ÖFB-Team im WM-Quali-Heimspiel gegen Irland unter Zugzwang

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Koller will nicht von Schicksalsspiel sprechen
Koller will nicht von Schicksalsspiel sprechen - © APA
Österreichs Fußball-Nationalteam steht am Samstag (18.00 Uhr/live ORF eins) in der WM-Qualifikation gegen Irland im ausverkauften Wiener Happel-Stadion unter Zugzwang. Eine Niederlage gegen den EURO-2016-Achtelfinalisten ließe die Teilnahme an der Endrunde 2018 in Russland in weite Ferne rücken, selbst ein Remis würde die ohnehin nicht optimale Ausgangsposition wohl weiter verschlechtern.

Das ÖFB-Team liegt nach drei von zehn Runden mit vier Punkten nur an vierter Stelle, während die zweitplatzierten Iren mit sieben Zählern punktegleich mit Gruppe-D-Spitzenreiter Serbien sind. Dennoch wollte Teamchef Marcel Koller nicht von einem Pflichtsieg oder Schicksalsspiel sprechen. “Es sind auch danach noch sechs Spiele zu spielen. Aber wenn wir nicht gewinnen oder verlieren, wird es natürlich schwieriger.”

Koller: “Wird eine enge Kiste”

Der Coach geht von einem Duell auf Augenhöhe aus. “Wir wollen gewinnen und werden alles dafür tun, aber es wird eine enge Kiste”, erklärte der Schweizer und erinnerte in diesem Zusammenhang an die jüngsten beiden Partien gegen die Iren 2013 in der WM-Qualifikation, als es auswärts ein 2:2 und daheim ein 1:0 gab.

Die Iren haben seither laut Koller eine positive Entwicklung hingelegt. Allerdings fehlen ihnen in Shane Long, Stephen Ward und James McCarthy drei Spieler, “die ihnen gut zu Gesicht stehen würden”, meinte der Teamchef. Welche Auswirkungen die verletzungsbedingten Ausfälle auf die Taktik des Weltranglisten-33. haben könnten, wagte Koller nicht zu prognostizieren. “Wir wissen ihre Aufstellung eine Stunde vor Anpfiff und können uns dann darauf vorbereiten.”

Kompakterer Auftritt am Ball gefragt

Entscheidend sei es aber ohnehin, sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren. “Es ist wichtig, wie der Gegner aufgestellt ist, aber noch wichtiger, dass wir eine entsprechende Mentalität haben”, sagte Koller.

Gegen die Iren ist im Vergleich zum 2:3 im Oktober in Serbien vor allem ein kompakterer Auftritt im Spiel gegen den Ball gefragt. “Jeder muss für sich selbst bereit sein, Defensivarbeit zu leisten, aber wir müssen auch nach vorne kommen”, forderte Koller und ergänzte: “Wir müssen in den Zweikämpfen dagegenhalten und uns wehren.”

Wenig bis keine Änderungen in Aufstellung

Sollten diese Ratschläge beherzigt werden, könnte man an vergangene Erfolge in der EM-Qualifikation anschließen und sich Selbstvertrauen zurückholen. “Das geht ein bisschen verloren, wenn man mehr Spiele verliert. Deshalb muss man schauen, zur Grundbasis zurückzukehren – viel Bewegung und Defensiv-Arbeit”, meinte der Teamchef.

Mit welcher Aufstellung dies gelingen soll, ließ Koller naturgemäß offen. Als Ersatz für die verletzten Robert Almer und Zlatko Junuzovic stehen Ramazan Özcan und Alessandro Schöpf bereit, den Platz am rechten Flügel machen sich wohl Martin Harnik und Marcel Sabitzer untereinander aus. Ansonsten dürften es wenig bis keine Änderungen geben. “Wir werden nicht alles auf den Kopf stellen”, kündigte Koller am Freitag, dem Tag seines 56. Geburtstags, an.

Eine Party habe es bisher noch nicht gegeben. “Wir wollen schauen, dass wir morgen feiern können”, sagte der Nationaltrainer am Freitag.

Hoffnung auf WM-Teilnahme lebt

Auch Kapitän Julian Baumgartlinger hofft auf einen Sieg, obwohl der Auftakt in die WM-Quali nicht optimal verlaufen ist. “Aber die Erwartungshaltung ist jetzt eine andere als vor der letzten EM-Quali. Jetzt erwartet jeder, dass es so weitergeht wie damals, doch uns Spielern war es bewusst, dass es schwierig wird”, sagte der Leverkusen-Legionär.

Die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme ist bei Baumgartlinger aber nach wie vor groß. “Es kann trotzdem noch eine erfolgreiche Qualifikation werden.” Die Mannschaft habe in den vergangenen zwölf Monaten “nicht ihr wahres Gesicht gezeigt”, beteuerte der Mittelfeldspieler.

(APA)

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