Salzburg24.at » Wirtschaft http://www.salzburg24.at SALZBURG24 Fri, 03 Jul 2015 02:33:38 +0000 de-DE hourly 1 NNP 1.0.0 Ford ruft hunderttausende Wagen zurück http://www.salzburg24.at/ford-ruft-hunderttausende-wagen-zurueck/apa-1324115050 http://www.salzburg24.at/ford-ruft-hunderttausende-wagen-zurueck/apa-1324115050#comments Thu, 02 Jul 2015 21:03:00 +0000 http://4380602

Bei den Fahrzeugen könne es zu Kontrollverlust durch ein fehlerhaftes elektronisches Steuergerät kommen. Es bestehe das Risiko, dass der Motor weiterlaufe, auch wenn er eigentlich über den Stop-Button oder den Zündschlüssel ausgestellt worden sein sollte. Das Problem soll durch neue Software behoben werden.

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Deutsche Post und Verdi verhandeln wieder http://www.salzburg24.at/deutsche-post-und-verdi-verhandeln-wieder/apa-1324113706 http://www.salzburg24.at/deutsche-post-und-verdi-verhandeln-wieder/apa-1324113706#comments Thu, 02 Jul 2015 17:36:00 +0000 http://4380560

Knackpunkt in dem festgefahrenen Tarifkonflikt ist die Gründung von neuen Regionalgesellschaften der Post, in der Beschäftigte deutlich weniger verdienen als im Mutterkonzern. Die Mitarbeiter dort werden nicht nach dem Haustarifvertrag der Post bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche. Verdi lehnt dies strikt ab und sieht darin einen Bruch früherer Vereinbarungen.

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Griechen-Verteidigungsminister: “Wir sind im Krieg” http://www.salzburg24.at/griechen-verteidigungsminister-wir-sind-im-krieg/4380452 http://www.salzburg24.at/griechen-verteidigungsminister-wir-sind-im-krieg/4380452#comments Thu, 02 Jul 2015 15:14:49 +0000 http://4380452 Drei Abgeordnete des rechtspopulistischen Koalitionspartners Partei der Unabhängigen Griechen (Anel) hatten zuvor erklärt, die Linie der Partei bei dem für Sonntag geplanten Referendum nicht mittragen zu wollen, meldete das Online-Portal “enikos.gr”.

Vassilis Kokkalis und Dimitris Kammenos forderten demnach, die Volksabstimmung abzusagen. Der dritte Abgeordnete Costas Damavolitis sagte laut dem Bericht, er werde mit “Ja” stimmen. “Wir sind im Krieg”, soll Kammenos deshalb gesagt haben. Und: “Wer dazu nicht beitragen kann, sollte den Kampf verlassen.” Damavolitis wurde in Folge ausgeschlossen.

Abgeordneten ausgeschlossen

Er wurde von der Anel-Fraktion nur wenige Stunden nach seinem Plädoyer ausgeschlossen, bei der Volksabstimmung für die Annahme der Forderungen der internationalen Gläubiger zu stimmen. Der Ausschluss sei vom Parteivorsitzenden, Verteidigungsminister Panos Kammenos, beschlossen worden, teilte die Anel-Pressestelle mit.

Für RBI-Analysten Parallelwährung immer glaubhafter

Um Gehälter oder Pensionen an die Landsleute auszahlen zu können, rechnen Experten mittlerweile damit, dass Griechenland zu einer “Parallelwährung” wird greifen müssen. Für die Analysten der Raiffeisen Bank International (RBI) mehren sich die Anzeichen, dass Athen nicht nur extern Geld schuldig bleibt, sondern auch seinen internen Zahlungsverpflichtungen bald nicht mehr nachkommen kann. “In diesem Fall erscheint die zeitweise Einführung einer Parallelwährung immer glaubhafter”, heißt es in einer am Donnerstag erschienenen Analyse.

“Wir setzen dieses Szenario inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp über 50 Prozent an”, schreiben die Raiffeisen-Analysten, “unabhängig vom Ausgang des Referendums am Sonntag.”

Bei Griechen-Nein Parallelwährung wahrscheinlicher

Nachsatz: Bei einem negativen Referendum sehen die Raiffeisen-Experten die Wahrscheinlichkeit für eine Parallelwährung “deutlich höher.”

Eine Parallelwährung würde dabei primär den Zweck erfüllen, die laufenden öffentlichen Ausgaben trotz Abtrennung vom Finanzmarkt, trotz eines fehlenden Hilfsprogramms und “volatilem Steueraufkommen” aufrecht zu erhalten. Außerdem ließen sich damit die negativen Effekte der Kapitalkontrollen etwas abmildern.

Eine griechische Parallelwährung, die in mehreren Varianten umgesetzt werden könnte, würde aber den Euro nicht ersetzen, schreiben die Experten weiter. Dies zöge somit nicht automatisch einen Austritt aus der Eurozone nach sich.

Parallelwährungen können in Form von Schuldversprechen auftreten oder in Form von Ansprüchen auf zukünftige Steuereinnahmen. In beiden Fällen wäre dies für Griechenland aber nur eine Übergangslösung.

Im Schuldscheinmodell würde die Parallelwährung über eine von der Regierung in der offiziellen Währung emittierte Nullkuponanleihe installiert, die nach einer bestimmten Laufzeit (z.B. einem Jahr) zurückgezahlt wird. Die Regierung kann diese Schuldversprechen dann wie Anleihen z.B. jährlich “rollen” und damit Gehälter, Pensionen oder auch Lieferanten bezahlen. Im Gegenzug können die Bürger ihre ausstehenden Steuern damit begleichen. Im freien Umlauf wären die Papiere jedoch gegenüber der offiziellen Währung mit einem – im Fall Griechenlands voraussichtlich relativ hohen – Abschlag versehen.

In Argentinien gab es ein anderes Modell: Da wurde mit Verbriefungen von Steuereinnahmen gehandelt, dort war das der Auftakt zum Ende der Koppelung des Pesos an den US-Dollar.

Dijsselbloem bringt “Grexit” ins Spiel

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat die Möglichkeit eines Ausscheidens der Griechen aus der Eurozone ins Spiel gebracht, sollten die Bürger des Landes bei dem Referendum gegen die Sparforderungen stimmen.

Bei einer “Nein”-Stimme gebe es nicht nur keine Basis für ein neues Hilfsprogramm, “sondern dann ist es sehr fraglich, ob es überhaupt eine Basis für Griechenland in der Eurozone gibt”, sagte er am Donnerstag im Parlament in Den Haag. “Das ist die fundamentale Frage, um die es tatsächlich geht.” Ein Ausstieg eines Landes aus dem Euro (“Grexit”) ist rechtlich allerdings nicht vorgesehen. Dijsselbloem sprach von einer “äußerst ernsten” Lage.

(APA)

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Urlaub in Ungarn, Türkei für Österreicher besonders günstig http://www.salzburg24.at/urlaub-in-ungarn-tuerkei-fuer-oesterreicher-besonders-guenstig/apa-1324108106 http://www.salzburg24.at/urlaub-in-ungarn-tuerkei-fuer-oesterreicher-besonders-guenstig/apa-1324108106#comments Thu, 02 Jul 2015 12:05:00 +0000 http://4380199

Urlaub in Griechenland, der beliebtesten Flugdestination der Österreicher, ist – gemessen an der heimischen Kaufkraft – ebenfalls relativ günstig: Im Schnitt ist das Leben dort um 19 Prozent billiger. Ebenso in vielen Ländern Ost- und Südosteuropas – vor allem in Bulgarien, Rumänien und Polen.

Spürbar weniger für sein Geld bekommt der heimischen Urlauber hingegen in der Schweiz, wo 100 Euro lediglich einen Gegenwert von 59 Euro haben, also alles um 41 Prozent mehr kostet als daheim. Ebenfalls kostspielig ist Urlaub in Schweden, wo 100 Euro eines Österreichers im Schnitt nur 87 Euro wert sind. Mit einem höheren Preisniveau als im Inland ist auch in Großbritannien und in Irland zu rechnen – der Gegenwert für 100 Euro liegt dort im Schnitt bei 91 Euro.

China verteuerte sich im Jahresabstand beispielsweise um fast ein Viertel (23 Prozent), Thailand um 15 Prozent und Tunesien um 8 Prozent. Reisen nach Mexiko kosten um ein Fünftel mehr.

Im mit Abstand beliebtesten Reiseland der Österreicher – Italien – gibt es kaum Preis- bzw. Kaufkraftunterschiede zu Österreich. Dort sind 100 “Urlaubseuro” mit einem Gegenwert von durchschnittlich 103 Euro in etwa gleich viel wert wie im eigenen Land. Auch wer seinen Urlaub heuer in den USA verbringt, kann den Angaben zufolge mit einem ähnlichen Preisniveau wie in Österreich rechnen. Allerdings habe sich der Aufenthalt dort gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent verteuert.

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Libro wächst wieder, Pagro soll nach Deutschland expandieren http://www.salzburg24.at/libro-waechst-wieder-pagro-soll-nach-deutschland-expandieren/apa-1324108196 http://www.salzburg24.at/libro-waechst-wieder-pagro-soll-nach-deutschland-expandieren/apa-1324108196#comments Thu, 02 Jul 2015 11:48:00 +0000 http://4380158

Ziel sei, Pagro über die auch zur Gruppe zählende deutsche Pfennigpfeiffer-Kette (110 Filialen, 800 Mitarbeiter) eine Expansion in Deutschland zu ermöglichen, sagte Martin Waldhäusl, Geschäftsführer der MTH Retail Gruppe mit zuletzt 623,6 Mio. Jahresumsatz (+2,9 Prozent) und in Summe 752 Standorten, am Donnerstag im Bilanzpressegespräch in Wien.

Die Konzepte von Pfennigpfeiffer und Pagro mit recht ähnlichem Sortiment (Schul-/Schreibwaren, Papeterie, Geschenksbereich) sollten näher zusammenrücken. Diese Expansion sei ein Mittelfrist-Ziel, zwei bis drei Jahre müsse man dafür ins Auge fassen. Letztlich könnte die Marke Pfennigpfeiffer in Pagro aufgehen, sagte Waldhäusl, Schwiegersohn von Taus.

