisher an der Landesgrenze übernommen. Nun läuft die Zustellung von DHL-Paketen – zunächst für einige Regionen, später landesweit – direkt aus Deutschland über die Grenze nach Österreich hinein.

Das werde sich deutlich auf die Verbesserung der Laufzeiten auswirken, verspricht die Deutsche Post. Österreichische Online-Kunden, die aus Deutschland beliefert wurden, mussten bisher wegen des umständlichen Umladens in österreichischen Verteilzentren in manchen Fällen eine Woche oder länger warten, berichten Kunden. Das soll künftig schneller gehen. Die DHL plant den Aufbau eigener Hubs mit moderner Sortierinfrastruktur.

Arbeitnehmervertreter in Österreich machen sich indes große Sorgen. Der österreichische Postgewerkschaft-Vorsitzende Helmut Köstinger warnt vor dem Verlust von “Tausenden” Arbeitsplätzen. “Der österreichische Paketmarkt ist bereits heute bestens versorgt und unsere Postzusteller leisten täglich beste Qualität für unsere Kunden”, sagt er. Sollte DHL “Preis- und Lohndumping” betreiben, werde es gewerkschaftlichen Widerstand geben, kündigte Köstinger an.

Von Dumpingvorwürfen sieht sich die Deutsche Post allerdings nicht getroffen: Im Haustarif zahlt sie pro Stunde 17,70 Euro im Durchschnitt. Und auch bei den neu gegründeten Paketgesellschaften mit schlechterer Bezahlung in Deutschland, um die es im Sommer einen heftigen Tarifkonflikt gab, liegt die Bezahlung der Zusteller mit im Schnitt 13 Euro immer noch deutlich über der Konkurrenz.

Die Österreichische Post will mit einer “Service-Offensive” ihre Marktposition verteidigen, wie sie ankündigte. Dazu gehören unter anderem auch Samstagszustellungen. Für rund 300.000 Haushalte läuft derzeit ein Testbetrieb, bis Ende des Jahres soll die Post samstags in allen Ballungsräumen des Landes liefern. Außerdem will die österreichische Post die Zahl ihrer rund um die Uhr verfügbaren Abholstationen deutlich erhöhen. Neuerdings können Pakete auch umgeleitet und per Internet verfolgt werden. Profiteur des neuen Konkurrenzkampfes könnte damit zunächst der Verbraucher sein.

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Wirtschafts- und Finanzmarktgespräche in Alpbach http://www.salzburg24.at/wirtschafts--und-finanzmarktgespraeche-in-alpbach/apa-1325137958 http://www.salzburg24.at/wirtschafts--und-finanzmarktgespraeche-in-alpbach/apa-1325137958#comments Tue, 01 Sep 2015 05:28:00 +0000 http://4439272 Politiker, Wirtschaftslenker, Wissenschafter und Studierende diskutieren die ökonomischen Dimensionen der Ungleichheit und die Konsequenzen, die sich für die Gesellschaft daraus ergeben. Die Flüchtlingsthematik wird wohl auch die Debatten mitbestimmen.

Ungleichheit vererben

Der französische Ökonom Thomas Piketty hatte im Jahr 2013 mit seinem Buch “Das Kapital im 21. Jahrhundert” die Ungleichheitsdebatte neu entfacht. Wenn die Wirtschaft langsam wächst, dann steigt die Ungleichheit in einer Gesellschaft, da Vermögen im Gegensatz zu Löhnen stärker wachsen würden, so die These des Ökonomen. Weil Vermögen meistens an die eigenen Kinder weitergegeben wird, vererbt sich die Ungleichheit über Generationen.

“Wachstum drosseln”

“Viele Indikatoren zeigen, dass es den Menschen immer besser geht. Zugleich wird die Kluft zwischen Wohlhabenden und Mittellosen größer. Driften die Einkommen zu weit auseinander, bedroht das womöglich nicht nur die gesellschaftliche Stabilität, sondern drosselt auch das Wachstum”, heißt es im Einladungstext zu den Wirtschaftsgesprächen.

