Onkel soll Nichten sexuell missbraucht haben – Verurteilt

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18.000 Euro Geldstrafe und ein Freiheitsstrafe von sieben Monaten bedingt fasste der Angeklagte aus.
18.000 Euro Geldstrafe und ein Freiheitsstrafe von sieben Monaten bedingt fasste der Angeklagte aus. - © APA/BARBARA GINDL
Ein 52-jähriger Österreicher ist am Dienstag bei einem Prozess in Salzburg wegen sexuellen Missbrauchs zweier unmündiger Nichten verurteilt worden. Er legte nach anfänglichem Leugnen der Vorwürfe ein volles Geständnis ab. Der bisher unbescholtene Angeklagte erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 18.000 Euro sowie ein Freiheitsstrafe von sieben Monaten bedingt. Der Angeklagte will Berufung einlegen – die Geldstrafe sei zu hoch.

Der Beschuldigte soll die mehrfachen sexuellen Übergriffe auf die beiden Angehörigen im Zeitraum von 2013 bis November 2015 begangen haben. Laut Anklage hat sich der Onkel zu den Tatzeiten bei der Familie der Mädchen aufgehalten und dort übernachtet. Beim Spielen soll er die Geschlechtsteile der Kinder absichtlich betastet und zur Täuschung der Anwesenden gelacht haben, damit diese nichts mitbekommen.

Mädchen laut Psychologen glaubwürdig

Der Onkel wurde in der kontradiktorischen Einvernahme der Opfer belastet. Ein Psychologe hielt die Angaben der Mädchen für glaubwürdig. Zunächst meinte der Angeklagte, er habe – wenn überhaupt – nur zufällig seine Hand an die Geschlechtsteile der Kinder gelegt. Als ihn dann Staatsanwältin Barbara Fischer mit den Aussagen seines Bruders konfrontierte, wonach er ihm gegenüber die Taten gestanden und sich entschuldigt habe, gestand der 52-Jährige seine Schuld ein.

Schmerzensgeld für missbrauchte Mädchen

Dem Urteil des Schöffensenats unter Vorsitz von Richterin Anna-Sophia Geisselhofer zufolge muss der Beschuldigte den beiden Opfern ein weiteres Teilschmerzensgeld in Höhe von jeweils 500 Euro bezahlen, je 500 Euro hatte er bereits beim Prozess der Privatbeteiligten-Vertreterin übergeben.

Verteidiger kündigt Berufung an

Die unbedingte Geldstrafe befand der Österreicher aber als zu hoch. Sein Verteidiger kündigte Strafberufung an. Daraufhin meldete die Staatsanwältin Berufung in Richtung einer teilbedingten Freiheitsstrafe an. Das Delikt sexueller Missbrauch von Unmündigen (Paragraf 207 StGB) hat einen Strafrahmen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren Haft.

(APA)

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