Die zuletzt im Fokus gestandene Weiterentwicklung von Libro (1.400 Mitarbeiter) sei gelungen, berichtete der Geschäftsführer, etwa die Hälfte der Filialen habe man schon modernisiert. Vier neue Standorte kamen 2014/15 (per 28.2.) hinzu, fünf wurden geschlossen, somit sank die Zahl auf 240 (241), aktuell sind es 244. Das Geschäft habe sich zufriedenstellend entwickelt: “Erstmals gelang uns die Trendwende mit einem Umsatzplus sowohl absolut als auch – um ein Prozent – flächenbereinigt.” Auch einen Sprung in der Profitabilität habe man durch die Umstellungen erreicht.

Bei Libro setze man auf drei “Welten”: Schule, Schenken und Unterhaltung. Technik to go finde schönen Zuspruch bei den Kunden. Beim Vertriebskanal Online bäckt man kleine Brötchen: “Bei uns entspricht das dem Umsatz von drei Filialen, BIPA hat zuletzt von einem Umsatz von sechs Filialen gesprochen”, so Waldhäusl. Die klassischen Retailer würden sich als Logistiker schon etwas schwer tun in dem Bereich. Dafür wurden umgekehrt die Libro-Erlöse in den letzten Jahren durch Internet-Musik-Downloads oder Streaming-Dienste erodiert, Grund für die Filial-Umstellungen.

Ihre Filialzahl insgesamt hat die MTH-Retail-Gruppe, Teil des MTB-Imperiums von Taus, im abgelaufenen Geschäftsjahr um elf auf 752 erhöht, dabei wurden 24 neu eröffnet und 13 geschlossen. “Man muss auf die Profitabilität jedes einzelnen Standorts achten”, so Waldhäusl: “Im Einzelhandel wachsen die Bäume nicht in den Himmel.” So gesehen sei die EBIT-Marge von 3 Prozent (16,5 Mio. Euro) “gesund”, denn im Non-food-Bereich ließen sich nachhaltig nur 3 bis 4 Prozent erreichen. Das EBITDA legte um 12 Prozent auf fast 36 Mio. Euro zu, das sind 5,7 Prozent vom Umsatz. 22,7 Mio. Euro, 60 Prozent des EBITDA, habe man wieder neu investiert, in die Filialen, auch in Logistik (Zentrallager) und IT.

Der Handelsbereich des Taus-Imperiums zählte zuletzt 4.720 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente), die gesamte MTB-Gruppe 5.581 (5.898), je die Hälfte davon in Österreich und Deutschland. Am starken Beschäftigtenrückgang sei die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde Anfang 2015 in Deutschland schuld, da Aushilfskräfte dadurch weniger attraktiv geworden seien und diese – bei der zur Gruppe zählenden deutschen Non-Food-Diskont-Kette Mäc Geiz – durch mehr Arbeitsstunden der Stammbelegschaft ersetzt worden seien. Mäc Geiz wies 2014/15 mit einem zweistelligen Filial-Zuwachs die stärkste Expansion auf, auch heuer seien 20 neue Standorte geplant, kündigte Waldhäusl an.

Strategisch wolle die MTH-Retail-Gruppe im wesentlichen in Deutschland stärker präsent sein, so der Geschäftsführer: “Da gibt es sicher ein halbes Dutzend Firmen, die interessant sein könnten. Da würden wir schon gern weiter expandieren”, meinte Waldhäusl auf die Frage nach möglichen Akquisitionen. Das Non-Food-Diskont-Segment wolle man dabei aber nicht verlassen.

Anders im Gesamt-Konzern von Taus, der MTB. Dort überlegt der frühere ÖVP-Industrie- und -Wirtschafts-Politiker und seinerzeitige ÖVP-Obmann (1975-79) etwa Zukäufe im Bereich Medien/Druck/Verlag. “Wir reden mit zwei, drei Firmen, wo wir einsteigen könnten. Wir werden sicher im Verlagswesen was weiter machen – theoretisch auch in der Schweiz, die wäre höchstinteressant, wenn sie nicht den Franken als eigene Währung hätte”, so Taus.

Der Umsatz der gesamten MTB-Gruppe wuchs 2014/15 von 772,1 auf 793,5 Mio., das EBITDA legte auf 54,4 (47,5) Mio. Euro zu, was 6,9 (6,2) Prozent EBITDA-Marge entspricht. Vor Steuern wurde ein Ergebnis von 16,6 (12,7) Mio. Euro eingefahren, netto blieben 13,2 (9,2) Mio. Euro. Das Eigenkapital legte auf 80,2 (70,7) Mio. Euro zu, die gesamten wirtschaftlichen Eigenmittel auf 116,0 (104,7) Mio. Euro, “obwohl wir ursprünglich mit Nix begonnen haben”, so Taus (82).

Zum Taus-Imperium zählt auch die Werkzeugmaschinen-Firma Krause & Mauser mit 68 Mio. Euro Umsatz sowie der Parkgaragenausrüster Designa mit 53 Mio. Euro und die Salzburger Axess Gruppe mit 24 Mio. Euro Umsatz. Bei Print/Verlag ist man u.a. an Herold und Ed. Hölzel beteiligt.

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Moody’s schließt Neubewertung österreichischer Banken ab http://www.salzburg24.at/moodys-schliesst-neubewertung-oesterreichischer-banken-ab/apa-1324107084 http://www.salzburg24.at/moodys-schliesst-neubewertung-oesterreichischer-banken-ab/apa-1324107084#comments Thu, 02 Jul 2015 16:17:00 +0000 http://4380125

Eine Neubewertung der Banken ist unter anderem durch die Einführung der europäischen Bankenunion erforderlich geworden. Durch die Bankenunion können die Banken in der Regel nicht mehr mit einer staatlichen Unterstützung rechnen. Die Banken müssen sich künftig weitgehend auf ihre eigene Finanzstärke verlassen.

Während das Langfrist-Rating der BAWAG um eine Stufe verbessert wurde, blieb es bei Erste Group, Bank Austria und Raiffeisen Bank International (RBI) unverändert. Die Kommunalkredit wurde um zwei Stufen herabgestuft. Der Ausblick ist für die BAWAG “positiv”, für die RBI “negativ”, für die anderen Großbanken “stabil”.

Die BAWAG sowie die Landesbanken von Tirol und Vorarlberg sind mit einem Langfrist-Rating von “Baa1″ die am besten bewerteten operativ tätigen Banken in Österreich. Erste Group, Bank Austria und RBI bzw. RZB sowie die übrigen Raiffeisenlandesbanken sind mit “Baa2″ eine Stufe schlechter bewertet. Die Kommunalkredit hat ein “Ba3″-Rating. Die in Abwicklung befindliche notverstaatlichte Heta (Ex-Hypo Alpe Adria Bank) erhielt wegen der Garantie des Staates das Republik-Rating “Aaa”.

Den österreichischen Banken attestiert Moody’s solide Finanzkennzahlen. Herausforderungen würden aber weiter bestehen. Positiv hebt die Ratingagentur das stabile operative Umfeld und die allgemein sich verbessernde Finanzstabilität hervor. Unterstützt werde das stabile Umfeld auch von der hohen Kreditwürdigkeit Österreichs, der soliden wirtschaftlichen Entwicklung und geringen Arbeitslosigkeit. Unterschiede im Rating der Banken würden sich unter anderem durch das Ausmaß ergeben, in dem die Institute im risikoreicheren Osteuropa engagiert seien.

Bei der BAWAG wurde das Langfrist-Rating – für Einlagen und vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten – sowie das Emittentenrating um eine Stufe von “Baa2″ auf “Baa1″ verbessert. Der Ausblick ist “positiv”. Darüber hinaus wurde das Standalone-Rating (Baseline Credit Assessment/BCA) der Bank auf “baa3″ sowie das Rating für nachrangige Verbindlichkeiten auf “Ba1″ angehoben.

Für die Erste Group bestätigte Moody’s das bisherige Langfrist-Rating mit “Baa2″. Der Ausblick wird als “stabil” eingestuft. Das Standalone-Rating (BCA) wurde mit “ba1″ bestätigt. Auch für die UniCredit Bank Austria wurde das Langfrist-Rating “Baa2″ bestätigt, das Standalone-Rating aber um eine Stufe auf “ba2″ abgestuft. Der Ausblick ist “stabil”. Das Langfrist-Rating der Tochter card complete wurde mit “Baa3″ bestätigt, der Ausblick mit “stabil” bewertet.

Die Kommunalkredit Austria verlor beim Langfrist-Rating zwei Stufen und wird nunmehr mit “Ba3″ bewertet. Das Standoline-Rating hat sich um drei Stufen auf “b3″ verbessert.

Ebenfalls bestätigt wurde das “Aaa”-Rating für die nachrangigen Heta-Verbindlichkeiten von 1 Mrd. Euro, die im Dezember 2012 emittiert wurden und für die es eine Garantie der Republik Österreich gibt. Österreich hält ein Moody’s-Rating von “Aaa” mit stabilem Ausblick.

Die Raiffeisen Banken-Gruppe bzw. acht ihrer Mitglieder wurden ebenfalls neu bewertet. Bestätigt wurde dabei das Langfrist-Rating für die Raiffeisen Bank International (RBI) mit “Baa2″. Der Ausblick ist “negativ”, was Moody’s mit der anhaltenden Verletzlichkeit gegenüber extremen Risiken, dem weitreichenden Abbau- und Restrukturierungsprogramm und den unsicheren Aussichten begründet.

Moody’s erwartet vor allem, dass die anhaltenden Herausforderungen in den Kernmärkten der RBI – inklusive Russland und der Ukraine – signifikanten Druck auf die Kapitalisierung und Profite ausüben werden. Auch der erstarkte Schweizer Franken dürfte die Kapitalsituation etwas verschlechtern.

Das Langfrist-Rating für die Raiffeisen Zentralbank (RZB) wurde um eine Stufe auf “Baa2″ verbessert, für die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) und Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) dagegen jeweils um eine Stufe auf “Baa2″ herabgestuft. Das Standalone-Rating der RLB OÖ wurde mit “ba1″ bestätigt, jenes für die RLB NÖ-Wien wurde um zwei Stufen auf “ba2″ abgestuft.

Die Raiffeisenlandesbank Steiermark (RLB Steiermark) wurde um zwei Stufen auf “Baa2″ abgestuft, ihr Standalone-Rating ebenfalls um zwei Stufen auf “ba1″ verringert.

