Nigeria verkündete Waffenruhe mit Boko Haram

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Massenentführung sorgte weltweit für Entsetzen
Massenentführung sorgte weltweit für Entsetzen
Die Islamistengruppe Boko Haram hat nach Angaben der nigerianischen Staatsführung eine Waffenruhe und die Freilassung der vor einem halben Jahr entführten Schülerinnen zugesagt. Zwischen der Regierung und Boko Haram sei eine Waffenruhe vereinbart worden, sagte der nigerianische Generalstabschef Alex Badeh am Freitag. Weiter hieß es, auch die Freilassung der Mädchen sei vereinbart worden.


Boko Haram hatte am 14. April eine Schule im nigerianischen Chibok überfallen und 276 Mädchen verschleppt. Einige konnten fliehen, von den anderen fehlte jede Spur. Die Massenentführung der Mädchen hatte weltweit für Bestürzung gesorgt. Ihre Eltern warfen der Regierung vor, sich nicht ernsthaft für die Freilassung ihrer Kinder einzusetzen.

In den ersten Wochen nach der Entführung hatten sich weltweit zehntausende Menschen unter dem Slogan “Bring Back Our Girls” (Bringt unsere Mädchen zurück) für die Freilassung der Schülerinnen eingesetzt. Auch viele Prominente beteiligten sich, unter ihnen Amerikas Frist Lady Michelle Obama und Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie.

Präsident Goodluck Jonathan traf sich erst hundert Tage nach der Verschleppung der Schülerinnen zum ersten Mal mit den Angehörigen. Auch nach den neuen Ankündigungen ist mangels einer eigenen Erklärung von Boko Haram und angesichts früherer Ankündigungen von Waffenruhen, die sich nicht erfüllten, unklar, ob die Angaben stimmen.

Es wird erwartet, dass Jonathan bald seine neuerliche Kandidatur für das Präsidentenamt bekannt gibt. Dabei könnten ihm positive Nachrichten zum Konflikt mit Boko Haram, zur anhaltenden Gewalt im Land und zum Schicksal der entführten Mädchen nützlich sein.

Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10.000 Menschen.

Die Sicherheitskräfte von Nigeria, Kamerun, Tschad, Niger und Benin hatten am 7. Oktober eine gemeinsame militärische Strategie zur Bekämpfung von Boko Haram beschlossen. Seither wurden aus diesen Ländern mehrfach erfolgreiche Angriffe gegen die Terroristen gemeldet.

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