Nordischer Kombinierer Mario Seidl im Porträt: Felix Gottwalds Fußstapfen als Ansporn

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Mit 24 Jahren greift Mario Seidl als bester österreichischer Kombinierer im Olympia-Jahr nach seiner zweiten Medaille.
Mit 24 Jahren greift Mario Seidl als bester österreichischer Kombinierer im Olympia-Jahr nach seiner zweiten Medaille. - © APA/ROLAND SCHLAGER
Der nordische Kombinierer Mario Seidl gilt als wahres Multi-Talent. Mit über 40 Stunden Sport in der Woche schaffte der 24 Jahre alte Pongauer aus St. Veit den Sprung zur Nummer eins in Österreich. Wir trafen den Natur-Liebhaber beim Medientag der Sportleragentur Jumpandreach und wollen euch die Ausdauermaschine genauer vorstellen.




Ehrgeizig, zielstrebig und fröhlich sind drei Charaktereigenschaften, die laut Seidl am besten zu ihm passen. Als Sechster im Gesamtweltcup stieg der Pongauer mit unglaublichem Siegeswillen prompt zur neuen Nummer eins im ÖSV-Team auf. “Ich bin sehr zufrieden, das war mit Rang sechs im Gesamtweltcup und der Team-WM-Medaille in Lahti meine mit Abstand beste Saison. Ich bin voll motiviert, so weiterzuarbeiten und weiter nach vorn zu kommen“, sagte Seidl im SALZBURG24-Gespräch. Den Sommer-GP hat er mit einer Podestplatzserie bisher dominiert und führt in der Gesamtwertung mit 340 Zählern vor Frenzel (290) und Rießle (276).

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Ausdauer-Wunder Seidl will hoch hinaus

Der Untersberg gilt für den im Sportheim-Rif wohnhaften nordischen Kombinierer als Trainings-Hotspot. Neben Skiroller kostet der Natur-Liebhaber die vielfältigen Angebote des Salzburger Hausbergs aus. “Bei den Bergläufen kann ich mich ausleben. Ich liebe die Abwechslung und genieße es mein Training in der Natur zu absolvieren. Der Untersberg bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten.” Um die zehn Mal rennt das Ausdauer-Wunder im Sommer auf den Gipfel in 1.852 Metern Seehöhe – seine Bestzeit dabei sind sage und schreibe 55 Minuten. “Bergab fahre ich mit der Bahn, da ich ansonsten für die Schnellkraft-Einheiten einen zu hohen Muskeltonus habe.”

“Ein Auge immer auf Olympia gerichtet”

Rund 40 Stunden in der Woche schwitzt und plagt sich Seidl für die anstehende Weltcup- und Olympia-Saison. Bei einigen kräfteraubenden Einheiten überwindet der Spitzensportler den inneren Schweinehund, indem er mit einem Auge immer Richtung Olympia schielt. “Hier und da muss ich mich richtig quälen. Da hilft mir der imaginäre Gedanke an Pyeongchang immens weiter”, erklärt Seidl gegenüber S24. Als Siebenjähriger startete der St. Veiter mit dem Skispringen, die Leidenschaft fürs Langlaufen hat er durch seinen Vater entdeckt. Die Initialzündung für den Profi-Sport kam allerdings von einem österreichischen Olympia-Sieger. “Als ich gesehen habe was für einen Erfolg Felix Gottwald bei den Olympischen Spielen 2006 hatte, bekam ich Lust in seine Fußstapfen zu treten. Es ist das größte was ein Sportler gewinnen kann.”

Bei der WM in Lahti holten sich Österreichs nordische Kombinierer Mario Seidl, Philipp Orter, Bernhard Gruber und Paul Gerstgraser (v.l.n.r.) die Bronze Medaille./APA/ROLAND SCHLAGER Bei der WM in Lahti holten sich Österreichs nordische Kombinierer Mario Seidl, Philipp Orter, Bernhard Gruber und Paul Gerstgraser (v.l.n.r.) die Bronze-Medaille./APA/ROLAND SCHLAGER ©

Über die Alpen auf eine italienische Pizza

Neben Radfahren, Klettern, Tanzen und Bergsteigen entdeckte Seidl die Leidenschaft zum Fliegen. Nach seiner Ausbildung träumt er von einem Flug über die Alpen. “Es gibts nichts cooleres als den Drang vom Fliegen auszuleben. Ein Traum wäre mit Freundin Victoria über die Alpen nach Italien auf eine Pizza zu fliegen.” Jüngst entfachte sich bei Seidl auch ein Feuer für die Fotografie. Da er während der Saison verschiedenste Länder bereist, nützt er die Gelegenheit, um in Norwegen die Rentiere abzulichten oder die Mozartstadt vom Kapuzinerberg festzuhalten. “Salzburg ist unglaublich schön. Auch am Gaisberg kann ich nach dem Berglauf bei einem Picknick mit Victoria ideal entspannen.”

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Kinder erwecken Seidls soziale Ader

In seiner Freizeit besucht der 24-jährige Athlet ebenso gerne Konzerte. Musiker wie Robbie Williams und Klangkarussell zählen dabei zu seinen Favoriten. Dessen Berühmtheitsgrad hat der Pongauer noch nicht erlangt, dennoch wird er auf der Straße immer öfters angesprochen. “Immer mehr Leute erkennen mich und wollen Autogramme und Fotos. Es ist nicht so arg wie bei Stefan Kraft, aber die Fan-Post habe ich meinen Eltern übergeben müssen.” Seiner Verantwortung als Vorbild ist sich der Kombinierer bewusst und engagiert sich abseits des Sport sozial für Projekte wie das SOS Kinderdorf oder teilt seine Erfahrungen und gibt bei “Kids meet their Idols” den Nachwuchssportlern Tipps und Tricks.

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