Die Raiffeisen-Landesbank Tirol (RLB Tirol), die Raiffeisenlandsbank Vorarlberg (RLB Vorarlberg) und der Raiffeisenverband Salzburg (RVS) wurden jeweils um eine Stufe auf “Baa1″ abgestuft, im gleichen Ausmaß verschlechterten sich die Standalone-Rating und liegen jetzt bei “baa3″.

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EU hat neuen Abbauplan für ÖVAG genehmigt http://www.salzburg24.at/eu-hat-neuen-abbauplan-fuer-oevag-genehmigt/apa-1324107782 http://www.salzburg24.at/eu-hat-neuen-abbauplan-fuer-oevag-genehmigt/apa-1324107782#comments Thu, 02 Jul 2015 11:14:00 +0000 http://4380110

Bei der teilstaatlichen ÖVAG geht es um die Abwicklung. Die bisherige Bank geht in einer Bad Bank (Immigon) auf, die Spitzeninstitutsfunktion wandert jetzt im Juli in die Volksbank Wien-Baden.

Die Kommission stellte laut einer Pressemitteilung fest, dass nach dem Restrukturierungsplan eine grundlegende Umstrukturierung des Volksbanken-Verbunds erfolgt, “sodass dieser langfristig ohne weitere staatliche Unterstützung rentabel sein kann”.

Der ursprüngliche Umstrukturierungsplan musste geändert werden, weil die Europäische Zentralbank (EZB) voriges Jahr bei einer Bankenbewertung (Stresstest, Bilanzchecks) eine Kapitallücke von 856 Mio. Euro festgestellt hatte.

Im Juni hatte Österreich Änderungen an dem Umbauplan für die ÖVAG angemeldet. Zu diesen Änderungen zählten laut EU-Kommission auch öffentliche Zuwendungen für die ÖVAG. Angesichts der Kapitallücke – die der Bund nicht mehr stopfen wollte – hatten die ÖVAG und die Primärbanken einen tiefgreifenden Umbau des Volksbanken-Verbunds beschlossen. Am 3. Juli 2015 werden nun die Kernfunktionen der ÖVAG auf die Volksbank Wien-Baden, die größte der Primärbanken des Verbunds, übertragen. Zugleich werden die verbleibenden Vermögenswerte des Non-Core-Segments der ÖVAG aus dem Verbund ausgegliedert und unter dem Namen “Immigon” abgewickelt. Die ÖVAG wird ihre Banklizenz abgeben, sodass “Immigon” nicht mehr den Eigenmittelanforderungen für Banken unterliegt.

Die Primärbanken des Verbundes fusionieren zu zehn größeren Instituten, um Synergien zu schaffen, und werden “künftig unbeschränkt für Verbindlichkeiten des Verbundes bzw. der neuen Zentralorganisation haften. Somit ist der Verbund als wirtschaftlicher Nachfolger der ÖVAG fortan als Empfänger der staatlichen Beihilfe zu betrachten, die 2012 der ÖVAG gewährt wurde”, teilte die EU-Kommission in der Aussendung heute mit.

Die EU-Kommission kam nach eigenen Angaben zu dem Schluss, dass der neue Umstrukturierungsplan es dem als kleinere und konzentriertere Gruppe neu organisierten Volksbanken-Verbund ermögliche, “langfristig wieder rentabel zu wirtschaften, ohne dass frisches staatliches Kapital erforderlich sein wird”.

Nach dem Beihilfebeschluss von 2012 war die ÖVAG verpflichtet, das verbleibende staatliche Partizipationskapital in Höhe von 300 Mio. Euro zurückzuzahlen, um Wettbewerbsverzerrungen abzumildern. Da ÖVAG/Immigon abgewickelt werde, habe Österreich stattdessen zugesagt, in den neuen Umstrukturierungsplan einen Zahlungsplan aufzunehmen, dem zufolge der Verbund den geschuldeten Betrag in Tranchen bis Ende 2023 zurückzahlen wird, erklärte die EU-Kommission.

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Wenn Plastik reicht: Kreditkarten verdrängen Bargeld zusehends http://www.salzburg24.at/wenn-plastik-reicht-kreditkarten-verdraengen-bargeld-zusehends/4379995 http://www.salzburg24.at/wenn-plastik-reicht-kreditkarten-verdraengen-bargeld-zusehends/4379995#comments Thu, 02 Jul 2015 10:19:33 +0000 http://4379995 Das Umsatzvolumen stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 7 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro. Die Zahl der Transaktionen habe um 12 Prozent auf 82,8 Millionen zugelegt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. In diesen Zahlen nicht enthalten sind die Transaktionen mit Karten von anderen Anbietern, wie beispielsweise Paylife, die ebenfalls am österreichischen Markt aktiv sind.

NFC: Zahlen ohne Karte stecken

card complete hat rund 1,3 Millionen Kreditkarten im Umlauf. Mehr als die Hälfte davon (rund 60 Prozent) sei für kontaktloses Bezahlen mittels NFC (Near Field Communication) geeignet. Die Zahl der Transaktionen mit NFC-fähigen Karten sei “um mehr als das Doppelte gesteigert worden”. Beim kontaktlosen Bezahlen können Einkäufe bis 25 Euro ohne PIN-Eingabe bezahlt werden – die Karte muss nur zum Kartenlesegerät an der Kasse gehalten werden.

Die card complete Service Bank AG betreut den heimischen Kreditkartenmarkt den Angaben zufolge seit nunmehr 30 Jahren und ist die Nachfolgegesellschaft der Visa Service Kreditkarten AG. “Auch 2015 gelingt es uns, weiter zu wachsen”, freut sich Unternehmenschef Heimo Hackel.

 

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Nordkorea eröffnet neuen internationalen Flughafenterminal http://www.salzburg24.at/nordkorea-eroeffnet-neuen-internationalen-flughafenterminal/apa-1324106656 http://www.salzburg24.at/nordkorea-eroeffnet-neuen-internationalen-flughafenterminal/apa-1324106656#comments Thu, 02 Jul 2015 10:03:00 +0000 http://4379975

Von KCNA veröffentlichte Fotos zeigen eine moderne Fassade mit viel Glas und eine Halle mit Marmorfußboden – weit entfernt vom alten Terminal nach sozialistischer Bauweise. Zudem scheint Terminal 2 mit einer Kaffeebar und einem Duty-Free-Store ausgestattet zu sein, in dem westliche Süßigkeiten und Flaschenbier angeboten werden.

Die Zahl internationaler Besucher auf dem neuen Airport dürfte jedoch übersichtlich bleiben. Das stalinistisch regierte Land ist international isoliert und zählt zu den Ländern mit den geringsten Besucherzahlen. Die wenigen internationalen Flüge nach Pjöngjang kommen überwiegend aus Peking und Moskau.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte 2012 den Bau eines neuen Terminals beschlossen, weil der alte als zu klein und schäbig galt. Bei einem Baustellenbesuch im November ordnete er an, die Bauarbeiten auszusetzen. Er warf den Arbeitern vor, nicht seine Anweisung befolgt zu haben, dass das Projekt die staatliche “Juche”-Doktrin widerspiegeln müsse, die ein starkes Selbstvertrauen und eine unerschütterliche Loyalität mit dem Staatsgründer, seinem Großvater Kim Il Sung, verbindet. Er bemängelte die Raumaufteilung, woraufhin Teile des Terminals wieder abgerissen und neu gebaut werden mussten.

Am alten Terminal sollen weiterhin die Inlandsflüge abgefertigt werden. Kim gilt als Freund der Luftfahrt, während sein Vater Kim Jong Il unter Flugangst litt und alle Reisen im Zug absolvierte.

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Jaguar Land Rover lässt künftig Autos bei Magna Steyr bauen http://www.salzburg24.at/jaguar-land-rover-laesst-kuenftig-autos-bei-magna-steyr-bauen-3/4379950 http://www.salzburg24.at/jaguar-land-rover-laesst-kuenftig-autos-bei-magna-steyr-bauen-3/4379950#comments Thu, 02 Jul 2015 10:07:39 +0000 http://4379950 Man sei eine Partnerschaft mit Magna Steyr eingegangen, “einige künftige Modelle” in Graz zu bauen. Das geplante Wachstum bringe die drei Werke in Großbritannien an ihre Kapazitätsgrenze.

Ein “Jag” aus Österreich?

Die Zusammenarbeit mit Magna Steyr werde zusätzliche Produktion ermöglichen, die für das geplante Wachstum nötig sei. Magna Steyr ist darauf spezialisiert, für andere Automarken einzelne Serien zu entwickeln und zu fertigen. Bereits im März hatte es Spekulationen gegeben, Jaguar könnte ein Elektrofahrzeug bei Magna Steyr in Graz entwickeln und bauen lassen. Allerdings hatten Medien damals auch spekuliert, dass ein neues Werk im ungarischen Szombathely entstehen soll.

Zentrale bleibt in Großbritannien

Zugleich betonte Jaguar Land Rover, dass Großbritannien “im Zentrum von Design, Entwicklung und Produktion” bleibe. Partnerschaften wie mit Magna seien Ergänzungen zur Produktion in Großbritannien. Die Luxus-Marke gehört seit 2008 der indischen Tata-Gruppe. Im Oktober wurde das erste Produktion in China eröffnet und auch in Brasilien entsteht derzeit ein Werk.

In den jüngsten fünf Jahren hat Jaguar Land Rover laut Aussendung den Absatz auf über 462,000 Fahrzeuge und die Beschäftigung auf über 35,000 Mitarbeiter verdoppelt. Dabei seien über 10 Mrd. Pfund (14,10 Mrd. Euro) investiert worden. Die Produktion entspricht knapp einem Drittel der gesamten Autoproduktion Großbritanniens von 1,53 Mio. Einheiten im Jahr 2014. Jaguar Land Rover will 2015-16 rund 3,6 Mrd. Pfund in neue Fahrzeuge und Kapital investieren.

