Salzburger Stau-Chaos: ÖVP fordert Gratis-Parkplätze beim Messezentrum

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In messefreien Zeiten würden die Parkplätze im Moment leer stehen, so Christoph Fuchs (ÖVP).
In messefreien Zeiten würden die Parkplätze im Moment leer stehen, so Christoph Fuchs (ÖVP). - © FMT-Pictures
Pendler mit Öffi-Jahreskarte sollen gratis die Parkplätze beim Messezentrum Salzburg nutzen können. Das fordert Christoph Fuchs, Klubobmann der Stadt-ÖVP. Das Land steht dem Vorschlag positiv gegenüber.

Der Stau in und rund um die Stadt Salzburg ist mittlerweile zur Gewohnheit geworden. Kein Tag vergeht ohne Autokolonnen. Könnte die Freigabe von Parkplätzen beim Messezentrum zur Lösung des Salzburger Stau-Chaos beitragen? Ja, sagt ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs.

Parkplatz beim Messezentrum oft leer

Die Stadt-ÖVP möchte die rund 3.600 Parkplätze bei der Messe Pendlern zur Verfügung stellen. “Der Parkplatz soll aber ausschließlich für Pendler mit einer Öffi-Jahreskarte bereitgestellt werden”, betont Fuchs gegenüber SALZBURG24. Im Moment sei der Parkplatz während der Arbeitswoche oft gähnend leer, die Nutzung als Park-and-Ride wäre ein Gewinn, ist er überzeugt. Die Möglichkeit gratis zu parken soll Pendler zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel animieren. Er fordert eine schnelle Umsetzung dieses Vorschlags.

Mayr: Vorschlag schon im Februar gemacht

Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG) hat in den nächsten Jahren 1.800 Parkplätze außerhalb der Stadt geplant. Die Park-and-Ride-Parkplätze sollen in der Nähe von Bahnhöfen und Bushaltestellen entstehen. Mayr findet den Vorschlag gut, hauptsächlich, weil er dieselbe Idee schon im Februar hatte, die Stadtpolitik damals aber dagegen gewesen sei. “Finanziell wird das Land auch seinen Beitrag dazu leisten”, versichert der Landesrat. Er betont aber, dass es eine gemeinsame Finanzierung des Projekts geben soll.

Stadt möchte Buslinie 8 verlängern

Einig sind sich die Politiker darin, dass der Betreiber des Parkplatzes eine Entschädigung erhalten soll. Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) war von SALZBURG24 nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Er betont, dass das Land zahlen soll, die Stadt dafür die Buslinie 8 in der Bessarabierstraße elektrifizieren würde. Damit wäre die Verbindung in die Stadt besser, so Schaden zum ORF.

Stadt und Land sollen sich Kosten aufteilen

Wie hoch die Kosten dafür wären, ist noch nicht klar. Fuchs kann sich zur Finanzierung eine Aufteilung zwischen Stadt und Land vorstellen. Die Stadt würde die Kosten für den Ausbau der Linie 8 übernehmen. Das Land soll dafür die Entschädigung mit dem Parkplatzbetreiber ausverhandeln und bezahlen. “Es ist eine gute Voraussetzung, dass die Reaktionen auf den Vorschlag positiv sind. Ich hoffe, wir können bereits in den nächsten Monaten mit einer Umsetzung beginnen”, so Fuchs.

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