Bei den Wirtschaftsgesprächen im Tiroler Bergdorf Alpbach sind von Dienstagnachmittag bis Donnerstagmittag unter anderen die ehemalige EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, Viviane Reding, der italienische Wirtschaftswissenschafter Giacomo Corneo (ITA), der Nobelpreisträger für Chemie, Daniel Shechtman, und der langjährige Vorstand der Deutschen Telekom, Thomas Sattelberger, zu Gast.

Bei den Finanzgesprächen von Donnerstagnachmittag bis Freitagabend diskutieren unter anderen der Vorsitzende der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, der Geschäftsführer der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), Hans Peter Lankes, und der Chairman der Bank of China, Guoli Tian.

Am Freitagnachmittag findet außerdem im Rahmen des Forum Alpbach ein “Vernetzungstreffen” für Bürgermeister anlässlich der aktuellen Asylquartierkrise statt. Zugesagt haben bisher rund 40 Bürgermeister, zahlreiche Experten und der designierte Flüchtlingskoordinator der Regierung, Christian Konrad. (APA)

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Chinas Industrieproduktion auf tiefstem Wert seit März 2009 http://www.salzburg24.at/chinas-industrieproduktion-auf-tiefstem-wert-seit-maerz-2009/apa-1325137114 http://www.salzburg24.at/chinas-industrieproduktion-auf-tiefstem-wert-seit-maerz-2009/apa-1325137114#comments Tue, 01 Sep 2015 03:04:00 +0000 http://4439197

Ein Wert von mehr als 50 Punkten signalisiert ein Wachstum, ein Wert unter 50 Punkten eine Schrumpfung. Es ist bereits der sechste Monat in Folge, in dem ein Rückgang verzeichnet wird. Die Industrie in China bekommt die schwächere Nachfrage aus dem In- und Ausland zu spüren. Viele Firmen haben mit Überkapazitäten zu kämpfen und müssen die Preise senken, was wiederum ihre Gewinne schmälert.

Die Führung in Peking hat das Ziel für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf sieben Prozent gedrückt. 2014 lautete es noch 7,4 Prozent. Einige Experten vermuten jedoch, dass die tatsächlichen Wachstumsraten bereits jetzt deutlich niedriger sind.

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Rubel-Schwäche beschert Gazprom Gewinnanstieg von 50 Prozent http://www.salzburg24.at/rubel-schwaeche-beschert-gazprom-gewinnanstieg-von-50-prozent/apa-1325133516 http://www.salzburg24.at/rubel-schwaeche-beschert-gazprom-gewinnanstieg-von-50-prozent/apa-1325133516#comments Mon, 31 Aug 2015 19:31:00 +0000 http://4439156 Unter dem Strich habe das Unternehmen im ersten Halbjahr 9,4 Milliarden Euro (676 Milliarden Rubel) verdient, teilte Gazprom am Montag mit.

Da der Konzern viel Gas ins Ausland verkauft und die Rechnungen in US-Dollar beglichen werden, fallen die Einnahmen wegen der Rubel-Schwäche bei der Umrechnung in Rubel entsprechend größer aus.

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bauMax – 1.100 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet http://www.salzburg24.at/baumax-1-100-mitarbeiter-zur-kuendigung-angemeldet/4439118 http://www.salzburg24.at/baumax-1-100-mitarbeiter-zur-kuendigung-angemeldet/4439118#comments Mon, 31 Aug 2015 17:58:10 +0000 http://4439118 BauMax habe 1.100 Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung angemeldet, berichtet der “Kurier” am Montagabend online. Unter den zur Kündigung angemeldeten Beschäftigten seien auch 72 Lehrlinge, heißt es in dem Bericht. Den Regionalstellen des Arbeitsmarktservice AMS habe bauMax mitgeteilt, dass die Kette in den vergangenen drei Monaten durchschnittlich 3.674 Mitarbeiter beschäftigt habe, davon 275 Lehrlinge.