Günther Apfalter, Präsident von Magna Steyr und Magna International freut sich laut Aussendung über einen neuen Kunden für das Werk in Graz. Die Vertragsunterzeichnung spiegle das Vertrauen in die Kapazitäten Magna Steyrs wider. (reds/APA)

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“Arbeitsphase”: Für Juli geplanter Arbeitsmarktgipfel nun erst im September http://www.salzburg24.at/arbeitsphase-fuer-juli-geplanter-arbeitsmarktgipfel-nun-erst-im-september/4379901 http://www.salzburg24.at/arbeitsphase-fuer-juli-geplanter-arbeitsmarktgipfel-nun-erst-im-september/4379901#comments Thu, 02 Jul 2015 09:45:53 +0000 http://4379901 “Es gibt ein Bündel von Dingen, die wir ganz gerne abarbeiten wollen und auch intern tun. Solange wir noch in der Arbeitsphase sind, gibt es von mir keine mediale Begleitmusik”, sagte Hundstorfer im Ö1-Morgenjournal.

Gegensätzliche Positionen

Derzeit gebe es Gespräche mit Experten und Sozialpartner, so der Sozialminister am Donnerstag gegenüber dem ORF-Radio. Die Fronten in Arbeitsmarktfragen gelten zwischen den Sozialpartnern als verhärtet. Die Wirtschaftskammer fordert flexiblere Arbeitszeiten und Wachstumsmaßnahmen, die Gewerkschaft drängt auf einen Überstunden-Euro, Reduktion der Normalarbeitszeit und einen leichteren Zugang zur sechsten Urlaubswoche.

Mittel gegen Rekordarbeitslosigkeit?

Die Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenquote war in Österreich in den vergangenen 60 Jahren noch nie so hoch wie heute. Die um jahreszeitliche Schwankungen korrigierte erweiterte Arbeitslosenquote inklusive Schulungsteilnehmer lag Ende Juni in Österreich bereits bei 10,9 Prozent, geht aus aktuellen Berechnungen des Wifo hervor. Gegenüber Mai gab es damit einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Im Juni 2008 – also vor der Wirtschaftskrise – lag die saisonbereinigte erweiterte Arbeitslosenquote bei 7,0 Prozent.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) bereinigt die Arbeitslosenzahlen um Saison- und Arbeitstagseffekte sowie irreguläre Schwankungen, wodurch eine präzisere Betrachtung der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht werden soll. In der offiziellen Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) wird die nationale Arbeitslosenquote (ohne Schulungsteilnehmer) per Ende Juni mit 8,3 Prozent ausgewiesen.

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Schlumberger hofft nach Umsatzrückgang auf Sektsteuer-Aus http://www.salzburg24.at/schlumberger-hofft-nach-umsatzrueckgang-auf-sektsteuer-aus/apa-1324105554 http://www.salzburg24.at/schlumberger-hofft-nach-umsatzrueckgang-auf-sektsteuer-aus/apa-1324105554#comments Thu, 02 Jul 2015 09:24:00 +0000 http://4379867 Der Konzern-Umsatz brach im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 um 15 Prozent auf 194 Mio. Euro ein, was auf ein stark rückläufiges Österreich-Geschäft zurückzuführen war.

Keine Dividende

Auch ergebnisseitig hatte Schlumberger zu kämpfen: Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 43 Prozent auf 3 Mio. Euro zurück. “Um das Unternehmen zu stärken” werde der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, für die Stammaktionäre keine Dividende auszuschütten, so Kranebitter. Der Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr wird Ende Juli veröffentlicht.

34 Mio. Euro weniger Umsatz

Der Österreich-Umsatz reduzierte sich von 148 auf 114 Mio. Euro. Laut Vorstandschef Kranebitter hängt das praktisch ausschließlich mit der im März 2014 wiedereingeführten Sektsteuer zusammen. Im Ausland sei es nämlich gut gelaufen. Der Deutschland-Umsatz blieb stabil bei rund 52 Mio. Euro (davor 53 Mio. Euro). In den Niederlanden legten die Erlöse leicht von rund 30 auf 32 Mio. Euro zu. Schlumberger setzte auf ein starkes Jahr 2013/14 auf. “Wir hatten da ein All-Time-High, weil sich der Handel mit Sekt eingedeckt hat, noch bevor die Steuer greift.”

Künftig nicht mehr so schlimm

Kranebitters Hoffnungen ruhen nun auf dem Verfassungsgerichtshof (VfGH), der demnächst darüber entscheiden wird, ob die Sektsteuer rechtens ist oder nicht. Doch selbst wenn die Steuer wider erwarten bleiben würde, dürften die Auswirkungen künftig nicht mehr so schlimm sein. “Die Erfahrung zeigt, dass der Konsument im Jahr zwei und drei einer neuen Steuer nicht mehr so sensibel reagiert und sich an die höheren Preise gewöhnt hat”, so der Manager.

“Sekthype”

Kranebitter zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Steuer fällt. Das Bundesfinanzgericht gab im Februar bekannt, die Sektsteuer für verfassungswidrig zu halten und empfahl dem VfGH, sie aufzuheben. Dieser wird seine Entscheidung in Kürze bekanntgeben. Als die Sektsteuer im Jahr 2005 abgeschafft wurde, habe es danach einen “regelrechten Sekthype” gegeben, so der Schlumberger-Chef. Der Absatz sei schlagartig um 30 Prozent gestiegen. Allzu groß dürfte das Wachstum bei einer Abschaffung diesmal aber nicht sein, erwartet er.

“Extreme Verschiebung zu Prosecco”

2014 ist der österreichische Sektmarkt um rund 14 Prozent eingebrochen. Allein im zweiten Halbjahr 2014 betrug der Rückgang 26 Prozent, geht aus Daten von AC Nielsen hervor. In Summe wurden im vergangenen Jahr im Handel und in der Gastronomie 5 Millionen Flaschen Sekt weniger verkauft als 2013. “Unsere Annahme war, dass es eine extreme Verschiebung von Sekt zu Prosecco geben wird. Dazu ist es aber nicht gekommen. Der Markt brach überhaupt weg”, erläuterte Kranebitter. Prosecco ist von der Steuer nicht betroffen. Der Prosecco-Markt wuchs im Vorjahr dennoch nur um 3 Prozent. Im ersten Quartal 2015 legten der Prosecco-Absatz dagegen um 19 Prozent zu, während der Sektabsatz um 15 Prozent einbrach.

“Wettbewerbsverzerrende Bagatellsteuer”

Von Jänner bis Mai 2015 nahm das Finanzministerium durch die Sektsteuer 8,5 Mio. Euro ein. Darin sind auch die Zahlen des Weihnachtsgeschäfts enthalten. Im Gesamtjahr 2014 nahm der Fiskus statt der ursprünglich vorgesehenen 35 nur 6 Mio. Euro ein. Das Sekthaus Schlumberger wetterte von Beginn an gegen die aus seiner Sicht “wettbewerbsverzerrende Bagatellsteuer”, die mehr schade als bringe.

Mit Hilfe des neuen Schlumberger-Mehrheitseigentümers, der Sastre Holding, soll künftig das Geschäft in den USA und Großbritannien verstärkt werden. Hinter Sastre steht der deutsch-schwedische Unternehmer Frederik Paulsen Jun., der ein international tätiges Feinkost-Netz mit Wein, Sekt und Spirituosen aufbauen möchte. Der Unternehmer hat schon Vertriebsgesellschaften in den USA und Großbritannien. Auch Zukäufe im Spirituosenmarkt seien denkbar, so Kranebitter, ohne Details zu verraten. Zuletzt ist der Spirituosenmarkt in Österreich um 6,6 Prozent eingebrochen. (APA)

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Urteile im Tetron-Prozess fallen wohl erst im September http://www.salzburg24.at/urteile-im-tetron-prozess-fallen-wohl-erst-im-september/apa-1324105500 http://www.salzburg24.at/urteile-im-tetron-prozess-fallen-wohl-erst-im-september/apa-1324105500#comments Thu, 02 Jul 2015 14:13:00 +0000 http://4379847

“Ich war nie der Geldeintreiber für irgendjemanden”, sagte Himmer vor dem Schöffensenat am Wiener Straflandesgericht. Schieszler, früher Finanzvorstand der Telekom-Festnetzsparte, hatte vergangene Woche ausgesagt, dass Himmer sich bei ihm mehrmals erkundigt habe, ob die Zahlung an Mensdorff-Pouilly schon erfolgt sei. Laut Himmer war Schieszler ein “karriereorientierte Egomane” und tische Märchen auf.

Überraschend E-Mail-Verkehr vorgelegt

Staatsanwalt Volkert Sackmann versuchte Himmer in Widersprüche zu verwickeln. Er legte überraschend einen E-Mail-Verkehr zwischen Himmer, Christoph Ulmer, dem Kabinettschef des Innenministeriums, und einem weiteren Mitarbeiter des Ministeriums vor. Daraus geht hervor, dass Alcatel schon vor der Neuausschreibung des Blaulichtfunkes wusste, dass es diese geben wird.

Himmer verteidigte sich, er sehe “nicht den geringsten Widerspruch” zu seinen vorangegangen Aussagen. Er hatte zuvor dem Richter wortreich erklärt, dass er für das Tetron-Bieterkonsortium von Alcatel und Motorola seine Kontakte nicht intensiviert habe und für das Projekt gar nicht zuständig gewesen sei. Fischers Strafverteidiger kritisierte das E-Mail als für das Verfahren “völlig irrelevant”. Mit dem Verwurf der Untreue habe das nichts zu tun.

Himmer hätte Zeugenaussage verweigern können

Himmer war von 2007 bis Ende 2012 Generaldirektor von Alcatel-Lucent Austria. Seit 1995 sitzt er für die ÖVP im Bundesrat. Der Politiker befindet sich nach wie vor im Visier der Staatsanwaltschaft Wien. Es laufe ein Ermittlungsverfahren, sagte Staatsanwalt Sackmann. Himmer hätte daher die Zeugenaussage verweigern können.

Ein Mitarbeiter der Telekom Austria schilderte am Vormittag Himmers “Lobbying-Power” bei der Auftragsvergabe. “Himmer hat mit der Doppelfunktion Politiker und Geschäftsführer den Eindruck gemacht, dass er politisch intervenieren kann”, so der Zeuge.

