ÖBB setzen nun auch in Salzburg Bodycams ein

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Nach Kärnten und der Steiermark setzen die ÖBB seit Montag auch in Salzburg Bodycams bei ihrem Zugbegleiterpersonal ein. Die kleinen Kameras sollen bei aggressiven Fahrgästen deeskalierend wirken.




14 Bodycams stehen den Zugbegleitern in Salzburg nun zur Verfügung. “Die Verwendung ist allerdings freiwillig”, so Robert Mosser, Pressesprecher der ÖBB, bei einem Medientermin am Montag. Zum Einsatz kommen sollen sie vorwiegend im Nahverkehr. Seit der Verwendung der Kameras in anderen Bundesländern sollen laut ÖBB Übergriffe, Drohungen, Sachbeschädigungen und Diebstähle zurückgegangen sein.

Bodycams werden im Bedarfsfall eingeschaltet

Die Kameras filmen dabei nicht ständig mit, sondern werden im Bedarfsfall manuell aktiviert. In Situationen, bei denen es beispielsweise zur Androhung von Gewalt kommt, kann das Zugpersonal darauf zurückgreifen. Der betroffene Fahrgast muss dann darüber allerdings informiert werden. “Wie Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigen, haben die Bodycams vor allem eine präventive und deeskalierende Wirkung”, so ÖBB-Regionalmanager Wolfgang Piesch. Eine bloße Androhung zur Verwendung der Kamera reicht somit häufig aus, um die Situation zu beruhigen.

bodcams2 Bevor die Kamera aktiviert wird, muss der Fahrgast darüber aufgeklärt werden. /SALZBURG24/Naderer ©

Bodycams: Fahrgast muss bei Einsatz aufgeklärt werden

Anders als zuvor berichtet, muss der Fahrgast mit dem Mitfilmen nicht einverstanden sein. Ein einfacher Hinweis dazu, dass die Kamera nun aktiviert wird, reicht aus. “Sollte es tatsächlich zu Übergriffen kommen, wird aber ohnehin die Polizei eingeschaltet, die dann bereits im nächsten Bahnhof wartet”, so Mosser. In Kärnten sind die Kameras seit Anfang Juni im Einsatz, seitdem habe es keine nennenswerten Vorfälle gegeben.

Aufnahmen werden für 72 Stunden gespeichert

Das mitgefilmte Bildmaterial wird auf speziellen Servern für 72 Stunden gespeichert. Dazu ist eine Docking-Station notwendig, über welche die Daten überspielt werden und worauf die Behörden dann zugreifen können. Das Zugpersonal selbst hat keinen Zugriff auf die Aufnahmen. Beim ÖBB-Personal werden die Bodycams offenbar gut angenommen. Geplant ist, dass bei den Zugbegleitern, die grundsätzlich zu zweit sind, mindestens eine Kamera mitgeführt wird.

Bodycams bald in ganz Österreich im Einsatz

In Salzburg gibt es laut ÖBB kaum Übergriffe auf Personal oder Fahrgäste. Die Einführung der Kameras ist somit zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls gedacht. Salzburg ist nach Kärnten und der Steiermark das dritte Bundesland, in dem die Bodycams zum Einsatz kommen. Sie sollen nun nach und nach auch in den anderen Bundesländern eingeführt werden. Die Kosten pro Kamera und Zusatzausrüstung belaufen sich auf etwa 1.000 Euro.

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