Opernball: Generalprobe leicht aus dem Takt

Die Debütanten übten am Mittwoch noch fleißig die Choreografie.
Die Debütanten übten am Mittwoch noch fleißig die Choreografie. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Das Winterwetter hat die Generalprobe des Wiener Opernballs am Mittwochabend gehörig durcheinandergebracht. Startenor Pavol Breslik, der eigentlich am Nachmittag in der Oper sein sollte, blieb aufgrund des Schneefalles in München drei Stunden lang mit seinem Flieger hängen und schaffte es nur knapp zur Abendprobe. “Er hat sich im Taxi eingesungen”, sagte Direktor Dominique Meyer.


Für die Gäste der ausverkauften Generalprobe hatte das aber nur Vorteile: Breslik holte seinen Nachmittagstermin nach und sang sein Solostück “Ah! Leve-toi, soleil!” aus “Romeo et Juliette” gleich zwei Mal. Danach folgte der Auftritt von Valentina Nafornita, die für die erkrankte Daniela Fally eingesprungen ist. Sie begeisterte das Publikum mit “O mio babbino caro” aus Puccinis “Gianni Schicchi” sowie gemeinsam mit Pavol Breslik mit “Lippen schweigen” aus Lehars “Die lustige Witwe”.

Nafornita eröffnet Opernball zum zweiten Mal

Obwohl Nafornita bereits bei der Eröffnung des Opernballes 2013 aufgetreten ist, zeigte sie im Vorfeld Nerven: “Es kam ja total überraschend”, sagte sie gegenüber der APA. Bei ihrem ersten Auftritt wusste sie noch nicht, was genau auf sie zukommt. “Ich kannte den Opernball nicht, das war vielleicht sogar leichter”, meinte die Sopranistin.

Choreografie klappt: Tanzlehrer und Debütanten erleichtert

Bis auf die vom Wetter verschuldete Verspätung verlief die Generalprobe reibungslos: Nach dem Auftritt der Eleven zeigte das Ballettensemble der Staatsoper bei den von Eno Peci eigens für den Ball kreierten Choreografien Josef Strauß’ “Mein Lebenslauf ist Lieb'” und der Polka “Lust, Walzer und Feuerfest” seine Klasse.

Die Debütanten bekamen letztlich die sehr von Linien geprägte Eröffnungs-Choreografie “Stürmisch in Lieb und Tanz”, eine Polka von Johann Strauß Sohn, auch zum ersten Mal im Ballsaal hin. Da rutsche sogar Choreograf und Tanzlehrer Roman Svabek ein erlöstes “Jaaaaaaa” heraus.

(APA)

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