Telekom-Mitarbeiterin belastete die Angeklagten

Zu Beginn des Verhandlungstages hatte eine Mitarbeiterin der Telekom-Rechtsabteilung die beiden Angeklagten belastet. Ohne die Telekom als Netzbetreiber hätte das Tetron-Konsortium um Alcatel und Motorola nicht anbieten können. Das sei beiden Bietern klar gewesen, so die Zeugin. Der angeklagte Ex-Vorstand Fischer hatte zu Prozessbeginn vorige Woche erklärt, die Leistung von Mensdorff-Pouilly habe unter anderem die Reorganisation des Konsortiums betroffen, damit die Telekom nicht mehr Teil des Bieterkreises ist, sondern nur noch Infrastrukturlieferant. Durch den Lobbyisten sei das Risiko bei der Vergabe minimiert worden, verteidigte Fischer vergangene Woche die Zahlung von 1,1 Mio. Euro an Mensdorff-Pouilly.

Die Staatsanwaltschaft hingegen vermutet, dass es sich um Bestechungsgeld für die Vergabe des Blaulichtfunks handelt, kann es aber nicht beweisen. Angeklagt ist lediglich der Tatbestand der Untreue, Fischer habe Mensdorff-Pouilly 1,1 Mio. Euro ohne Gegenleistung gezahlt, so der Verwurf. Die beiden Angeklagten rechtfertigen die Zahlung mit verschiedenen Beratungsdienstleistungen und Lobbying.

Nach Freitag längere Sommerpause

Der Prozess geht am Freitag mit der Zeugenaussage des früheren Telekom-Generaldirektors Heinz Sundt weiter. Danach gibt es eine längere Sommerpause. Wahrscheinlich wird der Prozess erst in gut zwei Monaten fortgesetzt. Als Verhandlungstermine stehen der 9., 10. und 11. September im Raum. Da soll dann auch der scheidende Telekom-Konzernchef und künftige Vodafone-Deutschland-CEO, Hannes Ametsreiter, als Zeuge einvernommen werden.

(APA)

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Varoufakis schließt Rücktritt der Regierung nicht aus http://www.salzburg24.at/varoufakis-schliesst-ruecktritt-der-regierung-nicht-aus/4379747 http://www.salzburg24.at/varoufakis-schliesst-ruecktritt-der-regierung-nicht-aus/4379747#comments Thu, 02 Jul 2015 09:00:23 +0000 http://4379747

47,1 Prozent der Befragten würden demnach am 5. Juli für “Ja” und damit für eine Zustimmung zu den unlängst von den internationalen Gläubigern des Landes vorgeschlagenen Reformmaßnahmen stimmen. 43,2 Prozent wären dagegen.

Das ergab die Befragung im Auftrag der konservativen Zeitung “Eleftheros Typos”. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte am Vortag in einer Rede ans Volk erneut für eine Ablehnung der vor rund einer Woche von den Geldgebern vorgeschlagenen Maßnahmen plädiert.

Varoufakis: Rücktritt denkbar

Finanzminister Yannis Varoufakis hat einen Rücktritt der Regierung in Athen für den Fall nicht ausgeschlossen, dass die Befürworter der Gläubigerpläne bei der Abstimmung am kommenden Sonntag siegen. Dem australischen Rundfunksender ABC sagte Varoufakis am Donnerstag: “Ja, wir könnten das sehr wohl tun. Aber wir werden das im Geist der Zusammenarbeit mit jedwedem tun, der von uns übernimmt.” Wir glauben, dass die Entscheidung des Volkes respektiert werden muss”, sagte Varoufakis.

Eine von der linksgerichteten Zeitung “Efimerida ton Syntakton” in Auftrag gegebene und am Mittwoch veröffentlichte Umfrage hatte noch eine Mehrheit für die Reformgegner ergeben. Mittwochnacht war das Hilfsprogramm für Griechenland ausgelaufen.

Wieder Andrang bei griechischen Banken

Angesichts der verordneten Kapitalverkehrskontrollen haben sich in Griechenland auch am Donnerstag Schlangen vor Banken und Bankomaten gebildet. Rund 1.000 Filialen öffneten wie schon am Mittwoch für Pensionisten, die keine Bankomatkarten haben, und somit momentan an den Automaten nicht an Bargeld kommen können. Sie sollen bis zu 120 Euro erhalten.

EPA EPA ©

Schulz kritisiert “Hin und Her” der Regierung in Athen

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), hat im Ringen um einen Ausweg aus der Schuldenkrise heftige Kritik an der griechischen Regierung geübt. Athens Verhandlungstaktik sei “sehr ärgerlich und auch enttäuschend, aber vor allen Dingen dramatisch für die griechische Bevölkerung”, sagte Schulz der “Passauer Neuen Presse” (Donnerstagsausgabe).

“Dieses Hin und Her ist wirklich ermüdend, und davon haben viele Leute die Nase voll”, sagte Schulz mit Blick auf das Lavieren der Regierung von Alexis Tsipras zwischen Verhandlungen, Referendumsankündigungen und Forderungen nach einem weiteren Kreditprogramm.

Die ständig neuen Vorschläge Athens bezeichnete Schulz als wenig zielführend. Zum Wunsch nach einem dritten Hilfspaket über den Rettungsschirm ESM mit weiteren Milliarden-Zahlungen, einer Umschuldung und einem Schuldenerlass sagte der EU-Parlamentspräsident: “Es ist schwierig, über neue Hilfspakete zu sprechen, solange Unsicherheit darüber herrscht, wie es in Athen weitergeht.” Athen müsse “sich jetzt klar und nachvollziehbar verhalten und nicht im Stundentakt neue und überraschende Botschaften setzen.”

(APA)

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Anklage gegen Ex-BEGAS-Chef Simandl und 6 weitere Personen http://www.salzburg24.at/anklage-gegen-ex-begas-chef-simandl-und-6-weitere-personen/apa-1324104952 http://www.salzburg24.at/anklage-gegen-ex-begas-chef-simandl-und-6-weitere-personen/apa-1324104952#comments Thu, 02 Jul 2015 11:01:00 +0000 http://4379745

Simandl und zwei Ex-BEGAS-Mitarbeitern werden Untreue, schwerer gewerbsmäßiger Betrug, Veruntreuung und Geschenkannahme durch leitende Angestellte eines öffentlichen Unternehmens vorgeworfen, berichtete am Donnerstag der “Kurier” online. Gegen Ex-BEGAS-Vorstand Reinhard Schweifer und zwei weitere Ex-Begas-Angestellten laute der Vorwurf Untreue bzw. Beitragstäterschaft dazu.

Simandl wird laut “Kurier” vorgeworfen, private Rechnungen von der BEGAS bezahlen lassen zu haben bzw. BEGAS-Gelder für private Zwecke verwendet zu haben. Er war im April 2012 fristlos entlassen worden. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft dem Bericht zufolge Simandl “eine unrechtmäßige Bereicherung” in Höhe von 3,327 Mio. Euro vor. Da der Ex-Begas-Chef 1,558 Mio. Euro Schaden gutgemacht habe, forderten die zwei Anklägerinnen neben einer Haftstrafe die Verurteilung Simandls zu einer Geldstrafe in Höhe von 2,337 Mio. Euro. Die WKStA hat Gelder in Millionenhöhe beschlagnahmt. 1,1 Mio. Euro wurden laut “Kurier” auf einem UniCredit-Konto eingefroren, der Rest auf einem Konto bei der Liechtensteinischen Landesbank. Die Kontosperre sei bis Ende März 2016 befristet. Weitere 600.000 Euro hat Simandl bei Gericht hinterlegt.

Wie es im “Kurier” unter Verweis auf die Details der Anklage weiter heißt, soll Simandl Verantwortliche von BEGAS-Tochterfirmen angewiesen haben, einen Generalunternehmervertrag im Zusammenhang mit der Errichtung des Biomasse-Kraftwerks Oberwart zu einem “um 1,2 Mio. Euro überhöhten Preis” abzuschließen. Auch soll er Zahlungen über Steuerberatungsleistungen veranlasst haben, für die aber keine entsprechende Gegenleistung erbracht worden sein soll. Außerdem soll Simandl eine jährliche Anpassung der Vorstandsgehälter und der Bemessungsgrundlage für die Leistungsprämien veranlasst haben, obwohl das den tatsächlichen Regelungen in den Verträgen entgegenstand, mit einem mutmaßlichen Schaden von rund 300.000 Euro.

Dazu komme, dass er sich über die BEGAS Gutscheine ausstellen lassen habe, die hingegen für private Zwecke verwendet worden sein sollen. Im Zusammenhang mit der Errichtung von weiteren Biomassekraftwerken (Eisenstadt, Rechnitz, Siegendorf) soll der Ex-BEGAS-Boss den Beirat der Energiewerk GmbH und die Teilnehmer der Generalversammlung der Bioenergie Burgenland darüber getäuscht haben, in dem er ein vorliegendes Angebot als das beste dargestellt habe, obwohl er sich vorzeitig bereits auf dieses Angebot festgelegt hätte. Dabei soll er anstelle möglicher Rabatte “Provisionszahlungen” vereinbart haben. Der mutmaßliche Schaden beträgt laut Zeitung 1,35 Mio. Euro.

Dem ehemaligen BEGAS-Vorstand Reinhard Schweifer werde vorgeworfen, dass er im Zusammenhang mit den mutmaßlich missbräuchlichen Anweisungen Simandls, die Vorstandsgehälter anzupassen und die Prämien auszuweiten, diese nicht rückgängig gemacht hat. Auch hätte er den Aufsichtsrat informieren müssen, was er aber nicht tat. Die Anklägerinnen forderten, dass Schweifer zur Zahlung von 118.500 Euro verurteilt werde. “Ich bin erleichtert, dass das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist und wir bis auf einen alle Verdachtsmomente im Ermittlungsverfahren ausräumen konnten”, sagt Ex-BEGAS-Vorstand Schweifer, der von Anwalt Philipp Metlich vertreten wird, zum “Kurier”. “Ich bin überzeugt davon, dass ich diesen Vorwurf in der Hauptverhandlung entkräften kann.” Simandls Verteidiger sei bisher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Energie Burgenland, die aus der Fusion von BEGAS und BEWAG entstanden ist, weist in einer Aussendung darauf hin, dass sie von Beginn an die laufenden Ermittlungen in der Causa BEGAS mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln unterstützte. So seien etwa von Vorstand und Aufsichtsrat zwei aktienrechtliche Sonderprüfungen beauftragt und deren Ergebnisse der WKStA zur Verfügung gestellt worden. Die Energie Burgenland schließe sich dem Strafverfahren als Privatbeteiligte an. Zudem seien mehrere Zivilklagen gegen Simandl beim Landesgericht Eisenstadt eingebracht. Bisher seien in der Angelegenheit bereits 4,607 Mio. Euro zurückgezahlt worden.

