Out of Bounds: Sensationelles Bike-Wochenende in Leogang

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Aaron Gwin fuhr zum Leogang-Hattrick.
Aaron Gwin fuhr zum Leogang-Hattrick. - © Stefan Voitl
Satte 22.000 Zuschauer und damit so viele wie noch nie waren am Wochenende in Leogang (Pinzgau) beim “Out of Bounds”-Festivals mit dabei. Zum siebten Mal fand der Downhill Weltcup bereits in der Region statt. Wir haben die Bilder aus dem Pinzgau!


Schon jetzt steht fest: Auch in den kommenden drei Jahren wird in Leogang großer Downhillsport geboten werden. Der Weltcup ist für die nächsten beiden Jahre gesichert, 2020 werden dann die Downhill-Weltmeisterschaften nach Leogang zurückkehren: Auch das Datum für den nächstjährigen Weltcup ist mit 7. bis 10. Juni 2018 bereits fix.

Leogang-Hattrick für den “Gwinner” Aaron Gwin

Aber vorher wollen wir die Resultate von diesem Wochenende noch einmal Revue passieren lassen. Ohne Zweifel, Leogang ist und bleibt das Weltcuprennen der großen Geschichten und damit auch eng mit einem Mann verbunden, der hier – ob mit oder ohne defektem Bike – einfach unschlagbar scheint: Der US-Amerikaner Aaron Gwin feierte am Sonntag seinen Leogang-Hattrick, den insgesamt vierten seiner 17 Weltcuperfolge im Pinzgauer Bikemekka.

Dabei hätte der finale Showdown bei den Herren kaum mehr Spannung bieten können. Der Franzose Loris Vergier legte als Fünfter der Qualifikation mit einem äußerst risikoreichen Lauf vor. “Ein echt guter Lauf. Ich habe voll gepusht und alles gegeben.” Bei fast drei Sekunden Vorsprung im Ziel hieß es für die verbleibenden drei Schnellsten der Qualifikation am Start “All In” – volles Risiko. Doch sowohl der Australier Troy Brosnan, als auch der Weltcupführende Greg Minnaar scheiterten an der Zeit des Vorjahres-Zweiten. Nur Aaron Gwin, der als Schnellster der Qualifikation und somit als letzter Fahrer ins Rennen ging, machte im Verlauf des Rennens Hundertstel um Hundertstel auf den schnellen Franzosen gut. Der Amerikaner krönte sich als erst fünfter Downhiller, dem es gelingt an ein und demselben Ort dreimal in Folge zu gewinnen, endgültig zum König von Leogang: “Ich liebe es, hier zu sein. Es ist nun ein Jahr seit meinem letzten Weltcupsieg vergangen und ich habe keine Worte dafür. Der Kurs war ziemlich trocken, es war ein echt wilder Ritt. Ich habe zwar oben ein paar Fehler gemacht, aber es war ein echter Racerun, der voll am Limit war und ein insgesamt großartiges Wochenende für mich.”

Österreicher im abgeschlagenen Feld

David Trummer und Markus Pekoll, die beiden verbleibenden Österreicher im Finale, hatten im Feld der Schnellsten nichts mitzureden. David Trummer landete als bester Österreicher auf Rang 24. Der Steirer startete als 31. der Qualifikation mit zwei Top-Zwischenzeiten, doch ein Fehler kurz vor dem Flachstück kostete ihm wertvolle Sekunden: “Ein dummer Fehler zur falschen Zeit. Ich bin in der Kurve vom Pedal abgerutscht, kurz hängengeblieben und wäre beinahe vom Bike gegangen. Aber der Speed wäre da gewesen. Auf dieser Strecke muss man eben riskieren”, so Trummer, der seinem Leogang-Auftritt aber auch viel Positives abgewinnen konnte: “Es ist schon Wahnsinn, wenn die Fans entlang der Strecke deinen Namen rufen. Es werden von Jahr zu Jahr mehr Zuschauer.” Markus Pekoll, nach der Qualifikation auf dem aussichtsreichen 25. Rang gelegen, landete letztlich auf dem enttäuschenden 41. Platz: “Ich habe leider einen riesen Bock geschossen und einen Sprung falsch eingeschätzt. Das war leider ein absoluter Anfängerfehler, der nicht passieren hätte dürfen”, ärgerte sich der Steirer.

Premierensiegerin bei den Elite-Damen

In Abwesenheit der Rekordsiegerin Rachel Atherton war das Feld an Sieganwärterinnen bei den Damen groß. Nachdem Tracey Hannah in der Qualifikation am Samstag noch deutlichen Vorsprung auf die Britin Tahnee Seagrave vorweisen konnte, zeigte die ewige Zweite im Weltcup am Sonntag einen beeindruckenden Lauf und jubelte bei den Damen über ihren ersten Weltcuperfolg überhaupt: “Es fühlt sich fantastisch an. Es ist natürlich nicht dasselbe ohne Rachel, aber ein Sieg ist ein Sieg und ich bin einfach nur erleichtert. Wir haben so hart gearbeitet, dementsprechend emotional ist dieser Erfolg jetzt für das gesamte Team. Ich war immer ein Fan von Leogang, bin selber in einem Bikepark aufgewachsen. Wir brauchen solche Rennen wie dieses hier.” Auf Rang zwei landete Favoritin Tracey Hannah, Rang drei ging an die Französin Myriam Nicole.

Junioren-Weltmeister sichert sich Sieg bei den Juniors

Mit einer wahren Machtdemonstration und 2,3 Sekunden Vorsprung sicherte sich der kanadische Junioren-Weltmeister Finnley Iles den Sieg bei den Junioren – vor seinem stärksten Konkurrenten, dem Briten Matt Walker. Österreichs Hoffnung Moritz Ribarich landete auf Rang 15 und gab sich enttäuscht: “Leider haben sich ein paar gröbere Fehler eingeschlichen. Die Strecke hier in Leogang liegt mir nicht so unbedingt, von daher muss ich mit dem heutigen Ergebnis zufrieden sein.” Bei den Juniorinnen, die den finalen Show Down der Downhiller in Leogang einleiteten, gab es mit Paula Zibasa ebenfalls ein neues Siegergesicht aus Litauen.

Neues-altes Siegergesicht beim 26TRIX

Geschichte geschrieben wurde am Samstagabend beim Goldevent der Slopestyler, dem 26TRIX. Erstmals konnte mit dem Sieg des Italieners Diego Cverzasi der Titel von einem Fahrer verteidigt werden und erstmals waren auch zwei heimische Starter mit im Finale dabei: Österreichs Vertreter Bernd Winkler und Markus Saurer landeten auf den Rängen 17 und 20.

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