(APA)

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Heta-Kapitalloch bis Juni auf 8,1 Mrd. Euro vergrößert http://www.salzburg24.at/heta-kapitalloch-bis-juni-auf-81-mrd-euro-vergroessert/apa-1325130892 http://www.salzburg24.at/heta-kapitalloch-bis-juni-auf-81-mrd-euro-vergroessert/apa-1325130892#comments Mon, 31 Aug 2015 16:48:00 +0000 http://4439092

Die Heta – Nachfolgegesellschaft der 2009 notverstaatlichten Hypo Alpe Adria – wird abgewickelt. Bilanziert wird zu Zerschlagungswerten. Für das erste Halbjahr 2015 meldete die Abbaugesellschaft einen Nettoverlust von 1,1 Mrd. Euro. Dass der Verlust wieder über die Milliarde geriet und das Kapitalloch damit um so viel größer wurde, lag zum Großteil daran, dass der vorjährige Schuldenschnitt auf Nachranganleihen als verfassungswidrig aufgehoben wurde.

Mit dem Höchstgerichtsspruch mussten zunächst rund 800 Mio. Euro Anleiheschulden, die voriges Jahr für wertlos erklärt worden waren, wieder als Heta-Verbindlichkeiten eingebucht werden. Weitere 200 Mio. Euro fielen an zusätzlichen Belastungen an, als heuer das Hypo-Balkanbankennetzwerk verkauft wurde. Die Käufer der Südosteuropabanken (Advent/EBRD) hatten unter anderem noch weitere Kreditabsicherungen durch die Österreicher verlangt.

Rund 100 Mio. Euro mussten noch für Rechtsfälle und Schadenersatzansprüche beiseite gelegt werden. In Summe fielen die Lasten im bisherigen Jahresverlauf sogar noch höher aus, denn vereinzelt gab es auch Zuflüsse, die positive Effekte hatten. So etwa gab es rund 100 Mio. Euro an Sondererträgen aus Rückstellungsauflösungen gegenüber der ehemaligen Italientochter.

Nach internationalen Konzernbilanzierungsregeln IFRS belief sich die Kapitallücke heuer zur Jahresmitte immerhin noch auf 5,8 Mrd. Euro. Die Konzern-Bilanzsumme lag zum Stichtag 30. Juni 2015 bei 11,6 Mrd. Euro.

Der Vorstand deponierte, dass speziell aus Gläubigersicht der Einzelabschluss (nach UGB/BWG-Bilanzierung) und vor allem durch die Berücksichtigung zukünftiger Verluste die relevantere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abbildet. Deshalb sind im Zwischenbericht neben den obligatorischen IFRS-Zahlen auch die Einzelabschlusszahlen dargestellt.

Die Heta soll nach einem vorläufigen Zeitplan, der am Montag in der Halbjahresbilanzpräsentation genannt wurde, bis Ende 2018 zu rund 80 Prozent abgebaut werden. Bis Ende 2020 soll ein vollständiger Abbau der Vermögenswerte erfolgt sein. In der Heta sind faule Kredite, Beteiligungen und zur Restverwertung gedachte Assets geparkt, zur “geordneten” Abwicklung. Der endgültige Abbauplan soll, wie die Heta am Montag schrieb, im zweiten Halbjahr 2015 dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt werden.

Seit die Finanzmarktaufsicht (FMA) als Abwicklungsbehörde mit 1. März heuer ein Zahlungsmoratorium über die Heta verhängt hat, muss die Bad Bank zumindest bis zum Frühjahr kommenden Jahres keine Zahlungen (Tilgungen, Zinsen) auf ihre Schulden leisten. Das Moratorium gilt bis Ende Mai 2016.

Heta-Vorstandschef Sebastian Schoenaich-Carolath erklärte, dass die Abbauleistung im ersten Halbjahr besser ausgefallen sei als erwartet. Der Sondereffekt aus der Aufhebung des Hypo-Sondergesetzes von 2014 (Stichwort: erster Haircut) durch den Verfassungsgerichtshof habe das Ergebnis aber stark negativ beeinflusst. In ihrem Einzelabschluss weist die Heta bei einer Bilanzsumme von 9,6 Mrd. Euro Verbindlichkeiten und Rückstellungen von 17,7 Mrd. Euro aus. Daraus resultiere eine kapitalmäßige Unterdeckung von 8,1 Mrd. Euro zum 30. Juni 2015.