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BEGAS-Affäre: Anklage gegen Ex-Chef Simandl und sechs weitere Personen http://www.salzburg24.at/begas-affaere-anklage-gegen-ex-chef-simandl-und-sechs-weitere-personen/4379710 http://www.salzburg24.at/begas-affaere-anklage-gegen-ex-chef-simandl-und-sechs-weitere-personen/4379710#comments Thu, 02 Jul 2015 08:34:02 +0000 http://4379710 Das bestätigte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) einen “Kurier”-Bericht. Demnach werden Simandl und zwei Ex-BEGAS-Angestellten Untreue, gewerbsmäßiger schwerer Betrug, Veruntreuung und Geschenkannahme durch leitenden Angestellte eines öffentlichen Unternehmens vorgeworfen.

Ex-BEGAS-Vorstand Reinhard Schweifer und zwei weiteren Ex-Angestellten wird ausschließlich Untreue bzw. Beitragstäterschaft dazu vorgeworfen. Gegen einen siebten Verdächtigen wird lediglich der Vorwurf der falschen Aussage erhoben. Die 122 Seiten starke Anklage gegen die sieben Beschuldigten wurde beim Landesgericht Eisenstadt eingebracht. Unter anderem sei das Verfahren gegen einen Bauunternehmer wegen tätiger Reue eingestellt worden.

Der Tatzeitraum, in dem die strafrechtlich relevanten Taten begangen worden sein sollen, wird mit 1997 bis 2012 angeführt. Die Strafdrohung beträgt bis zu zehn Jahre Haft. Der angeklagte Schaden werde mit mehr als 4 Mio. Euro beziffert, so der “Kurier” online. Dem Vernehmen nach würden die Vorwürfe bestritten.

“Es waren sehr komplexe Ermittlungen. Teilbereiche wurden eingestellt, in anderen Teilbereichen wird weiter ermittelt”, so der Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, Norbert Hauser, im “Kurier”. (APA)

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Banken bleiben laut Tsipras nicht lange geschlossen http://www.salzburg24.at/banken-bleiben-laut-tsipras-nicht-lange-geschlossen/apa-1324104410 http://www.salzburg24.at/banken-bleiben-laut-tsipras-nicht-lange-geschlossen/apa-1324104410#comments Thu, 02 Jul 2015 19:27:00 +0000 http://4379651

Die drei größten griechischen Banken nehmen indes wieder Einzahlungen ihrer Kunden entgegen. Wie die Nationalbank, die Bank von Piräus und die Alpha Bank mitteilten, wurde diese Regelung am Donnerstag in Kraft gesetzt. Sie gilt in den meisten der rund 800 Bankfilialen des Landes, in denen seit Mittwoch Pensionisten ohne Geldkarte bis zu 120 Euro bar abheben können.

Angesichts der Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise waren die Banken am Montag zunächst geschlossen worden. Ein Teil der Filialen öffnete am Mittwoch wieder für Abhebungen durch Pensionisten; nun sollen dort auch Überweisungen zwischen Konten innerhalb Griechenlands sowie die Anmeldung zum Online-Banking möglich sein.

Durch lange Schlangen vor Banken und Geldautomaten wurde in den vergangenen Tagen offensichtlich, dass die griechische Bevölkerung vor allem am Geldabheben interessiert ist. Dadurch wurden die Geldbestände der Banken stark angegriffen. Auslandsüberweisungen sind nur noch in Ausnahmefällen zulässig.

Die langen Warteschlangen vor den Geldautomaten bezeichnete Tsipras als beschämend. Dafür verantwortlich seien jedoch die Partner in der Euro-Zone, die die Europäische Zentralbank dazu gezwungen hätten, die für die griechischen Banken wichtige Unterstützung einzufrieren.

Ministerpräsident Alexis Tsipras will die Griechen am Sonntag über die jüngsten Vorschläge der internationalen Geldgeber im Schuldenstreit abstimmen lassen. Er selbst rief das Volk dazu auf, diese abzulehnen. Welche Regelungen für den Bankverkehr nach dem Referendum gelten werden, ist ungewiss.

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Ukraine nimmt Österreich von schwarzer Liste http://www.salzburg24.at/ukraine-nimmt-oesterreich-von-schwarzer-liste/apa-1324101338 http://www.salzburg24.at/ukraine-nimmt-oesterreich-von-schwarzer-liste/apa-1324101338#comments Thu, 02 Jul 2015 07:14:00 +0000 http://4379597

Die Regierung in Kiew hatte am 14. Mai eine neue Transferpreiskontrolliste erlassen, auf der sich 76 Länder und Gebiete, darunter auch Österreich, befanden. Das hatte zur Folge, dass österreichische Exportunternehmen steuerlich gegenüber Konkurrenten aus Ländern, die nicht auf der Liste stehen, benachteiligt wurden.

Die Verordnung nannte drei Kriterien: Länder, in denen der Körperschaftssteuersatz um fünf und mehr Prozentpunkte niedriger als in der Ukraine (13 Prozent) ist, Staaten, welche die Eigentumsverhältnisse der Unternehmer nicht offen legen und Staaten, mit denen die Ukraine keine internationalen Verträge bezüglich des Datenaustausches hat.

Alle drei Kriterien treffen aber, so das Außenministerium, gemäß einer beim Finanzministerium eingeholten Auskunft nicht auf Österreich zu. Daher wurde Österreich mit 1. Juli von der Liste gestrichen.

Zu verdanken ist das laut einem Sprecher des Außenministeriums den diplomatischen Bemühungen seines Hauses, allen voran dem persönlichen Einsatz von Minister Sebastian Kurz. Dieser habe auf die Revidierung der Entscheidung gedrängt, um Auswirkungen auf die Wirtschaftsbeziehungen Österreichs mit der Ukraine zu vermeiden.

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Griechen-Krise: In Südeuropa wächst die Sorge vor einer “Ansteckung” http://www.salzburg24.at/griechen-krise-in-suedeuropa-waechst-die-sorge-vor-einer-ansteckung/4379555 http://www.salzburg24.at/griechen-krise-in-suedeuropa-waechst-die-sorge-vor-einer-ansteckung/4379555#comments Thu, 02 Jul 2015 07:02:20 +0000 http://4379555 In ITALIEN ist die Angst vor einer “Ansteckung” aufgeflammt, doch die Regierung beruhigt. Ministerpräsident Matteo Renzi sagte der Zeitung “Il Sole 24 Ore”, Italien sei aus der Schusslinie. “In der Vergangenheit gehörten wir zu den Problemen, jetzt zu denjenigen, die sie zu lösen versuchen.” Finanzminister Pier Carlo Padoan erklärte, Italien sei gefestigter als 2011. Die Wirtschaftslage in Italien ist jedoch alles andere als rosig. Zwar ist die Wirtschaft im ersten Quartal 2015 erstmals seit Jahren wieder gewachsen – allerdings nur minimal. Und die Verschuldung des Landes liegt bei 130 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, die Arbeitslosigkeit über 12 Prozent.

SPANIENs konservativer Ministerpräsident Mariano Rajoy versichert: “Die Spanier können beruhigt sein.” Eine Krise wie die griechische sei in Spanien nicht möglich. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hob hervor, keine Volkswirtschaft der Eurozone wachse zur Zeit stärker als die spanische. Die Lage der Banken habe zudem “mit derjenigen von vor drei Jahren überhaupt nichts mehr zu tun”. 2012 hatte Madrid nach dem Kollaps des Immobiliensektors für den Bankensektor Hilfskredite von rund 41 Mrd. Euro in Anspruch nehmen müssen.

- Vorsichtiger als Rajoy äußert sich in PORTUGAL Amtskollege Pedro Passos Coelho. Niemand sei gegen die aktuellen und künftigen Folgen der Griechenland-Krise gewappnet. Vor dem Hintergrund zunehmender Medienspekulationen versicherte Passos diese Woche aber, sein Land werde “auf keinen Fall unvorbereitet erwischt werden”. Nach drei Jahren unter dem Euro-Rettungsschirm steht Portugal seit Mai 2014 finanziell wieder auf eigenen Beinen. 2011 war das Land mit einem 78 Mrd. Euro schweren Hilfspaket vor der Pleite bewahrt worden.

In IRLAND hat man kaum noch Verständnis für Athen – die Iren gelten schließlich als Rettungs-Musterschüler. Von den drastischen Kürzungen haben sich Teile der Bevölkerung bis heute nicht erholt. Medien stellen die “irische Art” des Umgangs mit der Schuldenkrise der “griechischen Art” gegenüber. Dass Irland besonders streng mit Griechenland sei, bestreitet Ministerpräsident Enda Kenny. Einen Schuldenschnitt lehnt er aber ab – schon weil die finanziell immer noch angeschlagenen Iren mit 350 Mio. Euro als Gläubiger beteiligt sind. Die Regierung beruhigt, eine “Ansteckung” sei nicht zu befürchten. (APA/dpa)

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Griechen-Krise: Die Angst wächst http://www.salzburg24.at/griechen-krise-die-angst-waechst/4379258 http://www.salzburg24.at/griechen-krise-die-angst-waechst/4379258#comments Wed, 01 Jul 2015 15:37:50 +0000 http://4379258

Tsipras fürchtet offenbar, die wachsende Wut seiner Landsleute könnte bei der Abstimmung zu einer gewaltigen Ohrfeige für ihn werden.

Merkel: “Können in Ruhe abwarten”

Genau das wird in Berlin möglicherweise herbeigesehnt. “Vor dem Referendum kann über kein neues Programm verhandelt werden”, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestag. “Wir können das auch in Ruhe abwarten.”

Totale Implosion für Kabinett Tsipras?

In Berlin ja, in Athen nicht. Dort pilgerten am Mittwoch Rentner in Pantoffeln zu den für einen Tag geöffneten Banken, um nach stundenlangem Warten mit gesenkten Köpfen ihre 120 Euro für die Woche abzuholen. Wegen der schlimmen Lage steht Tsipras Regierung inzwischen vor der Zerreißprobe. Während einige Syriza-Politiker partout zur Drachme zurück wollen, sagte Vize-Regierungschef Giannis Dragasakis im staatlichen Fernsehsender ERT, das Referendum müsse keineswegs abgehalten werden. Das hört sich nach dem Versuch an, die totale Implosion abzuwenden.

