Okotie als möglicher Janko-Ersatz: “Bin bereit”

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1860-Legionär fühlt sich gerüstet
1860-Legionär fühlt sich gerüstet
Noch vor einigen Monaten schien die Fußball-Karriere von Rubin Okotie einem langsamen Ende entgegenzusteuern, nun könnte der Stürmer am Sonntag (18.00 Uhr/live ORF eins) im EM-Qualifikationsspiel in Wien gegen Montenegro plötzlich Österreichs großer Hoffnungsträger sein. Der Wiener gilt als erster Anwärter auf den Platz des gesperrten Marc Janko im Angriffszentrum.


“Ich bin auf jeden Fall bereit und hoffe, dass ich zum Einsatz komme”, erklärte der Ex-Austrianer, der die Rote Karte von Janko in Moldawien nach eigenen Angaben als Schock empfunden hatte. “Weil sie nicht berechtigt war.”

Durch den Ausschluss des Australien-Legionärs dürfte Okotie zu seinem siebenten Länderspiel-Einsatz kommen, zum zweiten seit seinem von vielen nicht mehr für möglich gehaltenen Comeback. Einst galt der mittlerweile 27-Jährige als eines der größten Stürmer-Talente Österreichs, ehe mit einem Knorpelschaden im September 2009 die Misere begann.

Danach absolvierte er in dieser Saison kein einziges Pflichtspiel mehr und wechselte im Sommer 2010 zum 1. FC Nürnberg, wo er allerdings nicht den Durchbruch schaffte. Ein anschließendes Leih-Engagement beim belgischen Erstligisten VV St. Truiden brachte ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg.

Etwas besser lief es in seiner Zeit bei Sturm Graz von 2012 bis 2013. Bei der darauffolgenden Rückkehr zur Austria blieb Okotie glücklos, ehe er im vergangenen Winter zu SönderjyskE ging. In der dänischen Liga traf der U20-WM-Vierte von 2007 auf einmal wie am Fließband – Lohn war der Wechsel zu 1860 München. Beim deutschen Zweitligisten erzielte er in zehn Pflichtspielen acht Tore.

Der Grund für seinen Aufschwung ist für Okotie leicht erklärt. “Ich bin zum ersten Mal seit langer Zeit wieder richtig fit. Außerdem habe ich das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft”, erklärte der Goalgetter. Dies sei auch der seit mehr als einem Jahr währenden Zusammenarbeit mit Fitnesscoach Heini Bergmüller zu verdanken.

Die jahrelange Leidenszeit hat den Angreifer geprägt. “Das war keine einfache Phase, aber dadurch reift man auch”, betonte Okotie, der seit einem Monat Vater eines Sohnes ist.

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