Pfingsten feiert den Heiligen Geist

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Pfingsten geht auf das griechische Wort "Pentekoste" zurück.
Pfingsten geht auf das griechische Wort "Pentekoste" zurück. - © Bilderbox
Neben Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte bedeutende Fest des christlichen Jahreskalenders. Der Name geht auf das griechische Wort “Pentekoste” zurück und bedeutet: Der fünfzigste Tag. Pfingsten wird also 50 Tage nach dem Ostersonntag gefeiert. Für die Christen ist es das Fest des Heiligen Geistes und feierlicher Abschluss des Osterfestkreises.

Die Kirche feiert am Pfingstfest das Kommen und Wirken des Heiligen Geistes. Es soll daran erinnern, dass Jesus bei der Kirche und durch sie bei der Menschheit in der Gestalt des Heiligen Geistes verbleibt.

Heilige Geist erschien Jüngern

In der Apostelgeschichte heißt es, dass an diesem Tag der Heilige Geist auf die versammelten Jünger niederging. Sie konnten plötzlich in mehreren Sprachen reden und erkannten durch dieses Pfingstwunder den Missionsauftrag Jesu Christi, das Evangelium zu verbreiten. Pfingsten gilt darum auch als das Geburtstagsfest der Kirche. Es ging aus dem jüdischen Fest Schawuot hervor und war ursprünglich ein Erntefest mit Dankopfern. Die Synode von Elvira beschloss im Jahr 305, Pfingsten zu einem kirchlichen Fest zu machen.

Wurzeln des Pfingstfestes im Judentum

Der Heilige Geist ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu in der Geschichte lebendig zu halten. Die Bibel spricht vom Heiligen Geist in vielen Bildern. Sie wählt dafür ein Wort, das zugleich “Atem, Hauch, Wind” heißt. Sein Wirken wird u.a. wie “Feuer” oder “lebendiges Wasser” beschrieben. Die Wurzeln des heutigen Pfingstfestes liegen im Judentum, das ursprünglich ein Erntedankfest feierte. Zur Zeit Jesu wurde dieses Fest auch auf die Geschichte des Volkes Israel, im Besonderen auf Gesetzgebung bzw. Bundeserneuerung bezogen.

Vom zweiten Jahrhundert an gibt es Hinweise, dass Christen ein eigenes Fest feierten, das sich inhaltlich an den Berichten der Apostelgeschichte orientiert. Im vierten Jahrhundert setzte sich das Pfingstfest, das bis dahin mit Christi Himmelfahrt zusammenfiel, als eigenständig durch.

Birkenzweige für den heiligen Geist

Die Pfingstbräuche haben häufig mit dem christlichen Festgedanken von der Herkunft des Heiligen Geistes nicht viel zu tun. Sie sind zum großen Teil eigentlich Frühlings- und Maibräuche. Bis heute werden überall die Kirchen mit frischem Grün (“Maien”) geschmückt. Weiters gibt es den Brauch, vor den Häusern und in den Fenstern Birkenzweige aufzustellen. Auf diesen soll sich der Heilige Geist nieder lassen, um den Menschen seine Gnade zu bringen.

Brauchtum: Unruhnacht über Pfingsten

Als weltlicher Pfingstbrauch war es in ländlichen Gebieten früher weit verbreitet, einen mit bunten Bändern und Laubkränzen geschmückten Ochsen, den Pfingstochsen, durchs Dorf oder über die Felder zu führen. In einigen Gegenden ist von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag die sogenannte Unruhnacht, in der Nachbarn Streiche gespielt werden. Nach altem Brauch darf alles, was nicht durch ein Dach geschützt ist, mitgenommen und versteckt werden.

Früher wurde die Herabkunft des Heiligen Geistes sehr handfest zelebriert: Vom “Heiligengeistloch” im Kirchengewölbe wurde eine Taube herabgelassen. “Aufgeputzt wie ein Pfingstochse” heißt es noch heute und bezieht sich auf die festlich geschmückten Rinder und anderen Tiere. In der Steiermark ist der Brauch des “Pfingstschnalzen” (Peitschenknallen) der Burschen am Samstag noch immer üblich. Wer am Sonntag zu spät aus den Federn kommt, gilt als “Pfingstluken, Pfingstnigl, Pfingstlümmel oder Pfingstochs”. Ledige Mädchen müssen den “Pfingstlotter” fürchten, eine Strohpuppe, die sehr anzüglich geschmückt sein kann.

(APA)

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