Organisiertes Betteln in Salzburg: Ist Bettelverbot die Lösung?

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Die Bettler-Problematik schlägt hohe Wellen in Salzburg.
Die Bettler-Problematik schlägt hohe Wellen in Salzburg. - © dpa/Andres Benedicto
Die Diskussion um Bettler in der Stadt Salzburg ist so hitzig wie noch nie. Am Donnerstag wurde bekannt, dass in der Landeshauptstadt mitunter organisierte Bettelstrukturen ausgeprägt sind. Was denkt ihr darüber?

Selten hat eine Diskussion in Salzburg so hohe Wellen geschlagen. Bettler gehören mittlerweile zum Stadtbild, kaum ein Thema polarisiert so stark. Kürzlich wurde ein Lager an der Autobahn entdeckt. Anderenorts musste die Justiz eingreifen: Es wurden Männer wegen Menschenhandels und gewerbsmäßigem Betrugs festgenommen.

Attraktives Pflaster für Bettler

Salzburg sei sehr attraktiv für Bettler, weil sich hier im Vergleich zu anderen europäischen Städten höhere Beträge „verdienen“ lassen. “Es gibt sicher auch Fälle von Armutsbettelei”, meinte Landespolizeidirektor Franz Ruf am Donnerstag.

 

Ermittler beweisen den Betrug. © LPD Salzburg Ermittler beweisen den Betrug. © LPD Salzburg ©

Aber es gebe einen deutlichen Anteil an krimineller Bettelei. “Überall dort, wo wir tiefer hineingehen, tun sich Abgründe auf”, berichtete er.

FPÖ fordert Bettelverbot

Aus diesem Grund fordert Salzburgs FPÖ-Vorsitzender Andreas Schöppl (FPÖ) ein Bettelverbot: „Die FPÖ hält an ihrer Forderung nach einem Verbot des gewerbsmäßigen Bettelns fest. Nur so wird es gelingen das Betteleiunwesen aus unserer Stadt gänzlich zu verbannen“, und führt fort, „Notunterkünfte und eine Grundversorgung für Bettler, wie es der Plattform für Menschenrechte fordere, werden von uns klar abgelehnt. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, dass nicht noch mehr Bettler nach Salzburg kommen.

 

Ist ein Bettelverbot die Lösung?

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SPÖ-Sozialsprecherin Andrea Brandner ist anderer Meinung: „Abgesehen davon, dass ich die Ausbeutung von Menschen absolut verurteile, bestätigt dieses Ermittlungsergebnis auch, dass der Großteil der in Salzburg bettelnden Menschen rein aus persönlicher Not handelt. Die oft angenommen „mafiösen“ Strukturen im Hintergrund sind defacto nicht vorhanden“, so Brandner weiter. (SALZBURG24)

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