Paris-Attentäter bekannte sich in Video zum IS

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Bei der weltberühmten Kathedrale kam es zu einem Zwischenfall
Bei der weltberühmten Kathedrale kam es zu einem Zwischenfall - © APA (AFP)
Der Angreifer der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat sich vor der Tat in einem Video zur Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) bekannt. Das Video wurde bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes in Cergy nahe Paris gefunden, wie am Mittwoch aus Ermittlerkreisen verlautete. Am Mittwoch berät das Sicherheitskabinett über die Verlängerung des Ausnahmezustandes.

Der 40-jährige Attentäter hatte am Dienstag vor Notre-Dame mit einem Hammer Polizisten attackiert. Er verletzte einen Beamten leicht und wurde dann durch Polizeischüsse verletzt. Bei der Tat schrie der Mann “Das ist für Syrien!” und bezeichnete sich als “Soldaten des Kalifats”. Er wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er am Mittwoch formell in Polizeigewahrsam genommen, wie aus den Ermittlerkreisen verlautete.

Einzeltäter oder gibt es Hintermänner?

Unklar ist nach wie vor, ob es sich bei dem festgenommenen Verdächtigen um einen – möglicherweise verwirrten – Einzeltäter handelt oder um einen von Hintermännern unterstützten Extremisten.

Frankreich war in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge. Mehrfach standen dabei Sicherheitskräfte im Visier. Mit ihnen erklärte sich Staatspräsident Emmanuel Macron nach dem neuerlichen Zwischenfall solidarisch: “All meine Unterstützung (gilt) den Sicherheitskräften, die jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren”, schrieb er in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter. “Wir wissen, was wir ihnen schulden.”

Wohnung des Verdächtigen durchsucht

Der Nachrichtensender Franceinfo berichtete, der verletzte Mann sei 40 Jahre alt und Doktorand im Fach Journalismus an der Universität von Lothringen in Metz. Eine Studentenunterkunft am Rande von Paris, in der der Verdächtige angeblich eine Wohnung hatte, wurde am Dienstagabend von schwer bewaffneten Spezialeinsatzkräften durchsucht.

Der Platz vor der Kathedrale im Herzen der französischen Hauptstadt wird täglich von Tausenden Touristen besucht. Hunderte Menschen wurden am Dienstag aus Sicherheitsgründen zeitweise in dem Gotteshaus festgehalten. Sie konnten die Kirche später nach und nach verlassen und wurden dabei von Polizisten durchsucht.

Ausnahmezustand gilt weiterhin

In Frankreich gilt weiter der Ausnahmezustand, der nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden war. Die Sonderrechte für die Behörden sollen nach Plänen der Regierung demnächst erneut verlängert werden und dann bis Anfang November in Kraft bleiben. Besonders gespannt ist die Lage auch wegen der ersten Runde der Parlamentswahl am Sonntag.

(APA/ag.)

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