NR-Wahl: Ab nächster Woche wird gewählt

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Nächste Woche können die ersten Österreicher schon wählen. Die 7,7 Millionen Stimmzettel für die Nationalratswahl sind gedruckt, jetzt werden die Wahlkarten flächendeckend ausgegeben bzw. versendet – auch an die Auslandsösterreicher, die ein Wahlkarten-Abo haben.

Wie schon 2013 finden Briefwähler in den Unterlagen zwei Broschüren als Information für die Vergabe der Vorzugsstimme: Eine 43 Seiten starke mit den 2.047 Bewerbern der 13 Parteien, die Bundeslisten eingereicht haben – und eine für die Landeslisten-Kandidaten ihres Heimat-Bundeslandes. Die Bewerber der 39 Regionalwahlkreise sind am Stimmzettel direkt abgedruckt – womit es streng genommen 39 unterschiedliche Stimmzettel gibt.

Stimmzettel in Bundesländern verschieden

Aber auch abgesehen davon sind die Stimmzettel österreichweit nicht gleich. Denn zehn Parteien (SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, NEOS, PILZ, GILT, KPÖ, FLÖ und WEIßE) sind in allen neun Bundesländern wählbar, sechs Parteien aber nur in einem oder zweien. Außerdem ist die Reihenfolge nur in den ersten sechs Spalten gleich, die für die die Nationalratsparteien reserviert sind – und Spalte 5, die für das Team Stronach vorgesehen war, ist überall leer.

Danach ist die Reihung meist unterschiedlich: Die nicht im vertretenen Parteien werden nach dem Zeitpunkt der Einreichung der Landeswahlvorschläge gereiht. Damit sehen die Stimmzettel (abgesehen von den Wahlkreiskandidaten) nur in Kärnten und Niederösterreich gleich aus.

Wiener und Vorarlberger haben größte Auswahl

Die größte Auswahl haben die Wiener und Vorarlberger mit je 13 antretenden Parteien. Und sie sehen Grau am Stimmzettel: Drei nur dort antretende Parteien (eine in Wien, zwei in Vorarlberg) haben keine Bundesliste eingereicht. Deshalb müssen bei ihnen die Felder für die Bundes-Vorzugsstimme schraffiert werden.

Für die Stimmzettel, Wahlkuverts und Briefwahl-Unterlagen wurde viel Papier bedruckt: 7,7 Millionen Stimmzettel mussten die dafür zuständigen Länder für die 6,4 Millionen Wahlberechtigten produzieren lassen – weil das Gesetz 20 Prozent Reserve vorschreibt. Von der Broschüre mit den Bundes-Vorzugsstimmen-Kandidaten ließ das Innenministerium ca. 1,5 Millionen Stück herstellen – nicht weil so viele Wahlkarten-Anforderungen erwartet werden, sondern weil sie auch in den Wahllokalen aufgelegt wird.

(APA)

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