Online-Handel boomt: 250.000 Salzburger kaufen im Internet ein

Die Zahl der Online-Shopper nimmt auch in Salzburg stark zu.
Die Zahl der Online-Shopper nimmt auch in Salzburg stark zu. - © APA
Der Marktplatz im Internet boomt: Laut einer Erhebung der KMU Forschung Austria haben im Vorjahr rund 250.000 Salzburger zwischen 16 und 74 Jahren zumindest einmal bei einem in- oder ausländischen Internethändler eingekauft.

Der Anteil der Online-Shopper ist seit 2006 von 31 auf 59 Prozent gestiegen und hat sich damit fast verdoppelt. „Das Internet hat unser Informations- und Kommunikationsverhalten vollkommen verändert. Online-Shopping zählt mittlerweile für breite Konsumentengruppen zum alltäglichen Einkaufsverhalten“, resümierte Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria bei einem Pressegespräch in der Wirtschaftskammer Salzburg.

Im Schnitt lassen sich die Salzburger Online-Shopper ihre Internet-Einkäufe 1.700 euro pro Jahr kosten. Die Gesamtausgaben betragen etwa 420 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der stationäre Einzelhandel erzielte im Vorjahr in Salzburg einen Bruttoumsatz von rund 5,3 Milliarden Euro.

Ausländische Online-Händler bevorzugt

Die heimischen Händler profitieren nur zum Teil von den steigenden Ausgaben im Internet: 47 Prozent der Salzburger geben an, nur oder auch bei ausländischen Anbietern einzukaufen. 40 Prozent erledigen ihre Einkäufe im österreichischen Online-Einzelhandel.

9.000 Online-Shops in Österreich

Die österreichischen Einzelhandelsunternehmen haben auf das boomende Geschäft im Internet reagiert: 22 Prozent betreiben bereits einen Web-Shop. Die rund 9.000 heimischen Online-Shops erzielten 2017 einen Umsatz von 3,2 Mrd. Uero (brutto, inkl. Ust.). „Die Verbindung zwischen on- und offline ist für die Betriebe wichtig. Speziell die jüngeren Konsumenten sprechen darauf an“, betont Johann Peter Höflmaier, Geschäftsführer der Sparte Handel der WK Salzburg. „Auf der anderen Seite darf man aber nicht auf die Bewusstseinsbildung vergessen. Die Kunden können mit ihrem Kaufverhalten die regionale Wirtschaft stärken. Sie entscheiden darüber, wie viele Ausbildungs- und Arbeitsplätze es in Zukunft vor Ort geben wird. Hier gilt der Satz: Wer weiter denkt, kauft näher ein“, meint WK-Höflmaier.

Die Forderung der Wirtschaftskammer nach fairen Wettbewerbsbedingungen für den österreichischen, stationären und Online-Handel gegenüber der ausländischen Konkurrenz sei berechtigter denn je. „Es geht um Zollfreigrenzen, Umsatzsteuerzahlungen und vieles mehr“, führt Höflmaier aus.

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