Öffentliche Uni-Finanzierung in Österreich stabil

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In Österreich steigt die Anzahl der Studierenden
In Österreich steigt die Anzahl der Studierenden
Die öffentliche Finanzierung der österreichischen Universitäten ist heuer gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Das zeigt eine Studie der European University Association (EUA). Gegenüber dem Vergleichsjahr 2008 gehört Österreich zu den Ländern mit dem stärksten Anstieg der öffentlichen Mittel – aber auch zu jenen mit dem höchsten Studentenzuwachs.


Das auf Zahlen der jeweiligen Rektorenkonferenzen basierende jährliche “Public Funding Observatory” der EUA vergleicht die Entwicklung der öffentlichen Uni-Finanzierung in den einzelnen Staaten. Im Vergleich zu 2013 blieben die öffentlichen Mittel in Österreich (wie auch in Tschechien, Italien und den Niederlanden) laut Studie inflationsbereinigt stabil. Ein Plus von fast 20 Prozent verzeichnete Portugal, eine Steigerung von rund acht Prozent Polen und Zuwächse zwischen einem und fünf Prozent Belgien (französischer Teil), Ungarn, Island, Norwegen und Schweden.

Schwere Einbußen (minus zehn Prozent und mehr) mussten die Unis in Griechenland, Litauen und Großbritannien hinnehmen. Irland kommt auf ein Minus von fast zehn Prozent, Kroatien, Slowenien, Spanien und die Slowakei auf Verluste zwischen einem und fünf Prozent.

Diese Zahlen sind zum Teil aber nur Momentaufnahmen, relativiert die EUA: So verzeichnete Portugal etwa die erste Erhöhung der öffentlichen Mittel nach drei Jahren Budgetkürzungen. Auch der leichte Zuwachs Ungarns ist der erste seit 2008.

Deshalb hat die EUA auch eine längerfristige Entwicklung errechnet: Seit 2008 verzeichneten Deutschland, Norwegen und Schweden (inflationsbereinigte) Zuwächse der öffentlichen Unimittel von jeweils rund 23 Prozent. Österreich kommt auf ein Plus von 18 Prozent, Belgien (französischer Teil) auf 13 Prozent und Polen auf einen Anstieg von zehn Prozent. Gleichzeitig relativiert die EUA die Zuwächse in Österreich und Belgien, da diese niedriger als der Anstieg der Studentenzahl ausgefallen sind. Ähnliches gilt für Deutschland.

Die schwersten Einbußen bei der öffentlichen Finanzierung seit 2008 erlitten die Unis in Griechenland, die mehr als die Hälfte ihrer Mittel verloren, und Ungarn (minus 45 Prozent). Litauen kommt auf ein Minus von 39 Prozent, Großbritannien auf 36 Prozent, Irland auf 35 Prozent, Italien auf 21, Tschechien auf 18 und Spanien auf 16 Prozent. Die Einbußen bei den öffentlichen Mitteln werden in manchen Ländern durch höhere Studiengebühren auszugleichen versucht: Als Beispiele nennt die EUA Großbritannien, Irland und Spanien.

Zu den Spitzenreitern zählt Österreich bei der Steigerung der Studentenzahlen: Gegenüber 2008 betrug der Zuwachs hierzulande (wie in Belgien/Flandern, Dänemark, Deutschland und Luxemburg) rund 25 Prozent. Eine sinkende Studentenzahl verzeichnen die meisten osteuropäischen Staaten, allen voran Litauen (minus 27 Prozent) sowie Ungarn (minus 16 Prozent).

Eine weitere Auswertung zeigt die Entwicklung des Anteils der Mittel für die öffentliche Hochschulfinanzierung am BIP seit 2008. Österreich zählt dabei neben Kroatien, Finnland, Deutschland, Luxemburg, Island, den Niederlanden, Norwegen, Polen und Serbien zu den Staaten mit einem Zuwachs. Tschechien, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Litauen, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und Großbritannien verzeichnen ein Absinken.

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