ÖVP fordert Lösung für Fernbus-Chaos in Lastenstraße

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Auch Busse des Unternehmens Flixbus halten in der Salzburger Lastenstraße,
Auch Busse des Unternehmens Flixbus halten in der Salzburger Lastenstraße, - © Flixbus
Laut ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs herrscht in der Lastenstraße Chaos. Zusätzlich zum Autoverkehr seien die Fernbusse und ihre Fahrgäste eine Belastung für die Anrainer. Fuchs fordert deshalb schnellstmöglich eine Lösung.

Von Salzburg nach ganz Europa. Das geht nicht nur mit dem Flugzeug, sondern auch mit dem Bus. Fernbusreisen sind im Trend, das merkt man auch in Salzburg.

Lastenstraße als Busbahnhof

Viele Anbieter lassen ihre Gäste in der Lastenstraße beim Hauptbahnhof ein- und aussteigen. Laut ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs seien es über 100 Buslinien, die für einen Halt in der Lastenstraße eine Genehmigung haben, erklärt er in einer Aussendung.

Auch die Anrainer haben ein Problem mit den vielen Fernreisenden. Die Leute würden  vor den Geschäften sitzen und  ihren Müll nicht wegräumen, so Jakob Gruber, Unternehmer in der Lastenstraße gegenüber dem ORF.

Behörden Wirrwarr erschwert Kontrolle

Weiters kritisiert Fuchs, dass die Anbieter keine Fahrpläne aushängen würden. “Dem Gesetz zufolge müsste eigentlich jeder Anbieter einen Fahrplan über Ein- und Ausstiegzeiten aufhängen. In der Realität macht das aber fast keiner”, so Fuchs.

Fuchs wirft dem Land außerdem vor, dass man auch dort nicht genau wisse, wie viele Fernbusse wirklich in der Lastenstraße halten würden. Ordnung in das Wirrwarr zu bringen ist aber nicht so einfach. Für die Genehmigung von grenzüberschreitenden Fahrtstrecken mit Start in Österreich und Ziel im Ausland ist das Verkehrsministerium zuständig. Für Fahrten die nur ihr Ziel in Österreich haben, stellt dasjenige Land die Konzession aus, in dem der Bus gestartet ist. Das Land vergibt zwar die Haltestellen, für die Kontrolle dieser ist aber die Polizei zuständig.

Viele Linien haben keine Genehmigung

Verkehrs-Landesrat Hans Mayr (SBG) gibt Fuchs in einem Punkt recht. Man könne wirklich nicht genau sagen, wie viele Anbieter tatsächlich halten, so Mayr. “Derzeit gibt es 48 internationale Konzessionen auf deren Bewilligung wir keinerlei Einfluss haben. Wir wissen nicht einmal, wie viele Anbieter mit einer solchen Genehmigung überhaupt noch fahren”, erklärt Mayr.

Das Land selbst hat seit 2013 nur drei Linien genehmigt. Einigen Busunternehmern dürfte es also einfach egal sein, ob sie in der Lastenstraße halten dürfen oder nicht. Mayr: “Viele halten sicher illegal.” Aufgrund der Rechtssituation müssen die Betreiber aber auch keine schwerwiegenden Sanktionen fürchten.

Braucht dringend Lösungsvorschlag

Fuchs fürchtet, dass es in der Lastenstraße bald noch enger werden könnte, nämlich wenn auch noch die Regionalbusse dort halten und fordert eine baldige Lösung des Problems von Landesrat Mayr. Dieser erwidert, sollten Lösungsansätze von Seiten der Stadt vorhanden sein, sei er gerne zur Zusammenarbeit bereit.

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