Noch nie so viele Parteien wie bei der Landtagswahl 2018

Noch nie traten so viele Parteien an wie bei dieser Wahl.
Noch nie traten so viele Parteien an wie bei dieser Wahl. - © Neumayr
Nicht nur im Sport gibt es Spitzenplatzierungen, auch Wahlen haben ihre “Rekordhalter”. Mit neun kandidierenden Parteien ist die bevorstehende Landtagswahl am 22. April Spitzenreiter. Noch nie hatten die Salzburger eine derartig große Auswahl. Bei den Landtagswahlen davor standen zwischen vier und sieben Parteien auf den Stimmzetteln, 1945 waren es gar nur drei.

16 Wahlen von 1945 bis 2018 in Zahlen, zusammengestellt von Salzburgs Landesstatistikern:

Höchste Wahlbeteiligung 1949

Wie viele Salzburger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, wird sich in zwei Wochen zeigen. Das bisherige Ranking der höchsten Wahlbeteiligung gewinnt ganz klar die Wahl im Jahr 1949. 93 Prozent der Wähler gingen damals zu den Urnen. Platz zwei geht an das Jahr 1959 mit 90,9 Prozent. Von da an sank die Beteiligung und erreichte bei den jüngsten Wahlen 2013 nur mehr 71 Prozent. Einen weiteren “Rekordwert” verbucht die Wahl 2013 mit 3,65 Prozent an ungültigen Stimmen. Am anderen Ende der Skala liegt das Jahr 1979. Nur 0,85 Prozent wählten ungültig.

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Die größten Erfolge der Parteien

Betrachtet man die Spitzen- und Tiefstwerte einzelner Parteien, ergibt sich folgendes Bild: Mit 56,7 Prozent fuhr die ÖVP ihr Spitzenergebnis im Jahr 1945 ein, die SPÖ mit 45,4 Prozent 2004, die FPÖ mit 19,6 Prozent 1999 und die Grünen mit 20,2 Prozent 2013. Die jeweiligen Tiefstwerte sind in der jüngeren Vergangenheit zu finden: ÖVP 29,0 Prozent (2013), SPÖ 23,8 Prozent (2013), FPÖ 8,7 Prozent (2004), Grüne 1,8 Prozent (1979).

1969 wurde es richtig eng

1969 sticht als das Jahr mit der knappsten Wahl-Entscheidung ins Auge: ÖVP und SPÖ lieferten sich mit 40,7 zu 40,4 Prozent der Stimmen ein spannendes Match um den Wahlsieg. Nicht um den Sieg ging es hingegen für jene Parteien, die bei den jeweiligen Wahlen weniger als ein Prozent der Stimmen erhielten. Insgesamt elf Wahlergebnisse mit einer Null vor dem Komma stehen seit 1945 zu Buche. Die wenigsten Stimmen für eine Partei gab es 1969: 370 Stimmen ergaben 0,17 Prozent für MRF (A. Glantschnig für Menschlichkeit, Recht und Freiheit in Österreich).

Die meisten Wahlen im März

Als Wahlsieger kann man auch den März bezeichnen. Neun der 16 Wahlen fallen auf diesen Monat, jeweils zwei auf April, Mai und Oktober, eine wurde im November ausgetragen.

Bestzeiten beim Auszählen

Und noch eine sportliche Randnotiz von der Wahl 2013: Sieben Gemeinden waren mehr als drei Stunden mit der Stimmenauszählung beschäftigt, bevor das endgültige Gemeindeergebnis bei der Landeswahlbehörde eingebracht wurde. Andere Gemeinden schafften das in kürzerer Zeit, Untertauern und St. Margarethen sogar in der Bestzeit von weniger als einer Dreiviertelstunde.

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