Angst vor dem Referendum

Dass Tsipras noch ein neues Angebot nach Brüssel geschickt hat, ist für Charis Theocharis der Beweis dafür, dass der Regierungschef trotz aller Schimpftiraden über die Gläubiger eigentlich im Euro bleiben will. “Er hat die strategische Entscheidung getroffen, er kann jetzt sein Volk nicht nochmal darüber abstimmen lassen”, sagt der Politiker der pro-europäischen Partei Potami in seinem kühlen Büro. Das Referendum müsse ausfallen.

Theocharis war in der Vorgängerregierung der oberste Steuereintreiber – bis er als “Staatsfeind Nummer 1″, wie er sich selbst mit bitterer Ironie bezeichnet, vom damaligen Regierungschef Antonis Samaras geopfert wurde. Theocharis hat Angst vor dem Referendum. Und auch wenn er Tsipras billigen Populismus vorwirft und die Schuld an dem Elend gibt, würde er mit ihm in einer Regierung der nationalen Einheit zusammenarbeiten. “Das wäre der einzige Ausweg.”

Ex-Ministerpräsident Samaras scharrt in den Startlöchern

Auch Ex-Ministerpräsident Samaras gibt sich staatstragend. Der Chef der konservativen Nea Demokratia hält täglich Fernsehansprachen; die griechische Flagge rechts im Rücken, die EU-Flagge auf der linken Seite. Er scharrt als möglicher Retter aus der Opposition mit den Hufen. Im “Café Public” vor dem Parlamentsgebäude erhebt sich ein verdrießliches Gestöhne, als er auf dem TV-Schirm erscheint und das Wort erhebt. Der Kellner dreht den Ton ab.

Es gebe keinen Oppositionspolitiker, der auch nur annähernd Vertrauen in der Bevölkerung genieße, sagt der Politologe Giorgos Tzogopoulos. Das gehöre zu den vielen unüberwindbar scheinenden Hürden in der Griechenland-Tragödie. Tsipras bleibe der starke Mann. Und Tsipras werde eine weitere Blockadehaltung in Berlin gnadenlos ausnutzen, um die Stimmung bis zum Referendum weiter anzuheizen.

Countdown läuft

Offizielle Signale, dass die Volksbefragung doch noch abgeblasen werden könnte, gab es bis zum Mittwochnachmittag nicht, im Gegenteil: Die Regierung legte eine Homepage an, auf der der Countdown abgezählt wird – in Tagen, Stunden und Minuten.

Wie stimmen die Griechen ab?

Über den Ausgang des Referendums wagt derzeit niemand eine klare Prognose. Politologe Tzogopoulos schätzte die Lager auf 50-50. Die Zeitung “Ephimerida ton syndakton” veröffentlichte am Mittwoch eine Umfrage. 51 Prozent der Griechen wollen demnach Nein ankreuzen, 34 Prozent Ja. Seit Beginn der Kapitalverkehrskontrollen am Montag ist das Ja-Lager schon deutlich größer geworden.

Doch wer meint, das Elend bringe alle Griechen gegen Tsipras auf, der irrt. Maria steht seit den frühen Morgenstunden vor der Filiale der Alpha-Bank im Stadtzentrum. Die Bankangestellte kümmert sich rührend um die Rentner, die mit ihren Gehstöcken in der Schlange stehen. Die Menschen täten ihr unendlich Leid, sagte sie. Doch dafür sei auch die EU verantwortlich. “Ich mache am Sonntag mein Häkchen beim Nein.”

(APA)

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Tsipras: “Nein” bei Volksabstimmung bedeutet keinen EU-Austritt http://www.salzburg24.at/tsipras-nein-bei-volksabstimmung-bedeutet-keinen-eu-austritt/4379249 http://www.salzburg24.at/tsipras-nein-bei-volksabstimmung-bedeutet-keinen-eu-austritt/4379249#comments Wed, 01 Jul 2015 15:29:05 +0000 http://4379249

Ministerpräsident Alexis Tsipras sagte am Mittwoch in einer Fernsehansprache, ein “Nein” der Griechen bei der Volksabstimmung bedeute kein Ausscheiden aus der EU.

Zuvor war spekuliert worden, die griechische Regierung könnte das für Sonntag geplante Referendum möglicherweise zur Disposition stellen oder doch eine Zustimmung empfehlen. “Auch andere Länder haben Volksabstimmungen abgehalten”, sagte Tsipras. “Die griechische Regierung wird auch am Montag hier sein.” Der Syriza-Politiker fügte mit Blick auf die schwierige Finanzlage an: “Die Pensionen und Gehälter sind sicher.” Er dankte dem griechischen Volk zudem für seine Ruhe und Besonnenheit.

(APA)

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Schlangen von Pensionisten vor Bankfilialen http://www.salzburg24.at/schlangen-von-pensionisten-vor-bankfilialen/4379225 http://www.salzburg24.at/schlangen-von-pensionisten-vor-bankfilialen/4379225#comments Wed, 01 Jul 2015 15:04:30 +0000 http://4379225

“Ich habe die Besatzung erlebt, ich habe Schwierigkeiten erlebt, und ich glaube, wir werden auch diese Zeit überwinden”, sagte die ehemalige Mitarbeiterin des Stromkonzerns DEI der Nachrichtenagentur AFP.

“Es ist eine schlimme Situation”

“Ich habe mehr als 50 Jahre auf dem Meer gearbeitet, und jetzt muss ich um 120 Euro betteln”, sagte ein früherer Seemann. Er habe nicht genug Geld, um Medikamente für seine Frau zu kaufen. Der 57-jährige Spiros Jamandopoulos, früher Kellner auf einer Fähre, kam in Pantoffeln zu einer Filiale der Alpha-Bank im Stadtzentrum. “Ich bin um sechs Uhr gekommen und habe um zehn Uhr mein Geld bekommen”, sagte er und fügte hinzu: “Ich bin noch nicht wütend, aber bald.”

“Unfassbar, was hier passiert”

Vor der Alpha-Bank sorgte der 22-jährige Polizist Giorgos seit dem frühen Morgen für Ruhe. “Es ist eine schlimme Situation, die Alten tun mir unendlich Leid”, sagte er. Noch sei alles ruhig geblieben, “aber ich fürchte, so wird es nicht bleiben”. Am Eingang der Bank kümmerte sich die 30-jährige Angestellte Maria um die Kunden – unter anderem um einen Blinden, der sich verloren herantastete. “Es ist unfassbar, was hier passiert”, sagte Maria. Für die Betroffenen sei die Lage “sehr, sehr schwer”.

Im Zuge der am Sonntagabend verhängten Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland waren die Banken des Landes geschlossen worden. Jeder Grieche kann seither nur 60 Euro pro Tag abheben. Von Mittwoch an öffneten aber knapp tausend Geldinstitute landesweit ausschließlich für Pensionisten ohne Bankkarte. Für den Rest der Woche erhalten sie bis zu 120 Euro. Der Einsatz von EC-Karten ist in Griechenland nicht sehr verbreitet, viele ältere Personen besitzen keine Karten und lassen sich ihre Rente jeden Monat an den Bankschaltern auszahlen.

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Hypo-U-Ausschuss: Petzner in altbewährter Showmanier http://www.salzburg24.at/hypo-u-ausschuss-petzner-in-altbewaehrter-showmanier-3/4379203 http://www.salzburg24.at/hypo-u-ausschuss-petzner-in-altbewaehrter-showmanier-3/4379203#comments Wed, 01 Jul 2015 14:54:12 +0000 http://4379203

So hat sich Haider – nachdem er von den Swap-Verlusten aus 2004 anno 2006 von Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer erfahren hatte – Petzner zufolge enttäuscht gezeigt und von der Bank nicht korrekt und ausreichend informiert gefühlt.

Petzner: Haider trägt keine Alleinverantwortung

Beim Hypo-Skandal stehe eine Verantwortung des Bundeslandes Kärnten und Haiders außer Streit. Aber weder Haider noch dem Land könne man eine Alleinverantwortung attestieren. Mitschuld seien die BayernLB und die Notverstaatlichung. Die Bayern hätten im Jahr 2008 als Hypo-Mehrheitseigner auch noch staatliches Partizipationskapital “erschwindelt, um Zeit zu gewinnen”, als sie aus der Hypo schon dringend raus hätten müssen, da sie selbst praktisch vor der Pleite gestanden seien, so Petzner auf Basis von Unterlagen, die dies aus seiner Sicht beweisen. Akten aus Bayern hat er auch in den U-Ausschuss mitgebracht, weil dieser bedauerlicherweise keinen Zugriff auf solche aus dem Ausland habe.

Neues zu Dobernig und Scheuch

Neu war auch, dass Petzner nicht mehr ausschloss, dass auch seine Ex-Parteikollegen Harald Dobernig und Uwe Scheuch (beide BZÖ/FPK) in die Birnbacher-Causa involviert sind. Dass es unter seinen ehemaligen Parteikollegen “Gespräche in diese Richtung gegeben hat, kann ich auf Basis meines heutigen Kenntnisstandes nicht ausschließen”, sagte Petzner. In der Parteienfinanzierungs-Causa wurde der frühere Kärntner ÖVP-Chef Josef Martinz verurteilt. Gegen Dobernig und Scheuch, denen nachgesagt wird, sie sollen bei Birnbacher um eine halbe Million Euro angefragt haben, die aber eine Involvierung stets ausschlossen, wird ermittelt.

Hypo-Investor Tilo Berlin “war ein Segen”

Zur Rolle des Hypo-Investors Tilo Berlin, der “von außen gekommen” sei, sagte Petzner sinngemäß, dass dieser gerade recht gekommen sei, als die notwendige Kapitalerhöhung bei der Hypo vom Land praktisch nicht zu stemmen war. “Für uns war das damals ein Segen. Es war ihm glaube ich bekannt, dass die Hypo eine Kapitalerhöhung braucht. Haider hat ihn gekannt, weil er Kärntner ist”, so Petzner. “Ob es im Hintergrund schon diverse Absprachen Berlins mit anderen gab oder ihm ein Interesse der BayernLB an der Hypo bekannt war, weiß ich nicht. Uns selbst war damals die Perspektive BayernLB nicht bekannt.”

