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November naht: ÖAMTC warnt vor Nebelunfällen

Zu Novemberbeginn mehren sich wieder die Nebelunfälle auf Salzburgs Straßen. Zu Novemberbeginn mehren sich wieder die Nebelunfälle auf Salzburgs Straßen. - © Aktivnews

2010 starben insgesamt sieben Menschen bei Nebelunfällen – Vorsicht sei also geboten!

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Treuer Begleiter der Herbstmonate ist beinahe überall in Österreich der Nebel. “Gerade im November sind die Nebelunfallzahlen österreichweit am höchsten”, sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Sieben Menschen 2010 bei Nebelunfällen tödlich verunglückt

So ereigneten sich im November des Vorjahres 61 Unfälle mit Personenschaden im Nebel, die meisten davon in Niederösterreich, der Steiermark und Oberösterreich. Insgesamt starben im Vorjahr sieben Menschen bei Nebelunfällen. Drei im November, zwei im Dezember und jeweils eine Person im Oktober und Jänner.

 

Nebel führt automatisch dazu, dass sich das Fahrverhalten drastisch verändert. Konturen verschwimmen, Farben verschwinden, die Akustik ändert sich und das gesamte Blickfeld ist stark eingeschränkt. “Dem Fahrer gehen durch den Nebel zahlreiche Zusatzinformationen verloren, die er gewohnt ist und die für eine sichere Fahrweise benötigt werden”, beschreibt die ÖAMTC-Expertin die Auswirkungen der schlechten Sicht. “Hinzu kommt, dass das Suchen und vorsichtige Vorwärtstasten das Reaktionsvermögen stark heruntersetzt.” Die Folge ist, dass plötzlich auftretende Gefahrensituationen zu spät erkannt werden und daher kaum Zeit bleibt, adäquat zu reagieren.

Sieben Tipps gegen Nebelunfälle

Umso wichtiger ist es daher, bei der Fahrt durch eine Nebelbank einige grundlegende Sicherheitstipps zu beachten:

  • Fuß weg vom Gas, rechts bleiben und auf keinen Fall überholen – das sind die wichtigsten Maßnahmen, sobald man beim Fahren auf eine Nebelbank trifft. “Bei extrem starkem Nebel kann das mitunter auch heißen, Schritttempo zu fahren, denn durch die Feuchtigkeit auf der Straße verlängert sich der Bremsweg deutlich”, hält die ÖAMTC-Expertin fest.
  • Abstand halten. “Keinesfalls darf man sich dazu verleiten lassen, sich an die Rücklichter des voran fahrenden Fahrzeuges zu heften”, warnt Seidenberger. Die Lichter des Vordermannes suggerieren im Nebel oftmals trügerische Sicherheit: Wird der Nebel dichter, schließt man ohnehin meist automatisch auf. Muss der voran fahrende Lenker plötzlich stark bremsen, kommt es unweigerlich zum Auffahrunfall.
  • Nicht ablenken lassen. Bei schlechten Sichtverhältnissen ist es besonders wichtig, sich auf die eigene Spur zu konzentrieren. Weder die Stimmung im Auto noch ein Telefonat mit dem Handy oder das Navi dürfen in einer solchen Situation ablenken.
  • Auf die richtige Beleuchtung kommt es an. “Sehen und gesehen werden ist das Um und Auf”, weiß die ÖAMTC-Expertin. Bei leichtem Nebel reicht das Abblendlicht, wird die “Nebelsuppe” dicker, sollte man auch Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte einschalten. “Auf keinen Fall darf bei dichtem Nebel das Fernlicht eingeschaltet werden, denn dadurch kommt es zu einem Spiegeleffekt und der Fahrer blendet sich selbst”, so Seidenberger. Wichtig sind außerdem saubere Scheiben.
  • Vorsicht im Baustellenbereich. Oft sind durch den Nebel Markierungen und Verkehrsführungen nicht deutlich genug erkennbar.
  • “Bei einem Unfall oder einer Panne im Nebel ist höchste Alarmstufe gegeben”, warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Wenn nur irgendwie möglich, sollte man das Fahrzeug unbedingt von der Straße wegbringen. Ist das nicht möglich, muss man alle Mittel zur Sichtbarmachung ausschöpfen: Warnblinkanlage und Licht einschalten, Pannendreieck aufstellen. Auch Menschen werden im dichten Nebel auf der Fahrbahn nicht gesehen. Keinesfalls daher auf die Warnweste vergessen und sich möglichst schnell in Sicherheit bringen.
  • Werden die Sichtverhältnisse wieder besser, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte wieder abschalten, da deren Benützung ohne Vorliegen einer Sichtbehinderung verboten ist und man andere Verkehrsteilnehmer dadurch blendet.

Wer auf unerwartete Witterungsverhältnisse richtig reagieren kann, ist sicherer unterwegs. Die Straße ist der falsche Platz zum Üben. Vielmehr sollte man Fahrsicherheitstrainings nutzen und die Augen offen halten.



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