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Nach Milliardenverlust bis Juni klafft bei Heta Kapitalloch von 8 Mrd http://www.salzburg24.at/nach-milliardenverlust-bis-juni-klafft-bei-heta-kapitalloch-von-8-mrd/4439072 http://www.salzburg24.at/nach-milliardenverlust-bis-juni-klafft-bei-heta-kapitalloch-von-8-mrd/4439072#comments Mon, 31 Aug 2015 16:40:18 +0000 http://4439072

Das “negative Eigenkapital”, also die kapitalmäßige Unterdeckung, ist im Einzelabschluss der Heta damit um mehr als eine Milliarde umfangreicher als Ende 2014. Damals fehlten 7 Mrd. Euro.

Die Heta – Nachfolgegesellschaft der 2009 notverstaatlichten Hypo Alpe Adria – wird abgewickelt. Bilanziert wird zu Zerschlagungswerten. Für das erste Halbjahr 2015 meldete die Abbaugesellschaft einen Nettoverlust von 1,1 Mrd. Euro. Dass der Verlust wieder über die Milliarde geriet und das Kapitalloch damit um so viel größer wurde, lag zum Großteil daran, dass der vorjährige Schuldenschnitt auf Nachranganleihen als verfassungswidrig aufgehoben wurde.

Mit dem Höchstgerichtsspruch mussten zunächst rund 800 Mio. Euro Anleiheschulden, die voriges Jahr für wertlos erklärt worden waren, wieder als Heta-Verbindlichkeiten eingebucht werden.

Weitere 200 Mio. Euro fielen an zusätzlichen Belastungen an, als heuer das Hypo-Balkanbankennetzwerk verkauft wurde. Die Käufer der Südosteuropabanken (Advent/EBRD) hatten unter anderem noch weitere Kreditabsicherungen durch die Österreicher verlangt.

Rund 100 Millionen mussten noch für Rechtsfälle und Schadenersatzansprüche beiseite gelegt werden. In Summe fielen die Lasten im bisherigen Jahresverlauf sogar noch höher aus, denn vereinzelt gab es auch Zuflüsse, die positive Effekte hatten. So etwa gab es rund 100 Mio. Euro an Sondererträgen aus Rückstellungsauflösungen gegenüber der ehemaligen Italientochter.

Nach internationalen Konzernbilanzierungsregeln IFRS belief sich die Kapitallücke heuer zur Jahresmitte immerhin noch auf 5,8 Mrd. Euro. Die Konzern-Bilanzsumme lag zum Stichtag 30. Juni 2015 bei 11,6 Mrd. Euro.

Der Vorstand deponierte, dass speziell aus Gläubigersicht der Einzelabschluss (nach UGB/BWG-Bilanzierung) und vor allem durch die Berücksichtigung zukünftiger Verluste die relevantere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abbildet. Deshalb sind im Zwischenbericht neben den obligatorischen IFRS-Zahlen auch die Einzelabschlusszahlen dargestellt.

(APA)

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Milchpreis-Tief sorgt weiter für Aufregung unter Agrariern http://www.salzburg24.at/milchpreis-tief-sorgt-weiter-fuer-aufregung-unter-agrariern/apa-1325128606 http://www.salzburg24.at/milchpreis-tief-sorgt-weiter-fuer-aufregung-unter-agrariern/apa-1325128606#comments Mon, 31 Aug 2015 16:22:00 +0000 http://4438972

Rupprecher (ÖVP) schließt die Wiedereinführung einer Quotenregelung, die erst mit Ende März heuer ausgelaufen war, aus. Ursprünglich hatte der Minister öfters betont, dass verschiedene mögliche Förderungen über das Programm der Ländlichen Entwicklung im Rahmen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP), die eigens in der neuen Förderperiode hierzulande geschaffen worden waren, als Abhilfe gegen das Quoten-Aus reichen würden. Nun fordert der Politiker aber Extra-Geld aus Brüssel.

