OÖ: Ärzte retten Mühlviertler abgesägte Hand

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Die Unfallchirurgen Richard Schnelzer und Patrick Jacks mit dem Patienten nach der erfolgreichen OP.
Die Unfallchirurgen Richard Schnelzer und Patrick Jacks mit dem Patienten nach der erfolgreichen OP. - © KUK
Unsere „gute Nachricht des Tages“ kommt heute aus dem benachbarten Oberösterreich: Zwei Ärzten des Kepler Uniklinikums ist es nach einer siebenstündigen Operation gelungen, die Hand eines 57-jährigen Mühlviertlers zu retten. Der Mann war bei Holzarbeiten in eine Kreissäge geraten.

Sieben Stunden operierten die Unfallchirurgen Patrick Jachs und Richard Schnelzer, um die Hand eines Patienten wieder herzustellen. Der Bundesheer-Luftbildfotograf Friedrich W. geriet vergangene Woche bei Holzschneidearbeiten mit der Hand in eine Kreissäge und wurde schwer verletzt in das Kepler Uniklinikum geflogen. „Die Rettungskette hat perfekt funktioniert”, freut sich der Patient.

Kleiner Finger hing nur mehr an Hautbrücke

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde der 57-jährige Mühlviertler ins Kepler Uniklinikum gebracht und sofort operiert. „Seine linke Hand war schwerst verletzt. Der kleine Finger war bis zum Handgelenk abgetrennt und hing nur mehr an einer kleinen Hautbrücke. Die Mittelhandknochen waren an- bzw. durchgesägt und alle Strecksehnen durchtrennt”, schildert Unfallchirurg Patrick Jachs. „Bei derartigen Verletzungen kommt es darauf an, Knochen, Muskelsehnen, Gefäße und Nerven nach einem bestimmten Schema sorgfältig zu kontrollieren, um sie anschließend richtig zusammenzusetzen. In diesem Fall musste zusätzlich eine Hohlhandverschmälerung durchgeführt werden”, erklärt Jachs.

Therapie startet noch diese Woche

Die Operation sei sehr gut verlaufen. Die Mittelhandknochen wurden mit Platten verschraubt, beim kleinen Finger sei nichts mehr zu machen gewesen, er musste amputiert werden. „Alle Weichteile und Lappen sind gut durchblutet, sodass noch diese Woche mit der Therapie begonnen werden kann”, sagt Jachs. Die beiden Replant-Mediziner sind zuversichtlich, dass der Heilungsprozess weiterhin gut verläuft und die Hand des Patienten bald wieder voll einsatzfähig ist.

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