Später, als Haider bekannt gegeben hatte, man sei bei Verkaufsverhandlungen mit der BayernLB auf gutem Weg, sei direkt nach der entsprechenden Pressekonferenz ein Fax im Landeshauptmann-Büro eingetrudelt: Darin habe die “Chefetage” der Erste Bank/Sparkassen Kaufinteresse an der Hypo geäußert und ihr Unverständnis darüber, dass die Hypo ins Ausland verkauft werden solle. “Das sind so G’schichtl’n”, rief SPÖ-Mandatar Kai Jan Krainer dazwischen. Petzner hingegen sagte, er sehe das Fax noch vor sich und die Erste habe “unmittelbar in Verkaufsverhandlungen eintreten” wollen.

5.000 Euro NEOS-Beratungshonorar an Petzner

Für Aufregung bei ÖVP- und Stronach-Vertretern sorgte ein Beratungshonorar der NEOS von 5.000 Euro an Petzner. “Ich glaube, diese Frage ist angebracht”, so ÖVP-Fraktionssprecherin Gabriele Tamandl. Es habe eine “kurze Zusammenarbeit” mit den NEOS im Hinblick auf die U-Ausschuss-Vorbereitung gegeben, so Petzner. Seine Unterlagen habe er Medien unentgeltlich und der Griss-Kommission zur Verfügung gestellt und die Beratungsleistung an die NEOS sei in keinem Zusammenhang mit den Unterlagen gestanden. NEOS-Vertreter Rainer Hable kritisierte Tamandl für ihren Vorhalt. “Mit falschen Behauptungen andere Fraktionen mit Schmutz zu bewerfen, das ist unwürdig.” Für Stronach-Vertreter Robert Lugar sei es “sehr bedenklich”, wenn es wirtschaftlichen Kontakt mit Auskunftspersonen gebe.

Petzners Befragung dauerte vom Vormittag weg bis in den Nachmittag hinein. Dennoch fühlte sich der frühere Abgeordnete, dem das Lokal VI vom Korruptions-U-Ausschuss durchaus vertraut ist, in seiner “Rolle als Befragter fast so wohl wie in der Rolle als Fragesteller – aber nur fast”.

(APA)

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Griechenland – Zwischen Zahlungsverzug und Pleite http://www.salzburg24.at/griechenland-zwischen-zahlungsverzug-und-pleite/4378776 http://www.salzburg24.at/griechenland-zwischen-zahlungsverzug-und-pleite/4378776#comments Wed, 01 Jul 2015 11:00:26 +0000 http://4378776

Könnte Athen doch noch Geld aus dem zweiten Hilfsprogramm kommen?

Nein, das Griechenland-Programm des Rettungsfonds EFSF ist am Dienstag ausgelaufen, nachdem ein Antrag auf nochmalige Verlängerung von den Euro-Finanzministern abgelehnt wurde. Die verbliebenen Mittel sind um Mitternacht verfallen: insgesamt 12,7 Mrd. Euro.

Fordert Athen nun ein drittes Hilfsprogramm?

Regierungschef Alexis Tsipras hat am Dienstag beim EFSF-Nachfolger ESM um “Hilfe zur finanziellen Stabilisierung” in Form eines Kredits gebeten, die über zwei Jahre laufen soll. Den Finanzbedarf gab er mit 29,1 Mrd. Euro an. Gleichzeitig verlangt Athen eine “Umstrukturierung” seiner Schulden beim EFSF. Auch wenn Tsipras nicht von einem “Programm” spricht, ist es nichts anderes. Es wäre erneut mit harten Spar- und Reformauflagen verbunden, die wegen der längeren Laufzeit auch umfangreicher als bisher ausfallen dürften.

Was bedeutet der Zahlungsausfall beim Internationalen Währungsfonds (IWF)?

Griechenland ist als erstes Industrieland überhaupt beim IWF in Zahlungsverzug geraten, nachdem es am Dienstag 1,5 Mrd. Euro nicht zurückgezahlt hat. Allerdings prüft der IWF noch einen Antrag auf nachträgliche Fristverlängerung. Ohne Aufschub würde der Fonds Athen spätestens nach einem Monat offiziell als zahlungsunfähig einstufen – dies kann in der Folge zu einer Reihe von Sanktionen führen. Schon jetzt darf der Fonds keine Gelder mehr aus seinem eigenen Hilfsprogramm an Athen überweisen.

Hätte ein bestätigter IWF-Zahlungsausfall Auswirkungen auf andere Bereiche?

Ja. Der Rettungsfonds EFSF hat dann die Möglichkeit, sofort alle an Griechenland gezahlten Hilfsgelder zurückzufordern. Dies wären insgesamt 131 Mrd. Euro.

Wann kommt der Staatsbankrott?

Die großen Ratingagenturen stellen einen Staatsbankrott in der Regel erst dann fest, wenn ein Land private Gläubiger nicht mehr bedient. Die Regierung in Athen könnte sich aber auch selbst für bankrott erklären – etwa wenn sie auch Löhne und Gehälter nicht mehr zahlen kann.

Kommt nach einem Bankrott der Grexit?

Niemand kann Athen zwingen, den Euro zu verlassen. Stellt die Europäische Zentralbank (EZB) aber die Notversorgung der griechischen Banken ein, sitzt das Land de facto finanziell auf dem Trockenen. Bei einem Kollaps seines Finanz- und Wirtschaftssystems könnte Griechenland dann keine Wahl mehr haben, als zur Drachme zurückzukehren oder zumindest eine Parallelwährung einzuführen.

Wie würde ein Euro-Austritt funktionieren?

Auch ein freiwilliger Austritt aus dem Euro ist nicht vorgesehen. Rechtlich möglich wäre lediglich ein Verlassen der EU – damit wäre auch die Euro-Mitgliedschaft beendet. Um in die EU zurückzukehren, müsste Griechenland einen neuen Beitrittsantrag stellen. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich Athen und die anderen Euro-Staaten vertraglich auf ein anderes Verfahren einigen.

Droht eine Ansteckung in anderen Eurostaaten?

Die Gefahr ist geringer als in den ersten Jahren der Finanzkrise. Mit dem ESM haben die Europäer einen Rettungsschirm, der in Bedrängnis geratene Länder mit bis zu 500 Mrd. Euro zu Hilfe kommen kann. Andere Krisenstaaten haben sich zudem erholt und Irland, Spanien und Portugal ihre Rettungsprogramme beendet. Darüber hinaus gibt es kaum mehr Banken im Euroraum, die noch ein bedeutendes Engagement in Griechenland haben. Damit ist ein verhängnisvoller Dominoeffekt unwahrscheinlicher.

Könnte ein “Ja” der Griechen beim Referendum noch die Wende bringen?

Paradoxerweise stimmen die Griechen am Sonntag über etwas ab, das mit dem Ende des Hilfsprogramms eigentlich nicht mehr existiert. Bei einem “Ja” müsste die linksgeführte Regierung eine Lösung umsetzen, die sie zuvor abgelehnt hatte, was zu Turbulenzen in der Koalition führen könnte. Regierungschef Tsipras deutete bereits einen Rücktritt in diesem Fall an. Auch Neuwahlen scheinen nicht ausgeschlossen.

(APA)

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Österreicher verreisen im Sommer nun öfter, aber kürzer http://www.salzburg24.at/oesterreicher-verreisen-im-sommer-nun-oefter-aber-kuerzer/apa-1324091826 http://www.salzburg24.at/oesterreicher-verreisen-im-sommer-nun-oefter-aber-kuerzer/apa-1324091826#comments Wed, 01 Jul 2015 10:41:00 +0000 http://4378790

Machten die Österreicher vor zehn Jahren noch 5,38 Millionen Urlaubsreisen im Sommer, so waren es zwischen Juli und September 2014 bereits 6,73 Millionen, erhob die Statistik Austria. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Anzahl der Kurzurlaubsreisen mit ein bis drei Nächtigungen um durchschnittlich 5,6 Prozent pro Jahr. Haupturlaubsreisen (mit vier oder mehr Nächtigungen) nahmen im selben Zeitraum um nur 1,1 Prozent zu.

Fast die Hälfte (44,3 Prozent) der Sommerurlaube verbrachten die Österreicher im vergangenen Jahr im eigenen Land. Wenn es ins Ausland geht, dann vor allem nach Italien, Kroatien und Deutschland. Auch Griechenland, Spanien und die Türkei sind beliebte Sommerreiseziele. Auffällige Verschiebungen gab es in den vergangenen zehn Jahren nicht, wenngleich Italien und Griechenland etwas an Beliebtheit verloren, Deutschland, Kroatien und Spanien hingegen gewonnen.

Der Anteil der Fernreisen hat in den vergangenen zehn Jahren leicht abgenommen: Von 5,3 Prozent im Jahr 2005 auf 4,6 Prozent im Jahr 2014. Auch Strand- und Badeurlaube verloren im mehrjährigen Vergleich etwas an Bedeutung. Erholungsreisen standen im Sommer 2014 als Reisemotiv an erster Stelle, erst dann folgten Strand- und Badeurlaube, gefolgt von Aktivurlauben und Reisen zu Verwandten und Bekannten. Kultururlaube bzw. Städtereisen spielen im Vergleich zu früher nun auch im Sommer eine immer größere Rolle.

Die Organisation des Sommerurlaubs nehmen die Österreicher am liebsten selbst in die Hand. 72 Prozent der Urlaubsreisen insgesamt und 58 Prozent der Auslandsreisen wurden privat und ohne Hilfe eines Reisebüros oder Reiseveranstalters organisiert. Im 10-Jahres-Vergleich nahm der Anteil der selbst organisierten Sommerurlaube aber ab.

Im Vorjahr wurde mehr als ein Drittel der Sommerurlaubsreisen bzw. Teile davon online gebucht. Dabei werden Unterkünfte viel häufiger im Internet gebucht als Transportmittel.

Die Statistik hat auch die Gründe abgefragt, warum jemand nicht in den Urlaub fährt. Ganz oben stehen hier gesundheitliche Gründe oder eine eingeschränkte Mobilität. Fast ein Viertel gab an, schlichtweg keine Beweggründe zum Verreisen zu haben. Auch finanzielle Gründe oder Zeitmangel wurden angeführt.

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