Der Obmann der IG Milch, Ewald Grünzweil, sagte heute im APA-Gespräch, dass es ohne eine Quotenregelung zu einem Milchbauernsterben kommen könnte und forderte eine Regelung, die die Mengen der letzen Quotenregelung um rund ein Viertel unterschreiten müsse. Die ausgelaufene Quote sei bereits bewusst zu hoch angesetzt gewesen, “um eine Preispolitik nach unten machen zu können”, so der Obmann des Vereins mit rund 2.000 Milchbauern und rund 30.000 Milchkühen.

Milchbauern erhalten derzeit netto für ein Kilo Milch in Österreich zwischen 30 und 33 Cent. Damit ist der Preis im vergangenen halben Jahr um rund ein Viertel eingebrochen.

Grünzweil will “gemeinsam einen Weg aus der Krise suchen” und lädt als IG-Milch-Obmann den ÖVP-Bauernbund, die Landwirtschaftskammer und die Molkereivertreter ein, “sich den Marktgegebenheiten zu stellen”, wie es in einer Aussendung am Montag hieß. Die Tatsache, dass die Bauernmilchpreise wegen des Quoten-Aus sinken, müssten anerkannt werden, so Grünzweil. Reflexartig dem Handel Preisdumping vorzuwerfen, führe nicht zu einer Lösung der Milchkrise. “Gemeinsam müssen wir ein Konzept entwickeln, das den Milchmarkt wieder in ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage bringt.” Nur so könne, die Preise wieder steigen.”

Österreich überlieferte seine Quote von rund 3 Mrd. Kilo pro Jahr praktisch jährlich und zahlte dafür Strafe – zuletzt rund 45 Mio. Euro. Hier fordert Rupprechter wie berichtet, die Summe zur Marktentlastung zweckzubinden – dabei handle es sich um “die wichtigste Forderung” an EU-Agrarkommissar Philip Hogan.

Morgen beteiligen sich sogar einige IG-Milch-Bauern an einem Protest, den der Bundesverband deutscher Milchviehhalter in Deutschland organisiert. Sie fahren bei einer Staffelfahrt mit, die am Vormittag für eine Demo in München endet. Der Salzburger Milchbauer Stefan Scheipl aus Neumarkt fährt mit, “weil die Milchmenge in der EU reduziert werden muss”, wie er der APA sagte. Dafür setze sich der Bundesverband der deutschen Milchviehhalter ein wie die IG Milch. Beide Vereine gehören zum European Milkboard.

Eine Überbrückungshilfe würde hingegen dem großen europäischen Verband Copa Cogeca reichen, dem etwa die heimische Landwirtschaftskammer und der Deutsche Bauernverband angehören.

Der Wiener Tierschutzverein wiederum kritisierte in einer Aussendung die Forderung nach EU-Stützungsgeldern wegen des Milch- und Schweinepreisverfalls an sich: “Den Preisverfall jetzt durch 100 Millionen Euro EU-Stützungsgelder aus Steuermitteln, durch Werbekampagnen und Gratis-Milch-Aktionen aufhalten zu wollen, ist so, als wolle man den Klimawandel durch zusätzliche Kühlschränke bremsen”, griff die Vereinspräsidentin und Grün-Politikerin Madeleine Petrovic zu einem bildhaften Vergleich. Viel wichtiger wäre demnach eine Analyse der Ursachen und das Ziehen überfälliger Konsequenzen. Die Qualität in der Tierhaltung gehöre genauso erhöht wie die Preise, so Petrovic.

Deutschland, Frankreich und Polen sind sich uneinig, mit welchen Maßnahmen sie gegen den derzeitigen Milchpreisverfall in Europa vorgehen sollen. Nach einem Treffen von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt mit seinen französischen und polnischen Amtskollegen, Stephane Le Foll und Marek Sawicki, am Montag in Berlin wurde deutlich, dass Frankreich eine Intervention am Markt anstrebt. Schmidt lehnt dies ab. Ein solcher kurzfristiger Eingriff in den Markt könnte zulasten der deutschen Milchbauern gehen, so die Befürchtung.

