Österreicher rücken bei Kunstkompass nach vorne

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Der Deutsche Gerhard Richter hält sich konstant an der Spitze
Der Deutsche Gerhard Richter hält sich konstant an der Spitze - © APA (dpa)
Gerhard Richter hält sich konstant an der Spitze: Der deutsche Künstler wird im renommierten Ranking “Kunstkompass” neuerlich als wichtigster Künstler gereiht – zum 14. Mal in Folge. Auch die weiteren Stockerlplätze bleiben mit dem US-Künstler Bruce Nauman und der Deutschen Rosemarie Trockel unverändert. Verbessern konnten sich die Österreicher, allen voran Erwin Wurm.

Er überholte in der Liste, die am Donnerstag im Magazin “Capital” veröffentlicht wird, seinen Landsmann Arnulf Rainer und sprang vom 60. auf den 50. Rang. Damit wird er als bester Österreicher gereiht. Rainer selbst konnte einen Platz auf Rang 58 gutmachen und Heimo Zobernig wird heuer auf Platz 80 (im Vorjahr 84) gereiht. Die Top-5 der wichtigsten Künstler komplettieren wiederum der Deutsche Georg Baselitz sowie US-Künstlerin Cindy Sherman.

Während sich im vorderen Feld des klassischen Rankings recht wenig tat, gab es bei den “100 Stars von Morgen” ordentliche Verschiebungen. Allen voran die Frankfurter Performance-Künstlerin Anne Imhof ist hier zu nennen, gelang ihr doch der Sprung von Platz 229 an die Spitze. Erst am gestrigen Dienstag war Imhof von der Zeitschrift “Monopol” zur wichtigsten Akteurin der Kunstwelt 2017 ausgerufen worden. Sie wurde heuer bei der Kunstbiennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Venedig-Bezug hat auch die einzige Österreicherin in dieser Aufsteigerliste: Brigitte Kowanz, die gemeinsam mit Wurm für den rot-weiß-roten Beitrag in der Lagunenstadt zuständig zeichnete, wird hier erstmals auf Platz 75 gereiht. Im Vorjahr suchte man heimische Künstler bei den “Stars von Morgen” noch vergeblich. In der Kategorie “Die Unsterblichen” steht nach wie vor Andy Warhol (1928-1987) an der Spitze, der 2012 verstorbene Franz West findet sich als einziger Österreicher wie zuletzt auf Rang 9.

Der Kunstkompass erscheint seit 1970 und gilt als Ruhmesbarometer der Kunstwelt. Insgesamt umfasst er 30.000 Künstler und basiert auf der Annahme, dass die Qualität von Kunst nicht messbar ist, wohl aber die Resonanz in der Kunstwelt. Bewertet und mit Punkten gewichtet werden unter anderem die Ausstellungen von nahezu 300 Museen, dazu Rezensionen in Fachmagazinen, Ankäufe führender Museen und Auszeichnungen. Preise und Auktionserlöse werden dagegen nicht berücksichtigt.

(APA/dpa)

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