Obama: Ebola hat “oberste Priorität der nationalen Sicherheit”

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US-Präsident Obama warnt vor der Viruserkrankung Ebola.
US-Präsident Obama warnt vor der Viruserkrankung Ebola. - © APA/EPA/MICHAEL REYNOLDS
Angesichts der Sorgen um Ebola in den USA hat Präsident Barack Obama seine Landsleute zu beruhigen versucht. Das Risiko einer Epidemie in den USA sei “außerordentlich gering”, sagte Obama am Montag in Washington. Bislang sind vier US-Bürger an Ebola erkrankt.

Grund dafür sei das “Weltklasse”-Gesundheitssystem des Landes sowie die Tatsache, dass der Erreger nicht durch die Luft übertragen werde.

Stärkere Fluggast-Kontrollen

Seine Regierung nehme die Gefahren durch Ebola aber “äußerst ernst”, sagte der US-Präsident nach einem hochrangig besetzten Treffen mit seinen Gesundheits- und Sicherheitsberatern im Weißen Haus. Um einen möglichen Ebola-Ausbruch in den USA zu verhindern, würden Fluggäste stärker kontrolliert, so der Präsident. Wie genau diese Kontrollen ablaufen sollen, sagte er nicht.

Obama rief die internationale Gemeinschaft auf, sich stärker gegen Ebola in Westafrika einzubringen. “Einige große Länder machen nicht genug”, sagte er. Obama will bis zu 4.000 US-Soldaten nach Liberia und in andere betroffene Staaten verlegen. Die Einheiten sollen unter anderem Krankenhäuser aufbauen und die Versorgung mit Hilfsgütern sicherstellen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Westafrika bereits fast 3.500 Menschen an Ebola gestorben.

Ebola-Fall in Texas

Obama sei über den Ebola-Fall in Texas, die Vorsorgemaßnahmen in den USA sowie die Bemühungen im Kampf gegen Ebola in Westafrika unterrichtet worden. Die Teilnehmer hätten auch über schärfere Kontrollen an den US-Flughäfen beraten, teilte Obamas Regierung mit. Der Ebola-Ausbruch sei eine “oberste Priorität der nationalen Sicherheit”.

Vergangene Woche war in den USA erstmals ein Ebola-Fall festgestellt worden. Der Patient hatte sich in seiner Heimat Liberia infiziert. Der Erreger wurde aber erst diagnostiziert, nachdem der Mann zu einem Familienbesuch nach Texas gereist war. Nach einer Ansteckung vergehen bis zu 21 Tage, bis erste Zeichen der Krankheit wie Fieber und Übelkeit auftreten.

Patient noch in Lebensgefahr

Der Patient schwebte am Montag in einem Krankenhaus von Dallas weiter in Lebensgefahr. Menschen, die mit dem Liberianer nach dem Ausbruch der Krankheit in Kontakt gekommen sind, werden von den US-Gesundheitsbehörden überwacht. Vier Angehörige stehen bis mindestens 19. Oktober in ihrer Wohnung in Dallas unter Quarantäne.

Das dortige Krankenhaus Texas Health Presbyterian teilte am Montag mit, Duncan werde mit einem experimentellen Medikament namens “brincidofovir” behandelt. Das von der US-Pharmafirma Chimerix entwickelte Präparat befinde sich derzeit in der Testphase. Bislang hat noch kein Medikament gegen Ebola eine offizielle Zulassung erhalten.

Vier US-Bürger an Ebola erkrankt

Ein US-Kameramann, der sich in Liberia mit dem Ebola-Virus infizierte, traf unterdessen zur Behandlung in seiner Heimat ein. Das Spezialflugzeug mit dem 33-jährigen Freiberufler an Bord landete am Montag im Bundesstaat Nebraska, wie US-Medien berichteten. Der Mann, der zuletzt vor allem für den US-Fernsehsender NBC tätig war, hatte am vergangenen Mittwoch erste Symptome gezeigt.

Der Kameramann ist der vierte US-Bürger, der sich in Liberia mit Ebola infizierte. Bei den anderen drei Patienten handelte es sich um humanitäre Helfer, die in medizinischen Einrichtungen arbeiteten. Ein weiterer US-Bürger steckte sich in Sierra Leone mit dem Virus an. (APA)

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