Notärztliche Versorgung im Oberpinzgau wird neu organisiert

Gesundheitsreferent Stöckl ist überzeugt vom neuen Notarzt-System.
Gesundheitsreferent Stöckl ist überzeugt vom neuen Notarzt-System. - © Neumayr
Im Oberpinzgau wird nun die notärztliche Versorgung auf neue Beine gestellt. Notarzt-Zentrale wird das Tauernklinikum Mittersill.

Weil der ärztliche Bereitschaftsdienst durch die Salzburger Ärztekammer und die Salzburger Gebietskrankenkasse neu organisiert wurde, musste auch das Notarztsystem umgestellt werden. Im Oberpinzgau war dieses bislang an den Bereitschaftsdienst gekoppelt.

Stöckl: “Versorgung große Herausforderung”

Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl sieht in der durchgehenden Versorgung des Oberpinzgaus eine große Herausforderung. In intensiven Gesprächen sei aber in den letzten Monaten mit der Gebietskrankenkasse, der Ärztekammer, des Roten Kreuzes und Medizinern aus dem Spitalsbereich und dem niedergelassenen Bereich ein neues Konzept für die Notärzte ausgebarbeitet. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit dem neuen Konzept die notärztliche Versorgung in der gesamten Region auch in der Zukunft absichern“, so Stöckl am Donnerstag in einer Aussendung.

Mittersill wird Notarzt-Zentrale

Zentrales Element des neuen Konzeptes ist die Bereitstellung eines Notfalleinsatzfahrzeuges (NEF) im Tauernklinikum Mittersill. Der Stützpunkt in Mittersill wird ständig besetzt sein und der diensthabende Notarzt ist vor Ort. Die erforderlichen Notfallsanitäter werden vom Salzburger Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. „Durch den zentralen Stützpunkt mit dem neuen Standby-System reicht künftig ein Sprengel anstatt der bisherigen zwei Sprengel aus, um die Versorgung der gesamten Region sicherzustellen”, erläuterte Stöckl.

Die Besetzung des NEF-Stützpunktes soll an den Wochentagen von 7.00 bis 18.00 Uhr durch Notärzte des Tauernklinikums und an Wochentagen von 18.00 bis 7.00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen für 24-Stunden durch niedergelassene Ärzte erfolgen. Sie entscheiden selbst, ob sie am Notarztsystem mitarbeiten wollen oder nicht.

Enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten notwendig

Im nächsten Schritt wird unter Leitung des Tauernklinikums ein Pool von Notärzten aufgebaut, die dann ab 1. Jänner 2017 beim neuen Notarztsystem mitmachen. Dazu sei eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen dem Tauernklinikum und den niedergelassenen Ärzten notwendig, betont Stöckl.

“Um den Notarztdienst adäquat bezahlen zu können, wird das Land die entsprechenden Gelder zur Verfügung stellen. Ich bin mir sicher, dass es eine sehr tragfähige und zukunftsträchtige Lösung und eine wesentliche Verbesserung für die Bevölkerung im Pinzgau bringen wird”, ist sich Stöckl sicher.

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