OMV im dritten Quartal mit weniger Umsatz

Akt.:
Das Ergebnis ist positiv
Das Ergebnis ist positiv - © APA (AFP)
Die OMV hat im dritten Quartal 5,249 Mrd. Euro Umsatz gemacht – um 12 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das EBIT wurde dennoch mit 63 Mio. Euro ins Plus gedreht, unterm Strich steht ein Periodenüberschuss von 129 Mio. Euro, nach einem Verlust von 461 Mio. Euro im dritten Quartal 2015. Das teilte die OMV am Mittwoch mit.

OMV-Chef Rainer Seele spricht von einer “stabilen Ergebnisentwicklung” trotz eines schwierigen Marktumfelds. Die bereinigten Zahlen sehen weniger positiv aus: Das CCS EBIT (um Lagereffekte bereinigt) vor Sondereffekten, eine für die Branche wichtige Kennzahl, verschlechterte sich um 16 Prozent auf 415 Mio. Euro. In allen drei Quartalen zusammen brach dieser Wert um ein Drittel auf 796 Mio. Euro ein. Der operative Cashflow betrug 652 Mio. Euro (-43 Prozent), der freie Cashflow halbierte sich auf 239 Mio. Euro.

Das dritte Quartal sieht für die OMV durchwegs etwas rosiger aus als das bisherige Gesamtjahr – in den ersten neun Monaten dieses Jahres brach der Umsatz um ein Fünftel auf 13,85 Mrd. Euro ein, das Betriebsergebnis (EBIT) war mit -190 Mio. Euro (nach -277 Mio. Euro) noch immer negativ und das CCS EBIT vor Sondereffekten brach um ein Drittel auf 796 Mio. Euro ein.

Der Periodenüberschuss der ersten drei Quartale wurde gegenüber dem Vorjahr auf 148 Mio. Euro fast verdreifacht, der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss war allerdings mit -26 Mio. Euro noch immer negativ. Was die OMV derzeit dringend braucht, ist Cash, und den holt sie sich unter anderem durch Verkäufe. Zuletzt wurde der Verkauf der 100-prozentigen UK-Tochter an Siccar Point Energy um bis zu eine Milliarde Dollar vereinbart. Rund 600 Mio. Euro bringt der Verkauf von 49 der Anteile an der Gas Connect Austria.

“Im dritten Quartal hat OMV zudem das Kostensenkungsprogramm konsequent weiterverfolgt und wird 2016 eine Kostensenkung von 100 Mio. Euro und 2017 von 150 Mio. Euro erreichen”, sagte OMV-Chef Rainer Seele laut Aussendung. “Im Upstream-Bereich legen wir den Fokus weiterhin auf Projekte, die profitable Barrels liefern. Dies ermöglicht es OMV, die Investitionssumme von den ursprünglich geplanten 2,4 Mrd. Euro auf 2,0 Mrd. Euro 2016 zu reduzieren. Für 2017 planen wir 2,2 Mrd. Euro zu investieren, was einer Reduktion von 200 Mio. Euro entspricht.”

(APA)

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen