25. Juni 2012 20:10; Akt.: 26.06.2012 08:50

Oberschützenmeisterin Rösle Meier

Oberschützenmeisterin Rösle Meier mit ihrer Luftdruckpistole Oberschützenmeisterin Rösle Meier mit ihrer Luftdruckpistole - © Manfred Bauer
Feldkirch. (sm) Rösle Meier, die Obfrau der Union Schützengesellschaft Gisingen, Nofels und Tosters ist dreifache Staatsmeisterin und WM-Teilnehmerin im Luftdruck- und Sportpistolenschießen erfreut sich in der Männerdomäne der Schützen großer Beliebtheit.

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Geboren wurde die Meisterschützin in der Schweiz im nahen Eichberg oberhalb von Oberriet. Schon als Kind begleitete sie ihren Vater zum militärischen Schießen zum Schießstand. „Dabei bin ich wohl infiziert worden“, meint die Meisterschützin lachend, „denn mit 21 Jahren konnte mich ein Arbeitskollege problemlos zum Luftdruckpistolenschießen verleiten. Diesen Virus konnte ich niemals mehr ausmerzen, zumal ich beim Schießen auch noch meinen Gatten Raimund kennen und lieben lernte, der den gleichen Virus intus hatte!“ 1974 heiratete sie Raimund und ist seitdem Mitglied der Union Schützengesellschaft Gisingen, Nofels und Tosters. Sie wurde die erste Pistolenschützin des Landes und holte sich 1976 den ersten Staatsmeistertitel und weitere in den Jahren 1982 und 1983. 1997 wurde sie zur „Oberschützenmeisterin“ sprich: Obfrau des Vereins gewählt. „Meine größte Freude und auch Genugtuung in meiner Schützenkarriere war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Caracas im Jahr 1982!“, erzählt Rösle nicht ohne Stolz.

Spaß und Ehrgeiz

Auf die Frage, was inspiriert eine Frau, einem Hobby-Schützenverein beizutreten, der ja von Männern in jeder Hinsicht dominiert wird, meint die Meisterschützin schmunzelnd: „Zum einen macht mir das Schießen großen Spaß und fordert höchste Konzentration. Ehrlich, es war schon auch der Ehrgeiz, den Männern zu zeigen, dass auch Frauen gut schießen können! Vornehmlich ist es aber die tolle Kameradschaft, die hier gepflegt wird und die mich so begeistert!“ Ärger hat Rösle immer noch mit der Benachteiligung der Frauen in den Wettkampreglements: So dürfen Männer beim Wettkampf 60 Schuss abgeben, Frauen nur 40! Wenn sie jetzt als Pensionistin ein wenig kürzer tritt und die Vereinsarbeit aufwendiger geworden ist, möchte sie mehr Zeit ihrem Enkele schenken!

Vereinsgeschichte

Der Verein wurde 1901 als Schützengesellschaft gegründet und blickt seither auf große sportliche Erfolge zurück. Es sind dies viele Landes- und Staatsmeisterschaftstitel, zahllose Podestplätze in Runden-, Liga- und anderen Wettkämpfen. Schützen des Vereines qualifizierten sich sogar für Europa-und Weltmeisterschaften. Seit 2011 verfügt der Verein im frisch renovierten und erweiterten Schulzentrum Oberau über neue Räumlichkeiten, die keine Schützen-Wünsche offen lassen. Beliebte Veranstaltungen des Vereins Union Schützengesellschaft Gisingen, Nofels und Tosters, sind das traditionelle Ortsvereine- und Schüblingsschießen, welche jedes Jahr tollen Anklang finden. Gerne werden auch Firmenschießen durchgeführt, sowie andere interne Schießen, Bezirks- und Landesmeisterschaften. Alle zwei Jahre, 2014 wieder, wird ein internationales Schießen in Feldkirch durchgeführt, welches schon hunderte Schützen aus den Nachbarländer angelockt hat.



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