Die belgischen Bauern sollen indessen für die nächsten sechs Monate für Milch und Schweinefleisch Hilfen bekommen. Darauf hatten sich Vertreter von Bauern, Nahrungsmittelindustrie und Handel nach wochenlangen Verhandlungen verständigt. Danach sollen Bauern pro Liter Milch etwa 2,7 Cent mehr bekommen. Für Milcherzeuger machten die Hilfen insgesamt 46 Millionen Euro aus, für Schweinefleischerzeuger 30 Millionen Euro. Agrarminister Willy Borsus nannte den Kompromiss historisch.

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Klagenfurter Druckerei Carinthian Druck ist endgültig pleite http://www.salzburg24.at/klagenfurter-druckerei-carinthian-druck-ist-endgueltig-pleite/apa-1325125674 http://www.salzburg24.at/klagenfurter-druckerei-carinthian-druck-ist-endgueltig-pleite/apa-1325125674#comments Mon, 31 Aug 2015 11:53:00 +0000 http://4438691

Die Carinthian Druck war bereits im Vorjahr zahlungsunfähig. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung sah eine Quote von 20 Prozent für die Gläubiger vor. Nachdem die erste Teilzahlung noch geleistet wurde, blieben die weiteren Raten aus, dazu kamen neue Verbindlichkeiten durch massive Umsatzeinbrüche. Das Unternehmen beantragte den Konkurs selbst. Die Aktiva werden mit knapp 500.000 Euro beziffert, die Passiva mit knapp zwei Mio. Von der Pleite sind 29 Dienstnehmer sowie 120 Gläubiger betroffen. Die erste Gläubigerversammlung wurde für den 13. Oktober festgesetzt.

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Nationalbank will Finanzbildung in Schulen forcieren http://www.salzburg24.at/nationalbank-will-finanzbildung-in-schulen-forcieren/apa-1325125658 http://www.salzburg24.at/nationalbank-will-finanzbildung-in-schulen-forcieren/apa-1325125658#comments Mon, 31 Aug 2015 11:52:00 +0000 http://4438687

Die Nationalbank will eine Alternative zu bestehenden Angeboten in der Finanzbildung – etwa von Banken – bieten. “Wir verstehen die Finanzbildung als öffentliches Gut – das für alle offen stehen sollte. Wir wollen hier als Leitfigur auftreten, weil wir unabhängig und neutral sind”, sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny. Dazu startet nun die Internetplattform. Darauf finden sich Lehrmaterialien für Pädagogen, Online-Tools, Kurzfilme sowie Informationen zu Seminaren und Workshops. Zudem bietet die OeNB Besuche an Schulen in allen Bundesländern an.

Die Kenntnisse der österreichischen Bevölkerung zum Thema Finanzen nehmen laut einer Studie mit steigender Komplexität stark ab. “Wir finden große Wissenslücken vor – bei Fragen, die kein Expertenwissen erfordern”, schilderte Studienautorin Maria Silgoner von der OeNB die Ergebnisse. Am schwächsten schnitten die Teilnehmer bei Fragen zu Zinsen und Anleihen ab – nur ein Fünftel war in der Lage, die richtige Antwort zu geben. Die Untersuchung zeigt auch, dass vor allem der Bildungsgrad ausschlaggebend für das Finanzwissen ist. Daher soll das Service in Volksschulen und der Unterstufe ansetzen. Finanzbildung sei nicht zuletzt dafür wichtig, um Risiken bei der Veranlagung von Vermögen frühzeitig zu erkennen, so Silgoner.

Auf Fragen zu weiteren geldpolitischen Eingriffen der Europäischen Nationalbank (EZB) wollte sich Nowotny nicht dezidiert äußern – er verwies auf die für kommenden Donnerstag angesetzte Sitzung des EZB-Rats, dessen Mitglied er ist. “Ich bin aber sehr froh, dass sich die Situation in Griechenland beruhigt hat – hoffentlich tragen die bevorstehenden Wahlen zu einer weiteren Stabilisierung bei.” Angesprochen auf die heute, Montag, veröffentlichte Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), wonach die EU den USA beim Wirtschaftswachstum hinterherhinke, verwies der Gouverneur auf unterschiedliche Entwicklungen der Mitgliedsstaaten.

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